Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Dez 2013 | Feb 2014

Programm Januar 2014

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Mi. 01.01. 21 Uhr

geschlossen - Prost Neujahr!

Do. 02.01. - Fr. 03.01. 21 Uhr

Matthias Bublath Band

Matthias Bublath (p), Gabor Bolla (ts), Tim Collins (vibes), Thomas Stieger (b), Bastian Jütte (dr)

Der Pianist, Organist und Komponist Matthias Bublath arbeitet in München, Boston und New York City. Tourneen führten ihn nach Japan, Südafrika und quer durch Europa. In New York nutzte er neun Jahre lang als freischaffender Musiker die Gelegenheit, mit Bands aller Stilrichtungen zu spielen: Neben Bebop und Modern Jazz standen Soul, Rhythm'n'Blues, Samba und Salsa, Afrobeat, Funk und Gospel auf dem breitgefächerten Programm. Das hat zu einer großen stilistischer Vielseitigkeit und vor allem zu einer Groove-Kompetenz geführt, die in diversen Bandprojekten und sechs Einspielungen unter eigenem Namen zum Tragen kommen. Die kompositorische Arbeit nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein: Mit ausdrucksstarker Melodik bezieht er sich auf den Sound von Latin-Jazz und Funk. Zurück in München, wagen er und sein Quintett mit preisgekrönten Musikern wie Gábor Bolla (Hans-Koller-Preis 2004) und Bastian Jütte (Echo Jazz 2013) auch ungewöhnliche Stilwendungen und Klangkombinationen. Weitere Informationen

Sa. 04.01. 21 Uhr

Thomas Faist Quintet

Thomas Faist (as), Filip Wisniewski (git), Walter Lang (p), Thomas Stabenow (b), Rick Hollander (dr)

Eigenkompositionen, vorgetragen von einem wundervoll ausbalancierten und geschmackvoll interagierendem Quintett. Schon seit vielen Jahren ist Thomas Faist auf der europäischen Jazzszene präsent, spielte auf internationalen Festivals, z.B. Paris, Zürich, Lugano, Aspen, Jakarta, war in Südamerika auf Tour und arbeitete als Sideman und Big Band-Musiker mit etlichen Berühmtheiten des Jazz zusammen. Unter eigenem Namen hat Thomas Faist bisher drei CDs veröffentlicht, die vor allem auch seine Arbeit als Komponist dokumentieren. Die Rhythmusgruppe besteht aus Walter Lang am Piano, Thomas Stabenow am Bass und Rick Hollander am Schlagzeug. Alle drei sind langjährige Bandmitglieder und Spitzenmusiker der europäischen Jazzszene. In der Frontline der junge Gitarrist Filip Wisniewski, ein vielversprechender Newcomer auf der Szene. Weitere Informationen

So. 05.01. 21 Uhr Highlight

Matthias Schriefl - Shreefpunk Plus Strings

Matthias Schriefl (tp, flh, bflh, tuba, voc), Kalle Kalima (git), Robert Landfermann (b), Christian Lillinger (dr), Traudl Reich (violin), Beate Springorum (violin, viola), Gunter Pretzel (viola), Sissy Schmidhuber (cello)

Jazz, Punk und dazu noch Streicher: Wer denkt sich denn so was aus? Matthias Schriefl, ein junger Allgäuer, der die Welt schon mit allerhand verrückten Einfällen beglückt hat. Jedes seiner Konzerte verlässt man mit neuer Inspiration. Sieht man sich die Liste seiner Preise an und liest die Namen der Bands, die ihn auf Tourneen einladen, kann man das kaum glauben. Er teilt mit den erfolgreichsten internationa-len Jazzern die Bühne und erhält neben zahlreichen Nachwuchspreisen inzwischen auch Auszeichnungen der Erwachsenenliga, wie zuletzt den renommierten WDR Jazzpreis für Improvisation. „Phänomenal sein Ton-Umfang und sein Ansatz, mitreißend sein Improvisations-Talent und nicht weniger originell seine Arrangements" (Reiner Brückner, WDR). Schriefls Energie und Experimentierfreude verraten sein junges Alter aber doch: "Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Kompliziertem", fasst Schriefl sein Motto zusammen. Die Musik transportiert Leidenschaft und Witz und lässt über-raschend wüste Ausbrüche zu. Für vier Streicher der Münchner Philharmoniker und gewiss auch für das Publikum ein Vergnügen! Weitere Informationen

Mo. 06.01. 21 Uhr Big Band Night

The Uptown Jazz Orchestra feat.Helmut Kagerer (git)

Eine Big Band zum Klingen zu bringen, das ist für nahezu jeden Jazzmusiker, als ginge ein lang gehegter Wunschtraum in Erfüllung. Es verlangt aber neben Visionen und Teamgeist auch eine gehörige Portion Mut. Dass sich das Uptown Jazz Orchestra um Leader und Trompetensolist Franz Weyerer in den vergangenen Jahren zu einer aussergewöhn-lichen Großformation nicht nur in der Landes-hauptstadt, sondern im gesamten süddeutschen Raum gemausert hat, spricht ohne Zweifel für die Ausnahmestellung und Qualität der beteiligten Musiker. Ohne in schwülstige Nostalgie zu versinken, verleiht die Band jedem Song mit präzisen Bläsertutti, virtuosen Soli und farbenreichen Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. (Reinhard Köchl) Weitere Informationen

Di. 07.01. 21 Uhr It's A Woman Thing

Stefanie Boltz

Stefanie Boltz (voc), Paulo Morello (git), Sven Faller (b),Tim Collins (dr)

"Die Vocal-Lady hat sich und ihren Sound gefunden", schreibt der Merkur über Stefanie Boltz. Und dieser Sound hat es in sich. Wer ihre elektrisierende Performance live erlebt hat, könnte den Eindruck gewinnen, dass sie auf der Bühne geboren wurde. Aufsehen erregte sie als singende Hälfte des Duos "Le Bang Bang" mit Sven Faller, das zuletzt von ELLE zur "1. Liga der Münchener Szene" gerechnet wurde und mit dem sie mittlerweile alle namhaften Orte der deutschsprachigen Jazzlandschaft besucht hat. Ihr intensiver und verblüffend nuancenreicher Ausdruckswille zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Musik, die sich intuitiv zwischen swingendem Jazz, gospeligem Blues und acoustic songwriting bewegt. Für ihr Solo-Debut gastiert Stefanie Boltz mit einem hochkarätigen Trio aus zentralen Akteuren der deutschen Jazzszene: Paulo Morello an der Gitarre, Sven Faller am Kontrabass und Tim Collins am Schlagzeug. „Überströmend vor Temperament: Gesang mit allen Sinnen und unbändiger Lebenslust!“ (Südwestpresse) Weitere Informationen

Di. 07.01. - Di. 14.01. 21 Uhr

It's A Woman Thing

Jazz? Frauensache! An acht Abenden präsentieren wir ausgesuchte Formationen die allesamt von einer (oder mehreren) Frau(en) geleitet werden. Und beweisen damit: Der Jazz ist (auch) weiblich! Und das nicht nur vom 7.-14. Januar 2014! Weitere Informationen

Mi. 08.01. 21 Uhr It's A Woman Thing - A Tribute to Jutta Hipp

Ilona Haberkamp Sextet feat. Silvia Droste (voc) - Cool is Hipp is Cool

Ilona Haberkamp (as), Susanne Riemer (flh), Laia Genc (p), Paul G. Ulrich (b), Thomas Alkier (dr), feat. Silvia Droste (voc)

Die Jazzpianistin Jutta Hipp, die im Nachkriegs-deutschland zu “Europe’s First Lady of Jazz“ gekürt wurde, schrieb ein ganz besonderes Stück Jazzgeschichte. Als wegweisende Pianistin gelang ihr als erste weisser europäischen Frau auch in New York ein kometenhafter Aufstieg. Bei der renom-mierten Plattenfirma Blue Note nahm sie drei Platten auf und spielte mit den Jazzgrößen ihrer Zeit. Jutta Hipp war mittendrin im „Big Apple“: eine “wahre Blue Note-Legende“ und eine Ausnahmeerscheinung in der Männerdomäne Jazz. Das Sextett der Saxophonistin Ilona Haberkamp mit der hervor-ragenden Sängerin Silvia Droste erinnert mit ihrem Programm “Cool is Hipp is Cool“ an die legendäre Jazzpianistin, würdigt deren facettenreiches künstleri-sches Schaffen und vergegenwärtigt ihren besondere Spielstil. Atmosphärisch führt die Combo in die Ära des Cool Jazz mit Frankfurter Prägung ein. Originalwerke von Jutta Hipp werden kompositorisch erweitert, Ausschnitte aus Piano-Transkriptionen verbinden sich mit spontanen Improvisationen. Gedichte von Jutta Hipp über bekannte Jazzgrößen inspirieren zu Vertonungen und Neuschöpfungen. Haberkamps Hommage an Jutta Hipp ist eine ganz persönliche Verbeugung vor dieser bemerkens¬werten Jazzpianistin der 50er Jahre, deren Karriere in München begann. Weitere Informationen

Do. 09.01. 21 Uhr It's A Woman Thing

Les Brünettes - Four Voices

Julia Pellegrini, Stephanie Neigel, Lisa Herbolzheimer, Juliette Brousset (voc)

Freundschaft und die gemeinsame Liebe zur Musik lassen 2010 ein ganz besonderes Quartett ent-stehen: vier junge Sängerinnen, vier einzigartige Stimmen, vier verschiedene Temperamente, viermal beeindruckende Bühnenpräsenz – das sind Les Brünettes. Getroffen haben sie sich an der Musik-hochschule in Mannheim, sangen als Vokalquartett mit dem Landesjugendjazzorchester Hessen, mit dem sie bis nach China reisten. Doch erst unter dem Namen Les Brünettes wagt das Quartett etwas Außergewöhnliches: Die vier Frauen setzen allein auf die Kraft ihrer Stimmen. Für sein abendfüllendes Programm erhielt das Gesangsquartett Coachings von Jeff Cascaro, Maria de Fatima und Ann Malcolm. Mal warm und zärtlich, mal kess, mal voller Melancholie präsentieren sie ein breites Repertoire aus jazzig-experimentellen Stücken, souligen Popsongs, virtuos arrangierten Standards und kreativen Interpretationen alter Lieder. Weitere Informationen

Fr. 10.01. 21 Uhr It's A Woman Thing - Traumton release

Lisbeth Quartett

Charlotte Greve (as), Manuel Schmiedel (p), Marc Muellbauer (b), Moritz Baumgärtner (dr)

Das Lisbeth Quartett gehört zu den jüngsten Formationen des deutschen Jazz und ist doch mittlerweile alles andere als ein Newcomer. Seit ein paar Jahren mischt es mit erfrischend leicht anmutendem Jazztiefgang die Szene auf. Die Kritik ist sich einig, dass mit dem Lisbeth Quartett etwas ganz Großes entsteht, dessen leidenschaftliche Selbstverständlichkeit sich in einen erfreulichen Gegensatz zur häufig konzeptüberladenen Lebensferne der deutschen Jazz-Routine begibt. Nach dem 2012 mit einem ECHO Jazz ausgezeich-neten Album "Constant Travellers" legt das Lisbeth Quartett nun mit "Framed Frequencies" sein drittes vor. Diese Platte zeugt gleichzeitig von Kontinuität und Weiterentwicklung. Die Beständigkeit hängt mit der unveränderten Besetzung der Gruppe zusammen, doch es gibt auch maßgebliche Veränderungen: Charlotte Greve und Manuel Schmiedel hat es aus der deutschen Hauptstadt nach New York verschlagen, während Moritz Baumgärtner und Marc Muellbauer noch in Berlin leben. In Zeiten des globalisierten Jazz-Austauschs ist es kein Ding, von zwei Seiten des großen Teichs aus zu kommuni-zieren. Im Gegenteil, es tut der Band gut. "Framed Frequencies" ist eine urbane, Kontinente und Generationen übergreifende Schatztruhe der Perspektiven, die sich aus über hundert Jahren Jazzgeschichte für die Zukunft auftun. Weitere Informationen

Sa. 11.01. 21 Uhr It's A Woman Thing

Folk Tassignon

Sophie Tassignon (voc), Susanne Folk (sax, cl), Lothar Ohlmeier (bcl), Andreas Waetli (b)

Eine Mischung zwischen Kammermusik und Jazz verspricht Folk Tassignon um die belgische Sängerin Sophie Tassignon und die deutsch‐amerikanische Saxophonistin Susanne Folk. Klangwelten, in die man sich schon beim ersten flüchtigen Hören verlieben kann. Wie auch in die Stimme von Sophie Tassignon, wenn sie nur von Bass, Saxophon und Klarinette begleitet ihre Geschichten vor das Ohr trägt. Das ist Musik zum Dahinschmelzen und Träumen, fernab von jedem Kitschverdacht: Romantik im besten Sinne des Wortes. Und das ist zeitgemäßer Jazz im Sinne "echter" Weltmusik. Einflüsse aus der europäischen Kammermusik verweben sich in den Eigenkompositionen mit dem Tango Nuevo, mit der Songwriterkunst einer Rebecca Pidgeon und der Schwermut einer Billie Holiday. "...Mal dicht, schwer und wuchtig, dann wieder leicht und verspielt, ausgelassen und experimentierfreudig. Ungewöhnlich. Da ist Spannung angesagt." (Expuls) Weitere Informationen

So. 12.01. 21 Uhr It's A Woman Thing

Jam Session

Ltg.: Andrea Hermenau (p, voc)

Die junge, in München ansässige Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau ist dem Publikum aus den Bands von Harald Rüschenbaum, Dusko Gojkovic und Jenny Evans und durch viele Auftritte mit der Gruppe "Etna" und ihrem eigenen Quartett zum Begriff geworden. Erst im Dezember stellte sie ihre neue bei Unit Records erschienene CD "Die Nachtpracht" vor. In ihrem Spiel verbindet sie Tradition und Moderne. Sie freut sich auf viele Einsteiger und Einsteigerinnen und auf eine spannende Jam Session. Weitere Informationen

Mo. 13.01. 21 Uhr It's A Woman Thing - Big Band Night

Monika Roscher Big Band

Monika Roscher (git, voc, comp, lead) und 16 Jungs

Es ist Zeit, mit so ziemlich jeder Hörerwartung, die an eine klassische Big Band geknüpft ist, zu brechen. Denn hier gibt es keinen Swing à la Count Basie und Duke Ellington. Zwar sind die Kompositionen, was weiträumige Harmonik und ausgedehnte Soli angeht, dem Jazz verhaftet, aber das besondere Augenmerk auf – teils filmisch anmutende – Klangtexturen und die farbenreiche, emotionale Bildhaftigkeit zeugen von geistiger Nähe zum zeitgenössischen Musikge-schehen der Indie-, Elektro- und Triphop-Szene. Aus ihrer persönlichen Hörerfahrung schafft Monika Roscher in ihren Kompositionen eine Synthese verschiedenster Stile, ganz im Sinne Frank Zappas. Geradezu "gefährlich" – so sah es zumindest eine begeisterte Jury im Zündfunk (Bayern 2). Im Dezember 2012 feierte die Band schließlich im Münchner Indie-Tempel Atomic Café die Veröffentlichung ihres Debüt-Albums "Failure in Wonderland" (Enja). Seitdem schlagen die Wellen höher und höher: Stern, Deutschlandradio Kultur, Le Monde, die JazzZeitung mit einer Coverstory, oder das US-amerikanische Downbeat-Magazin zeigten sich begeistert vom Modell der Indie-Big Band. 2013 spielte die Band beim Abschlusskonzert des Berliner Jazzfests. Die FAZ sprach von einem "unglaublichen Spielniveau" der jungen Musiker und der "Überraschung der Saison". Weitere Informationen

Di. 14.01. 21 Uhr It's A Woman Thing - highlight

Barbara Dennerlein Duo

Barbara Dennerlein (hammond organ), Christoph Holzhauser (dr)

Barbara Dennerlein überträgt mit ihrem Spiel Enthusiasmus und Hingabe auf ihre Zuhörer. Eine unverwechselbare Musikerin, die sich schon in jungen Jahren in den Sound der Hammond-Orgel verliebt und dazu beigetragen hat, dass das Ins¬trument eine Renaissance erlebt. Auch in der Unterfahrt wurde Barbara Dennerlein in den 80ziger Jahren oft und gern gehört. Mittlerweile ist sie auf den großen Festivalbühnen ebenso zu Hause wie in den international bekannten Clubs. Geehrt mit Preisen und Auszeichnungen geht es ihr vor allem um den unmittelbaren Kontakt zu ihrem Publikum. Ein Konzertklassiker: Das Barbara Dennerlein Duo. Hunderte Konzertauftritte und Tourneen hat die Orga-n¬istin in der intimen Besetzung aus Hammond-Orgel und Schlagzeug absolviert. Zahlreiche Fern-sehauftritte (und zahllose Fans) bezeugen diese musikalische Symbiose, die auf den CDs "Love Letters" und "10th Anniversary – It's Magic" verewigt ist. Die Musik des Duos (das gelegentlich wie ein großes Orchester klingt) beruht auf großer musikali-scher Freiheit, die von der wechselseitigen Inspira-tion der Duopartner genährt wird. Barbara Dennerlein weiß mit zwei Manualen, mit dem Synthesizer und dem von ihr individuell zur Perfektion entwickelten Spiel auf den Fußpedalen melodische Linien, Akkorde, Sounds und raffinierte, der Flexibilität eines Kontrabassisten entsprechende Bassfiguren zu entwickeln. Ihr jeweiliger musikalischer Partner folgt dem Drive der Organistin, begleitet sie “straight“ oder umspielt sie mit komplexen Rhythmusgeflechten, legt Klangteppiche aus oder schafft räumlich-perkussive Stimmungen. Weitere Informationen

Mi. 15.01. 21 Uhr

Jim Snidero Quartet

Jim Snidero (ts), Paul Kirby (p), Martin Zenker (b), Rick Hollander (dr)

Jim Snidero gilt als einer der besten Alt-Saxophonisten Amerikas. Er arbeitete mit Frank Sinatra, Brother Jack McDuff sowie Eddie Palmieri und trat mit dem Frank Wess Sextet, dem Mel Lewis Orchestra und der Mingus Big Band auf. Snidero nahm vierzehn Alben als Bandleader auf, daneben ist er auch als Musikpädagoge tätig: Er verfasste eine Jazz-Lehrbuchreihe und unterrichtete an diversen Schulen und Universitäten. Der schottische Pianist Paul Kirby – innovativ und virtuos – gehört zur Riege europäischer Musiker, die in der vielfältigen Jazz-Szene Asiens Fuß gefasst haben; er lebt und arbeitet als Hochschulprofessor in Seoul. Und mit Martin Zenker und Rick Hollander vervollständigen zwei feste Größen der Münchner Jazzszene die Rhythmusgruppe. Weitere Informationen

Do. 16.01. 21 Uhr Starlight Reflections

Walter Lang Trio

Walter Lang (p), Thomas Markusson (b), Sebastian Merk (dr)

Walter Lang ist mit unterschiedlichen Formationen unterwegs und gastiert regelmäßig in der Unterfahrt, sei es mit der Sängerin Jenny Evans, der Modern-Minimal-aber-nicht-Synthetik-Band "Trio ELF" und mehrmals auch mit Lee Konitz. Über sein eigenes Trio schreibt Tobias Böcker im JazzPodium: "Das Walter Lang Trio hat sich auf den Spuren der jüngeren Tradition ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Individualität erspielt. Die dichte Atmosphäre, die der Interaktion innewohnt, die Konzentration, mit der jede einzelne Note geformt wird, die anmutige Entspan-nung, die den improvisatorischen Fluss voranbringt, die Sorgfalt, mit der ausgewählte Standards entfaltet werden, die melodie-trunkene schöpferische Kraft der eigenen Stücke, und die gelassene Ruhe, die auch flotte Passagen durchträgt, sind zeitgenössicher art of the piano – im ganz eigenen Sound." Weitere Informationen

Fr. 17.01. 21 Uhr

Goudsmit / Fraanje / Mahall / Rohrer

Anton Goudsmit (git), Harmen Fraanje (p), Rudi Mahall (bcl), Samuel Rohrer (dr, perc)

Punkto Energie und Imaginationskraft sind der niederländische Gitarrist Anton Goudsmit und sein Landsmann Harmen Fraanje am Piano wie füreinander geschaffen. Eine Tatsache, die beide unzählige Male gemeinsam auf der Bühne bewiesen haben, zum Beispiel in Eric Vloeimans’ Band "Fugimundi". Nun stürzen Sie sich erneut ins “Abenteur“ der europäischen Impro-Szene, gemeinsam mit dem Klarinettisten und Aushängeschild des zeitgenössischen deutschen Jazz Rudi Mahall (Der Rote Bereich, Duo mit Aki Takase) und dem Schweizer Schlagzeuger und Perkussionisten Samuel Rohrer, einer der beiden Finalisten des BMW Welt Jazz Awards 2013. 2012 spielte die Gruppe zum ersten Mal zusammen – im Bimhuis in Amsterdam. "Alle vier sind es gewohnt, zu improvisieren und zugleich offen für lyrischen Stil und Humor zu sein. Man hört kaum Soli, die kurzen Höhenflüge sind im engen Netz des Ensemblespiel verwoben – der Spaß am Zusammenspiel ist regelrecht greifbar. Ihre nervösen Kompositionen klingen frisch und die etwas filmmusikalischeren Momente sind schlichtweg wundervoll!" (De Volkskrant) Weitere Informationen

Sa. 18.01. 21 Uhr highlight

Zhenya Strigalev's Smiling Organizm

Zhenya Strigalev (as), Ambrose Akinmusire (tp), Liam Noble (p), Larry Grenadier (b), Linley Marthe (e-b), Eric Harland (dr)

Smiling Organism vereint musikalisches Talent wie kaum eine andere Gruppe auf diesem Jazzplaneten; angeführt wird sie von ihrem visionären Katalysator Zhenya Strigalev. Er selbst bezeichnet die Band als Projekt, wohl auch, weil die Besetzung aus international höchst anerkannten Musikern regelmäßig variiert. Zugleich ist diese Band aber auch eine Gesamtheit, ein Organismus – und in diesem Fall sogar ein "lächelnder"! Zhenya Strigalev arbeitet mit starken rhythmischen Strukturen, fest verankerten Basslinien und ganz eigener Melodik. Die Januartournee bringt exakt die Besetzung in die Clubs, die kurz zuvor noch mit ihrem Produzenten und Schlagzeuger Eric Harland im New Yorker Studio gestanden hat. Ganz klar: Eine Supergroup! Wer mit wem gearbeitet hat, würde zu einer endlosen Kette von nahezu göttlichen Namen führen, deshalb jeweils nur eine Referenz: Zhenya Strigalev spielt mit dem rhythmisch undurchschaubare Freak-Hiphop-Jazz-Schlagzeuger Chris "Daddy" Dave, Ambrose Akinmusire mit dem Pianisten Vijay Iyer, dessen letzte vier Konzerte in der Unterfahrt stets ausverkauft waren, Liam Noble in der Band "Sleepthief" der deutschen Jazz-Exilantin Ingrid Laubrock in New York, Larry Grenadier seit 1995 in Brad Mehldaus Trio, Linley Marthe als einer der letzten Webgegleiter von Joe Zawinul und Eric Harland (der gemeinsam mit Terence Blanchard 18 Filmmusiken eingespielt hat) mit Charles Lloyd. Weitere Informationen

Sa. 18.01. 19:00 Uhr

Let's talk about...JAZZ

New York, New York! Immer noch ist diese Musterstadt aller Metropolen auch die Jazzhauptstadt der Welt. Die besten der sie bevölkernden Ausnahmejazzer versammeln sich derzeit im Bandprojekt Smiling Organizm des Altsaxofonisten Zhenya Strigalev. Natürlich nutzen die beiden bekannten Musikjournalisten und Jazzkenner Oliver Hochkeppel und Ssirus Pakzad die Gelegenheit, um vor deren Unterfahrt-Gastspiel Stars wie Eric Harland oder Tim Lefebvre ein paar Geheimnisse zu entlocken. Heute, beim nächsten Jazz-Talk. Eintritt frei, Lounge. Um Reservierung wird gebeten. Weitere Informationen

So. 19.01. 19:30 Uhr Jazz-Fotografien von Ralf Dombrowski

ArtSession

Ausstellungseröffnung mit anschließender Jam Session unter der Leitung von Stefan Noelle

“dombrowski“ ist eine Marke. Dahinter steht Ralf Dombrowski, Journalist, Fotograf, Jazzliebhaber. Er ist aus der Jazz-Szene, die er über die Jahre verfolgt und kommentiert hat, nicht wegzudenken; im April wurde ihm auf der Musikfachmesse "jazzahead!" der Preis für deutschen Jazzjournalismus 2013 verliehen. Die Unterfahrt wurde für ihn zur Basisstation, viele seiner Fotos sind dort entstanden. Jetzt präsentiert er ein “Best of“': eine Auswahl dieser unvergleichlichen und unwiederbringlichen Momente, wie sie gerade im Jazz – und so häufig in der Unterfahrt – einfach “passieren“. Bei der heutigen Austellungseröffnung wird ihm der Schlagzeuger, Sänger und Entertainer Stefan Noelle zur Seite stehen; ab 21 Uhr sind zur Jam Session alle Einsteiger auf der offenen Bühne willkommen. Der Eintritt ist frei! Weitere Informationen

Mo. 20.01. 21 Uhr Big Band Night

U.M.P.A. Jazz Orchestra

Ltg.: Claus Reichstaller (tp)

Groovende Sounds und feurige Rhythmen! Das U.M.P.A. Jazz Orchestra hat sich mittlerweile zum Aushängeschild des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München entwickelt. In zahl¬reichen Konzerten der Jazzreihen "Jazz in Concert" und der traditionellen "Jazz Night" überzeugt das Orchestra mit groovendem Sound, feurigen Rhythmen und kompakten Bläsersätzen. Leiter des Jazz Instituts und Chefdirigent ist Prof. Claus Reichstaller. Der international renommmierte Jazztrompeter, bekannt durch sein Mitwirken in Formationen wie der Paris Reunion Band oder dem Benny Golson-Tourprogramm "We Remember Clifford" (zusammen mit Randy Brecker, Al Foster und Buster Williams) kann außerdem auf einer langjährigen Big Band-Erfahrung aufbauen. Wechselnde Programme mit Gastdirigenten wie Joe Haider, Dusko Goykovich und Jiggs Whigham erhöhen zusätzlich die Attraktivität des U.M.P.A. Jazz Orchestra. Weitere Informationen

Di. 21.01. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 61 - ECM artist in concert

Mathias Eick Quintet

Mathias Eick (tp), Andreas Ulvo Langnes (p), Audun Erlien (e-b), Torstein Lofthus (dr, perc), Gard Nilssen (dr)

Mathias Eick galt über zehn Jahre als eines der vielversprechendsten jungen Jazztalente aus Norwegen. Im Frühjahr 2012 hat der Trompeter mit gut 30 Jahren beim BMW Welt Jazz Award sowohl den Publiums- wie auch den Jurypreis erhalten. "Ganz oben angekommen" war er aber eigentlich schon vorher – nämlich mit den Alben "Skala" und "The Door", die beide bei ECM erschienen sind. Heute abend spielt Mathias Eick Trompete, doch auf einigen Alben ist er auch als Sideman an Kontrabass, Vibraphon, Piano oder Gitarre zu hören, in seinen eigenen Worten: "mit allem, was gebraucht wird." In ganz unterschiedlichen musikalischen Kontexten tritt er auf, so mit dem Trondheim Jazz Orchestra, Chick Corea, Pat Metheny, Manu Katché und insbesondere mit der stilbildenden New- und No-Jazz-Band "Jaga Jazzist". Im aktuellen Quintett sind zwei Rhythmiker beschäftigt, um die musikalischen Visionen Eicks umzusetzen. Schlichtweg begeistert war die Jury in der BMW Welt über "das innovative Kon-zept des Mathias Eick Quintets, die elegischen Kom-positionen [...] von zwei Schlagzeugen antreiben zu lassen. Gleichwohl ihres harmonischen Ineinander-greifens, kommt das individuelle Können aller fünf Musiker voll zur Geltung." Weitere Informationen

Mi. 22.01. - Do. 23.01. 21 Uhr Rhythm’n Blues Highlight

Albie Donnelly's SUPERCHARGE

Albie Donnelly (as, ts, voc), Roy Herrington (git, voc), Jürgen “Big Jay“ Wieching (ts, bs), Thorsten Heitzmann (tb), Sascha Kühn (hammond organ, p), Wolfgang “Bolle“ Diekmann (b), Uwe Petersen (dr).

Nach den umjubelten Unterfahrt-Konzerten im letzten Jahr präsentieren wir Albie Donnelly's SUPERCHARGE wieder an zwei Abenden. Seit mehr als 34 Jahren ist SUPERCHARGE die führende Band in Sachen Rhythm’n’Blues, Swing und Good-Time-Rock’n’Roll. Eine Party-Band der Extraklasse, angeführt von der vielleicht besten Bläser-Sektion Europas um den charismatischen Ausnahmesaxophonisten, Frontmann und Sänger Albie Donnelly. Als 1974 das Debüt-Album auf den Markt kam und die nächste Produktion in Australien eine goldene Schallplatte einfuhr, waren sich Presse und Fans schnell einig: Eine solche Powertruppe hatte es in Europa bis zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben. Authentisch und voller Power hat bei SUPERCHARGE der Soul nicht nur Rhythmus, sondern eben auch Seele. Die Vollblutmusiker sind echte Profis mit einer gehörigen Portion Mutterwitz und der Mann mit Rauschebart und Sonnenbrille ist aktiver denn je. Freuen Sie sich also auf eine musikalische Sternstunde mit Albie Donnelly's SUPERCHARGE! Weitere Informationen

Fr. 24.01. 21 Uhr BR-Mitschnitt - BR-Klassik Mitschnitt

Nils Wogram Root 70 & Strings BR Mitschnitt

Nils Wogram (tb), Hayden Chisholm (as), Matt Penman (b), Jochen Rückert (dr), Gerdur Gunnarsdottir (violin), Gareth Lubbe (viola), Adrian Brendel (cello)

Das neue Programm "riomar" der Gruppe Root 70 ist ein gelungenes Experimentierfeld aus ausgefeilter, mitunter barocker Harmonik, grenzenlos agierender Poly-Rhythmik und individuellen (Viertelton-)Sounds im Rausch des Jazz. Vier absolute Sprachenkünstler an ihren Instrumenten bedienen sich musikalischer Codes und Chiffren aus Filmmusik, Fado und Fandango! Dazu begleitet sie ein klassisches Streichertrio mit garantiertem Swing- und Bluesfeeling. Eine überhitzte Atmosphäre südländischer Musik-Kultur steht der Gelassenheit am Cooljazz orientierter Musikfacetten im imaginären Schnittpunkt von Mississippi und Tejo gegenüber. Das ist sehnsuchtvolle Saudade pur. Die Leichtigkeit Wogramscher Komponierlust verbindet sich auf kongeniale Weise mit einer selten gehörten emotionalen wie intelligenten Spielkultur. Leicht und unbeschwert ergänzen sich die Musiker, die sich nicht nur im Jazz wohl fühlen, sondern auch afrikanische, brasilianische, indische und Bachsche Texturen kunstvoll miteinander verweben –in vollendet schönen Stücken. Hier wird Jazz der Extraklasse mit klassischer Attitüde vom Bebop-Smasher bis zur elegischen wagnerianischen Blues-Hymne geboten. Einfach nur zauberhaft. Nils Wogram wurde im November 2012 mit dem "Albert-Mangelsdorff-Preis" ausgezeichnet. Weitere Informationen

Sa. 25.01. 21 Uhr Galileo

Tango Crash

Daniel Almada (p), Martin Iannaccone (cello, b, voc), Christian Gerber (bandoneon), Martin Klingeberg (trp), Gregor Hilbe (dr, perc)

Die Argentinier Daniel Almada und Martin Iannaccone sind mit Tango Crash von Beginn an konsequent ihren eigenen Weg im Tango gegangen. Mit ihrer Mischung aus Tango, Jazz und synthetischen Elementen sind sie wichtige Pioniere des elektronischen Tango. Nach der dritten Platte “Baila Querida“ (Tanz, meine Liebe), ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, ist “Accidente de Tango“ (Tango-Unfall) ein klares Statement, dass Tango weitaus mehr als Tanzmusik ist. Seit der Gründung ist Tango Crash auf der Suche nach neuen Ausdrucks¬formen ohne Konzessionen in Richtung kommerzieller Strömungen im Tango. Es gibt Spielgefährten im Jazz, in der modernen Klassik, in der Elektronik, in skurrilen Geschichten – trotzdem bleiben sie dem eigenen musikalischen Kompass treu: “Accidente de Tango“ bezieht seine Inspiration unter anderem auch aus dem Jazz-Rock der 70er Jahre um Miles Davis, Weather Report und Joe Zawinul. Martin Iannaccone wechselte für viele Stücke vom Cello zum E-Bass und damit einem mehr elektrischen Sound, was der Band vor allem live mehr Spielraum und Dynamik gibt. Die von Astor Piazzolla begonnene Revolution im Tango endet keinesfalls beim Tango Electrónico, sondern bietet noch unendliche Möglichkeiten für Veränderungen und Neuschöpfungen. Auch Richtung Jazz. Weitere Informationen

So. 26.01. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle freut sich auf viele verschiedene musikalische Gäste und sorgt somit für Abwechslung und musikalische Vielfalt. Weitere Informationen

Mo. 27.01. 21 Uhr Big Band Night

Wine and Roses Swing Orchestra

New York, 16. Januar 1938: The Famous Benny Goodman Carnegie Hall Jazz Concert. Hunderte von Menschen stehen vor den Ticket Counters. Offiziell ist das Haus seit Tagen ausverkauft. Man kann nur hoffen, dass irgend jemand seine Karten zurückgegeben hat. Notfalls muss man einem Spekulanten Eintrittskarten zu völlig überhöhtem Preis abkaufen. Entgehen lassen will man sich das musikalische Ereignis des ersten Auftritts des "King of Swing" im bekanntesten Konzertsaal New Yorks auf keinen Fall. Dieser einzigartige Abend machte den Benny-Goodman-Swing weltweit berühmt und die LPs wurden speziell in Europa euphorisch aufgenommen. 76 Jahre später gibt sich das Wine and Roses Swing Orchestra - featuring Carolyn Breuer, Bernhard Ullrich, Heinz Dauhrer, Andy Kurz, Werner Schmitt - die Ehre und das Vergnügen im Jazzclub Unterfahrt. Weitere Informationen

Di. 28.01. 21 Uhr Vestry Lamento - double moon

Marc Perrenoud Trio

Marc Perrenoud (p), Marco Müller (b), Cyril Regamey (dr)

Es gibt zahlreiche Piano-Trios im Jazz, ohne Zweifel. Aber nur ganz wenige, die wie das Marc Perrenoud Trio seit vielen Jahren konsequent "ihr Ding" machen. Sie haben eine Sprache entwickelt, die wie Esperanto aus vielen Quellen schöpft. Opulent ausgestattete Harmoniefolgen Bach'scher Prägung, wechseln sich im nächsten Moment mit Rock-Fanfaren ab. Nur wenige Minuten später, und wir finden uns im Delta des Blues und in swingenden Gefilden wieder. Auftritte in Paris, New York, Berlin und Budapest, Buenos Aires und Panama ziehen ihre Zuhörer in den Bann. "Vestry Lamento" ist das dritte Album des seit 2007 bestehenden Trios. Schon der bei Double Moon Records erschienene Vorgänger “Two Lost Churches“ hat international ein außergewöhnliches Presseecho ausgelöst. Mit der neuen Platte geht es 2014 auch nach Südamerika. Weitere Informationen

Mi. 29.01. 21 Uhr

Damon Brown & Michael Lutzeier International Quintet

Michael Lutzeier (bs), Damon Brown (tp, flh), Paul Kirby (p), Martin Zenker (b), Mark Taylor (dr)

In einer U-Bahn in Seoul sind sich der Trompeter Damon Brown und der Baritonist Michael Lutzeier zum ersten Mal begegnet, beide “on the road“. Seitdem haben sie viele Konzerte miteinander gegeben: zwei Tourneen in Asien, Konzerte auf Jazzbühnen und Festivals in Deutschland, Schottland und England. Zwischen den beiden herrscht eine spielerisch leichte Synchronizität und musikalische Resonanz, die auf ihrer unbedingten Leidenschaft für Hardbop-orientierte Livemusik basiert. Für ihr neuestes Projekt, das im Frühjahr 2012 im koreanischen Fernsehen Premiere feierte, haben sie gleichgesinnte Mitstreiter gefunden. Der Londoner Trompeter Damon Brown, laut Evening Standard "Britains finest modern straight-ahead trumpeter" kontrastiert mit Michael Lutzeiers fulminantem Baritonsaxophon so vorteilhaft, dass die beiden die Tradition von Gerry Mulligan/Chet Baker und Donald Byrd/Pepper Adams mühelos ins 21. Jahrhundert transferieren. Der schottische Pianist Paul Kirby – innovativ und virtuos – gehört zur Riege europäischer Musiker, die in der vielfältigen Jazz-Szene Asiens Fuß gefasst haben; er lebt und arbeitet als Hochschulprofessor in Seoul. Der Wahl-Hamburger Martin Zenker ist auf den Jazzbühnen in der ganzen Welt von Hawai bis Dänemark ein äusserst gefragter Kontrabassist. Gleiches gilt für Schlagzeuger Mark Taylor, der zwischen New York und Tokio pendelt. Er zählt zu den Meistbeschäftigten seines Fachs, mit über 70 eingespielten Alben und Grammy-Nominierungen hat der junge Drummer bereits eine beeindruckende Karriere vorzuweisen. Alle Bandmitglieder haben speziell für das Quintett komponiert und freuen sich auf eine fast vierwöchige Europatournee. Weitere Informationen

Do. 30.01. 21 Uhr Indie-Jazz

Tann

Dirk Häfner (git), René Bornstein (b), Demian Kappenstein (dr)

"Humor muss man sich leisten können. Denn er entsteht nicht zwangsläufig aus dem, was auf den ersten Blick witzig erscheint. Humor ist eher eine Frage der Haltung, aus der Perspektive der Kompetenz heraus etwas nicht so eng sehen zu wollen. Insofern hat TANN Humor, sehr viel sogar. Natürlich fußt die Musik der drei Musiker in der Tradition, hat den Jazzrock und den Blues, die alterierte Moderne und die notwendige Prise Zeitgenössisches verinnerlicht. Aber dann kommen Wendungen, die überraschen, Kommentare und stilistische Querschläger, Soundideen und Arrangementeinfälle, lakonische Kleinigkeiten. Ein Trio mit unheimlich unterschiedlicher Musiksozialisation: Erfahrungen mit den Neutönern Markus Stockhausen und Vincent von Schlippenbach wie beim Schlagzeuger Demian Kappenstein, der 2012 den Bremer Jazzpreis gewonnen hat. Erfahrungen von der anderen Seite bringt Dirk Häfner an der Gitarre mit, der bereits einige Lehrjahre als Bühnenknecht in Bands von Roger Whittaker oder Sängerin Kira hinter sich hat, ohne darüber seine jazzigen Interessen zu vergessen. Mit symbiotischer Lässigkeit enfaltet sich der gemeinsame Stilwille, denn Kappenstein, Bornstein und Häfner haben dieses besondere Etwas im musikalischen Umgang miteinander, diesen speziellen Flow, der aus gutem Modern Jazz mit überwiegend eigenen Stücken eine individuelle Mischung macht. Eine Band, die beim Sprung in die internationale Liga an der Pole-Position steht." (Ralf Dombrowski) Weitere Informationen

Fr. 31.01. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 62 - Thou Shalt Boogie!

Bushman's Revenge

Even Helte Hermansen (git), Rune Nergaard (b), Gard Nilssen (dr)

10 Jahre Bushman's Revenge! Das 2003 in Oslo gegründete Trio vermischen Psychedelic, Postrock, Doom, Experimental, Folk und tatsächlich auch Jazz zu einem ganz besonderen Klang-Konglomerat. Wuchtige, komplexe Bassostinati, furiose Gitarren-eruptionen sowie eine verschachtelte rhythmische Polychromie bescheren dem Hörer ein packendes, hochenergetisches Konzerterlebnis. Zum Jubiläum erschien selbstverständlich eine neue Scheibe bei Rune Grammfon. Das Album trägt den Titel "Thou Shalt Boogie!", was so viel heißen soll wie: "Du sollst Boogie!" Weitere Informationen

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