Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Sep 2009

Programm Oktober 2009

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Do. 01.10. 21 Uhr highlight

Charles Davis Allstars feat. Tom Kirkpatrick

Charles Davis USA (ts), Tom Kirkpatrick USA (tp), Claus Raible GER (p), Giorgos Antoniou GRE (b), Bernd Reiter A (dr).

Der 76-jährige Saxophonist Charles Davis aus New York ist einer der wichtigsten Vertreter des Hardbop und Modern Jazz und wurde durch seine Arbeit in den Bands von Billie Holiday, Ben Webster, Dinah Washington, Sun Ra, Elvin Jones & Jimmy Garrison, "Philly" Joe Jones u.v.a. selbst zu einer Legende. Er zählt zu jenen Jazzmusikern, die wirklich mit ALLEN gespielt haben und die Geschichte dieses Genres maßgeblich mitgeschrieben haben. Ben Ratliff beschreibt Charles Davis in der New York Times als "Geheimnisträger", der den „authentischen, reinen und unverdorbenen Jazz" verkörpert. Herausragend war seine Mitarbeit im Kenny Dorham Quintet, das revolutionäre Platten wie "The Arrival of KD" und "Jazz Contemporary" aufnahm. Charles Davis stellt somit den direkten Bezug zur Musik Kenny Dorhams her, die im Rahmen dieser Tournee präsentiert wird. An seiner Seite steht mit dem amerikanischen Trompeter Tom Kirkpatrick der absolute Spezialist im Kenny Dorham-Stil, der sowohl mit der Charlie Parker Memorial Band als auch mit eigenen Formationen für Furore sorgte und zu den wichtigsten Trompetern des aktuellen Jazz zählt. Auf dieser Tournee werden die beiden von drei absoluten Topmusikern des europäischen Straight-Ahead Jazz begleitet. Dieses Quintett bietet mitreißend energetische und swingende Musik auf allerhöchstem Niveau, gleichermaßen mit Professionalität und viel Enthusiasmus vorgetragen, einfach "Jazz at its Best!“ Weitere Informationen

Fr. 02.10. 21 Uhr GLM - Waiting For The Sun

Etna

Vlado Grizelj (git), Andrea Hermenau (p, voc), Yvo Fischer (b), Tobias Weber (dr)

Voller Spielfreude präsentiert das Quartett alte und neue Kompositionen aus eigener Feder. Von leisen, sanften Tönen eingeladen, betritt der Zuhörer bei Etna einen energiegeladenen Klangraum: Die Spielarten reichen von Modern Jazz über groovige Beats, und von rockige Sounds bis hin zu klassischen Harmoniefolgen und melodiösen Liedern, in denen aufgrund der bosnischen Wurzeln des Gitarristen Vlado Grizelj zum Teil starke musikalische Einflüsse vom Balkan zu hören sind. Durch die nuancenreiche Interpretation von Andrea Hermenaus Kompositionen begibt sich die Band in den Bereich des vokalen Jazz und zeigt in der Erweiterung des instrumentalen Stils ihre Vielfältigkeit. Heute Abend stellt das mehrfach ausgezeichnete Quartett, das "seinen eigenen Ton gefunden hat" (SZ), seine neue CD "Waiting For The Sun" vor, die diesen Monat beim renommierten Münchner Label GLM-Music erscheint. Tauchen Sie in bilderreich-zauberhafte Klangwelten ein und lassen Sie sich von diesem musikalischen Vulkan inspirieren. Weitere Informationen

Sa. 03.10. 21 Uhr

Jenny Evans sings Dusko Goykovich

Dusko Goykovich (tp, flh), Tony Lakatos (saxes), Walter Lang (p), Henning Sieverts (b, cello), Paulo Morello (g), Jens Düppe (dr)

Die englische Jazzsängerin Jenny Evans präsentiert ihr Dusko-Goykovich-Projekt als Hommage an diesen großen Jazztrompeter. Als sie ihn Ende der 80er-Jahre erstmals hörte, war sie von seiner Improvisationskunst, perfekten Phrasierung und der Reinheit seines Tons fasziniert. Seitdem ist Goykovich für sie als Jazzerin ein Vorbild geblieben. 1997 nahmen Jenny und Dusko gemeinsam die CD "Shiny Stockings" (ENJA) auf und seitdem schreibt Jenny Songtexte zu Duskos Kompositionen: Diese seien so lyrisch, sagt sie, dass die Texte sich fast von selbst schreiben. Für ihr Goykovich-Projekt sind einige der besten Musiker Europas engagiert, mit denen Jenny Evans all die Genres berührt, die den Jazz von heute beeinflussen: E-Musik, Bebop und Hardbop, Latin und Weltmusik. Eine Ur-Aufführung mit Seltenheitswert. Weitere Informationen

So. 04.10. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Tom Reinbrecht (sax)

Der Altsaxophonist Tom Reinbrecht ist u.a. im Harald Rüschenbaum Jazz Orchester, der Dusko Goykovich Big Band und der Al Porcino Big Band ein gern gesehener Solist. Auch in seinen eigenen Projekten verbindet er swingenden Jazz und groovenden Funk aufs Beste. Im Oktober freut er sich auf die Sessions in der Unterfahrt mit vielen Einsteigern. Weitere Informationen

Mo. 05.10. 21 Uhr Big Band Night

Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra

Der Münchner Schlagzeuger, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Harald Rüschenbaum, ist mit den Know-how von 27 Jahren Big Band Leitung der erfahrene und begeisternde Praktiker, der vom Schlagzeug aus sein Jazz Orchestra leitet. Das Repertoire reicht von swingendem Mainstream, Stücken aus dem 'All American Songbook', über Salsa bis zu Avantgarde, Experimenten und Zeitgeist-Ideen, wobei letztere meist aus der Feder der Bandmitglieder stammen. Weitere Informationen

Di. 06.10. 21 Uhr highlight

Marcin Wasilewski Trio

Marcin Wasilewski (p), Slawomir Kurkiewicz (b), Michal Miskiewicz (dr).

In einem kontinuierlichen Arbeitsprozess erspielte sich die Band eine erstaunliche Souveränität im Umgang mit dem musikalischen Material, das zum Großteil aus Eigenkompositionen besteht. Die Kommunikation untereinander funktioniert dabei im Blindflug, die Musiker benötigen nicht einmal Sichtkontakt um die abstraktesten musikalischen Ver- und Entflechtungen vorzunehmen. Einer der herausragenden Musiker des polnischen Jazz, der als Vaterfigur geltende Trompeter Tomasz Stanko, war von den drei nachwachsenden Talenten dermaßen beeindruckt, dass er sich für eine langfristige Zusammenarbeit mit ihnen in einer Quartettbesetzung entschloss. Parallel dazu entwickelten Marcin Wasilewski, Slawomir Kurkiewicz und Michal Miskiewicz ihre Trio-Konzeption weiter, bei der alle gleichsam in einem sehr fein dynamischen Ensemblespiel die Musik mitgestalten. Jedem Detail, aber auch dem großen Ganzen merkt man nicht nur die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Material und der Musik an, sondern vor allem eine grundsätzliche Freude am Zusammenspiel und eine gewachsene Gemeinsamkeit. Mit dem Album "January", erschienen bei ECM in 2008, gelang der internationale Durchbruch. Weitere Informationen

Mi. 07.10. 21 Uhr Enja release - Makiko

Makiko Hirabayashi Trio feat. Marilyn Mazur

Makiko Hirabayashi (p), Klavs Hovman (b), Marilyn Mazur (dr, perc).

Makiko Hirabayashi könnte das ideale Symbol für die heutigen multikulturellen JazzmusikerInnen sein. Geboren in Japan begann sie mit vier Jahren klassisches Klavier zu spielen. Ihre Kindheit und Jugend verlebte die Pianistin und Komponistin in Tokio und Hong Kong. Mit 20 bekam sie ein Stipendium am Berklee College Of Music in Boston, USA, und ihr musikalischer Fokus verlagerte sich auf den Jazz. Nach ihrem Studium zog sie 1990 nach Dänemark, wo ihre professionelle Karriere begann. Sie spielte in zahlreichen Bands der dänischen Jazz- und Weltmusikszene und beteiligte sich an diversen CD-Produktionen. Live zu hören war sie außerdem in verschiedenen Clubs und Festivals in Europa, Brasilien, Südafrika und Japan. Als Mitglied des Quartetts „Sisters“ gewann sie den Best Arrangement Award, den Public Award und den 3. Preis des European Jazz Contest in Belgien. Makikos Musikstil bewegt sich zwischen klassischer und fernöstlicher Musik, zwischen nordischem Folk und Jazz. Das Improvisationstalent schafft es jedoch aus diesen verschiedenen Einflüssen einen einzigartigen Sound zu kreieren. Als musikalischer Kopf des "Makiko Hirabayashi Trios" wird sie von dem dänischen Bassisten Klavs Hovmann und der Percussionistin und Schlagzeugerin Marylin Mazur (die u.a. mit Größen wie Miles Davis, Gil Evans, Wayne Shorter und Jan Garbarek spielte) begleitet. Weitere Informationen

Do. 08.10. 21 Uhr Maxi-Single Release Konzert

Jerker Kluge´s DEEPJAZZ

Jerker Kluge (b), Andrea Hermenau (p, voc), Kathrin Pechlof (harfe), Florian Riedl (sax, bcl, fl), Martin Kolb (dr)

Auf den Spuren der "Blue Note"- und "Impulse"-Klassiker der 60er Jahre spielt dieses Sextett Spiritual- und Modal-Jazz von großer Intensität. Die Eigenkompositionen orientieren sich an den wegweisenden Musikern der modalen Jazz-Ära wie McCoy Tyner oder Joe Henderson, sowie an den spiritueller orientierten Konzepten von John Coltrane und Pharoah Sanders. Die Besetzung bietet sowohl von der interessanten Instrumentierung als auch von den individuellen Talenten der Mitspieler her Außergewöhnliches. Es werden hauptsächlich Eigenkompositionen und einige wenige Klassiker aufgeführt. So darf man sich z. B. auf neue Arrangements und Interpretationen von "Little Sunflower" und "Naima" freuen, aber auch auf neue Kompositionen, die die oben genannten Soundkonzepte als Ausgangspunkt für neue, eigene Klangentdeckungen verwenden. Jerker Kluge bereichert die Jazzszene seit längerem mit seinen interessanten und individuellen Projekten, wie z.B. den Gruppen "Hipnosis", "The Hi-Fly Orchestra", "The Boogoos" oder "Radio Utopia". Weitere Informationen

Fr. 09.10. 21 Uhr Enja highlight

Boi Akih

Monica Akihary (voc), Niels Brouwer (git), Sandip Bhattacharya (tabla,balafon,frame drum),

Monica Akihary, in den Niederlanden geboren und molukkischer Abstammung, studierte Bildhauerei in Amsterdam und Yogyakarta (Indonesien). Am liebsten singt sie im Mutteridiom ihres Vaters, der Sprache der Insel Haruku. Es ist eine Sprache der weichen Vokale und melodischen Silben, die perfekt zu ihrer dunklen, warmen Stimme und ihrem Improvisations-Stil passt und der Sängerin "viel mehr Freiheit im musikalischen Ausdruck" gibt. Niels und Monica haben sie als Teil ihres ganz eigenen musikalischen Stils etabliert, der gleichermaßen in indonesischer Musik (Gamelan, Java), südindischer Musik, europäischer Klassik sowie im Jazz wurzelt. Ein exotisches Amalgam, gewürzt mit indischen Rhythmen und lebhafter Improvisation, "eine seltsame Jazz-Mixtur", wie Monica sagt, "eine neue Art von Jazz, wenn man so will". Das Duo Boi Akih, diese unwahrscheinliche Kombination aus technischem Können und überzeugender Melodik, verbindet das Einfache mit dem Komplexen und schafft eine Einheit, die echte Gefühle, aber auch mutige Innovation transportiert. Heute wird das Duo um Sandip Bhattacharya an der indischen Percussion erweitert. Weitere Informationen

Sa. 10.10. 21 Uhr

John Marshall NY All-Star Quintett featuring Grant Stewart

John Marshall (tp), Grant Stewart (ts), Tardo Hammer (p), John Goldsby (b), Jimmy Wormworth (dr)

Der 1952 geborene New Yorker Trompeter John Marshall holt zum dritten Mal seine New York Formation nach Deutschland, eine CD Produktion schließt sich der Tournee an. Von 1971 bis heute spielte und spielt John mit zahlreichen Größen des Jazz: Lionel Hampton, Mel Lewis, Gerry Mulligan, Ornette Coleman, George Coleman und Dizzy Gillespie, um nur einige zu nennen. 1992 verlegte er sein Domicil nach Köln und wurde einer der wichtigsten Solisten der mehrfach mit dem Grammy gekrönten WDR Big Band. Seit 1996 hat John insgesamt acht CDs als Leader oder Co-Leader veröffentlicht. In seiner Heimatstadt NY spielt er zwei Wochenenden im Jahr in Small’s Jazz Club. Seine Lieblingsmitstreiter von dort: Tenorsaxophonstar Grant Stewart, 1971 in Toronto geboren, zog mit neunzehn Jahren nach NYC. Sein reifer, von Tradition durchdrungener Stil hat ihm höchste Achtung bei Musikern und Fans aller Generationen gewonnen. Er spielt regelmäßig in den USA und ist immer wieder auf Tour durch Europa und Japan. Pianist Tardo Hammer, 1958 in NYC geboren, arbeitete früher mit Johnny Griffin, Charlie Rouse, Junior Cook und Bill Hardman. Neben 7 CD Einspielungen mit John Marshall hat sein Trio drei hervorragende Alben bei Sharp Nine Records veröffentlicht. Hammer ist in den letzten Jahren auch mit der legendären Sängerin Annie Ross zu hören. Bassist John Goldsby, 1958 in Louisville, Kentucky USA geboren, ist allein durch seine Lehrbücher weltweit bekannt. Seit 1994 ist er der rhythmischer Rückgrat der WDR Big Band. In den USA ist Goldsby immer noch sehr aktiv als Workshopleiter bei Jamey Aebersold und Begleiter von Top Jazz Stars. Schlagzeuger Jimmy Wormworth, 1937 in Ithaca NY geboren, ist ein lebendes Stück Jazzgeschichte. Seine Trommelkunst hat er schon als junger Mann u.a. bei Al Haig, Mal Waldron, Kenny Dorham verfeinert. Heute spielt er mit Tardo zusammen in den Bands von Annie Ross und Charles Davis. Weitere Informationen

So. 11.10. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Tom Reinbrecht (sax)

siehe 04.10.. Weitere Informationen

Mo. 12.10. 21 Uhr Bigband Night

Scat Max and the Munich Uptown Orchestra

Was entsteht, wenn man geniale Solisten mit einem der bekanntesten Sänger und Pianisten der europäischen Musikszene auf einer Bühne vereint? Eine Bigband von Weltformat, die den Vergleich mit großen amerikanischen Ensembles, wie sie Duke Ellington, Count Basie und Nelson Riddle in den großen Zeiten des Swing um sich versammelten, nicht zu scheuen braucht. Und das Beste daran: man muss nicht über den großen Teich segeln, um dem Ereignis lauschen zu können. Der Gründer dieses Ensembles, SCAT MAX Neissendorfer, inspiriert von der Zusammenarbeit mit vielen Größen des Jazz, beschloss, seinen eigenen Stil zu entwickeln, der alleine durch sein stimmliches Timbre und den schon fast akrobatisch zu bezeichnenden Scatgesang vorgegeben war. Die Presse schreibt: „ ... SCATMAX eine geniale Symbiose aus Frank Sinatra, Bobby McFerrin und Elton John ... oder eine musikalische Zeitreise von den goldenen 60ern des Jazz bis hin zum modernen Stil der 90er ...“ Weitere Informationen

Di. 13.10. 21 Uhr After the Carneval

Celia Malheiros Trio

Celia Malheiros (git, voc, perc), Carlos Malta (sax, fl), Thomas Clausen (p, rhodes)

Celia Malheiros wurde in Rio de Janeiro geboren, aufgewachsen ist sie in " San Francisco Bay Area", kehrte aber regelmäßig jeden Sommer in ihre Heimatstadt zurück. Schon in jungen Jahren spielte sie Gitarre und sang dazu, und schon bald wurde klar, dass die Musik ihre Berufung ist. Cartola, Elis Regina, Jobim, Ravel, Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan zählt sie zu ihren größten Einflüssen, doch der Größte ist ohne Frage Hermeto Pascoal, der ihr Mentor wurde und mit dem sie wiederholt spielte und aufnahm. Celia Malheiros gehört ohne Frage zu den großen Namen der aktuellen brasilianischen Musikszene. "Celia's music is pulsing with freshness and vitality. It is samba, it is bossa nova, it is nourishing, it is carnaval. It is as if Malheiros captured the perpetual flirtation of chattering voices deep within the Amazon and made it her song." Weitere Informationen

Mi. 14.10. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 20

Sidsel Endresen solo - Bugge Wesseltoft solo

Sidsel Endresen (vocal, electronics), Bugge Wesseltoft (p, electronics)

Er gilt als „Mastermind“ einer neuen Generation von Musikern, die klassischen Jazz mit elektronischer Musik verschmelzen. Unter der Firmierung New Conception of Jazz strebt Bugge Wesseltoft eine Synthese aus Live-Elektronik und den Mitteln des improvisierten Jazz an. Darüber hinaus widmet er sich aber auch immer wieder dem rein akustischen Klavierspiel. Mit seinem eigenen 1996 gegründeten Label Jazzland hat er für die norwegische Szene eine Plattform geschaffen, die künstlerische Freiheit abseits des kommerziellen Mainstreams ermöglicht. Am 10. September 1998 wurde die "neue Unterfahrt", nach ihrem Umzug von der Kirchenstraße ins Einstein, von Bugge Wesseltoft New Conception of Jazz eröffnet. 11 Jahre später kommt Bugge, nun um einiges berühmter, endlich wieder zu uns in den Club. Sie ist DIE Stimme Norwegens. Die Karriere der Ausnahmekünstlerin Sidsel Endresen beginnt Anfang der 80er Jahre, als Frontfrau der Jon Eberson Group. Im Umfeld von Jazzrock und Fusion nimmt sie fünf Alben mit dem Gitarristen und Songwriter auf, von denen zwei jeweils einen norwegischen Grammy erhalten. 1989 unterzeichnet sie einen Vertrag beim deutschen ECM-Label. Sie öffnet sich der Improvisation und der Neuen Musik, eine Zusammenarbeit mit Nils Petter Molvaer beginnt, wenig später startet das Duo mit Bugge Wesseltoft, das international tourt und mit Preisen übersät wird. Eigene Projekte wie "Merriwinkle" und "Humcrush" sorgen für Aufsehen. Norwegens herausragende Vokalistin experimentiert, ist ein Labor in sich. Ihre vokale Technik ist genauso beeindruckend wie ihre Fähigkeit, die stimmlichen Ereignisse puristisch in eine unverwechselbare poetische Form zu gießen. Weitere Informationen

Do. 15.10. 21 Uhr Brisa do Mar

Lisa Wahlandt meets Mulo Francel

Lisa Wahlandt (voc), Mulo Francel (sax), Walter Lang (p, harmonika), Sven Faller (b), Robert Kainar (dr, perc).

Einst spielten sie zusammen in der Band Mind Games, dann trennten sich ihre Wege. Nun sind sie für einen magischen Abend musikalisch wieder vereint: Lisa Wahlandt, eine der faszinierendsten Jazzstimmen Europas, und Mulo Francel, Multi-Instrumentalist und kreativer Wirbelwind bei Quadro Nuevo. Zusammen mit ihren kongenialen Begleitern am Bass, Klavier und Schlagzeug entführen sie uns mit Sambas und Bossanovas in ein imaginäres Sehnsuchtsland, wo alles anders ist - sinnlich, südlich, mal federleicht swingend und groovend, mal mit der typischen Tristeza der Tropen. Brisa do Mar ist ein intensiver, emotionaler Cocktail aus purer Lebensfreude und samtener Melancholie und den vielen blauen Tönen dazwischen. Ein Live-Genuss für Musikkenner und ein Abend, der der Seele gut tut. Weitere Informationen

Fr. 16.10. 21 Uhr

Chris Hirson 'Seta Tunes'

Chris Hirson (sax), Mithila Motaleb (voc), Pär Lammers (p), Roland Fidezius (b), Andreas Pichler (dr).

Mit seinem jüngsten Projekt „Chris Hirson SETA TUNES“ gelingt es Chris Hirson fünf außergewöhnliche Musiker zusammenzubringen, ihre musikalischen Einflüsse und Ausdrucksformen einzufangen, zu vereinen und ein spannendes Zusammenspiel zu etablieren. Hirson schafft ein bewegtes Bild durch das Verschmelzen seines persönlichen kompositorischen Stils mit verschiedenen Stimmungen und Färbungen - vergleichbar mit ‚story telling at its best“. Themen werden vorgestellt variiert und wieder aufgelöst. Das Ergebnis ist ein musikalisches Schauspiel, reich an Nuancen, Bewegung und Ausdruckskraft. Weitere Informationen

Sa. 17.10. 15:00 Uhr Mäusejazz für Leute ab 5 mit dem Panama-Jazzensemble

Inspektor Maus

Text: Martina Schrötter-Bernard Stone, Musik: Franz-David Baumann, Musiker: Henk Flemming (vortrag, gesang), Sebastian Wittstock (p), Christian Lachotta (b), Johannes Friebel (dr, perc), Wolfgang Roth (sax), Franz-David Baumann (ltg, tp).

Inspektor Maus ist die spannende Geschichte vom großen Käsediebstahl, den Inspektor Maus in gewohnt souveräner Weise aufklärt. Ein echter Käsekrimi im halbseidenen Flair nächtlicher Clubs, Lagerhäuser und Hafenanlagen. "Als Inspektor Maus den Gorgonzola Club betrat, spielten gerade die "Rockfours" mit Paul Appenzeller am Kontrabass, Buddy Parmesan am Schlagzeug, Duke Emmental am Klavier, Charlie Camembert am Saxophon und Dizzy Cheesy an der Trompete. Star des Abends war die berühmte Ella Mozzarella...“ Seit 2008 existiert der Inspektor Maus neu in der Fassung mit Henk Flemming als Erzähler mit dem Panama-Jazz Ensemble erschienen bei Panama-Records. Am 11.09.2009 wurde die Inspektor Maus Produktion mit dem Medienpreis Leopold des Verbandes Deutscher Musikschulen mit Unterstützung des Familienministeriums von Ursula von der Leyen ausgezeichnet. Einlass ab 13.30 Uhr, Reservierung unter www.unterfahrt.de und Tel.: 089/4482794, Plätze bleiben bis 14.30 Uhr reserviert, danach verfällt die Platzreservierung – die Kartenreservierung bleibt bestehen. Konzertbeginn ist 15 Uhr. Geeignet für Kinder ab 5 Jahren. Eintrittspreise: Erwachsene 15,-€/ Kinder 8,-€ , Mitglieder Förderkreis 7,50 € Weitere Informationen

Sa. 17.10. 21:00 Uhr

Tango Siempre

Jonathan Taylor (p), Richard Pryce (b), Huw Warren (bandoneon) Milo Fell (dr & Elektronics), Ros Stephen (viol)

Nach dem letztjährigen Münchner Konzerterfolg kehrt Großbritanniens "Leading Tango-Group" zurück in die Unterfahrt. Das Quintett um den Pianisten Jonathan Taylor und die Violinistin Ros Stephen steht für zeitgenössischen Tango in seinen verschiedenen Facetten mit rhythmischen Variationen, melodischen Ornamentierungen, wehmütigen Melodien, Moll Tonarten, emotionalen Geigen und einem explosiven Bandoneon- „...Tango aus England? Das geht!...“ Weitere Informationen

So. 18.10. 15:00 Uhr Mäusejazz für Leute ab 5 mit dem Panama-Jazzensemble

Inspektor Maus

Text: Martina Schrötter-Bernard Stone, Musik: Franz-David Baumann, Musiker: Henk Flemming (vortrag, gesang), Sebastian Wittstock (p), Christian Lachotta (b), Johannes Friebel (dr, perc), Wolfgang Roth (sax), Franz-David Baumann (ltg, tp).

siehe 18.10.. Einlass ab 13.30 Uhr, Reservierung unter www.unterfahrt.de und Tel.: 089/4482794 , Plätze bleiben bis 14.30 Uhr reserviert, danach verfällt die Platzreservierung – die Kartenreservierung bleibt bestehen. Konzertbeginn ist 15 Uhr. Geeignet für Kinder ab 5 Jahren. Eintrittspreise: Erwachsene 15,-€/ Kinder 8,-€ , Mitglieder Förderkreis 7,50 € Weitere Informationen

So. 18.10. 21 Uhr

Benedikt Jahnel Trio

Benedikt Jahnel (p) D, Antonio Miguel (b) ES, Owen Howard (dr) CA

Vor genau einem Jahr war der aus dem Oberland stammende und in Berlin lebende Pianist Benedikt Jahnel das letzte Mal mit seinem Trio in der Unterfahrt zu Gast. Damals hat die Veröffentlichung ihrer ersten CD für Furore gesorgt: "Ein ganz großer Wurf" - S. Pakzad, Jazzthing; "Musik voller Rafinesse. Unsentimental, klug, umsichtig und extrem klar strukturiert und dabei ist er ein ebenso großartiger wie empfindsamer Impressionist.“ K. Seebald, Starnberger Merkur; "Improvisation, Rhythmus und lyrische Parts, die von einer erfahrenen Handschrift und geschmackssicherer Stilistik zeugen." J. Jurgeit, Jazzpodium; Auch diese Mal reisen die Musiker wieder aus Madrid, New York und Berlin an um einzigartige neue Triomusik zu präsentieren: Das Benedikt Jahnel Trio "strahlt in kristalliner Klarheit und reiner, unsentimentaler Emotion. Hier ist ein Klaviertrio am Werk, das neue Wege geht und sich weit abseits von Klischees einen leuchtenden Freiraum erspielt." (Wolfgang Muthspiel) Weitere Informationen

Mo. 19.10. 21 Uhr Big Band Night

Al Porcino Big Band + Gastsängerin Andrea Barker, England/Barbados

Immer wieder ein Highlight der Big Band Night am Montag: Al Porcino ist eine lebende Jazz-Legende. Er hat mit allen ganz Großen des Jazz gespielt: Louis Prima, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Stan Kenton, Buddy Rich und vielen mehr. Seine Band mit 16 Spitzen-Musikern der Szene swingt kompromisslos die besten Arrangements der Bigband-Ära. Ein absolutes Highlight für den Jazz-Liebhaber! Weitere Informationen

Di. 20.10. 21 Uhr Stargastspiel - Enja release

Alvin Queen Quintet

Jesse Davis (as), Dan Trudell (B3 organ), Adam Rafferty (git), Joe Magnarelli (tp), Alvin Queen (dr).

Alvin Queen machte seine ersten musikalischen Erfahrungen in der Kirche, wo er als Kind im Chor sang und Tamburin spielte. Außerdem nahm ihn sein Vater jeden Samstag nach dem Friseurbesuch in Harlem mit zu einer Show im Apollo Theater. Mit 15 Jahren trommelte Alvin bereits regelmäßig bei Jamsessions in den Clubs in Manhattan und wurde ein Teil der dortigen Szene. Im Lauf seiner mehr als 35 Profi-Jahre hat er mit zahlreichen der ganz Großen gespielt: mit Dizzy Gillespie, Dexter Gordon, Johnny Griffin, Milt Jackson, Pharoah Sanders, Stanley Turrentine, Randy Weston, Wynton und Branford Marsalis – die Liste ist seitenlang. Als er in den späten Sechzigerjahren dem Horace Silver Quintet beitrat und später dem George Benson Quartet, wurde er zunehmend als eigenständiger Künstler wahrgenommen und gewann Respekt und Ansehen in der Jazz-Welt. 1971 verließ er Benson und ging mit dem Trompeter Charles Tolliver auf Tour. Seit einigen Jahren lebt er in Genf in der Schweiz. Heute Abend präsentiert er sein neues Enja Album „Mighty Long Way“ und bringt damit den Spirit und die Atmosphäre des Hardbop zurück, der in Gospel und Blues wurzelt. Alvin Queen sah keine Notwendigkeit, diese Musik zu "verbessern" oder zu "modernisieren": Sie spricht in ihrer wahren Form ganz für sich selbst. Weitere Informationen

Mi. 21.10. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Vijay Iyer Trio

Vijay Iyer (p), Stephan Crump (b), Marcus Gilmore (dr)

Was hat Jazz mit Mathematik zu tun? Mehr als man glaubt, sagt Vijay Iyer: "Musik beinhaltet viel abstraktes Denken und Konzepte wie Rhythmus, Akkorde, Strukturen. Sie ist eine Auseinandersetzung mit Zahlen und Quantitäten, was mit dem verwandt ist, was Mathematik macht. Früher war Mathematik mit Traditionen verbunden, die nicht zwischen Geist und Verstand unterschieden. Und das ist genau, was Musik für mich ist. Darauf kommt es mir an: Rationale Strukturen intuitiv werden zu lassen." Der amerikanische Pianist mit indischen Wurzeln weiß, wovon er redet: Bevor er Musiker wurde, studierte er an den Eliteuniversitäten Yale und Berkeley Mathematik und Physik. Erst als Saxofonist Steve Coleman ihm Mitte der neunziger Jahre die Pianistenstelle in seiner Band anbot, entschied sich Iyer endgültig für die Musik. Seither hat der 37-Jährige, der eigentlich Geige lernte und als Pianist ein Autodidakt ist, dank seiner Intelligenz und originären Schöpferkraft eine imposante Karriere gemacht, die ihn zu einer Schlüsselfigur der jungen amerikanischen Jazzszene werden ließ: Er fing als Sideman der innovativsten New Yorker Musiker wie George Lewis, Amiri Baraka, aber auch dem Underground-HipHopper Mike Ladd an, sammelte rasch mit eigenen Formationen Meriten und erwarb sich vor allem zusammen mit dem Saxofonisten Rudresh Mahanthappa, den er schon bei Coleman kennenlernte und der wie er der ersten Generation von Amerikanern mit indischen Eltern angehört, internationales Renommee. Nicht weniger als zwölf begeistert aufgenommene Alben unter eigenem Namen hat er bislang eingespielt. Seit einigen Jahren ist Iyer Seriensieger der Kritikerumfragen - so wurde er bereits zweimal zum „Rising Star Jazz Artist“ und „Rising Star Composer“ des renommierten Downbeat Magazine International Critics' Poll gewählt. Nun hat der Pianist seine erste CD als exklusiver ACT-Künstler eingespielt. Mit Historicity liefert er, begleitet von Stephan Crump am Bass und Marcus Gilmore am Schlagzeug, gleich eine spektakuläre Neudefinition des klassischen Klaviertrios ab: Im Zentrum des Albums steht Iyers Auseinandersetzung mit dem Begriff der Historizität. Es gehe darum, wie man sich selbst im Strom der Musikgeschichte positioniert, wie man als musikalischer Erzähler mit fremder Tradition umgeht, schildert er in den Liner Notes. Weitere Informationen

Do. 22.10. 21 Uhr ad hoc music

1000

Jan Klare (reeds), Bart Maris (tp), Wilbert de Joode (b), Michael Vatcher (dr)

Diese Band heißt »1000« (sprich: tausend) weil sie 2004 aus einer Konzertreihe mit dem Titel »1000 Jahre Jazz« geboren wurde, weil »1000« eine starke Zahl ist und weil es digitaler nicht geht. Das international besetzte Quartett »1000« hat diverseste Wurzeln. Wilbert de Joode und Jan Klare arbeiten seit den frühen 90er Jahren in unterschiedlichsten Gruppen zusammen, vornehmlich in dem von 1994 -98 bestehenden niederländisch/ englisch/ deutschen Quartett EUREKA, in dem auch Michael Vatcher ein paar Mal gastierte. Nach einer an Klare vergebenen Auftragskomposition für das Internationale Jazzfestival Münster 1997 entwickelte sich das Trio Klare, de Joode, Vatcher, das zuerst in unregelmäßigen Abständen arbeitete. Bart Maris hatte bereits oft mit de Joode und Vatcher gearbeitet und begegnete Klare 2001. Sie stellten schnell fest, dass es eine starke gegenseitige Sympathie für das Spielen und Denken des anderen gab - so dass die Gründung einer gemeinsamen Band ein logischer Schritt war. "1000...entzündet Feuerwerke voller verquerer Improvisationen und spritzig-witzigem Umgang mit den verwendeten thematischen Bezügen.“ Weitere Informationen

Fr. 23.10. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Paweł Kaczmarczyk Audiofeeling Band

Paweł Kaczmarczyk (p), Radek Nowicki (ts), Wojtek Pulcyn (b), Paweł Dobrowolski (dr)

Dem Jazz, wie wir ihn kennen, würde ohne Impulse aus Polen etwas fehlen. Es waren Musiker wie Krzysztof Komeda und Tomasz Stanko, die den in die Freiheit drängenden Sound von Miles Davis und John Coltrane selbstbewusst in ein eigenes europäisch geprägtes Vokabular übersetzten. Und damit nicht nur die Jazzszene ihrer Heimat begeisterten, sondern weltweit als Inspirationsquelle für Musiker dienten. Jazzmusiker der jüngeren Generation wie Leszek Mozdzer oder Marcin Wasilewski gehören in ihrer Heimat wie Popstars zu den "household names" und machen auch jenseits der polnischen Landesgrenzen auf sich aufmerksam. Der 25-jährige Pawel Kaczmarczyk ist auf dem besten Weg, es ihnen gleichzutun, seit das polnische Fernsehen 2005 sein Album Live mit dem KBD Trio zum "Album des Jahres" kürte und er im gleichen Jahr den Großen Preis der polnischen Jazz Society MELOMANI, den sogenannten "Jazz Oscar", verliehen bekam. Die Leser des renommierten polnischen Magazins Jazz Forum wählten ihn seit diesem Zeitpunkt regelmäßig zur "Hoffnung des Jahres" und seine erste Veröffentlichung als Bandleader, Audiofeeling, zum "Album des Jahres" 2007. Mit dem ACT-Debüt "Complexity in Simplicity" betritt Pawel Kaczmarczyk mit seiner Audiofeeling Band nun das internationale Parkett. Weitere Informationen

Sa. 24.10. 21 Uhr Surf Jazz from Denmark

Magnus Fra Gaarden

Magnus Bak (tp), Henrik Melbye (ts), Lars Bech Pilgaard (git), Rune Jakobsen (e-b), Casper Mikkelsen (dr)

Ins deutsche übersetzt: "Magnus vom Bauernhof“ - verkörpern die Jazz-Generation von heute. Die Wurzeln im traditionellen Jazz verankert, bilden sie einen immensen Kontrast zu dessen musikalischen Formen. mit größtem Respekt vor bewährten Strukturen ersetzen Magnus alles, was ihnen musikalisch festgefahren scheint durch Punk-Jazz Elemente – allerdings sorgfältig auskomponiert. Sie ergänzen brillant ihre intelligenten Jazzmetren wobei sie kompromisslos in ihrer technischen Qualität, faszinierend anspruchsvoll in der Instrumentierung und in ihrem Zusammenspiel sind und die Grenzen der klassischen Jazzszene übertreten. Magnus Fra Gaarden elektrifiziert mit einer komplexen Melange aus Balkan-, Indie Rock und Arabischer Musik. Das Urteil der Juroren des dänischen "Young Jazz Finales" spricht für sich selbst: "A great musical experience. Humourous, joyous, unimpressed, nasty swinging and metrically advanced. Magnus Fra Gaarden played a mindblowing set! They have a great potential for the future and their expression combines such different genres as punk, ska, surf and jazz!" Weitere Informationen

So. 25.10. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Tom Reinbrecht (sax)

siehe 04.10.. Weitere Informationen

Mo. 26.10. 21 Uhr Big Band Night

Dusko Goykovich Oktett

Dusko Goykovich (tp, voc), Richard Laughlin (tp), Axel Kühn (ts), Butch Kellem (tb), Michael Lutzeier (bs), Walter Lang (p), Andreas Kurz (b), Michael Keul (dr).

Kaum zu glauben: Einer der ganz großen Trendsetter des Modern Jazz, der letzte Gralshüter des originären Bebop und Hardbop stammt nicht aus Amerika, sondern aus dem ehemaligen Jugoslawien und lebt heut in OberföhringMünchen. Dass Dusko Goykovich, mittlerweile erstaunliche 75 Jahre jung, heute mit seiner Munich Big Band in die Unterfahrt kommt, erhebt dieses Datum für alle eingefleischten Fans zum Feiertag. Der smarte Trompeter und Flügelhorn-Virtuose ist in der Tat ein Phänomen. Ein stiller Star, der viele schillernde Figuren des Jazz persönlich kennt und mit unzähligen von ihnen spielte: Dizzy Gillespie, Chet Baker, Gerry Mulligan, Dexter Gordon, Stan Getz und viele andere. Er ließ sich inspirieren und inspirierte selbst! Heute mit stark besetztem Oktett im Jazzclub Unterfahrt. Weitere Informationen

Di. 27.10. 21 Uhr Enja release - Sublim III

Angelika Niescier & Sublim

Angelika Niescier (sax), Florian Weber (p), Sebastian Räther (b), Christoph Hillmann (dr)

"Angelika Niescier gehört längst zu den wichtigen Stimmen des zeitgenössischen Jazz im Lande. (...) Ihr Saxofon-Stil ist so abgestuft, so fein schattiert, in Klang und Dynamik so feinsinnig gebaut und mit einer so subtilen und fantasiereichen Dramatik eingesetzt, dass man sich all diesen Feinheiten und scharf geschliffenen Juwelen kaum satthören kann. Es sind ihr kompositorisches Vermögen und die hohe Spielkunst, mit der sie ihre Ideen in die Tat umsetzt, die ihren Ruf rechtfertigen. (...) Der klangliche Vorstellungsraum, den sie zusammen mit Ihrer Band gestaltet ist enorm, und ihre Musik degradiert ihre Partner nicht zu Lieferanten von Beiwerk, sondern verwendet ihre Tugenden durchaus konstruktiv." Frankfurter Rundschau, August 2009 Die jüngst bei Enja veröffentlichte CD "Sublim II" heimst jubelende Kritiken ein: den Vierteljahrespreis (Bestenliste) der deutschen Schallplattenkritik, Jazz-CD der Woche Financial Times, Jazz-CD des Monats Stereoplay. "Sublim III ragt heraus, muss unbedingt gehört werden." Jazzpodium Juli/ August 2009 Weitere Informationen

Mi. 28.10. 21 Uhr highlight

Malcolm Braff Trio

Malcolm Braff (p), Alex Blake (b), Yaya Ouattara (perc)

Es gibt viele Musiker, die ihr technisches Handwerk und Ihr Instrument bis ins äußerste beherrschen, aber es gibt wenige, die dank ihrer einzigartigen Individualität darüber hinausgehen. Dank purer Energie, schierer Persönlichkeit und einer Autorität in Sachen spirituell inspirierter Rhythmen ist Malcolm Braff so einer. Er bildet eine eigene Kategorie Pianist. Die Tastatur des Flügels klingt bei ihm wie ein um sich selbst verlängertes Objekt. Er hat sein eigenes Reich mit enormen Dimensionen auf diesem Instrument geschaffen! Seine Improvisationen sind sinnliche Kraftakte und filigrane kontemplative Meisterwerke in einem. Ob gospelangehaucht oder von Coltrane inspiriert, einem Schamanen gleich, lotet er alle Untiefen und Tiefen eines quasi magisch-religiösen Wissens um Rhythmus und Harmonie aus. Malcolm Braff ist ein Mittler zwischen den Welten. Mit Erfahrungen aus 3 Kontinenten ausgestattet: geboren und frühe Kindheit in Brasilien, aufgewachsen im Senegal und aktuell wohnhaft in der französischen Schweiz, hat er ein universelles Gefühl in sich angesammelt, das sich live immer wieder ekstatisch hymnisch erzählend seine Bahn brechen muss und die Zuhörerschar in tranceähnliche Zustände versetzt! Malcolm Braff hat immer exzellente Musiker um sich herum, so auch heute in der Trioformation mit dem New Yorker Alex Blake, der singende und Saiten malträtierende Ausnahme-Bassist und Yaya Quattarra aus Burkina Faso, ein Perkussionist von pulsierend überirdischen Gnaden. Weitere Informationen

Do. 29.10. 21 Uhr Sing Yourself A Dream

Peter Weniger Quartet

Peter Weniger (sax), Hubert Nuss (p), Pepe Berns (b), Javier Reyes (dr)

Der mit vielen Preisen versehene Musiker Peter Weniger zählt seit über 2 Jahrzehnten zu den wichtigen Saxophonstimmen der internationalen Jazzszene. Im klassischen Quartettformat spielt er das Programm der neuen CD "Sing Yourself A Dream" und zeigt eine weitere Facette seines Kreativpotenzials. Fern von jeglicher Hektik entwickelt sich ein raffiniertes klangliches Gewebe, das sich mit schlichten Motiven durch souveräne Technik und hohe musikalische Phantasie zu spannenden wirkungsvollen Dialogen und überraschenden Höhepunkten steigert. Ein überzeugendes Verständnis zwischen den einzelnen Instrumenten vermittelt ein eindringliches musikalisches Erlebnis voller Intimität und technischer Brillanz. Ein außergewöhnliches Quartett exzellenter Musiker präsentiert Jazz mit kammermusikalischer Note. Weitere Informationen

Fr. 30.10. 21 Uhr highlight

Trio 'M' Melford - Dresser - Wilson

Myra Melford (p), Mark Dresser (b), Matt Wilson (dr).

Drei wichtige Jazzpersönlichkeiten der US-Szene sind im Trio M vereint: Die ausgezeichnete Jazzpianistin und Komponistin Myra Melford, die seit Mitte der 80er Jahre einen wichtigen Einfluss auf den zeitgenössischen Jazz made in USA ausübt, der stilbildende Bassist Mark Dresser, der seit den 70er Jahre das rhythmische Rückgrat vieler NYC Bands bildet, so z.B. von Ray Anderson, Tim Berne, John Zorn und dem Arcodo String Trio und der preisgekrönte Schlagzeuger Matt Wilson, bekannt durch seine Zusammenarbeit u.a. mit Denny Zeitlin, Charlie Haiden oder Fred Hersch, und auch durch seine eigenen Projekte z.B. mit Dewey Redman und der Band "Arts and Crafts". "Through multiple sources (Mississippi to India), structures (blocky to abstract), textures (dense to airy), moods (ruminative to rambunctious), this trio establishes itself as not only one of the most virtuosic playing today, but one of the most consistently engrossing. The threesome examines every motif from seemingly every angle possible…." Derk Richardson, The Absolute Sound. Weitere Informationen

Sa. 31.10. 21 Uhr highlight

Aaron Parks Trio

Aaron Parks (p), Matt Brewer (b), Peter Danemo (dr)

Aaron Parks ist einer jener jungen Jazz-Pianisten, die speziell dieser Szene äußerst gut tun. Das hat auch das renommierte Jazz-Label Blue Note verstanden und sein eigenes Debüt-Album ins Programm aufgenommen. Nicht umsonst, denn Aaron Parks ist nicht nur ein exzellenter Pianist, sondern hat auch das, was ganz große Musiker von perfekten Technikern unterscheidet. Er hat den Sinn für das Mehr in der Musik. Seine Musik ist ein Meer an sanften Ideen, orientiert sich am Ozean, der so ewig, so wild und doch so unbegreiflich weit ist. Der Titel seines Album ist dafür die treffendste Bezeichnung die man dafür finden kann: "Invisible Cinema". Kino für Hirn, Kino für geschlossene Augen, Kino, zu dem unser Hirn die Bilder selbst liefert. Er gibt den Anstoß, aber dann tun sich die Welten von alleine auf. Aaron Parks’ Ideen, sein Kompositions-Methode, seine spannenden Stimmungsfelder und nicht zuletzt seine andere Art moderne, feine und stimmige Jazzmusik zu produzieren, verdienen das Prädikat Sehr Gut. Weitere Informationen

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