Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Sep 2010

Programm Oktober 2010

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Fr. 01.10. 21 Uhr

Annette Neuffer Quintet - The Cole Porter Songbook

Annette Neuffer (voc, tp, flh), Claus Koch (ts), Claus Raible (p), Giorgos Antoniou (b), Steve Brown (dr).

Jeder kennt die berühmten Cole Porter Songs wie Night And Day, I've Got You Under My Skin, Anything Goes und viele andere. Weniger bekannt sind dagegen Kompositionen und Texte Porters, die wegen ihrer für damalige Verhältnisse geradezu unerhörten Texten aus den Musicals entfernt werden mußten und teilweise nie aufgenommen oder gespielt wurden. Deshalb hat Annette Neuffer ein auserlesenen Programm mit sowohl einigen Porter Hits als auch sonst nie gespielten Raritäten aus Cole Porters Werk zusammengestellt, das von einer hochkarätigen Besetzung sensationell zum Swingen gebracht wird. Weitere Informationen

Sa. 02.10. 21 Uhr

Julio Barbosa Brazilian Jazz

Julio Barbosa (tp, flh), Florian Riedl (sax, fl), Philipp Stauber (git), Jan Eschke (keys), Nikolaus Reichel (b), Bastian Jütte (dr) & special guest Dey Brizzo (voc)

Julio Barbosa, Trompeter und Komponist aus Rio de Janeiro, ist ein Vertreter der neueren brasilianischen Musik. Er versteht die Musik Brasiliens als ein sehr lebendiges Medium, das eine Fülle unterschiedlicher Aspekte und Nuancen vereint und sich ständig weiterentwickelt: "Die vielfältigen Rhythmen Brasiliens haben Eingang in die Weltmusik gefunden, und auch die brasilianische Musik hat durch Einflüsse wie afrikanische Rhythmen, karibische Musik, Salsa, Funk und nicht zuletzt den Jazz mit seinen anspruchsvollen Harmonien neue Impulse erfahren." Mit seiner Formation Julio Barbosa Brazilian Jazz vermittelt er die moderne brasilianische Musik in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Tiefe. Das vielseitige Repertoire der Band, zusammengestellt, arrangiert und komponiert von Julio Barbosa, stellt jazzige Variationen brasilianischer Themen und Rhythmen vor, wobei sich große Erfolge der brasilianischen Musik in innovativen Arrangements mit eigenen Kompositionen abwechseln. Julio Barbosa machte sich in Brasilien einen Namen als Trompeter, Komponist und Arrangeur. Er arbeitete u.a. mit Raul de Souza, , Flora Purim, Airto Moreira und Moacir Santos zusammen. Weitere Informationen

So. 03.10. 19:30 Uhr Austellungseröffnung

'Grenzwertige Stillstände' - Satirische Zeichnungen von Stephanie Lenz.

Die "grenzwertigen Stillstände" stellen die Absurdität menschlicher Lebens- und Empfindungswelten als ganz konkrete und nachvollziehbare Gegebenheit dar – das heißt: in greifbaren, szenischen Miniaturen. Diese kleinen Dramen begreifen sich als Momentaufnahmen menschlicher Wirklichkeiten in ihren alltäglichsten, skurrilsten und absurdesten Erscheinungsformen. Auf die Darstellung dramatischer Situationen, auf Vordergründiges, das sich aus dem Verhalten, bzw. aus den Taten, der Protagonisten speist, wird verzichtet. Vielmehr betont der kalkulierte, analytisch- distanzierte Blick auf die Figuren - auf ihr Tun bzw. auf ihre Taten -, die Unwichtigkeit vordergründiger Geschehnisse zugunsten menschlicher Gefühlszustände und Gedankenkonstruktionen: Neuralgische Momente - Selbstentfremdung - Ängste und Einsamkeiten - Gelingen und Scheitern - Seelenlandschaften - Abseitiges und Abgründiges - Glücksmomente, Illusionen und Träume - Eitelkeiten - "Kerkerbeschäftigungen" - Sicher- und Unsicherheiten - Tragikomisches - Intimität und Intensität - Innere Dämonen - Polaritäten und Banalitäten...Ganz egal, was die Figuren tun oder wie sie es tun, was sie denken oder fühlen: Sie müssen ihr Leben leben. Weitere Informationen

So. 03.10. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Schmid (p)

Jam Session unter der Leitung des Pianisten Stefan Schmid. Ob Blues, Boogie-Woogie oder Jazz, Stride Piano oder Ragtime, der Münchner Pianist Stefan Schmid ist mit allen Wassern gewaschen und freut sich auf bunte Jam Sessions am 3. und 31. Oktober. Weitere Informationen

Mo. 04.10. 21 Uhr Big Band Night

Al Porcino Big Band

Immer wieder ein Highlight der Big Band Night am Montag: Al Porcino ist eine lebende Jazz-Legende. Er hat mit allen ganz Großen des Jazz gespielt: Louis Prima, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Stan Kenton, Buddy Rich und vielen mehr. Seine Band mit 16 Spitzen-Musikern der Szene swingt kompromisslos die besten Arrangements der Bigband-Ära. Ein absolutes Highlight für den Jazz-Liebhaber! Weitere Informationen

Di. 05.10. 21 Uhr ad hoc music -Battle of Improvisers

ICP Orchestra – Amsterdam

Misha Mengelberg (p), Han Bennink (dr), Ab Baars (ts, cl), Tobias Delius (sax), Ernst Glerum (b), Thomas Heberer (tp), Tristan Honsinger (cello), Mary Oliver (viola, violine), Michael Moore (sax, cl), Wolter Wierbos (tb).

"Improvisieren ist wie das tägliche Leben ... wie das Überqueren der Straße", erklärte Schlagzeuger Han Bennink in "Downbeat". Das zehnköpfige Improvisationsmonster ICP, vor mehr als vierzig Jahren durch Bennink und Mengelberg ins Leben gerufen, ist wie ein Jazzorchester aus New Orleans, das eine stark befahrene Straße in New York überquert. Selbst Mengelberg kann mit seinem entgleisenden Pianospel die internationale Besetzung nicht daran hindern, immer wieder erfolgreich die gegenüberliegende Seite zu erreichen. Inspiriert durch Fluxus, der Bewegung, die aus dem täglichen Leben Kunst machte, bauten Bennink und Mengelberg in den sechziger Jahreng mit Saxofonist Willem Breuker das ICP auf (Instant Composers Pool). Das legendäre, absurd gefärbte improvisationskollektiv wuchs im Laufe der Jahre zu einem virtuosen, eigensinnigen Orchester heran, das in der ganzen Welt Anerkennung genießt. Die Musiker des ICP und ICI spielen seit Jahren in kleinen Besetzungen zusammen: Im Ammü-Quartett mit Han Bennink, im Quintett mit Dobias Delius/Han Bennink und im Duo JOMO mit Johanna Varner und Mary Oliver. Am 5. und 6. Oktober 2010 treffen nun beide Ensembles zum ersten Mal in großer Besetzung zusammen. Nach einem Auftakt am 5. Oktober mit dem ICP Orchestra findet am 6. Oktober ein gemeinsames Konzert von ICP Orchestra und ICI - Ensemble statt: Special features mit Han Bennink, Misha Mengelberg und dem Duo JOMO. 21 Musiker improvisieren gemeinsam auf der Bühne der Unterfahrt. Weitere Informationen

Mi. 06.10. 21 Uhr ad hoc music -Battle of Improvisers

ICI Ensemble – München

David Jäger (sax), Stefan Schreiber (sax), Roger Jannotta (sax, fl, cl), Markus Heinze (sax, bcl), Christofer Varner (tb), Leo Gmelch (tuba), Johanna Varner (cello), Martin Wolfrum (p), Gunnar Geisse (laptop-gitarre), Georg Janker (b), Sunk Pöschl (dr).

Nach einem Auftakt am 5. Oktober mit dem ICP Orchestra findet am 6. Oktober ein gemeinsames Konzert von ICP Orchestra und ICI - Ensemble statt: Special features mit Han Bennink, Misha Mengelberg und dem Duo JOMO. 21 Musiker improvisieren gemeinsam auf der Bühne der Unterfahrt. Das Münchner "ICI Ensemble" ist auf dem besten Weg, sich ebenfalls eine einzigartige Tradition zu erarbeiten: Ausgehend von hochklassiger und genreüberschreitender Bigband-Improvisation, wie beim diesjährigen "Lautwechsel" im April eindrucksvoll gezeigt, pflegt das ICI schon über Jahre hinweg seine Internationalen Begegnungen mit hochkarätigen Musikern, darunter George Lewis, Olga Neuwirth oder zuletzt William Parker. Weitere Informationen

Do. 07.10. 21 Uhr highlight

Frantisek Uhlir TRIO

Darko Jurkovic (git), Frantisek Uhlir (b), Jaromir Helesic (dr)

Auf der Welt gibt es nur zwei Gitarristen, die auf der einen Seite virtuos die Spieltechnik "two hands tapping" beherrschen und auf der anderen Seite hervorragend Jazz interpretieren. Der erste lebt in den U.S.A. und sein Name ist Stanley Jordan. Der zweite lebt in Europa, stammt aus Rijeka (Fiume) in Kroatien und heisst Darko Jurkovic. Darko Jurkovic hat im Jahr 2002 zusammen mit Frantisek Uhlir, einem der europäischen Spitzenbassisten, und Schlagzeuger Jaromir Helesic die Formation TRIO gegründet. Dieses Trio gehört zur Zeit zu den Spitzenformationen,die man heutzutage in Europa hören kann. Nach dem Konzert dieser aussergewöhnlichen Formation sagte einmal ein Kritiker: "Es handelt sich um absoluten Jazz, welcher mit seiner Kreativität und Musikalität eine gewisse Parallele zu dem phänomenalen Keith Jarrett Trio darstellt.“ Weitere Informationen

Fr. 08.10. 21 Uhr Enja CD Präsentation - Concinnity

Ulrich Drechsler Cello Quartett

Ulrich Drechsler (bcl), Rina Kacinari (cello), Christof Unterberger (cello), Jörg Mikula (dr, frame drum)

"Musik hat die Macht, all das auszudrücken, was Worte nicht zu sagen vermögen. Sie kann das ganze Wesen, das Herz, die Seele und den Geist eines Menschen widerspiegeln. Umso ehrlicher sollte sie sein." (Ulrich Drechsler) In den vergangenen Jahren hat er sich Ulrich Drechsler als einer der vielseitigsten und unberechenbarsten Musiker in Europa etabliert. "Concinnity" – die harmonische Ausgeglichenheit zwischen Eleganz und Feinheit auf der einen, Emotion und Intensität auf der anderen Seite, bildet die Basis für Ulrich Drechslers neues Projekt und Album. Alles Aspekte, die in seiner Musik einen besonderen Stellenwert einnehmen. Dazu kommt die einzigartige, ungewöhnliche Instrumentierung bestehend aus zwei Celli, Bassklarinette und Schlagzeug, die für einen absolut neuen und besonderen Gesamtklang sorgt. Ulrich Drechsler paart auf "Concinnity" die unterschiedlichsten Einflüsse aus skandinavischer, orientalischer, minimalistischer und Club Musik. Es entsteht dabei pure Energie, die das Beste aus seiner Musik in sich vereint: einprägsame Melodien, riesige Klanglandschaften und unwiderstehliche Rhythmen.Genauso einzigartig wie die Musik sind auch die weiteren Mitglieder des Quartetts. Die aus dem Kosovo stammende Cellistin Rina Kaçinari überträgt die ganze Kraft und Leidenschaft der Musik ihres Landes auf ihr Instrument. Im Kontrast dazu steht das elegante Spiel des Österreichers Christof Unterberger. Das sensible und vielschichtige Schlagzeug Jörg Mikulas rundet das Hörerlebnis ab. Weitere Informationen

Sa. 09.10. 21 Uhr

Thomas Faist Quintet

Thomas Faist (as), Filip Wisniewski (g), Walter Lang (p), Thomas Stabenoiw (b), Rick Hollander (dr).

Eigenkompositionen vorgetragen von einem wundervoll ausbalancierten und geschmackvoll interagierenden Quintett. Schon seit vielen Jahren ist Thomas Faist auf der europäischen Jazzszene präsent, spielte auf internationalen Festivals - z.B. Paris, Zürich, Lugano, Aspen, Jakarta, war in Süd -Amerika auf Tour und arbeitete als sideman und Big-Band -Musiker mit etlichen Berühmtheiten des Jazz zusammen. Unter eigenem Namen hat Thomas Faist bisher drei CD´s veröffentlicht, die vor allem auch seine Arbeit als Komponist dokumentieren. Die Rhythmusgruppe: Walter Lang piano, Thomas Stabenow bass und Rick Hollander drums . Alle drei langjährige Bandmitglieder und Spitzenmusiker der europäischen Jazzszene. In der Frontline der Bandleser und der junge Gitarrist Filip Wisniewski, ein viel versprechender newcomer auf der Szene. Weitere Informationen

So. 10.10. 21 Uhr

Night of Jazzguitars - feat. LARRY CORYELL

Larry Coryell, Helmut Kagerer, Paulo Morello, Andreas Dombert (gitarren)

Kammermusikalisch? Zweifelsohne! Traditionspflege? Durchaus! Mut zur Innovation? Na klar! Teamgeist? Selbstverständlich! Solistische Individualität? Ohne geht es überhaupt nicht! Also alles wie immer, wenn sich mehrere Gitarren im Jazzkontext treffen? Auf gar keinen Fall! Gerade für Helmut Kagerer, Paulo Morello, Andreas Dombert und ihren Stargast Larry Coryell bedeutet das gemeinsame Projekt weit mehr, als nur eine Blaupause der „Great Guitars“. Die Gentlemen definieren das pure Destillat der Saiten, das Ineinandergreifen von Rädern und Gedanken, von Griffen und Akkorden nämlich völlig neu. Nicht nur von der Besetzung her. Gerade ein gitarristisches Quartett muss man nämlich im modernen Jazz mit der Lupe suchen. Vier exzellente Virtuosen mit Visionen vereinen sich zu einem leisen, aber großem Ganzen, einem furchtlosen Drahtseilakt ohne Netz und doppelten Boden, einem spannenden wie erregenden Frage- und Antwortspiel. Natürlich improvisiert, aber durchaus auch inszeniert. Sie finden eine gemeinsame Erdung in Standards und Originalkompositionen und kreieren eine besondere, seltsame warme, durchdringende Musik, die Ihresgleichen sucht. Weitere Informationen

Mo. 11.10. 21 Uhr Big Band Night

Scat Max and the Munich Uptown Orchestra

Was entsteht, wenn man geniale Solisten mit einem der bekanntesten Sänger und Pianisten der europäischen Musikszene auf einer Bühne vereint? Eine Bigband von Weltformat, die den Vergleich mit großen amerikanischen Ensembles, wie sie Duke Ellington, Count Basie und Nelson Riddle in den großen Zeiten des Swing um sich versammelten, nicht zu scheuen braucht. Und das Beste daran: man muss nicht über den großen Teich segeln, um dem Ereignis lauschen zu können. Der Gründer dieses Ensembles, SCAT MAX Neissendorfer, inspiriert von der Zusammenarbeit mit vielen Größen des Jazz, beschloss, seinen eigenen Stil zu entwickeln, der alleine durch sein stimmliches Timbre und den schon fast akrobatisch zu bezeichnenden Scatgesang vorgegeben war. Die Presse schreibt: „ ... SCATMAX eine geniale Symbiose aus Frank Sinatra, Bobby McFerrin und Elton John ... oder eine musikalische Zeitreise von den goldenen 60ern des Jazz bis hin zum modernen Stil der 90er ...“ Weitere Informationen

Di. 12.10. - Sa. 16.10. 21 Uhr

Pirouet Records - Seele, Substanz und Genauigkeit

Die beste Wirkung erzielt man oft dann, wenn es einem gar nicht um die Wirkung geht. Diese Erkenntnis könnte als Motto über der noch jungen Geschichte von "Pirouet Records" stehen. Das Label wurde 2003 von dem Musiker Jason Seizer und dem Münchner Kaufmann Ralph Bürklin gegründet. Dahinter steckte, so sagte Seizer in einem Interview, "eigentlich kein großer Plan. Wir wollten vor allem eines: nicht so laut sein." "Pirouet" pflegt das Feine, das Genaue, das Unaufgeregte. Da wird nichts angepriesen. Kein "Trend" ausgerufen, kein "Star" hochgepäppelt (und später wieder fallengelassen), kein zeitgeistiger Sound einer möglichst hippen Metropole zum Etikett erkoren. Es wird Musik gemacht. Die aber mit ganz hohem Anspruch. Musiker wie die Pianisten Marc Copland, Hubert Nuss und der ganz junge Pablo Held oder die Saxophonisten Domenic Landolf, Robin Verheyen und Loren Stillman machen bei Pirouet stets Aufnahmen von besonderer ästhetischer Schlüssigkeit. Die Keimzelle von "Pirouet" ist das mitten in München gelegene eigene Studio. Pirouet veröffentlicht konsequent keine vorproduzierten Aufnahmen. Alles nimmt das Label gemeinsam mit den Künstlern in die Hand: vom ersten aufgenommenen Ton über den Mix bis zum Mastering, der graphischen Gestaltung des Endprodukts und schließlich der professionellen Promotion und Vermarktung durch ein weltweites Vertriebsnetz. - Pirouet-CDs erkennt man schon an der stilvollen Gestaltung ihrer Cover. Und: Pirouet-Musik schreit nie, sondern überzeugt mit beseelter Substanz. Weitere Informationen

Di. 12.10. 21 Uhr Pirouet Records presents

Pablo Held Trio

Pablo Held (p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)

Die Resonanz war enorm. "Die Jazz-Szene horcht auf", befand die "Welt am Sonntag"; ein "einzigartiges Talent" machte die "Irish Times" aus – ein Talent zudem, dessen Musik durchweg "von Unerwartetem geprägt" sei. Und die Zeitschrift "Jazzthing" attestierte "eine Ästhetik, die sich deutlich vom populistischen, auf schnellen Effekt schielenden Geklimper einer namenlosen Konkurrentenschar abhebt". Großer Jubel für eine Musik, die also offenbar nicht nur hervorragend gespielt war, sondern auch noch eines ganz deutlich vorwies: eigenes Profil. Gemeint war das Debüt "Forest of Oblivion" des damals 21-jährigen deutschen Pianisten Pablo Held. Anfang diesen Jahres, mit 23, legte er seine zweite CD vor – und das ehedem schon beachtliche Profil hat er nun noch einmal geschärft. "Music" heißt die CD, und der schlichte wie bedeutungsvolle Name drückt ein Selbstbewusstsein aus, das dieser junge ganz eigene Kopf völlig zu Recht hat. Das liegt mit an der fast symbiotischen Qualität dieses Trios. Traumhaft sicher agieren diese Musiker miteinander. Fast wirkt es, als wären ihre Gehirne durch geheime Fäden miteinander verbunden. Ein Zusammenspiel, das gleichsam aus sich selbst zu wachsen und zu vergehen scheint. CD des Monats! Gleich dreimal, im Stereo, Rondo und Drums & Percussion. "... die drei haben sich eine Selbstverständlichkeit im gemeinsamen Musizieren erarbeitet, die ihresgleichen sucht. Und mehr erwarten lässt, als bei herkömmlichen Pianotrios." Tilman Urbach, Stereo. Weitere Informationen

Mi. 13.10. 21 Uhr Pirouet Records presents

Domenic Landolf Trio

Domenic Landolf (ts, bcl, afl), Patrice Moret (b), Dejan Terzic (dr)

Eine Stimme in der Dämmerung. Sie flüstert. Sie spricht mit leiser Eindringlichkeit. Sie klingt weich, zart, behutsam. In aller Ruhe artikuliert sie, ohne je einen Satz zu forcieren. Versonnen, melancholisch, unaufgeregt ist ihr Ton. Ein eigentümlicher, starker Sog geht von ihr aus. Es ist die Stimme von Domenic Landolf. Und zwar die Saxophon-, Bassklarinetten- und Altquerflötenstimme dieses leisen und besonderen Instrumentalisten. Im Trio mit Bassist Patrice Moret und Schlagzeuger Dejan Terzic hat Landolf jetzt seine zauberhaften Dämmerstimmen- Klänge für Pirouet konserviert: New Brighton heißt die CD, die Musik voller soghafter Schönheiten präsentiert und auf der ein Trio-Spiel von besonders intimer Intensität zu erleben ist. So auch heute Abend, live zu erleben im Konzert. "Im zugleich lyrischen und aggressiven Spiel von Domenic Landolf dominiert die unklischierte Melodieerfindung, es gibt aber auch virtuose 'Füllsel' und zuweilen zitiert er bekannte Melodiefragmente: Intuition, technische Brillanz und Spielwitz halten sich auf beeindruckende Art die Waage. (...) Fein abgestufte Lautstärken- und Energieunterschiede sowie Wechsel zwischen Dichte und Transparenz, zwischen blitzschneller Entfesselung und fragmentarischer Sparsamkeit gehören zu den zentralen Gestaltungsmitteln dieser außerordentlich spontan agierenden Gruppe." Tom Gsteiger. Weitere Informationen

Do. 14.10. 21 Uhr Pirouet Records presents

Christian Weidner Quartet

Christian Weidner (as), Colin Vallon (p), Henning Sieverts (b), Samuel Rohrer (dr)

"Musik mache ich, um das Innerste der Dinge sprechen zu lassen" – so beschreibt der Berliner Altsaxophonist Christian Weidner sein musikalisches Credo. "The Inward Song" heißt dann auch seine aktuelle CD, eingespielt mit einem brillanten deutsch-schweizerischen Quartett mit Colin Vallon (Klavier), Henning Sieverts (Bass) und Samuel Rohrer (Schlagzeug). Wie das CD-Titelstück "The Inward Song", so sind auch die anderen Eigenkompositionen der CD innig, nach innen gewendet: "Die Stücke sind mehr innerlich gefunden als konstruiert. Ich mag das Einfache, das Vertraute als Startpunkt zu abenteuerlichen Entdeckungen in der Tiefe..."(Weidner). Das Gefühlsspektrum ist weit: es reicht von einem Abendlied und einem stillen Psalm über Hymnen bis hin zu "feurigen Tollheiten" und zu Stücken "für die über der Erde schwebenden und beim Schweben geerdeten". Schwebend und gleichzeitig geerdet – so ist auch Weidners Sound am Altsaxophon: Er ist weich, luftig, freundlich und hell, bestimmt und klar. Dabei ist der Raum zwischen den gespielten Tönen, die Stille davor und danach, mindestens so wichtig wie die Töne selbst. Der Hörer beginnt, diese Frei-Räume innerlich singend zu füllen. Formal bewegen sich Weidners Kompositionen von traditionellen Songformen über offenere Strukturen bis hin zu graphischen Spielanweisungen, wichtige Einflüsse sind Hindemith, Pärt, Ligeti, Messiaen, aber auch die Altmeister wie Bach oder die mittelalterliche sakrale Musik (wunderbar in die Jetztzeit überführt auf Weidners Debut-CD "Choral" von 2004). Seinen Mitmusikern lässt Christian Weidner stets ein Maximum an (Mit)gestaltungsfreiheit. Und die wird von Colin Vallon, Henning Sieverts und Samuel Rohrer kreativ und inspiriert genutzt. In diesem Quartett treffen sich vier Musiker, die über das verfügen, was viele anstreben, aber nur wenige erreichen: eine eigenständige Klang-Persönlichkeit. Weitere Informationen

Fr. 15.10. 21 Uhr Pirouet Records presents

Marc Copland Solo & Trio

Marc Copland (p), Drew Gress (b), Jochen Rückert (dr)

Die andere Saite. Die ganz alleine schwingt. Und mit der man einen Musiker sozusagen pur genießen kann. Marc Copland solo. Das ist eine Facette, die besonders spannend ist – gerade jetzt, nach den außergewöhnlichen Trio- Aufnahmen dieses Pianisten mit den "New York Trio Recordings" bei Pirouet, die bei der Fachpresse ein begeistertes Echo fanden. "Wahre Wunder", "Musik für die Insel", ein Jazzer, der immer mehr "in die Gipfelregionen des Piano- Olymps" vorstoße – so lauteten die Urteile der internationalen Kritik. Heute Abend ist Marc Copland ganz alleine, ein Intensitäts-Abenteuer, ein Trip mit Überraschungen und im Trio zu hören. Drei feinsinnige Virtuosen auf einem leisen Höhenflug knisternder Auseinandersetzungs-Freudigkeit. Ihren hochkultivierten Dreier-Talk zu verfolgen ist ein Erlebnis, das einem die Luft rauben kann. Weitere Informationen

Sa. 16.10. 21 Uhr Pirouet Records presents

Hubert Nuss Trio

Hubert Nuss (p), John Goldsby (b) John Riley (dr)

Galaxien, Edelsteine & Hommagen: Hubert Nuss' Trio-CD "The Book Of Colours" spielt grandios mit Farben, bringt sie zum Tanzen, Schillern und zum Swingen. Das neue Pirouet Album des Pianisten ist balladesk, jazz-kammermusikalisch – und stets in höchstem Maße eigenständig, Musik von enormer klanglicher Feinheit und sinnlicher Kraft, getragen von einem zur Einheit geformten Trio mit John Goldsby (b) und John Riley (dr), das bereits seit 1997 besteht. Hubert Nuss, 1964 geboren, seit Jahren als Hochschuldozent in Köln und Berlin renommiert, Lehrer von Pablo Held und Träger diverser Preise, wird von der Jazzkritik immer wieder für die "Schönheit seiner Aufnahmen gelobt. So entdeckte die "Jazz Zeitung" "intensive Klangschönheit" und "strukturelle Meisterschaft". Eines der Stücke heißt "Galaxy NGC 300". "Bilder von Galaxien sind unglaubliche Farbspektakel", so Nuss, und die Musik oszilliert dementsprechend vielfarbig, aber auch die schillernden Farben von Kathedralenfenstern und Edelsteinen inspirierten Nuss sowie Bilder von Künstlern wie Charles Blanc-Gatti oder Tyrus Wong. Doch der stärkste Bezugspunkt war und ist für den auch als Kirchenorganist ausgebildeten Jazzpianisten Nuss nicht erst seit dieser CD die Geisteswelt des französischen Komponisten Olivier Messiaen, von dem bekannt ist, dass er Klänge mit Farben assoziierte. Weitere Informationen

So. 17.10. 21 Uhr JazzToday 2010

[EM] WOLLNY-KRUSE-SCHAEFER / RUDDER

[EM]: Michael Wollny (p), Eva Kruse (b), Eric Schaefer (dr). RUDDER: Chris Cheek (sax) Henry Hey (keys) Tim Lefebvre (b) Jeremy Stacy (dr).

[EM] : Drei Namen stehen hier für den unbedingten Willen, dem Jazz eine verheißungsvolle Zukunft zu bauen: Der Pianist Michael Wollny, die Bassistin Eva Kruse und Eric Schaefer an den Drums haben sich zu einem Trio zusammen gefunden, dessen Arbeitsergebnisse sich allen aufmerksamen Beobachtern zufolge zum musikalischen Fingerzeig formiert haben. Drei Alben haben die Deutschen als (em) bisher veröffentlicht, allesamt wurden sie von der Kritik auf Wolke 7 des aktuellen Jazz-Imperiums verortet. Und das, obwohl – oder hoffentlich vielleicht gerade weil – keine der Produktionen sich massenkompatiblen Hörgewohnheiten auch nur im Geringsten anbiedert. RUDDER: Was Jeremy Stacy, Chris Cheek, Henry Hey und Tim Lefebvre als Rudder dem ambitionierten Jazz Afficionado anzubieten haben, dürfte zum Spannendsten gehören, womit die Jazz Today-Reihe in 2010 aufzuwarten hat. Das Quartett definiert sich über eine Arbeitsweise, die mehrere Jahrzehnte lang als Nonplusultra des Genres überhaupt galt. Es ergeht sich in ausgedehnten Jam Sessions, die zudem den Fan von Rock, Electro, Psychedelic und sogar HipHop dort abholen, wo seine Helden ihn im Regen stehen lassen. Weitere Informationen

Mo. 18.10. 21 Uhr Big Band Night

Flat Earth Society

Stefaan Blancke (tb), Benjamin Boutreur (as), Berlinde Deman (tuba), Bart Maris (tp), Michel Mast (ts), Marc Meeuwissen (tb), Kristof Roseeuw (b), Luc Van Lieshout (tp), Bruno Vansina (bs), Peter Vandenberghe (p, keys), Teun Verbruggen (dr), Peter Vermeersch (cl, comp, arrang), Pierre Vervloseum (git), Wim Willaert (acc, keys), Tom Wouters (cl, vibraphon).

"Als erstes fragt man sich bei der Flat Earth Society vermutlich, "für wen spielen die eigentlich?" Jazz, ja, aber vermutlich zu verschroben-rockig für den wahren Jazz-Fan. Sicherlich zuviel Jazz für den wahren Rock-Fan. Zuviel schräge Ideen und krawallige Momente für Jazzer und Rocker, aber da horchen dann doch wieder die "Schräg"-Progger und die Avant-Freaks auf… wahrscheinlich macht sich Peter Vermeersch über all' das gar keine Gedanken, sondern spielt mit seiner Big Band einfach was er will. Die zahlreichen Bläser produzieren einen fetten Big Band-Sound, der allerdings trotz messerscharfer Einsätze immer irgendwie schräg daherkommt. Dazu spielt die Rhythmusfraktion krumme, verschleppte Rhythmen, die das Ganze noch irgendwie kränker, aber eben auch lustiger erscheinen lassen. Da trifft dann schon mal ein keckerndes Sax auf schneidige Trompeten, die Gitarre jault kurz dazwischen, die Posaune brummt dazu und die Flöte stimmt ein dementes Solo an. Kirmesmusik, veritabler Jazzrock, seltsame Walzer und dann plötzlich kräftige, repetitive Lärmattacken. Die Belgier lassen nicht viel aus, um ihre Hörer auf Trab zu halten." Thomas Kohlruß. Weitere Informationen

Di. 19.10. 21 Uhr highlight & 30 Jahre Förderkreis Jazz und Malerei München e.V.

Harald Rüschenbaum Trio & Don Menza

Walter Lang (p), Henning Sieverts (b), Harald Rüschenbaum (dr), Don Menza (ts,fl)

Vielleicht erinnern Sie sich an unser "30 Jahre Jazzclub Unterfahrt Jubiläum" vor zwei Jahren. Nun mag Sie das Jubiläum am heutigen Abend etwas irritieren. Heute hat nicht der Jazzclub Unterfahrt, der im April 1978 in der Kirchenstr. seine Pforten öffnete, Geburtstag, sondern sein jüngerer "Bruder" der Förderkreis Jazz und Malerei München e.V., Veranstalter und Träger des Jazzclub Unterfahrt. Mit unseren Gästen, Mitgliedern und Musikern möchte wir heute Abend anstoßen. Das Harald Rüschenbaum Trio plus Don Menza ist hierfür genau das richtige musikalische highlight. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Don Menza: "It´s my breath, my air, my feeling!" Der vitale Tenorsaxophonist Don Menza, geb. 1936 in Buffalo, NY, verbindet in seiner Spielweise die melodischen Qualitäten der Lester-Young-Schule mit der Bebop Tradition. Mit seinem zupackenden und explosiven Stil hat er vielen grossartigen Besetzungen den Stempel aufgedrückt. Maynard Ferguson, Stan Kenton, Buddy Rich, Louie Bellson, Henry Mancini und Max Greger (von 1964-1968) schätzten den herausragenden Solisten in ihren Ensembles. In seiner Münchner Zeit war Don Menza massgeblich am Ruf des legendären Jazzclubs 'Domicile' beteiligt. In seiner Meisterschaft als Solist, begnadeter Komponist und Arrangeur tourt er seit 1997 mit dem Harald Rüschenbaum Trio und zieht mit gewinnender Bühnenpräsenz die Mitmusiker und natürlich das Publikum in seinen Bann. Weitere Informationen

Mi. 20.10. 21 Uhr CD Präsentation - You´re Something

Alison Welles Quartet

Alison Welles (voc), Josef Ressle (p), Luis Leininger (b), Sascha Gotowtschikow (dr).

Aufgewachsen in den 60-70ger Jahren im Schmelztiegel New York war Alison Welles schon immer fasziniert von den Songs dieser Zeit und präsentiert mit ihrer neuen CD Produktion ”You´re Something” eine Hommage an die Komponisten dieser Ära. Inspiriert von berühmten Namen der damaligen Musikszene wie Joni Mitchell, Steve Allen (erster Late Night Comedy Host), Sergio Mendez (Brasil ´66) und Michel LeGrand kehrt Alison Welles zurück zu den Liedern ihrer Jugend, als die Welt noch simpler und nicht weltweit vernetzt war. Die Musik spiegelt aus heutiger Sicht eine Zeit der Unschuld und Einfachheit wider. Verpackt in zeitgemässen Jazzarrangements erweckt Alison Welles mit dem sinnlichen Timbre ihrer Stimme, begleitet von ihrem exzellenten Jazztrio die Songs zu neuem Leben. Weitere Informationen

Do. 21.10. 21 Uhr

Frank Wingold 'Clairvoyance'

Frank Wingold (git), Sebastian Gille (ts, ss), Dietmar Fuhr (b), Jonas Burgwinkel (dr).

Clairvoyance bedeutet 'Hellsicht' und steht für Klarheit, Fasslichkeit, Transparenz, aber auch für die selbstverständliche Sicherheit und Freiheit der Kommunikation zwischen den Bandmitgliedern . Frank Wingolds neue Formation - nach den freieren, elektrifizierten oder kammermusikalischen Projekten der letzten Jahre wie agog oder Underkarl - nun die bewußte zeitgemäße Rückbesinnung des mit allen Wassern gewaschenen Gitarristen (ausgezeichnet als 'Bester Solist' beim Europe Jazz Contest Brüssel und Gewinner der Dutch Jazz Competition) auf einen originären Jazzbackground - natürlich gebrochen durch Wingolds eigenwilligen Blickwinkel. Jede Komposition evoziert eine eigene, unverwechselbare Atmosphäre, der Hörer ist nah dran an der Band, er hört die Musik in ihrem Entstehungsprozeß atmen. Ein warmer, akustischer Sound, gitarristisch und kompositorisch jedoch kompromißloser und reifer denn je - zeitgenössischer Jazz, elegant, energetisch und interaktiv. Weitere Informationen

Fr. 22.10. 21 Uhr highlight

Thärichens Tentett

Nicolai Thärichen (p, comp, arr), Michael Schiefel (vocals), Sven Klammer (tp, flh), Jan von Klewitz (as, ss, cl), Andreas Spannagel (ts, fl), Nikolaus Leisle (bs, bcl), Sören Fischer (tb), Kai Brückner (git), Johannes Gunkel (b), Kai Schönburg (dr).

"Neues vom Meister- Arrangeur Nicolai Thärichen ist ein besonderer Komponist, Michael Schiefel ein besonderer Sänger und Thärichens Tentett ein besonderes Ensemble. Kein Wunder, dass dabei ungewöhnliche Musik herauskommt. "Farewell Songs" ist das vierte Album der Berliner Mini Big Band und bringt alles mit, was Kunst ausmacht. Pathos und Können, Leidenschaft und Reflexion, musikalische Übersicht und gestalterischen Wagemut." Ralf Dombrowski, AUDIO. Ohne Frage ist das Thärichen Tentett seit nunmeht über 10 Jahren eines der großen highlights der deutschen Jazzszene. Letztes Jahr gab die kleine Big Band u.a. Konzerte in Beijing. Die "Farewell Songs" von Thärichens Tentett klingen so abgeklärt wie tiefgründig, sind todernst und total abgedreht. Sie handeln vom Verlieren und vom Finden, und davon, dass man das eine selten ohne das andere bekommt. Weitere Informationen

Sa. 23.10. 21 Uhr brazil highlight

Zélia Fonseca 'Impar'

Zelia Fonseca (git, voc), Marcio Tubino (sax, fl), Martin Kälberer (p), Michael Koschorrek (git), Rosana Levental (cello)

Seit 1993 waren ihre Namen untrennbar miteinander verbunden: Rosanna & Zélia. Tatsächlich waren die beiden aber schon seit 1973 miteinander befreundet. Gemeinsam kamen sie von Brasilien nach Portugal, später nach Finnland (!), später nach Deutschland. Hier entstanden vier gemeinsame Alben, mit denen sie das Bossanova-Feuer immer wieder neu entfachten - und als Duo die Fangemeinde stetig erweiterte. Wie schwer muss es Zélia Fonseca getroffen haben, als ihre Partnerin Rosanna Tavares 2006 einer Krebserkrankung erlag. Einige Jahre gingen ins Land, bis "Impar" (enja records) möglich wurde - das Soloalbum einer Duo-Interpretin. Diesmal musste Zélia alles allein bewältigen, doch sie sagt: "Der Tod Rosannas war eine existenzielle Erfahrung für mich, aber sie setzte auch unglaubliche kreative Energien frei, um unsere Arbeit fortzusetzen." Zélia Fonseca ist es gelungen, die Klangästhetik des Duos weiterzuentwickeln und ihrem eigenen Gesangsstil anzupassen. Ihr virtuoses Gitarrenspiel, ihr Gespür für originelle Balladen und ihre warme Stimme machen jeden der neuen Songs zu einem Ohrwurm mit Nachglüh-Effekt. Die klangfarbliche Mixtur der Arrangements – mit Bläserfarben, Cello, E-Gitarre, Perkussion und mehr – klingt dabei so einmalig wie überzeugend. Weitere Informationen

So. 24.10. 21 Uhr Sinti & Roma in Europa zu Hause

Sinti Night - The New Haens'che Weiss Ensemble

Haens'che Weiss (git), Vali Mayer (b, voc), Micky Bamberger (p), Holzmanno Winterstein (git).

Zum 100 .Geburtstag von Django Reinhardt hat der Altmeister und Gitarrenvirtuose Haens'che Weiss ein neues Programm zusammengestellt, das einerseits eine Hommage an den großen Django Reinhardt ist, und andererseits zeigt, wie sich die Musik von Haens'che Weiss weiterentwickelt hat, ohne dabei die Wurzeln, welche die Musik der Sintis geprägt hat zu vergessen. In diesem Projekt gesellt sich zum Trio von Haens'che der langjährige Gitarrist vom leider viel zu früh verstorbenen Titi Winterstein, der schon im legendären Haens'che Weiss Quintet in den 60er Jahren ein Partner von Haens'che war. Vali Mayer, ein Bassist der Sonderklasse, steht seit 30 Jahren an der Seite von Haens'che und last but not least Micky Bamberger, Neffe von Haens'che, ein Sito der jungen Generation, der als Pianist, das Tempo und die Musikalität seiner Vorfahren mit auf die Bühne bringt. Dieses Konzert findet im Rahmen der Ausstellung "Sinti und Roma" Gasteig vom 20.10. - 7.11.2010 statt. In Kooperation mit der Diakonie Hasenbergl, HMT, MSB, der Gasteig München GmbH, dem Amt für Wohnen und Migration der LHM, Volxmusik und dem Werkstattkino. Weitere Informationen

Mo. 25.10. 21 Uhr Big Band Night

Joe Haider Jazz Orchestra plays the music of Slide Hampton, Joe Haider and others

Joe Haider machte sich bereits in den 60er Jahren als Hauspianist des Münchener Jazzclubs "Domicile" einen Namen. Die Liste der Musiker, mit denen er gespielt hat, liest sich wie ein "Who is Who" der Jazzgeschichte. Dexter Gordon, Mel Lewis, Philly Joe Jones und Benny Bailey seien hier stellvertretend für viele andere genannt. Haider spielt in der Tradition der grossen Jazzpianisten. Der ehemalige Leiter der "Swiss Jazz School" in Bern präsentiert eine Big Band von Rang und Namen. Swingender, moderner Jazz mit Ideenfluss und Spielfreude. Weitere Informationen

Di. 26.10. 21 Uhr Stargastspiel

Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia

Gianluigi Trovesi (cl), Gianni Coscia (acc)

Der mediterrane Charme von Trovesi und Coscia kennt keine Angst vor romantischen Melodiebögen, vertreibt aber jeden Verdacht auf Kitsch durch hintergründig lächelnde Brüche. Es ist dieser spezielle Humor, der Dialoge und Phrasierungen des Duos durchweht und meloncholischen Balladen eine tragikomische Stimmung. Die Musiker bewahren auch als Solisten souverän die Balance und beinahe weise (Zurück-) Haltung. Übermäßig viele Töne oder Disonanzen sind nicht ihre Sache. Statt dessen finden sie durch nadelfeine Dynamik, Pausen und dem speziellen Klang, der dem Duett von Klarinette und Akkordeon innewohnt, zu individullen Ausdruck. Trovesi und Coscia entwickeln keine sentimentale Nostalgie, sondern zeitlose Leidenschaft die liebvoll abstrahiert. FAZ, Norbert Krampf. Weitere Informationen

Mi. 27.10. 21 Uhr Stargastspiel

Benny Golson Quartet

Benny Golson (sax), Kirk Lightsey (p), Gilles Naturel (b), Douglas Sides (dr).

Mit Benny Golson kommt ein Star der Hadbop Ära zu uns in den Club. Er gehört zu den stilbildenden Vertretern dieser Epoche und betont dessen lyrische Seite. Bekannt wurde er durch sein Spiel bei Art Blakeys Jazz Messengers und seine langjährige Mitwirkung im Art Farmer/Benny Golson-Jazztet. Seine Kompositionen wie Blues March, Whisper Not oder I Remember Clifford gehören zu den meistgespielten des Hardbop-Repertoires. Die hervorragend besetzte Band wird Benny Golson virtuos und mit Powerplay unterstützen. Wir freuen uns auf ein Konzerterlebnis der Extra-Klasse! Weitere Informationen

Do. 28.10. 21 Uhr ACT: Jazz Night - Songs of the Falling Feather

Josefine Cronholm Quintet

Josefine Cronholm (voc, git), Jonas Berg (p, synth), Gustaf Ljunggren (git, lapsteel), Gunnar Halle (tp), Thommy Andersson (b).

"Ich bin inmitten eines großen Waldes aufgewachsen. Du konntest schreien, ohne dass dich jemand hört, das ist etwas Wundervolles. Für mich begann alles mit Stille, mit der Stille der Natur um mich herum. Das wird immer tief in mir verwurzelt bleiben," erzählt Josefine Cronholm, die aus Schweden stammende Sängerin und Komponistin, die allerdings seit vielen Jahren in Kopenhagen lebt. Wer ihr ACT-Debüt "Songs of the Falling Feather" hört, versteht schnell, was sie mit dieser Verwurzelung meint: Lange hat man keine Sängerin mehr gehört, die so betörend Stille hörbar machen kann. Cromholms klare, helle Stimme kommt aus dem Nichts, entwickelt und umgarnt dann Klänge und Melodien mit einer Ruhe, die ihresgleichen sucht. Cronholms Songtexte sind von vielen persönlichen Erfahrungen aufgeladen, denen man eine Vorliebe für impressionistische Malerei anhört: "Ich hatte schon immer eine Art geheimnisvollen impressionistischen Maler in meinem Kopf“ erzählt die Sängerin. „Die Songs fanden mich, nicht umgekehrt." "Die stille Schönheit von Schneeflocken bestimmt diese Musik. Jede Tonflocke ist wunderbar, erklingt und vergeht, erschafft melancholische Ruhe, poetische Wetterleuchten. Josefine Cronholms Schöpfung verwirklicht eine finnische Redewendung: "Gott schuf zwar die Zeit, aber von Eile hat er nichts gesagt." Weitere Informationen

Fr. 29.10. 21 Uhr

Jobic Le Masson Trio

Jobic Le Masson (p), Peter Giron (b), John Betsch (dr).

Bei Klaviertrios im Jazz ging es lange Zeit immer nur um den Leader, der von zwei Rhythmusleuten begleitet wurde. Bei diesem Trio ist die Jazz-Tradition zwar auch sehr gegenwärtig -- vor allem in der Melodie und im Swing, aber Peter Giron und John Betsch erfüllen keineswegs nur Nebenrollen. Dieses Trio ist eher eine Dreier-Gemeinschaft, die intelligente Konversation betreibt. Dass die drei in Paris zusammengefunden haben, ist ein besonderer Glücksfall, und dass sie ein Trio dieser Qualität über eine längere Zeit aufrecht erhalten konnten, grenzt an ein Wunder. Der Geist von Monk und Ellington ist in ihrer Musik stets gegenwärtig: in ihrer launigen Romantik, ihren verharrenden Momenten, ihren unerwarteten Wendungen und Richtungswechseln. Weitere Informationen

Sa. 30.10. 21 Uhr Chocolate

Maria João & Mário Laginha Quartet

Maria João (voc), Mário Laginha (p), Bernardo Moreira (b), Alexandre Frazão (dr).

Silberne "Hochzeit" feierten im letzten Jahr die portugiesische Sängerin Maria João und ihr Piano spielender Landsmann Mário Laginha. Ein Paar sind die beiden allerdings nur in musikalischer Hinsicht. Mit ihrem aktuellen Album "Chocolate" (das zwölfte Gemeinschaftswerk) beweisen sie, daß ihre Zusammenarbeit auch nach all diesen Jahren noch eine der zartesten Versuchungen ist, seit es Schokolade gibt. Daß sich in Maria João und Mário Laginha zwei freie Geister gefunden hatten, die sich - bei allen konstatierbaren Gegensätzlichkeiten - perfekt ergänzten, hörte man sofort. "Was uns eint ist die reine Liebe zur Musik und für einander. Den Titel 'Chocolate'", so verriet die passionierte Schokoladenliebhaberin Maria João einer Zeitung in ihrer Heimat, "wählten wir, weil diese Musik so schmackhaft ist wie Schokolade. Es ist, als ob die einzelnen Klänge Schokoladenstückchen wären..." Nur daß man sich diese "Chocolate" der Marke João-Laginha im Ohr und nicht auf der Zunge zergehen lassen sollte. Wir wünschen ein süßes Hörvergnügen. Weitere Informationen

So. 31.10. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Schmid (p)

Jam Session unter der Leitung des Pianisten Stefan Schmid. Ob Blues, Boogie-Woogie oder Jazz, Stride Piano oder Ragtime, der Münchner Pianist Stefan Schmid ist mit allen Wassern gewaschen und freut sich auf bunte Jam Sessions am 3. und 31. Oktober. Weitere Informationen

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