Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2007

Programm November 2007

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Do. 01.11. 21 Uhr pirouet records presents

Bill Carrothers Trio

Bill Carrothers (p), Thomas Stabenow (b), Dré Pallemaerts (dr)

Dieser Musiker überrascht einen jedes Mal wieder. Und das selbst dann, wenn man längst weiß, dass er zu den ganz eigenen Köpfen des Jazz gehört. Der amerikanische Pianist Bill Carrothers ist ein stiller Querdenker. Einst in New York als sensationelle Entdeckung und Partner von Größen wie Gary Peacock und Bill Stewart gefeiert, zog der Musiker vor ein paar Jahren nach Michigan. Von dort aus spürt Carrothers, der unter anderem Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis und den französischen "Diapason d'or" erhielt, radikal seinen eigenen musikalischen Vorstellungen und Programm-Konzepten nach. Seine Interpretationen von bekannten Stücken sind oft um einen verblüffenden, subtilen Dreh anders als die meisten. Bill Carrothers präsentiert das Programm seiner neuen CD "Keep Your Sunny Side Up" und beweist erneut Gespür fürs Exquisite. Weitere Informationen

Fr. 02.11. 21 Uhr soul for your soul

Troubleshooters

Sven Pohl, Sonja Noppenberger, Sabine Trinker, Silvia Paul (vocal), Christoph Krois (tp), Esmeralda Geis (tp), Christian Leibhard (ts), Dominik Bengel (bs), Helmut Berger (tb) Markus Negraszus (dr), Markus Faiss (git), Christoph Schneider (b), Markus Jehle (keys), Christian Eibel (perc).

Alles über Soul: Wer auf Wilson Pickett steht, Tower of Power mag oder zu den Blues Brothers abtanzt, ist bei den Troubleshooters richtig aufgehoben. Knackige Bläsersätze, eine groovende Rhythm-Section und zartschmelzender bis funkiger Soulgesang zeichnen die neue Formation aus München aus. Was ist Soul? Wenn Funk-Rhythmen auf Blues-Skalen treffen, wenn sich scharfe Bläser-Riffs gegen den Druck der Rhythmus-Gruppe stemmen, wenn die Wände wackeln und die Tische tanzen: Das ist Soul. Das Programm der Troubleshooters entführt in die sechziger Jahre, führt in einem Bogen über die Siebziger und die Achtziger bis hinein in die Neuzeit. Klassiker von Wilson Pickett, Aretha Franklin oder den Blues Brothers verbinden sich im Setup der Band harmonisch mit den auf die Tanzfläche treibenden Songs von Tower of Power, Incognito oder dem frühen Phil Collins. Stilsicher arbeiten sich die Troubleshooters durch die Jahrzehnte, mit einem stets geltenden versprechen: Soul macht Spaß, dem Dutzend oben auf der Bühne, den Hunderten unten im Saal. Weitere Informationen

Sa. 03.11. 21 Uhr enja presents

Caecilie Norby Quartet

Caecilie Norby (voc), Jacob Karlzon (p), Lars Danielsson (b), Morten Lund (dr).

"Teufel auch, kann die singen! Und Songs schreiben!", schwärmt Tim Jonathan Kleinecke in seiner Rezension zu Caecilie Norbys Album "Queen Of Bad Excuses". Das war 2000. Dass sich daran sieben Jahre und drei Alben später nichts geändert hat, beweist die Blue Note-Künstlerin mit "Slow Fruit" auf zwölf eindrucksvollen Eigenkompositionen, die allesamt klingen als seien sie bereits fest im Repertoire des Great American Songbook etabliert. Sind sie aber nicht! Sie stammen ausnahmslos aus der Feder der Protagonistin, die sich seit jeher nicht mit dem Interpretieren von Vorhandenem zufrieden gibt. Die Dänin bereichert das Bestehende mit zeitlos schönen Jazzkompositionen, die sie in stilistisch trittsichere Arrangements kleidet und mit einer virtuosen Band im Rücken zum Klingen bringt. Weitere Informationen

So. 04.11. 21 Uhr Europamusicale - Wege des Nordens

Hedvig Hanson & Andre Maaker

Hedvig Hanson (vocal), Andre Maaker (git)

Seit nunmehr fünf Jahren sind Hedvig Hanson und Andre Maaker musikalisch ein Paar und haben bereits das Publikum in ganz Europa erobert mit ihrer Musik aus Jazz, Soul, Funk, Klassik sowie afrikanischen und lateinamerikanischen Elementen. Kennzeichnend für den Stil der beiden ist weiterhin eine spannende und energiegeladene Kombination von Liedern aus der Feder Hedvig Hanson und Coverversionen international bekannter Jazzkomponisten." Eine Kooperation des Jazzclubs Unterfahrt und der EuropamusicaleVeranstaltungs GmbH im Rahmen des 4.Europäischen Musikfestes EUROPAMUSICALE 'Wege des Nordes'. Weitere Informationen

Mo. 05.11. 21 Uhr Big Band Night

Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra

In einem weiten stilistischen Bogen bringt das Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra Jazz Standards aus der grossen Big Band Literatur sowie zeitgenössichene Kompositionen und Arrangements zu Gehör. Mit Begeisterung werden die Musiker vom Bandleader Harald Rüschenbaum motiviert, der vom Schlagzeug aus seine 'Herd' fest im Griff hat, jedoch den vortrefflichen Solisten viel Spielraum für eigene Improvisationen läßt. Weitere Informationen

Di. 06.11. 21 Uhr Fat Tuesday - The Norway of Jazz N° 12

Eivind Aarset Trio

Eivind Aarset (git, electronic), Marius Reksjø (b), Welte Holte (dr)

Und er geht weiter kompromisslos seinen Weg. Eivind Aarset perfektioniert mit seiner "Kerntruppe", dem Wibutee-Schlagzeuger Wetle Holte und dem Beady Belle-Bassisten Marius Reksjø, seine Fusion-Spielart zwischen David Torn und Jon Hassell, zwischen Brian Eno und Bill Laswell. Eivind verbindet experimentellen Trip-Hop, Ambient, Drum'n'Bass, aber auch Pop, Rock und Modern Jazz. Der Großteil der Stücke besteht aus digitalisierten Improvisationen. Seine Musik bewegt sich zwischen Film- und Meditationsmusik, düsteren Moods und Elektro-Sounds in denen immer wieder sein eigener wüster Gitarrensound im Mittelpunkt steht. Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft Berlin, dem Königlich Norwegischen Konsulat München und bayerngas. Weitere Informationen

Mi. 07.11. 21 Uhr Stargastspiel - pirouet records presents - 80th Birthday Celebration Concert

Walter Lang - Lee Konitz Duo

Walter Lang (p), Lee Konitz (sax)

Wenn heute Jugendliche etwas richtig gut finden, sagen sie "cool". In der Musik dagegen bedeutet das seit 60 Jahren so viel wie unterkühlt, lässig, distanziert. Ganz so wie damals, als Jazzmusiker wie Stan Getz, Gerry Mulligan oder Miles Davis den hibbeligen, überdrehten Bebop durch die Kalkuliertheit des Cool Jazz ersetzten. Mit dabei und einer der führenden Stilisten war der Altsaxofonist Lee Konitz. Experimentierfreudig wie er ist, hörte sein Stil nie auf, sich weiter zu entwickeln; sein sonorer Ton wurde durch Emotionalität und Sensualität angereichert und führte spielerisch weiter in Richtung Abstraktion. Lee Konitz hat mit seiner Energie, seinem Intellekt und einem höchst persönlichen und speziellen Stil die Musikwelt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark beeinflusst. Er wird auch jetzt, im neuen Jahrtausend, nicht müde, künstlerisch zu wachsen und seine Fans zu begeistern. Am 13. Oktober beging er seinen 80. Geburtstag - natürlich mit einem Konzert. Und so kommt, nur wenige Tage später, eine echte Legende in die Unterfahrt, einer, der über die Jahre, den Klang seines Instruments immer weiter verfeinert und in Walter Lang einen kongenialen Partner gefunden hat. Walter Lang hat den weiten Weg von seiner Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd über die renommierte Berklee Music School Boston in die Münchner Jazz-Szene zurück gelegt, wo er sein festes Standbein hat, wenn er nicht als einer der begehrtesten Pianisten der Republik durch die Welt reist. Seine subtile Art zu begleiten und die kreativen, immer überraschenden Soli brachten ihm Engagements unter anderem in den USA, Afrika, Europa und Japan ein. Langs Klavierspiel adaptiert behutsam klassisch impressionistische Ornamentierungen im weich swingenden Gewand und fügt sie zu einem farbenprächtigen Harmoniegebäude zusammen. Diese Kombination von Klassik, Traditional und Jazz, von Improvisation und Kommunikation macht ihn zum idealen Partner für Lee Konitz. Weitere Informationen

Do. 08.11. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 13

Kristin Asbjørnsen Quartet

Kristin Asbjørnsen (vocals), Jostein Ansnes (guitars, lapsteel guitar & vocals), Olav Torget (guitars & vocals), Knut Aalefjaer (dr, perc).

Kristin Asbjørnsen ist mit einer Stimme gesegnet, die ganz so klingt, als wäre die Sängerin nicht in Oslo, sondern in einem der Südstaaten der USA zur Welt gekommen: sie ist tief und kraftvoll, rau und heiser, sehr leidenschaftlich und bluesig. Die 1971 geborene Kristin Asbjørnsen begann ihre Karriere vor rund zehn Jahren als Mitglied des weiblichen Gesangsquartetts Kvitretten, das sie zusammen mit Solveig Slettahjell, Eldbjørg Raknes und Tone Åse bildete. Mit “Wayfaring Stranger” legt Kristin Asbjørnsen endlich ihr erstes Album unter eigenem Namen vor. Es ist eine Kollektion von größtenteils kaum bekannten afro-amerikanischen Spirituals, die Asbjørnsen durch die aus Chicago stammende schwarze Sängerin Ruth Reese kennenlernte. Als Spirituals bezeichnet man die religiösen Volkslieder, die von den Nachfahren der Sklaven stammen. Die ersten entstanden im 17. Jahrhundert und wurden durch mündliche Überlieferung von Generation zu Generation weitergereicht. Die Lieder erzählen von Sehnsucht, Trauer, Einsamkeit und Überlebenskampf, aber auch von Hoffnung und freudigen Ereignissen. Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft Berlin, dem Königlich Norwegischen Konsulat München und bayerngas. Weitere Informationen

Fr. 09.11. 21 Uhr Stargastspiel - Deutschlandfunk Mitschnitt

Brad Mehldau Trio

Brad Mehldau (p), Larry Grenadier (b), Jeff Ballard (dr).

Brad Mehldau: Erneuerer des klassischen Jazz-Klaviertrios, emotionstiefer Eklektiker, eigenwilliger Traditionalist und großer Romantiker. Mehldau, dessen Germanophilie und Interesse an der deutschen Kultur in den Namen zahlreicher Eigenkompositionen durchscheint ("Sehnsucht", "Zauberberg" etc.) gilt als einer der wichtigsten Jazzpianisten der letzten zwei Jahrzehnte. Neben der elegischen Grundhaltung seines Musizierens ist insbesondere seine Fähigkeit zur zweihändigen kontrapunktischen Improvisation mit unabhängig geführten Stimmen für ihn charakteristisch. Zusammen mit Larry Grenadier (b) und Jeff Ballard (dr) zelebriert Brad Mehldau (p) die hohe Kunst des Jazz-Klaviertrios. Weitere Informationen

Sa. 10.11. 21 Uhr

Jenny Evans & Rudi Martini Trio

Jenny Evans (voc) & Rudi Martini Trio feat. Andrea Hermenau (p), Thomas Stabenow (b), Rudi Martini (dr)

"Gäbe es in Deutschland etwas ähnliches wie einen nationalen Jazz-Poll, so würde Jenny Evans mit Sicherheit in der Sparte weiblicher Jazzgesang seit Jahren die vorderste Plätze belegen. Ihre Interpretation großer Songs der Jazzgeschichte besitzen Klasse. " Jörg Konrad, Süddeutsche Zeitung. Die englische Jazzvokalistin, bekannt für ihre "Special Concerts" hat für diesen Abend herbstliche Lieder ausgewählt. Herbst ist laut dem englischen Dichter John Keats "die neblige Zeit, die weiche Früchte häuft". Auf ihrer unverwechselbaren, swingenden Art interpretiert sie nicht nur Standards wie Gershwins 'A Foggy Day', Kurt Weills 'September Song' und selbstverständlich Josef Kosmas 'Autumn Leaves', sondern auch die Dusko Goykovich Komposition 'The Song of Autumn' zu der Jenny den Text schrieb. Ein Abend mit vielen herbstlichen Überraschungen. Weitere Informationen

So. 11.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Barbara Jungfer (git)

Die Gitarristin Barbara Jungfer, seit kurzem in München ansässig, bewegt sich gekonnt zwischen traditionsbewussten Hardbop und stilübergreifendem Modern Jazz. Weitere Informationen

Mo. 12.11. 21 Uhr Big Band Night - 'The Famous 1938 Benny Goodman Carnegie Hall Jazzconcert'

Wine & Roses Swing Orchestra

Melanie “Ziwala” Bong (voc), Bernhard Ullrich (cl, leader), Martin Breinschmid (vibraphon), Peter Tuscher, Nemanja Jovanovic (tp), Mathias Götz (tb), Tom Reinbrecht (as, ss), Heinz von Hermann (ts, fl), Peter Kral (ts, bs), Tizian Jost (p), Andreas Kurz (b)

Wine & Roses Swing Orchestra spielt eine Auswahl von Titeln des berühmten Swing-Konzerts von Benny Goodman, das den Jazz weltweit „gesellschaftsfähig“ gemacht hat. Im zweiten Teil wird die Musik großer Komponisten und Stars zum Programm: Duke Ellington, Cole Porter, Irvin Berlin, George Gershwin, Errol Garner, Lionel Hampton, Louis Armstrong, Louis Prima, Ella Fitzgerald. Für die Arrangements zeichnen Rich Laughlin, Heinz von Hermann und Peter Kral verantwortlich. Zum Repertoire, das die versierten Komponisten den elf als Solisten ebenso wie im Satz glänzenden Musikern auf den Leib geschrieben haben, zählen hochpopuläre Titel wie Stompin´At The Savoy, Honey Suckle Rose, Bei mir biste Scheen, Come To The Cabaret, ´S wonderful, Sing Sing Sing, I Got Rhythm, Take The A Train, The Man I Love, Summertime, Four Brothers, April In Paris, Mack The Knife. Vor die Small Big Band tritt mit Melanie “Ziwala” Bong eine elegante und besonders kompetente Interpretin des “Jazz of the 20th Century”. Weitere Informationen

Di. 13.11. 21 Uhr

Tizian Jost Trio plus Melanie Bong (voc)

Tizian Jost (p), Melanie Bong (voc), Peter Cudek (b), Bastian Jütte (dr).

Die ursprünglich angekündigte Band 'Beija Flor' mußte das Konzert aus Krankheitsgründen leider absagen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis! Wir freuen uns, dass der Münchner Pianist Tizian Jost mit einer wunderbaren Band einspringt. Unverhofft kommt oft: kaum beschlossen Melanie Bong und Tizian Jost ihre jahrelange Zusammenarbeit in die Form eines festen Ensembles zu gießen, kommt nun also schon die erste schöne Gelegenheit, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Zu hören sein wird ein "best of" von Melanies großem Repertoires aus Eigenkompositionen, die hier aus ihren Gypsy-Wurzeln schöpft, brasilianischen Klassikern und leckeren Lieblings-Jazz-Standards. Verstärkt werden die beiden von der absoluten Traum-Rhythmn-Section, bestehend aus Peter Cudek am Bass und Bastian Jütte am Schlagzeug. Weitere Informationen

Mi. 14.11. 21 Uhr BR-Mitschnitt

André Nendza Quartet plus Paolo Fresu (tp)

André Nendza (b), Claudius Valk (sax), Hendrik Soll (p), Christoph Hillman (dr), Paolo Fresu (tp)

Dieses klassische, akustische Quartett bildet das Zentrum der verschiedenen künstlerischen Aktivitäten André Nendzas. Den Titel der ersten CD des Quartetts „The invention of rooms“ kann man durchaus programmatisch verstehen. Musik als Skizzierung von Räumen, Komposition als Architektur des Klangs und ein Gefühl für klare, wenn auch oftmals asymmetrische Strukturen sind der Ausgangspunkt, auf der sich Improvisation als Mittel der Fortschreibung oder des Gegenentwurfs entwickelt. Mit dem Zugriff auf Elemente aus den unterschiedlichsten Musiktraditionen entsteht ein unverbrauchtes, multistilistisches Gesamtbild. Ziel ist dabei nicht das authentische Reproduzieren tradierter Formen sondern vielmehr deren individuelle Neubetrachtung, Verfremdung, Brechung und kreative Variation. Der multistilistische Ansatz der Musik ergibt sich sowohl aus den kompositorischen Vorgaben als auch durch die Individualität der Spieler. Das Quartett wird heute um einen Individualisten auf der Trompete erweitert: Paolo Fresu. Der sardische Trompeter Paolo Fresu, mittlerweile weltberühmt, gehört zu jener Generation europäischer Jazzkünstler, die sich von den anglo-amerikanischen Vorbildern erfolgreich abgenabelt haben und sich auf ihre reichhaltigen, europäischen Wurzeln aus E- wie U-Musik besinnen. Weitere Informationen

Do. 15.11. 21 Uhr

Marty Cook Quartet feat. Larry Porter

Marty Cook (tb), Larry Porter (p), Andi Kurz (b), Guido May (dr).

Marty Cook und Larry Porter haben vieles gemeinsam. Sie sind beide im mittleren Westen, genauer gesagt in Ohio, aufgewachsen, haben viel Zeit ihres Lebens in New York verbracht und fühlen sich so sehr nach Europa hingezogen, dass sie sich schließlich hier nieder gelassen haben. Cook in München, Porter in Berlin. Aber ihre wichtigste Gemeinsamkeit: Sie spielen Jazz mit einer sehr individuellen Note und mit einem tiefen Respekt vor der Tradition. Ihr Repertoire, das sich im Laufe ihrer 12-jährigen Zusammenarbeit entwickelt hat, beinhaltet Stücke von W.C. Handy, Fats Waller, Billy Strayhorn, Thelonius Monk, Ornette Coleman und natürlich ihre eigenen Kompostionen. Cook, den der Penguin Guide of Jazz zum Anführer der zeitgenössischen Posaunenriege erklärt hat, kann sich in seinem Spiel auf einen Partner verlassen, der schon als Begleiter von Chet Baker sein Einfühlungsvermögen bewiesen hat. Die starke Münchner "rhythm section", mit Andi Kurz am Bass und Guido May an den Drums, unterstützt Porter und Cook auf ihrer musikalischen Reise. Weitere Informationen

Fr. 16.11. 21 Uhr

In The Mood For Love

Michael Hornstein (sax), Andrea Hermenau (p, keys), Manolu Diaz (b), Gabriel Hahn (dr)

"Michael Hornstein muss zweifelsohne als Prototypus des "complete" Saxophonist gelten, der über das gesamte Ausdrucksspektrum des Saxophons von meditativer Klangaskese bis zu archaischer expressiver Sinnlichkeit, von zarter Koloratur bis zu Parker´schem Schmerz, verfügt..." schreibt Jörg Meilicke in Jazzthethik. Mit seinem Titel "Carma" auf der renomierten Compilation Serie "Cafe Del Mar Vol. XIV" gelang ihm 2007 der internationale Durchbruch im Lounge und Chillout Bereich. Bei "In the Mood For Love" stehen in neuen aufregenden Bearbeitungen so emotional aufgeladene Hits wie "What a wonderful world", "Autumn leaves" oder "Bésame mucho" auf dem Programm. Hier treffen Klassiker wie "Fly Me To the Moon" auf smoothe Reggae Beats oder "La Mer" auf dezente treibende Hip Hop Grooves. Alle vier Musiker sind auf besondere Weise lateinamerikanischer Musik tief verbunden. Boleros werden gekonnt interpretiert und die großen Standards der Jazzgeschiche mit frischen Beats von einer akustischen Band geschmacksicher zu neuem Leben erweckt. Weitere Informationen

Sa. 17.11. 21 Uhr Stargastspiel

De Nazaten feat. James Carter

Robby Alberga (git), Klaas Hekman (piccolo, ss, bs), Carlo Ulrichi Hoop (conga, surinam percussion), Keimpe de Jong (ss, ts), Carlo Jones (as), Gregory Kranenburg (dr), Chris Semmoh (skratyi, surinam percussion), Patrick Votrian (tb, sousaphone), James Carter (ts).

Surinam Kaseko, Antillen Walzer, Jazz und Kalypso werden in einen Topf geworfen und als heisser Brass Groove serviert. In der Musik dieses holländisch-surinamesisch-antillischen Orchesters verbinden sich karibische Klänge mit europäischen Blasorchester-Klängen. Der amerikanische Saxophonist James Carter kommt als Stargast hinzu. James Carter bläst voller Energie, kraftvoll mit rasendem Tempo und virtuoser Technik. "Diejenigen Jazzfreunde, die den Saxophonisten James Carter schon einmal live erleben konnten, waren hingerissen von seinem dynamischen, ungestümen Spiel, seinem leidenschaftlichen, rauhen, bisweilen eruptiven Ton, aber auch von seiner großen stilistischen Bandbreite.” Jazz Podium. Mit freundlicher Unterstützung von Dienst Kunst en Cultuur Gemeente Rotterdam, Fonds Amateurkunst en Podiumkunsten (FAPK), Prins Bernard Cultuurfonds Stichting Volkskracht Rotterdam, Fonds Scheppende Toonkunst (FST), Thuiskopiefonds (TKF) und dem Generalkonsulat der Niederlande München. Weitere Informationen

So. 18.11. 14:00 Uhr

Der kleine Erdbär – ein Jazzkonzert für Kinder

Sabine Bohlmann (Erzählerin), Carolyn Breuer (sax), Hermann Breuer (tb), Jan Eschke (p), Ernst Techel (b), Bastian Jütte (dr), Paulina Rühmelein und Carla Heigl (beide 9 Jahre, Gesang), Moses Wolff, Ron van Lankeren, Conny Kreitmeier, Marina Trost & The Funny Valentines (Gesang).

Dies ist das erste gemeinsame Projekt von der Saxophonistin Carolyn Breuer und der Autorin Sabine Bohlmann. Carolyn Breuer komponierte zehn wunderschöne Songs und Sabine Bohlmann, entwickelte um die Songs die Geschichte vom kleinen Erdbär. Da rappt ein Grashüpfer, da weint eine Regenwolke einen Blues, da singen Tag und Nacht ein Duett, da erzählen Schleierwolken von einer Schäfchenwolke, da haucht der Wind, da hüpft der Bär, und frisch geschlüpfte Vögel begrüßen die Welt. Da wird gehüpft, gelacht, getanzt und geträumt. Für kleine und grosse Kinder ab 4 Jahren. Mamas und Papas zahlen 12,--€ und alle Kinder 8,--€ Eintritt. Einlass ist ab 12:30 Uhr. Die Prijak Clubgastronomie verwöhnt alle kleinen und großen Leuten mit leckeren Schmankerln für den kleinen und den großen Hunger. Reservierung empfohlen. Weitere Informationen

So. 18.11. 21:00 Uhr

Jam Session

Ltg.: Barbara Jungfer (git)

siehe 11.11.. Weitere Informationen

Mo. 19.11. 21 Uhr Big Band Night

Al Porcino Big Band

Immer wieder ein highlight der Big Band Night am Montag: Al Porcino ist eine lebende Jazz-Legende. Er hat mit allen ganz Großen des Jazz gespielt: Louis Prima, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Stan Kenton, Buddy Rich und vielen mehr. Seine Band mit 16 Spitzen-Musikern der Szene swingt kompromisslos die besten Arrangements der Bigband-Ära. Ein absolutes Highlight für den Jazz-Liebhaber! Weitere Informationen

Di. 20.11. 21 Uhr Fat Tuesday

Pura Fé

Pura Fé (git, voc), Danny Godinez (git, voc).

"Fabulous … astonishing … playing searing, slicing, lap-style bottleneck guitar, Tuscarora tribe descendant Pura Fé blends world beat rythms with Southern blues and her own powerful vocals." – Joel Selvin, San Francisco Chronicle. In der Tat, die Stimme von Pura Fé (Pure Faith) ist einzigartig! Der Vater stammt aus Puerto Rico, die Mutter ist Indianerin der Tuscarora Nation. 2006 gewann Pura Fé einen "Nammy" (Native American Music Award) für ihr Album 'Follow Your Hearts Desire'. Und sie bekam den "L’académie Charles Cros Award" (French Grammy) für das beste Weltmusik Album 'Tuscarora Nation Blues'. Weitere Informationen

Mi. 21.11. 21 Uhr Velvet Night

Robert Wolf's Faro

Robert Wolf (git), Fanny Kammerlander (cello), Reinhard Greiner (tp)

Mit Quadro Nuevo spielte Robert Wolf bis heute weltweit über 1500 Konzerte und erhielt bereits neun Jazz Awards sowie zwei Silberne IMPALA für außergewöhnlich erfolgreiche CD-Verkäufe in Deutschland und Europa. Als Ergebnis dieser weit um den Globus führenden Konzertreisen über Kuba, Kanada, Australien, Singapur, Korea, Spanien, Frankreich, Italien und Dänemark entstand das Album “velvet night”. Sanfte, samtige Töne um Mitternacht - mit seiner neuen CD “velvet night” ist dem Gitarristen von Quadro Nuevo ein erneutes Meisterstück der musikalischen Erzählkunst gelungen. Traummusik! Robert Wolf zaubert eine angenehme, kultivierte Nachtstimmung mit einem in vielen Facetten funkelnden Sternenhimmel. Jedes Stück ist ein autarkes Original des Ausnahmegitarristen Robert Wolf, in Komposition, Arrangement und Präsentation à la bonheur umgesetzt. Weitere Informationen

Do. 22.11. 21 Uhr Act: Jazz Night - The Norway of Jazz N° 14

Solveig Slettahjell & Slow Motion Quintet 'Domestic Songs'

Solveig Slettahjell (vocal, p), Sjur Miljeteig (tp), Andreas Ulvo Langnes (p), Jo Berger Myhre (b), Per Oddvar Johansen (dr)

Schön, dass Sie da sind. Kommen Sie doch herein und fühlen Sie sich wie zu Hause. Das neue Album und der damit verbundende Live-Auftritt der norwegischen Sängerin Solveig Slettahjell ist eine Einladung. Zum Näherkommen, zum Verweilen, um Geist und Seele ankommen zu lassen. Domestic Songs nennt Solveig Slettahjell das neue Programm: häusliche Lieder. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen - die CD entstand buchstäblich im Wohnzimmer der Sängerin, am eigenen Flügel. "Solveig Slettahjell ist eine von den musikalischen Sängerinnen, für die Gesang mehr bedeutet als das Absingen von Songs: mehr Körper, mehr Dringlichkeit, mehr Musik" Die Welt. Mit dem Slow Motion Quintet eröffnete sie "eine neue Sichtweise auf Jazz und Pop durch Langsamkeit und Konzentration auf verborgene Hörschätze" Hamburger Abendblatt. Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Norwegischen Botschaft Berlin, dem Königlich Norwegischen Konsulat München und bayerngas. Weitere Informationen

Fr. 23.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Matthias Schriefl 'Shreefpunk'

Matthias Schriefl (tp), Johannes Behr (git), Robert Landfermann (b), Jens Düppe (dr).

Matthias Schriefl: Ein junger Allgäuer, der die Welt schon mit allerhand verrückten Einfällen beglückt hat. Und das Gute ist: Wenn man Schriefl zuhört, bekommt man selbst die übermütigsten Ideen. Jedes seiner Konzerte verlässt man mit neuer Inspiration. Schriefl ist erst 25 Jahre alt. Wenn man die Liste seiner Preise ansieht und die Namen der Bands liest, die ihn auf Tourneen einladen, kann man das kaum glauben. Er teilt mit den erfolgreichsten internationalen Jazzern die Bühne und erhält neben zahlreichen Nachwuchspreisen inzwischen auch Auszeichnungen der Erwachsenenliga, wie zuletzt den renommierten WDR Jazzpreis für Improvisation. "Für Kenner alles andere als eine Überraschung," so der WDR-Journalist Reiner Brückner dazu, schließlich "beherrscht er sein Instrument mit Mitte 20 schon so souverän wie einst die (Alt-)Meister seiner Zunft: Phänomenal sein Ton-Umfang und sein Ansatz, mitreißend sein Improvisations-Talent und nicht weniger originell seine Arrangements". Shreefpunk besteht neben Schriefl aus drei jungen Jazzvirtuosen, alle in der internationalen Szene erprobt. Johannes Behr, Jens Düppe und Robert Landfermann leben wie Schriefl in Köln und spielen mit ihm seit vielen Jahren zusammen. Man hört bei jedem Stück wie gut die vier Jazzer aufeinander eingespielt sind. Hinter diesem Sound steckt keine Telefonband, sondern eine musikalische Freundschaft mit langen Probetagen, bei denen niemand auf die Uhr sieht. Weitere Informationen

Sa. 24.11. - Sa. 01.12. 21 Uhr

DrumHeads!

Das Schlagzeug umgangssprachlich auch Drums (von engl. drum kit/drum set) genannt, ist eine Kombination verschiedener Schlaginstrumente. Der Ausdruck Schlagzeugfell (engl. drumhead) ist ähnlich dem Trommelfell und wird heutzutage hauptsächlich auf den Trommeln (Kesseln) eines Schlagzeugs montiert. Das Unterfahrt Clubfestival "Drumheads!" stellt an 8 Abenden führende Schlagzeugköpfe - The Leader is the Drummer! - der aktuellen, internationalen Jazzszene vor. Verschiedene Stilistiken, Epochen und geografische Aspekte in der Musik bestimmen das Programm von "DrumHeads". Vom amerikanischen Superstar Billy Hart zur Latin Percussion mit César Granados. Big Band Entertainment mit Harald Rüschenbaum, die Lust an der freien Improvisation mit Free Jazz Pionieren wie Günter Baby Sommer, Andrew Cyrille und Lucas Niggli. Die Talking Drum aus Afrika darf natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie die Band "Drummers Double Bill" (komplett ein Septett) aus den Niederlanden. US-Größe Bobby Previte stellt seine europäisch besetzte Pan-Atlantik Band vor und der Münchner Virtuose Werner Schmitt zeigt was Groove bedeutet. DrumHeads! - the rhythm is gonna get ya! Drum Heads! wird von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München gefördert und von dem Schlagzeugmagazin DrumHeads!! präsentiert. Weitere Informationen

Sa. 24.11. 21 Uhr DrumHeads!

Billy Hart Trio (USA/D)

Johannes Enders (ts), Martin Zenker (b), Billy Hart (dr)

Dieses international besetzte Ensemble vereint drei Spitzenmusiker zu einer Band der Extraklasse. Mit Johannes Enders am Saxophon und Martin Zenker am Bass hat Star-Schlagzeuger Billy Hart kongeniale Partner für das Triospiel ohne Harmonieinstrument. Sein Schlagzeugspiel zieht sich wie ein roter Faden quer durch die Jazzgeschichte der letzten 45 Jahre. Seine Vielseitigkeit und unglaubliche Bandbreite hat ihn zu einem der begehrtesten Sideman des Modern Jazz gemacht. Dies ist auf über 600 Platteneinspielungen dokumentiert. Billy Hart ist neben Roy Haynes, Al Foster, Jimmy Cobb und Jack de Johnette, eine der letzten großen Ikonen des Jazz Drumming. Er spielte u.a. in den Bands von Wes Montgomery, Herbie Hancock, Stan Getz, Miles Davis, Wayne Shorter. Außerdem war er Schlagzeuger von Little Richard und Jimmy Hendrix. Zur Zeit ist er neben zahlreichen Projekten in der All Star Band "The Leaders" mit Chico Freeman und Eddie Henderson zu hören. Mit seinem in allen Stilen versiertem Spiel ist der aus München stammende Martin Zenker einer der gefragtesten Bassisten der Jazzszene. Seine eigene Band UGETSU tourte weltweit. Er stand mit Jazzgrößen wie James Moody, Jimmy Cobb oder Ed Thigpen auf der Bühne. Der frisch gekürte Neue Deutsche Jazzpreisträger, SWR Jazzpreisträger und Münchner Kulturförderpreisträger Johannes Enders gehört laut Fachmagazin Jazzthing zu den zehn wichtigsten Nachwuchs-Tenoristen weltweit. Lang ist die Liste derer, mit denen er schon spielte: Lee Konitz, Brad Mehldau, Roy Hargrove, Sam Rivers, Donald Byrd und viele mehr. Sein prägnanter Ton und seine stilistische Vielfalt machen ihn zu einem absoluten Meister seines Fachs. Weitere Informationen

So. 25.11. 21 Uhr DrumHeads!

Latin Percussion School in Concert & Session

mit César Granados

Das Instituto Superior de Arte in Havanna hat die Latin Percussion School als einzigartige Percussion Schule unter der Leitung von César Granados in Europa anerkannt und vor 10 Jahren von Dr. Profesor Lino Neira Betancourt als Botschafter kubanischer Kultur erklärt. Von der ersten Sekunde an karibisches Lebensgefühl und mitreissende Rhythmen: Cèsar Granados bietet Einsteigern wie Fortgeschrittenen auf karibischen Trommeln eine aussergewöhnliche Reise in die mittelamerikanische Musik. Weitere Informationen

Mo. 26.11. 21 Uhr DrumHeads! - Big Band Night

Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra feat Axel Kühn ts

Der Münchner Schlagzeuger, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Leiter des Landes-Jugendjazzorchester Bayern, Harald Rüschenbaum, ist mit dem Know-How von 25 Jahren Big Band Leitung der erfahrene und begeisternde Praktiker, der vom Schlagzeug aus sein Jazz Orchestra leitet. In Anlehnung an die von Thad Jones und Mel Lewis im 'Village Vanguard' aus der Taufe gehobenen Big Band Montage in New York etablierte Harald Rüschenbaum diese Reihe 1999 in der Unterfahrt. Am heutigen Montag wird der Münchner Tenorist Axel Kühn als Gastsolist seine eigenen charts präsentieren unterstützt von 13 Bläsern und der 4-köpfigen Rhythmusgruppe um den Bandleader Harald Rüschenbaum am Schlagzeug. Weitere Informationen

Di. 27.11. 21 Uhr DrumHeads!

Günter Baby Sommer Solo & Lucas Niggli & Andrew Cyrille Duo (D/CH/USA)

Günter Baby Sommer (dr), Lucas Niggli (dr), Andrew Cyrille (dr)

Günter Baby Sommer, geboren 1943 in Dresden, ist einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Zum freien Spiel gelangte Sommer in dem Trio des Saxophonisten Friedhelm Schönfeld. Nach Ausflügen mit Ulrich Gumperts Band SOK in den Jazzrock, war Sommer wichtiger Bestandteil in dem Trio von Ernst-Ludwig Petrowksy, Synopsis – dem späteren Zentralquartett - und der Ulrich Gumpert Workshopband. Wesentlich für Sommers Entwicklung war die Entdeckung seines Solospiels in sog. „Hörmusik“-Programmen - und beinahe zeitgleich die Trioarbeit mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald. Bald war (und ist es immer noch!) Sommer einer der begehrtesten Spielpartner für alle wichtigen Musiker der europäischen Avantgarde des Freien Jazz. So führte ihn die Zusammenarbeit etwa mit Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker, Gianluigi Trovesi, Cecil Taylor, Anthony Braxton auf alle wichtigen internationalen Festivals. Was Gunter Baby Sommer für Deutschland ist, ist Andrew Cyrille (Jahrgang 1939) für die USA. In seine spielerische Konzeption geht Abstraktion ebenso ein wie konventioneller Jazz und afrikanisch geprägte Musik. Er ist ein Schlagzeuger, der immer kompositorisch denkt und den Überblick über das musikalische Geschehen behält. Andrew Cyrille ist nicht nur jener drummer, der Leute wie Mary Lou Williams, Coleman Hawkins, Illinois Jacquet oder Kenny Dorham begleitete, sondern auch der, der 11 Jahre lang an der Seite von Cecil Taylor (Free) Jazzgeschichte schrieb. Cyrille ist mehr als ein Schlagzeuger und Perkussionist, er ist ein Zauberer mit Rhythmen und Farben. Und hier gesellt sich der Schweizer Schlagzeuger Lucas Niggli hinzu. Der Wirbelwind aus Uster mit Jahrgang 1968 gehört zu einer Generation von Jazzmusikern, die Ende der achtziger Jahre die Szene betraten, als die Dominanz eines Stils bereits der neuen Unübersichtlichkeit verschiedenster Strömungen gewichen war. Niggli spielte damals in mehreren Gruppen, deren Bandbreite von modernem Jazz über freie Improvisation bis zu neuer Musik und avanciertem Rock reichte. Aus all diesen Stilformen formte er seine persönliche Handschrift, wobei ihm vor allem sein Ensemble Zoom als Versuchslabor für neue Ideen diente. Dieser Abend verspricht ein highlight des Schlagzeiugspiels zu werden: Solo, Duo und vielleicht noch ein kurzes Set im Trio! Weitere Informationen

Mi. 28.11. 21 Uhr DrumHeads!

Osumare Drums - African traditional music

Tola Sholana - Nigeria (djembe, talking drums, voc), Bob Odametiri - Ghana (palogo, african flute), Sir Lance Scott - Tobago (djembe, agogo, balofon), Ngoma Nboji - Senegal (dundun), Cheick Nguer - Senegal (djembe)

Osumare - das bedeutet in westafrikanischen Sprache Yoruba "Regenbogen". Und so heißt die Band, die der in München beheimatete aber aus Nigeria stammende Musiker, Adetola Sholana, 1995 gründete und deren Mitglieder aus verschiedenen Ländern Westafrikas kommen. Osumare Drums spielt traditionelle afrikanische Trommelmusik mit Tanzeinlagen oder typisch afrikanischen Geschichten. Ein Osumare Drums Konzert ist wie eine Reise durch West AfriKa. Osumare kombiniert die verschiedensten afrikanischen Schlag- und Musikinstrumente, wie die talking drums, Agogo, Sekere, Akuba, Balofon und Djembe. Weitere Informationen

Do. 29.11. 21 Uhr DrumHeads!

Drummers Double Bill (NL)

Rob Verdurmen (dr, comp.), Arend Niks (dr, comp.), Rutger von Otterloo (sax), Frans Vermeerssen (sax), Joost Buis (tb), George Oancraz (tp), Corrie van Binsbergen (git), Arjen Gorter (b)

Die Amsterdamer Jazz-Formation Drummers Double Bill (DDB) wurde 2000 von den Schlagzeugern/Komponisten Rob Verdurmen und Arend Niks gegründet. Verdurmen, seit 1974 fester Schlagzeuger beim international sehr erfolgreichen Willem Breuker Kollektief, schafft mit der DDB seinen eigenen Sound. Im Ergebnis dominieren dabei die Drums jedoch nicht; vielmehr werden sie als Melodieinstrumente eingesetzt. Die Musik ist nicht nur Jazz pur sang, sondern ist ebenso von Pop, klassischer Musik und Filmmusik geprägt. Dabei kommt eine Prise Selbstironie nicht zu kurz. "Those jovial Dutchmen are at it again. Much of the music has that humorous quality that is so often found in the ICP Orchestra and the Willem Breuker Kollektief." (Ken Waxman, Jazz Weekly). "Vier Bläser und eine gleichstarke Rhythmusgruppe mit zwei Schlagzeugern: zeitgenössischer Jazz, sehr rhythmisch und virtuos umgesetzt mit herrlichen Soli und kuriosen Ideen" (Nomansland). 2006 erschien die zweite CD der DDB bei BVHaast mit dem Titel"2 Texel" unter Mitwirkung des niederländischen Schriftstellers Jan Wolkers. Nach vielen Konzerten, u.a. in China, ist die Drummers Double Bill endlich auch in der Unterfahrt zu bestaunen! Mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulates der Niederlande München. Weitere Informationen

Fr. 30.11. 21 Uhr DrumHeads!

Bobby Previte & the PAN- ATLANTIC BAND (USA/A/I/F/DK)

Wolfgang Puschnig (sax), Gianluca Petrella (tb), Benoît Dalbecq (p), David Nilsen (b), Bobby Previte (dr).

Bobby Previte ist eine der Hauptfiguren der New Yorker "down-town" Szene der 80er Jahre. Er ist berühmt für sein kunstvolles und elektrifizierendes Schlagzeugspiel genauso wie für seine individuellen Kompositionen. Er spielte u.a. mit John Zorn, Marty Ehrlich und Steve Swallow. Für das Unterfahrt-Publikum ist er so etwas wie ein alter Bekannter: seine Bands "Weather Clear, Track Fast" und "Latin for Travellers" , das Duo mit Marc Ducret und die Ray Anderson "Pocket Brass Band" sorgten für unvergessliche Konzerterlebnisse. Deshalb kein DrumHeads! ohne Previte - denn Previte ist definitiv ein DrumHead! Und nun diese wunderbare Melange europäischer Spitzenmusiker: der italienische Posaunist Gianluca Petrella so eben vom Downbeat zum "Rising Star" gekürt, der Pianist Benoît Delbecq gehört zur neuen kreativen Jazz Szene in Frankreich, das Aushängeschild für Saxophon-Jazz aus Österreich - Wolfgang Puschnig und der junge dänische Bassist David Nilsen formen zusammen mit "Schlagzeug-Kopf" Previte "The Pan-Atlantic Band"! Weitere Informationen

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