Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2012

Programm November 2012

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Do. 01.11. 21 Uhr Made Possible

The Bad Plus

Reid Anderson (b), Ethan Iverson (p) und David King (dr)

"The Bad Plus are the Coen brothers of jazz: Midwesterners, both ironic and dead earnest, technically brilliant, beyond versatile, a little chilly sometimes, but funny, surprising, and pretty hard to pin down." (The New Yorker). Seit sich die drei Jugendfreunde aus dem Mittleren Westen der USA im Jahr 2000 in New York wieder über den Weg liefen, staunt die Welt darüber, wie sie die brachiale Energie des Rock mit der Raffinesse des Jazz kombinieren. Plötzlich war klar, dass die Geschichte des Pianotrios im Jazz keineswegs mit Keith Jarrett, Brad Mehldau oder EST zu Ende erzählt ist. Originelle Interpretationen populärer Songs von Abbas "Knowing Me, Knowing You" bis zu Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" sind neben Eigenkompositionen ein wichtiger Baustein im Repertoire der Band. The Bad Plus präsentieren ihr neues Album "Made Possible". Weitere Informationen

Fr. 02.11. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 45

SUSANNA

Susanna (voc, p), Helge Sten (git), Fredrik Wallumrød (dr, voc)

Susanna, die norwegische Sängerin, die in unseren Breitengraden durch ihr Duo mit dem Keyboarder Morten Qvenild im "Susanna and the Magical Orchestra" bestens bekannt ist, kommt wieder nach Deutschland. Sie präsentiert ihr neues Album mit dem ungezähmten Titel "Wild Dog", das schon jetzt schwärmerische Kritiken mit hoher Sternchenwertung erhalten hat. Susanna hat seit ihrem Debüt in 2004 insgesamt acht Alben herausgebracht, also jedes Jahr eine Neuerscheinung. Neben eigenwilligen und eindrucksvollen Interpretationen von Kult-Songs wie "Jolene", "Hallelujah" oder "Love Will Tear Us Apart", konnte sie sich als aussergewöhnliche Songschreiberin mit unverkennbarer Handschrift etablieren; Bonnie ”Prince” Billy hat ihre Songs live gespielt und aufgenommen und Mojo bezeichnete ihr Stück "Believer" als "one of the greatest break-up songs ever". Mit ihrem hypnotisierenden Vokal-Timbre fesselt Susanna ihr Publikum – und zusammen mit dem kraftvollen, sich verzerrenden Sound ihrer Band werden ihre Konzerte wahrlich zu magischen Ereignissen. Susanna tourt seit Jahren durch Europa, die USA, Japan und China. Sie ist u.a. bei Festivals wie dem London Jazz Festival, SONAR, Moscow Art Festival, Molde International Jazz Festival, Montreal Jazz Festival und an Veranstaltungsorten wie der Royal Festival Hall, der Queen Elizabeth Hall, dem La Cigale in Paris und natürlich, vor dem heutigen zweiten Mal, schon im Jazzclub Unterfahrt aufgetreten. Auch das TV bedient sich ihrer Musik, z.B. für die Serie "Grey’s Anatomy" (NBC). Weitere Informationen

Sa. 03.11. 21 Uhr highlight - ECHO Jazz 2012 Sängerin des Jahres national

Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett

Jasmin Tabatabai (voc), David Klein (ts), Olaf Polziehn (p), Davide Petrocca (b), Peter Gall (dr)

ECHO Jazz Preisträgerin in der Kategorie "Sängerin des Jahres national" – dabei hat Jasmin Tabatabai erst kürzlich mit dem Jazz angebandelt, denn bisher hatte sie der Rockmusik die Treue gehalten. Der Schweizer Musiker, Komponist, Arrangeur und Produzent David Klein hat der deutsch-iranischen Schauspielerin, die 1997 im Roadmovie "Bandits" auch als Musikerin bekannt wurde, eine neue Rolle auf den Leib geschrieben, die Tabatabai überzeugend spielt, mit einer Stimme, die souverän und nonchalant zugleich ist, pointiert und dabei lässig, stark und verletzlich. Als Jazzsängerin bringt Tabatabai nun deutschsprachige Klassiker in Jazz-Bearbeitungen auf die Bühne, die eine aussergewöhnliche Strahlkraft entwickeln, wie etwa "Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?" aus der musikalischen Komödie "Eine Frau, die weiß, was sie will" des österreichischen Operettenkomponisten Oscar Straus. In der Live-Besetzung im Jazz-Quintett mit Tenorsaxophon (David Klein), Piano (Olaf Polziehn), Kontrabass (Ingmar Heller) und Schlagzeug (Peter Gall) klingen diese Lieder puristischer als in den opulenten Orchester-Bearbeitungen der aktuellen CD "Eine Frau". Die Arrangements der Studio-Aufnahmen und diejenigen der Konzerte verhalten sich zueinander wie Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien. Weitere Informationen

So. 04.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions im November verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 05.11. 21 Uhr Big Band Night

Backyard Jazz Orchestra

Peter Ehwald (ts, ss, cl) D, Stefan Schultze (p) D, Martin Lubenov (akkordeon) BG, Desislava Stefanova Petkova (fl) BG, Theresia Phillipp (as, fl) D, Ermal Rodi (ts, fl) AL, Nicolas Simion (ts, ss, cl) RO, Christian Altehülshorst (tp) D, Darko Sedak-Benčic (tp) HR, Nemanja Zlatarev (tb) SRB, Branko Ilievski (tb) MK, Filip Gavranovic (git) A, Gordan Spasovski (fender rhodes) MK, Fedor Ruskuc (b) SRB, Toni Emilov Kalchev (perc) BG, Daniel Schröteler (dr) D

7 Profi- und 10 Nachwuchsmusiker aus 8 Ländern - The Backyard Jazz Orchestra – ein Projekt des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit Stefan Schultze und Peter Ehwald. "Eigentlich ist immer alles anders als erwartet – nämlich noch verrückter und spannender, als ich gedacht hatte." Das sagt Stefan Schultze, Pianist, Komponist und Gewinner des WDR-Jazzpreises 2010, über die Zusammenarbeit mit dem Backyard Jazz Orchestra, einer Balkan- Band der etwas anderen Art. Es ist das neue Projekt von Schultze und seinem langjährigen musikalischen Weggefährten, dem Saxophonisten Peter Ewald. Die beiden haben schon zusammen in Köln und New York studiert und bilden auch das Rückgrad der Bands schultzing und Oktoposse. Jüngst haben sie mehrfach die Länder Südosteuropas bereist, ihre Musik dort vorgestellt, die Klänge und Rhythmen der Region aufgesogen, Musiker kennen und schätzen gelernt. Mit der Unterstützung des Goethe-Instituts haben sie dann das Backyard Orchestra gegründet, um die reichen Musiktraditionen der Balkan-Länder in einem zeitgenössischen Jazzgewand zu präsentieren. Mit von der Partie sind einige der bekanntesten Jazzer der Region sowie die besten Nachwuchsmusiker. Wer die stilistische Offenheit von Stefan Schultze und Peter Ewald kennt, ihre Experi-mentierfreude und Expressivität erlebt hat, der wird eine Ahnung davon haben, dass die Musik des Backyard Orchestras noch viel verrückter und spannender ist, als das, was wir sowie schon vom Balkan kennen und lieben: todtraurige Melodien, galoppierende Rhythmen in krummen Takten, schnapsgetränkten Hymnen an das Leben. Weitere Informationen

Di. 06.11. 21 Uhr Christian aTunde Adjuah

Christian Scott

Christian Scott (tp), Matthew Stevens (git), Lawrence Fields (p), Luques Curtis (b), Jamire Williams (dr

Als "Architekt einer neuen, kommerziell realisierbaren Fusion" wurde der Trompeter Christian Scott im September 2008 in der JazzTimes bezeichnet. Und beim amerikanischen Radionetzwerk NPR hieß es gar schon, Christian Scott sei dabei, eine neue Jazzära einzuleiten. Fakt ist: Seit Roy Hargrove Anfang der 1990er seinen rasanten und allgemein umjubelten Aufstieg begann, ist kein Jazztrompeter mehr mit soviel Lorbeeren überhäuft worden wie Christian Scott. In New Orleans geboren, ist Christian Scott natürlich bestens mit der Trompetentradition der Crescent City vertraut, die einst durch die Legenden King Oliver und Louis Armstrong begründet wurde und für die heute u.a. die Namen von Wynton Marsalis, Terence Blanchard und Nicholas Payton stehen. Dennoch versuchte er schon bald aus dieser Tradition auszubrechen und orientierte sich mehr am Stil von Miles Davis. Sein erstes, 2006 bei Concord Music erschienenes Album wurde gleich für einen Grammy nominiert. Mit jedem weiteren Album setzte der Trompeter und Komponist neue Maßstäbe. Die Kritik überschlug sich vor Begeisterung, obwohl sie seine Musik nicht den üblichen Schubladen zuordnen konnte. Jetzt offeriert Scott eine eigene Stilbezeichnung: "stretch music". Was man darunter genau zu verstehen hat, zeigt er auf dem atemberaubenden Doppelalbum "Christian aTunde Adjuah". Es bietet nachdenkliche Balladen und Exkurse durch schwerelos träumerische Soundscapes, aber auch betont rockige, Funk-infizierte und absolut ekstatische Nummern. Seine Trompete ist dabei fast immer das pulsierende Herz der Musik. Weitere Informationen

Mi. 07.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night - More

Jacob Karlzon 3

Jacob Karlzon (p), Hans Andersson (b), Robert Mehmet Ikiz (dr)

"Rammstein? Das nehme ich als Kompliment!" Angesprochen auf seine immer wieder überraschenden Klangwelten muss Jacob Karlzon lachen. Nicht ironisch, im Gegenteil. Sehr freudig sogar. Und so laut und herzlich, wie ein Mann dieses Formats eben lachen kann. "Ich habe als Kind und Jugendlicher schon viel Metal und Electro gehört. Auch wenn die Musik selbst eigentlich nichts für Pianisten ist – aber die transportierte Energie, die ist es schon! Musik zu hören, die man selber nicht spielt, eröffnet einem völlig neue Horizonte." Und Jacob Karlzons Horizont ist weit. Der 2010 in seinem Heimatland Schweden als Jazz-Musiker des Jahres ausgezeichnete Pianist, der international vor allem an der Seite des Gesangsstars Viktoria Tolstoy für Aufsehen sorgte, liebt es, mit Extremen zu arbeiten. Angefangen bei seinem Instrument, dessen emotionale Bandbreite von fragil bis machtvoll er immer wieder von Neuem auslotet. "More" heißt der mittlerweile neunte Tonträger unter seinem Namen, der erste auf dem deutschen Label ACT. Gemeinsam mit seinen JK3-Gefährten Hans Andersson am Bass und Jonas Holgersson an den Drums zieht Jacob Karlzon darauf Spannungsbögen von großer Kraft und Intensität. Er verliert sich nie in Details, wenngleich es davon in jedem der elf Stücke immer wieder neue zu finden gibt. Einladend, warm und vital ist das, was Jakob Karlzon auf "More" entwickelt. Und zugleich überraschend, schwebend und fesselnd. Zu Beginn eines jeden Songs ist nicht absehbar, wo genau die Reise enden wird, gewiss ist nur: Sie wird neue Horizonte eröffnen. Weitere Informationen

Do. 08.11. 21 Uhr ad hoc music

The Deciders

Rudi Mahall (bcl), Axel Dörner (tp), Fredrik Jungkvist (cl, sax), Ole Morten Vågan (b), Jon Fält (dr)

Die Deciders sind ein neues Konglomerat des New Jazz, mit Mitgliedern aus drei Aktivzentren der europäischen Szene: Berlin, Stockholm und Oslo. Seit etlichen Jahren ist das Berliner Tandem Mahall-Dörner Bestandteil vieler richtungsweisender Ensembles, wie Die Enttäuschung, Monk´s Casino oder Globe Unity Orchestra, genauso wie Motor zahlreicher anderer Projekte. Die Schweden Ljunqvist und Fält zählen zu den gefragtesten Musikern der Stockholmer Szene, sei es separat, in Ensembles wie Atomic oder dem Bobo Stenson Trio, oder aber auch gemeinsam, z.B. in Ljunqvist´s Yun Kan 5. Ole Morten Vågan aus Oslo schließlich ist seit gut zehn Jahren ein Eckpfeiler des norwegischen Jazz, unter anderem in Gruppen wie Motif, dem Håvard Wiik Trio oder Bugge Wesseltofts NCOJ. The Deciders - fünf Individualisten und eine faszinierende Mischung aus kraftvoller Improvisation und spritzigen Kompositionen! ad hoc music - eine Kooperation des Jazzclub Unterfahrt mit Offene Ohren e.V. und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Weitere Informationen

Fr. 09.11. 21 Uhr Just Here, Just Now - Tour 2012

Nils Wülker

Nils Wülker (tp, flh), Arne Jansen (git), Lars Duppler (p), Edward Maclean (b), Benny Greb (dr)

"In meiner Musik geht es um Klarheit und eine Einfachheit, die ohne Umschweife ehrlich ist", sagt der 34-jährige. "Ich nenne es ’Soul’, nicht im Sinne des Musikstils, sondern eher als eine Art ’beseelter Wahrhaftigkeit’ – und meine Musiker und ich haben es uns zum Ziel gemacht, diesen ’Soul’ in jedem Moment zu Musik zu machen und in jede Note zu legen." Diese Selbstbeschreibung trifft sowohl auf die komponierten wie auch auf die improvisierten Teile zu, die sich in ihrer melodischen Qualität kaum unterscheiden. Die andauernde Inspiration des Augenblicks und die Kraft der Melodie sind zentrale Themen von Wülkers Musik und vielleicht eines der Geheimnisse seines außergewöhnlichen Erfolges: Keinem anderen Jazzmusiker seiner Generation ist es gelungen, so konsequent seinen eigenen Weg zu gehen, keiner sonst spielt nach wie vor ausschließlich und mit großem Anklang bei Kritikern und Publikum Eigenkompositionen – mit seiner eigenen Band oder auch, wie im letzten Jahr vermehrt, im Duo mit dem Gitarristen Arne Jansen oder als Leader und Kompo¬nist des hochkarätig besetzten Jazz Baltica Ensembles im letzten Sommer. Es ist so bemerkenswert wie konsequent, dass Nils Wülker seine Musik außerdem seit sieben Jahren auf seinem eigenen Label EAR TREAT veröffentlicht. Wenn dieser Wahl-Hamburger, der in seiner Freizeit auch ambitionierter Kletterer ist, etwas macht, dann richtig. "Beim Klettern und auf der Bühne lasse ich mich ganz auf den Moment ein", sagt Nils Wülker. "Natürlich bereitet man sich vor und denkt auch mal an den nächsten Überhang oder das folgende Stück – aber vor allem erlebt man hellwach, was man gerade tut. Just Here, Just Now." Seine Begeisterung für die Bergwelt gibt er als ausgebildeter Kletterlehrer auf Führungen durch alpine Felswände auch an andere weiter. Weitere Informationen

Sa. 10.11. 21 Uhr Further Dedications

Claus Raible & The BOP-chestra

Brad Leali (as), Michael Lutzeier (bs), Claus Koch (ts), Hermann Breuer, Johannes Herrlich (tb), Steve Fishwick, Florian Jechlinger (tp), Claus Raible (p), Giorgos Antoniou (b), Alvester Garnett (dr)

Mit diesem Projekt machte es sich Claus Raible zur Aufgabe, ein komplettes Programm für diese recht außergewöhnliche Besetzung zu orchestrieren. Den Anstoß dazu gab Raibles Arbeit als Arrangeur und Co-Produzent für das Album “Maria Juanez - The Brad Leali Jazz Orchestra“. Außergewöhnlich ist dabei die Instrumentierung, die die orchestrale Fülle einer 16-köpfigen Standard Big Band-Besetzung auf ein Tentett (mit vier Blechbläsern, drei Saxophonen und Rhythmusgruppe) reduziert. Dieses Format ermöglicht ebenso den reichen Klang einer Big Band wie die Kompaktheit und Beweglichkeit einer Small Group. Dazu hat Claus Raible Top-Solisten aus verschiedenen Ländern und Generationen eingeladen: Der Kern des Ensembles bildet das Quartett mit seinen langjährigen Kollegen Brad Leali und Alvester Garnett aus den USA sowie Giorgos Antoniou aus Griechenland. Hinzu kommen die Münchner Größen Hermann Breuer, Florian Jechlinger, Claus Koch, Michael Lutzeier und zudem Johannes Herrlich aus Wien. Der Ausnahmetrompeter Steve Fishwick lebt in London. Nach der von Kritikern wie Publikum gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommenen Produktion "Claus Raible & the BOP-chestra, A Dedication To The Ladies" (2011, Koproduktion mit BR und TCB) präsentiert Raible nun das aktuelle Programm "Further Dedications" mit neuen Bearbeitungen des Bandleaders und Originals verschiedener Bandmitglieder. Weitere Informationen

So. 11.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions im November verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 12.11. 21 Uhr Big Band Night

Hard Days Night Big Band

Matthias Preißinger (leader, p), Petra Scheeser (voc), Steffen Schmitt, Notker Zikeli (as), Elmar Krick, Ferdinand Settele (ts), Jörg Siemers (bs), Johannes Scheider, Philipp Staudt, Konstantin Kern, Peter Oswald (tp), Christian Landsiedel, Julia Weder, Matthias Burkart, Thomas zur Lage (tb), Bernd Heß (git), Markus Buchmann (p), Rene Haderer (b), Tommy Froschmeier (dr)

Die Hard Days Night Big Band ist so etwas wie eine Institution in der Münchner Jazz-Szene. Seit über 25 Jahren swingt und groovt das musikalische Großprojekt auf den Bühnen des Freistaats, wenn es nicht gerade einer Einladung auf ein europäisches Jazz-Festival folgt. Die knapp 20 Vollblutmusiker unter der Leitung von Matthias Preißinger haben bereits mit internationalen Jazz-Größen wie Bobby Shew, Claudio Roditi, Jay Ashby und Matthias Schriefl gespielt. Das Repertoire der Band bietet zeitgenössischen, mitreißenden Big Band-Sound, der von modernem Mainstream bis Latin und Funk reicht. Neben vielen Eigenkompositionen kommen auch Arrangements, u.a. von Gordon Goodwin und Toshiko Akijoshi,cxx zu Gehör. Die Sängerin Petra Scheeser wird dem Programm auch dieses mal wieder Glanzlichter aufsetzen. Weitere Informationen

Di. 13.11. 21 Uhr

PARAMETRIX

David Binderberger (git), Joschi Öttl (tp), Lukas Pamminger (b), Klaus Brennsteiner (dr)

Distanzen sind dazu da, um überwunden zu werden: Salzburg und London. Jazz, HipHop und Electronic. Erdiger Groove und feine Zwischentöne. In der Musik von PARAMETRIX sind das keine Widersprüche. Es sind die wesentlichen Bestandteile einer weltoffenen, dabei aber in sich geschlossenen Band-Idee. "Uns geht es um den Spirit des Jazz, mit der Musik immer wieder Grenzen zu überschreiten", sagt Schlagzeuger und Band-Initiator Klaus Brennsteiner. Für das Projekt hat er Gitarrist David Binderberger, Bassist Lukas Pamminger und den Trompeter Johann Öttl zusammen getrommelt. Improvisation ist die gemeinsame Basis. Und dem Groove ist anzuhören, dass Klaus Brennsteiner mit David Binderberger und Bassist Lukas Pamminger auch in anderen Formationen eine fest verschworene Einheit bildet. Weil darüber hinaus jeder der vier Profis seine ganzen individuellen Vorlieben zwischen Funk, Pop und Electronic ins Spiel bringt, bleibt die Sache bei jedem der Konzerte, die PARAMETRIX mittlerweile in Österreich, Deutschland und England absolvieren, frisch und spannend: "Jeder Song kann jeden Abend wieder ganz anders klingen". Weitere Informationen

Mi. 14.11. 21 Uhr

Jim Mullen & Helmut Nieberle Sextett

Jim Mullen (git), Helmut Nieberle (7-string git), Christoph Hörmann (ts), Dana Darau (voc), Wolfgang Kriener (b), Michael Scotty Gottwald (dr).

Die ungewöhnliche Frontline der Band mit zwei Gitarren und Tenorsaxophon entfaltet in den sensibel auf die Besonderheiten der Spieler abgestimmten Arrangements von Helmut Nieberle Drive und harmonische Eleganz. Jim Mullen lebt in London und wurde mehrfach zum besten britischen Jazz-Gitarristen gekürt. Er zeichnet sich besonders durch seinen ebenso unkonventionellen wie unverwechselbaren Thumbstroke aus. Sein Spiel ist von Blues und Funk inspiriert, wobei seine energiegeladenen, stets einfallsreichen Soli gern mit passend eingestreuten Zitaten bekannter Standards überraschen. "Eines dieser Konzerte, die zu sanftem Dauerlächeln führen, seiden-weichen Mull um die Seele legen und der Dunkelheit des Novembers mit sanftem Flügelschlag begegnen. Jim Mullen und Helmut Nieberle wirken wie zwei gitarristische Dr. Jekylls in ihrer eleganten Phrasierung, die je auf ihre Weise immer auch ein bißchen den bluestrunkenen Mr. Hyde aufblitzen lassen. Das Jim Mullen/Helmut Nieberle Sextet ist mit allen Wassern gewaschen, fließe dieses nun die Donau, die Themse oder den Mississippi hinunter." Heute Abend fließt es die Isar hinunter! Weitere Informationen

Do. 15.11. 21 Uhr ECM artists in concert

Billy Hart Quartet

Billy Hart (dr), Ethan Iverson (p), Mark Turner (sax), Ben Street (b)

Seit 2003 spielen Pianist Ethan Iverson (The Bad Plus) Bassist Ben Street und Tenorsaxophonist Mark Turner mit der Schlagzeugerlegende Billy Hart zusammen. Als sich das Ensemble 2003 formierte, trat es zunächst als Ethan Iverson-Mark Turner Quartet auf. Dies änderte sich aber, als ein Gig in Billy Harts Heimatstadt Montclair (New Jersey) anstand und der Schlagzeuger seine jungen Kollegen fragte, ob er die Band dort unter seinem Namen präsentieren könnte. Diese hatten nicht nur keinerlei Einwände, sondern beschlossen sogar, die Gruppe gleich dauerhaft in Billy Hart Quartet umzubenennen. Billy Harts swingender Beat und seine delikaten Beckenfiguren sind schon auf ECM-Alben von Charles Lloyd und Bennie Maupin zu hören gewesen, Tenorsaxophonist Turner hat für ECM mit dem Trio Fly und Enrico Rava aufgenommen, für Pianist Ethan Iverson und Bassist Ben Street stellt "All Our Reasons" hingegen ihr ECM-Debüt dar. Ein Album und eine Besetzung, die herausragende Protagonisten des modernen Jazz vereint. Weitere Informationen

Fr. 16.11. 21 Uhr ECM artists in concert

Colin Vallon Trio

Colin Vallon (p), Patrice Moret (b), Julian Sartorius (dr)

Der Westschweizer Pianist Colin Vallon ist momentan einer der erfolgreichsten Schweizer Jazzer. Zurecht, denn er macht höchst aufregende Musik. Mit enormer Ausdruckskraft, mit tiefem Sinn für Melodien, Texturen und Dynamik frischen Vallon und seine beiden Mitmusiker die Form des Piano-Trios auf. Sie gehen vom modernen Jazz aus und entwickeln daraus eine spannende und breit gefächerte Multi-Stilistik. Die ausgefeilten Kompositionen leben Colin Vallon, Patrice Moret und – neu – Julian Sartorius in sensiblem Interplay aus. Eine magische Kombo. Weitere Informationen

Sa. 17.11. 21 Uhr An Berliner Kinder

Thärichens Tentett

Nicolai Thärichen (p, comp, arr), Michael Schiefel (voc), Sven Klammer (tp, flh), Jan von Klewitz (as, ss, cl), Andreas Spannagel (ts, fl), Nikolaus Leisle (bs, bcl), Sören Fischer (tb), Kai Brückner (git), Oliver Potratz (b), Kai Schönburg (dr)

Noch niemals war Nicolai Thärichen vorhersehbar oder gar berechenbar. Schon gar nicht, wenn es um seinen Klangkörper Thärichens Tentett geht. Mit dem fünften Album seit Gründung der Formation im Jahre 1999 pfeift er erneut genüsslich auf alle jazzpolizeilichen Anordnungen. Und treibt gar ungeheuerliche Dinge – denen er dann den Stempel "deutsches Jazzkunstlied" aufdrückt. Deutsche Texte im Jazzgewand? Gab es vereinzelt schon. Aber die schrägen Lautgedichte des Dadaisten Hugo Ball neben boshaften Versen von Joachim Ringelnatz? Dazu Bachs "Arie der Wollust" und ein Sonett von Shakespeare? Und doch weder Kitsch-Alarm noch Impro-Geschrammel? Wer Thärichen und seine Band kennt, weiß auch, dass das Resultat weit entfernt bleibt von akademischem "Lyrik und Jazz". Aber was denn nun? Eine Ode an die Berliner Kinder, eine Verbeugung vor allen Zweiflern an einer ungebrochenen Ästethik, eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache, genussvolle Verätzung derselben, und am Ende die Vereinigung von alldem mit Hilfe genau der Musik, die das auch meistern kann: dem Jazz. Die Kompositionen Thärichens sind maßanzugssauber genäht, seine Musiker wissen aber allzu herzige Arrangements mit stürmischen Soli zu konterkarieren; und über alldem: die Stimme Michael Schiefels. Natürlich kennt man ihn als Deutschlands versiertesten und variabelsten Jazz-Sänger. Und doch gelingt es ihm erneut, sich selbst zu übertreffen. Von glockenheller Engelsstimme bis zu triefend höhnischer Herablassung – da erklingt ein ganzer vokaler Kosmos. "Eine beeindruckend konzipierte Synthese aus druckvoller Bigband-Poesie und zärtlichem Kammer-Jazz. Grandios. Fabelhafte Arrangements – schillernde Miniaturen, deren Schönheit einen Meilenstein des aktuellen deutschen Jazz markiert." Westdeutsche Allgemeine Zeitung Weitere Informationen

Sa. 17.11. 23:30 Uhr

Club Diskographique

From Funk ‘n Soul to Disco and Dancefloor Jazz

Von James Brown, Chic, The Crusaders, Miles Davis, Jan Delay & Eryka Badu über Ella Fitzgerald, Guru, Kraan, Lenny Kravitz, LaBrassBanda & Lift bis Passport, Ronin, Gil Scott-Heron, St. Germain, Sting, Amy Winehouse u.v.a. Aufgelegt von Marc Trefz und visuell begleitet von Conni Lechner. Der Club Diskographique knüpft namentlich an die ersten Diskotheken in Europa an, die ab 1941 im Untergrund von Paris entstanden. Musikalisch geht die Reise des Club Diskographique mal ins Zeitgenössische, mal bis in die 70er Jahre zurück und bringt dabei tanzbare Perlen aus Dancefloor JAZZ, Funk‘n Soul, R&B, Disco, Jazzrock, Jazzhop und Weltmusik zum Klingen. Stets samstags, einmal im Monat, ab 23:30 Uhr: 15. Dez. 2012, 26. Jan., 9. Feb., 23. März 2013. Weitere Informationen

So. 18.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions im November verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 19.11. 21 Uhr Big Band Night

Al Porcino Big Band feat. Jenny Evans (voc)

"Wenn über den ostinat pulsierenden Riff-Schleifen des seidigen Saxophonsatzes die acht Blechbläser fortissimo flirrende Klangfetzen in den Raum blasen, dass es den Kennern heiss den Rücken hinunterläuft und die Luft sich auflädt vom prallen Sound der Band, dann erfüllt ein hohes Glücksgefühl Musiker und Auditorium. Und man fragt sich, wo denn anders in Deutschland Vergleichbares in diesem Genre zu hören ist." (BR) Im Mai feierte Al Porcino seinen 87. Geburtstag bei uns im Club. Seit 35 Jahren wirkt diese Legende des Jazz bereits in München, seit 1943 schon ist er Teil der Jazz-Welt. Seine Zusammenarbeit mit Stars wie Count Basie, Dizzy Gillespie, Al Cohn, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Stan Kenton und vielen, vielen mehr beweist eindrücklich seinen Einfluss auf die Geschichte vieler legendärer Big Bands. Aber gerade für die deutsche Jazz-Szene war und ist seine Wirkung nicht wegzudenken: Fast die gesamte süddeutsche Jazz-Szene durchlief seine Schule. Zahlreiche namhafte Musiker, Bandleader, Komponisten und Arrangeure verdanken Al Porcino’s "brainwashing" in Sachen Swing, Time und Taste die Grundlagen ihrer Karriere. Seine eigene Band mit 16 Spitzen-Musikern der Szene spielt die besten Stücke der großen Big Band-Ära. Ein absolutes Highlight für den Jazz-Liebhaber! Weitere Informationen

Di. 20.11. 21 Uhr ECM artists in concert - Deutschlandfunkmitschnitt

Bobo Stenson Trio

Bobo Stenson (p), Anders Jormin (b), Jon Fält (dr)

Bobo Stenson, geboren 1944 in Västerås, ist der Grandseigneur des schwedischen Jazzlebens. Der Pianist, 2001 von der französischen Jazz-Akademie als "bester europäischer Musiker" ausgezeichnet, gehört zu den Allzeit-Größen des Genres und zu den gesuchtesten Partnern auch der amerikanischen Stars. Sonny Rollins, Gary Burton, Stan Getz, Dexter Gordon, Don Cherry und Charles Lloyd sind nur einige der Musiker, die in Stenson den idealen Mann am Klavier gefunden haben; mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek bildete er in den 1970er-Jahren das Traumduo des skandinavischen Jazz. Stenson verkörpert bis heute den Inbegriff des neugierigen Urmusikanten, stets auf der Suche nach frischen Impulsen. Nun ist eine neue CD bei ECM erschienen und entfaltet ein reiches Spektrum aus Standards und Eigenkompositionen. Hier hat einer souverän seinen Stil gefunden – und dazu zwei kongeniale Sidemen, mit denen der Pianist eine homogene und doch flexible Einheit bildet. Weitere Informationen

Mi. 21.11. 21 Uhr SWR Preisträger 2012

Manfred Bründl Silent Bass

Manfred Bründl (b), Hugo Read (as, ss), Rainer Böhm (p), Jonas Burgwinkel (dr).

"Fast vergessen schien Peter Trunk, der in der Silvester-nacht 1973 in New York bei einem Taxi-Unfall tödlich verunglückte Bassist. Mitte der 1960er Jahre galt er noch als der beste Bassist Europas, der mit Albert Mangelsdorff, Manfred Schoof, Attila Zoller oder Klaus Doldinger spielte und später zwischen frühem Fusion und spätem Free Jazz changierte. Der in Regensburg gebürtige Bassist Manfred Bründl (Jahrgang 1959) hat die Kompositionen Trunks, ihre Themen und Motive studiert, hat recherchiert und daraus eine stimmige, nicht nostalgische, sondern ganz und gar gegenwärtige Hommage erarbeitet, die er mit Rainer Böhm (Klavier), Hugo Read (Saxophon) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) kongenial und respektvoll in Szene zu setzen versteht. Tatsächlich ist ’Tip of the Tongue’ ein Meilenstein im Werk eines Bassisten, der seit 1987 mit seinen eigenen Bands (’Brüma, Brüma’, ’Basslab’ u. a.) kontinuierlich dafür gesorgt hat, in der deutschen Jazzszene integrative Akzente zu setzen. Für seine künstlerischen Leistungen als Bandleader und Bassist wurde Manfred Bründl mit dem diesjährigen vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk vergebenen SWR-Jazzpreis belohnt. Das Preisträgerkonzert findet erstmals im Rahmen von ENJOY JAZZ statt." (Günther Huesmann, SWR) Weitere Informationen

Do. 22.11. 21 Uhr ECM artists in concert - The Norway of Jazz N° 46

Eivind Aarset - Dream Logic

Eivind Aarset (git, electronic), Audun Erlien (b), Welte Holte (dr), Erland Dahlen (dr)

Als Eivind Aarset 1998 mit seinem Album "Électronique Noire" debütierte, erhielt er das wahrscheinlich schmeichelhafteste Lob ausgerechnet vom Jazzkritiker der ehrwürdigen New York Times: Dieser bezeichnete "Électronique Noire" als "eines der besten elektrischen Jazzalben seit Miles Davis". Eivind Aarset hat die Jazzwelt mit seinen Alben immer wieder aufs Neue überrascht - heute präsentiert er sein Solodebüt-Album bei ECM mit dem Titel "Dream Logic". Weitere Informationen

Fr. 23.11. 21 Uhr special concert

Matthias Spillmann MATS-UP präsentiert SAIDs Psalmen

Mats Spillmann (tp), Tobias Christl (voice), Reto Suhner (as, cl), Marc Méan (p), Raffaele Bossard (b), Dominic Egli (dr)

99 Mal wird in den "Psalmen“ SAIDs der "Herr" angerufen. Damit wagt der im deutschen Exil lebende Dichter etwas Unerhörtes: eine religiös inspirierte Dichtung ohne Bekenntnis. In Teheran im islamischen Kulturkreis aufge-wachsen, bezeichnet er sich als nicht gläubig, reiht sich aber dennoch in die dreitausendjährige Tradition jüdisch-christlicher Psalmendichtung ein, um so die unermessliche Schönheit persischer Poesie in die deutsche Sprache zu übersetzen. Der radikal neue Tonfall von SAIDs Texten, in dem sich Spiritualität mit Protest, Lust, Sehnsucht und Zweifel mischt, hat den Trompeter und Komponisten Matthias Spillmann erschüttert und tief berührt. Der Liedzyklus, in dem er die "Psalmen" mit dem Sänger Tobias Christl und seiner Band MATS-UP in Musik übersetzt, ist selbst ein grosses Wagnis. Aus dem freien Geist des Jazz werden die Texte ins Jetzt katapultiert. Dabei feiern die Musiker ausgiebig den Zauber der Melodie, schrecken aber auch vor musikalischen Experimenten und ungezügelter Energie nicht zurück. Weitere Informationen

Sa. 24.11. 21 Uhr ECHO Jazz 2012 - Newcomer des Jahres national

Lisbeth Quartett

Charlotte Greve (as), Manuel Schmiedel (p), Marc Muellbauer (b),Moritz Baumgärtner (dr).

Höher, weiter, schneller. Ja, es gibt diese seltsame Überzeugung: Jazz muss rasant, weltgewandt und unverbindlich sein wie ein Geschäftsmann auf Reisen. Überbordende Virtuosität scheint oftmals entscheidender als Nachhaltigkeit, ein schillerndes Konzept wichtiger als Bescheidenheit. Umso erstaunlicher muss einem da das Lisbeth Quartett aus Berlin vorkommen. Drei der vier Mitglieder sind Anfang 20, aber wenn man die Musik der von der Saxophonistin Charlotte Greve gegründeten Formation hört, glaubt man, es mit lauter alten Seelen zu tun zu haben, denen alle falsche Hektik vollkommen fremd ist. Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Stücke des Quartetts sind durchweg modern, sie leben von den Grooves und Kompositionsprinzipien der Jazz-Gegenwart. Aber in den Melodien und in den Soli offenbart sich eine Souveränität und ruhige Neugier, die nichts mit der Hektik der Billigflieger-Mentalität unserer Tage zu tun hat. Greve, Pianist Manuel Schmiedel, Bassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Moritz Baumgärtner sind Reisende alter Schule. Bedächtig, aufmerksam und immer im Moment – Suchende abseits der breit getretenen Touristenpfade der improvisierten Musik. Für "Constant Travellers", das aktuelle, bei "Traumton" erschienene Album, erhielt das Lisbeth Quartett den ECHO Jazz in der Kategorie Newcomer des Jahres national. Weitere Informationen

So. 25.11. 19:30 Uhr

ArtSession

Ausstellungseröffnung ERDKLÄNGE von Viktor Scheck mit anschließender Jam Session unter Leitung von Stefan Noelle (dr, voc)

Neu im Jazzclub Unterfahrt: Art meets Jazz. Ausstellungseröffnung und Jam Session verschmelzen zu einem Event, der Artsession. Jazzmusiker begleiten die Präsentation von Werken zeitgenössischer Kunst, wodurch ein reizvoller Dialog entsteht. Der Eintritt ist frei. Die ArtSession findet alle zwei Monate ab 19:30 Uhr statt und bietet die Möglichkeit zu einem Schnupperabend in der Unterfahrt. Ab 21 Uhr sind wie gewohnt alle Einsteiger auf der offenen Bühne willkommen. Den Anfang macht unter dem Titel ERDKLÄNGE der Maler, Grafiker und Organisator der Ingolstädter Kunstmesse Viktor Scheck zusammen mit dem Musiker Stefan Noelle. Leinwände unterm Apfelbaum oder in der Erde vergraben: der Maler Viktor Scheck wird zum Bildregisseur, sammelt Abdrücke der Natur und kombiniert sie mit monochromen Farbflächen. Zwischen zarten Strukturen organischer Prozesse und dem satten Farbklang der Flächen entstehen Bildreihen von poetischer Qualität. Einführung: Dr. Tobias Böcker, Dipl.-Theologe und Musikjournalist. Der Jazzclub Unterfahrt freut sich auf Ihr Kommen! Weitere Informationen

Mo. 26.11. 21 Uhr Big Band Night

Earforce

Ulrich Wangenheim, Max Tiller, Ferdinand Settele, Christian Haller, Gregor Bürger (sax), Florian Jechlinger, Reinhard Greiner, Franz Weyerer, Mathias Engl (tp), Hans-Heiner Bettinger, Erwin Gregg, Dirk Janoske (tb), Jan Eschke (keys) Jan Zehrfeld (git), Heiko Jung (e-b) und Sebastian Lanser (dr)

Earforce, die 17-köpfige Funk/Fusion-Bigband um Arrangeur Gregor Bürger, kommt heute Abend mit brandneuer CD in die Unterfahrt: Vorgestellt wird Musik, die Groove-orientierte Styles der letzten drei Dekaden vermischt, mit starken Einflüssen aus Latin- und Brasil-Music wie Songo, Baiao oder Partido Alto. Das Programm, ohne Ausnahme selbstkomponiert- und arrangiert, lässt zwischen markanten Bläsertutti-Teilen und Rhythmus-Vamps ebenso viel Platz für Solofeatures, bei denen sich die einzelnen Bandmitglieder, samt und sämtlich Top-Instrumentalisten der Münchner Szene, gehörig austoben können. Weitere Informationen

Di. 27.11. 21 Uhr World Jazz highlight - Bluenote release

Lionel Loueke New Trio Heritage

Lionel Loueke (voc, git), Michael Olatuja (b), Mark Giuliana (dr)

"Von seinem Schlag gibt es nur einen", antwortete Wayne Shorter auf die Frage, warum er auf dem Majordebüt von Lionel Loueke seine Tröte erklingen ließ. Als Herbie Hancock die Bewerbungssongs zur Aufnahme am Thelonious Monk Institute of Jazz von Loueke hört, dreht dieser völlig durch: "Ich bin ausgeflippt. Ich habe noch nie jemanden spielen hören, der diesem Gitarristen nahe gekommen wäre. Es gab keine Hürde, die er sich nicht zu nehmen traute, er war absolut angstfrei", illustriert der Pianist seine erste Begegnung mit Loueke voller Euphorie. Nun präsentiert Lionel Loueke mit Mark Giuliana am Schlagzeug und Michael Olatuja am Bass sein neues Album "Heritage". Wie der Titel schon vermuten lässt, beschäftigt sich der Blue Note-Künstler auf seiner neuen Platte mit dem Erbe seiner Herkunft: Westafrika. Als Gitarrist und Sänger erhielt er mehrmals den "Rising Star Award" des Down Beat Magazins. Weitere Informationen

Mi. 28.11. 21 Uhr

Marty Cook Group

Marty Cook (tb), Geoff Goodman (git) Andy Kurz (b), Guido May (dr)

Die Band des New Yorker Posaunisten Marty Cook überzeugt durch messerscharfe Ideen, spannungsgeladenes Zusammenspiel und das Vertrauen in die Kraft der instinktiven Improvisation. Die vier Bandmitglieder vereint die Liebe zu den Aufbruchzeiten des Modern Jazz, mit Vertretern wie Ornette Coleman und Thelonious Monk, die Verbundenheit mit der Tradition und ein ungezügelter Improvisationstrieb. Weitere Informationen

Do. 29.11. 21 Uhr ECM artists in concert

Elina Duni Quartet

Elina Duni (voc), Colin Vallon (p), Patrice Moret (b), Norbert Pfammatter (dr)

Selten war moderner Jazz so stimmungsvoll wie bei der jungen Sängerin Elina Duni. Die gebürtige Albanerin taucht die Volkslieder ihrer Herkunftsregion in zeitgenössischen Jazz höchster Güte. Sehnsüchtige Melodien und temperamentvolle Rhythmen aus dem Balkan treffen auf eine sensible, jazzig-akustische Linienführung. Zuoberst aber steht die wendige und ergreifende Stimme von Elina Duni. Mit ihrem Quartett hat sie ein eigenes, leidenschaftliches Genre erfunden. Mit beseelter Stimme, einer hinreißenden Bühnenpräsenz und getragen von den herausragenden Mitmusikern Colin Vallon am Piano, Patrice Moret am Bass und Norbert Pfammatter am Schlagzeug, eroberte sie mit vorwiegend auf der Volksmusik aus dem Balkan basierenden Liedern die Konzertbühnen im Schnelltempo: 2009 waren es die Hauptbühnen aller wichtigen Schweizer Jazz Festivals (Willisau, Cully, Schaffhausen etc.), aber auch diejenigen diverser Festivals im Ausland wie dem Grenoble Jazz Festival (Frankreich) und dem Gaume Jazz Festival (Belgien). Daneben tourte die Band sehr erfolgreich durch viele Clubs im In- und Ausland. Im Oktober erschien ihr neues Album auf ECM. Weitere Informationen

Fr. 30.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Jessica Pilnäs - Tribute to Peggy Lee

Jessica Pilnäs (voc), Johan Setterlind (tp), Mattias Ståhl (vib), Lars Ekman (b)

Intim und von entwaffnender Leichtigkeit: Jessica Pilnäs, eine der herausragenden schwedischen Jazz-Sängerinnen, präsentiert ihre persönliche Hommage an eine der ganz großen amerikanischen Sängerinnen des 20. Jahrhunderts: Peggy Lee. Mit ihrem radikalen gesanglichen Understatement, voller rhythmischer Feinheiten und ihrer Liebe für Nuancen zaubert Pilnäs kleine Meisterwerke voller großer Momente. Wie Peggy Lee vermag auch Pilnäs, mit minimalen Mitteln und entwaffnender Leichtigkeit in die verschiedensten Rollen zu schlüpfen: In die der Romantikerin, des verruchten Vamps oder der vom Blues Gebeutelten. Weitere Informationen

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