Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Jan 2014 | März 2014

Programm Februar 2014

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Sa. 01.02. 21 Uhr CD-Präsentation - Overtyme

JustynTyme

Thomas Maier (ts, ss, berimbau, voc), Bernd Detzel (ts, as, git), Markus Rösch (p, keys, melodica), Thomas Gätjens (b, e-b), Andi Hauer (dr, udu, harp, tabla), Uwe Braun (congas, perc)

Funky und Latin Music von Samba bis Tango Nuevo, dazwischen jede Menge Groove Jazz – auch nach mehr als zwanzig Jahren gemeinsamer Band-Geschichte sind die sechs Münchner Local Players immer wieder gut für muntere musikalische Ideen. Das neue Album “Overtyme“ vereint unterschiedlichste Eigenkompositionen im typischen JustynTyme-Sound: Zwei eng verwobene Saxophon-Lines, ein ewig groovendes Keyboard und darunter ein treibender Rhythmusteppich aus Bass, Drums und Percussion, mal lässig swingend, mal dicht pulsierend. Dazwischen lässt die Band ihrem Spieltrieb hemmungslosen Lauf: Mit Berimbau, Melodica, Udu Drums, Blues Harp und Akustikgitarre werden kunstvolle Miniaturen geboten, unplugged grooves und ein humorvolles Jonglieren mit Klischees der Weltmusik. Zuhören oder Mittanzen – it´s up to you… Weitere Informationen

So. 02.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Josef Reßle (p)

Der Pianist Josef Reßle gehört zu den vielversprechenden Talenten der jungen Münchner Jazzszene. Während seines Studiums bei Tizian Jost und Professor Leonid Chizhik hatte er die Gelegenheit verschiedenste Stilrichtungen kennen zu lernen deren Verschmelzung zu einem eigenen Klangbild stets sein Anspruch ist. Bei der Session freut er sich auf interessierte Zuhörer und natürlich auf viel Unterstützung auf der Bühne. Weitere Informationen

Mo. 03.02. 21 Uhr Big Band Night

10 years - The Original Triad Big Band

Christoph Naleppa, Florian Helmig, Sandra Wolf, Jörg Schneider, Christoph Wunden (Sax), Vincent Eberle, Jimmy Polivka, Steffen Wolf, Max Rammler (tp) Thomas Braun, Steve Crane, Birgit Braun, Gottfried Herrmann (tb), John Paiva (git), Jane Knieper (p), Raphael Jaklitsch (b), Joachim Bolte (dr).

Die Original Triad Big Band setzt sich zusammen aus Lehrern und Freunden des Kulturvereins 3klang e.V. und bekannten Musikern der Münchner Jazz-Szene. Unter der Leitung des Trompeters Heinz Dauhrer präsentiert die Band nunmehr seit 10 Jahren mitreißende Arrangements aus Swing, Latin und Modern. Als spezielles Highlight bereichtert die Jazzsängerin Marie Brandis den instrumentalen Sound dieser Band. Weitere Informationen

Di. 04.02. 21 Uhr ACT: Jazz Night - Reverie at Schloss Elmau

Simcock & Goloubev Duo Art

Gwilym Simcock (p), Yuri Goloubev (b)

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der 1981 geborene Waliser Gwilym Simcock an den Ort zurückkehren würde, an dem er seinen bisher größten Erfolg als Pianist gefeiert hat: Mit "Good Days at Schloss Elmau" gelang ihm eine der besten Piano Solo-Einspielungen der vergangenen Jahre. Das Album wurde 2011 für den Mercury Prize, den wichtigsten genreübergreifenden Award im britischen Commonwealth, nominiert, womit Simcock plötzlich auf einer Stufe stand mit Popstar Adele. Beste Voraussetzungen also, um in der Abgeschiedenheit der bayerischen Voralpen im idyllischen Elmau erneut auf einen großen Wurf zu hoffen. Diesmal aber nicht allein, sondern mit dem Bassisten Yuri Goloubev: Am 13. März 2013 wurden die Aufnahmemikros eingeschaltet – und es sollte erneut ein guter Tag für die Musik werden. "Reverie at Schloss Elmau" legt Zeugnis davon ab: neun Träumereien, zwischen Jazz und Klassik changierend, im intimen Dialog gespielt von zwei Weltklassemusikern. Weitere Informationen

Mi. 05.02. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Catherine & Wind Duo Art

Philip Catherine (git), Martin Wind (b)

Der belgische Gitarrist Philip Catherine ist eine europäische Jazzlegende. Schon mit 17 Jahren begann der heute 71-jährige seine professionelle Laufbahn Er tourte sehr bald mit Lou Bennett, Dexter Gordon, Jean-Luc Ponty, weiter ging es mit Chet Baker (mit dem er sechs Alben einspielte), Tom Harrell und vielen, vielen anderen Größen. Charles Mingus verpasste ihm den Spitznamen "Young Django" und die Süddeutsche Zeitung schrieb erst kürzlich über ihn, dass er "Sachen spielt, die man derzeit von keinem anderen Gitarristen auf der Welt hören kann". Sein Partner am Bass, Martin Wind, gehört zu den wenigen Deutschen, die es in New York geschafft haben. Beide sind ausgemachte Ästheten, die melodiösen Jazz mit Swing-Wurzeln lieben. Kultiviert und souverän machen sie sich dabei die Tradition zu eigen. Ganz aufeinander vertrauend, suchen die beiden nach dem richtigen Sound für jede einzelne Note und bringen Klang und Raum in Einklang. Ein Treffen der Generationen in Harmonie und gegenseitigem Respekt. Weitere Informationen

Do. 06.02. 21 Uhr vocal highlight - Too darn hot!

Anthony Strong

Anthony Strong (p, voc), Alam Nathoo (sax), Gavin Broom (tp), Tom Mason (b), Dave Ohm (dr)

Mit seiner charimatischen Stimme erobert der britische Sänger Anthony Strong Europa: "hailed as England’s new jazz superstar". Und letzten November gab es folgende Nachrichten: "Britain’s Anthony Strong beats Gregory Porter, Michael Bublé and Harry Connick Jr. to become this week’s No 1 on the iTunes and No 2 on the jazz charts in the USA !!! Der Senkrechtstarter swingt und versprüht mit seinem einnehmenden Wesen gute Laune und Lebensfreude, unterstützt von einer erklassigen swingenden Band. Enjoy! Weitere Informationen

Fr. 07.02. 21 Uhr new and up coming

Shahin Novrasli Trio

Shahin Novrasli (p), Nathan Peck (b), Ari Hoenig (dr)

Pianist Shahin Novrasli hat bereits auf einigen der berühmtesten Bühnen der Welt gastiert: in der Royal Festival Hall in London, beim Montreux Jazz Festival, dem Black Sea Jazz Festival, dem Mezinarodni Piano Festival in Prag und in Clubs und auf Festivals überall in den USA. Shahin stammt ursprünglich aus Aserbaidschan und ist eines dieser seltenen Talente, die durch ihre Erziehung und Ausbildung bereits frühzeitig mit einer Vielzahl an kulturellen Einflüssen und Stilrichtungen aufgewachsen sind. Dazu zählt zum einen Mugham, eine traditionelle Form der aserbaidschanischen Musik, zum anderen aber auch die klassische Musik (die in Aserbaidschan vor allem wegen der Zugehörigkeit zur ehemaligen Sowjetunion einen großen Stellenwert hatte). Im zarten Alter von fünf Jahren begann Shahin eine klassische Pianisten-Ausbildung und besuchte Bakus berühmte Bulbul-Musikschule. Von dort ging er zur Hajibeyov Akademie der Musik. Mit 11 Jahren debütierte er bereits in der Philharmonie von Baku mit dem lokalen Sinfonieorchester und mit 18 spielte er des öfteren den Solopart von Rachmaninows berühmt- berüchtigtem zweiten Klavierkonzert. In der Folge entdeckte Shahin dann seine eigene Identität, indem er seine klassische Ausbildung erfolgreich mit Aserbaidschans traditioneller Folk-Musik sowie seiner heimlichen Liebe – dem Jazz – verband. Exotische Melodien, präzise Harmonien, kapriziöse fernöstliche Rhythmen und blitzlichtgewitterschneller amerikanischer Jazz, voller Kraft und Energie. "Der Nachfolger seines großen Landmanns, Vagif Mustafa Zadeh", "ein aufsteigender Stern am Jazzfirmament" – der junge Pianist und Komponist hat viele solcher enthusiastischen Kommentare von Kritikern und Publikum weltweit erhalten. Weitere Informationen

Sa. 08.02. 21 Uhr

John Marshall Quartet

John Marshall (tp), Claus Raible (p), Martin Zenker (b), Rick Hollander (dr)

John Marshall wurde 1952 in Wantagh (New York) geboren. Von 1971 bis 1991 arbeitete er mit Jazz-Größen wie Buddy Rich, Mel Lewis, Lionel Hampton, Gerry Mulligan, Ornette Coleman, George Coleman, Buck Clayton, Mario Bauza und Dizzy Gillespie, um nur einige zu nennen. Gleichzeitig arbeitete er weiter an der Perfektionierung seines Handwerks und lernte bei dem Blechbläser-Lehrmeister Carmine Caruso sowie bei dem Jazztrompeter Lonnie Hyllier. Von 1987 bis 1991 leitete er das Quintett "Bopera House", war aber auch als Studiomusiker sehr gefragt. 1992 bekam er ein Angebot als Solist in der WDR Big Band, das er nicht ausschlagen konnte, und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland. Trotzt der vielen Beschäftigung beim WDR findet er immer noch die Zeit, mindestens zweimal pro Jahr in New York aufzutreten bzw. aufzunehmen. Seit 1996 hat Marshall acht CDs als Leader bzw. Co-Leader veröffentlicht und ist auf zahlreichen weiteren Aufnahmen als Gastsolist zu hören. John Marshall hat für sein aktuelles Quartett als Rhythmusgruppe Martin Zenker, Claus Raible und Rick Hollander verpflichtet. Weitere Informationen

So. 09.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Heinrich Wulff (git)

Dem Münchner Publikum ist der Gitarrist durch seine Mitarbeit in Formationen wie der Jazz Big Band Association, dem Ines Goldfisch Trio und durch sein eigenes Quartet bestens bekannt. Mit Drive und Spielfreude leitet er heute und am 16.02. die Sessions und freut sich auf viele Einsteiger. Weitere Informationen

Mo. 10.02. 21 Uhr Big Band Night

Christian Elsässer Orchestra

Veronika Zunhammer (voc), Ulrich Wangenheim, Ferdinand Settele, Till Martin, Matthieu Bordenave, Georg Bürger (sax), Nemanja Jovanovic, Felix Jechlinger, Andreas Unterreiner, Julian Hesse (tp), Jürgen Neudert, Lukas Jochner, Roman Sladek, Hans-Heiner Bettinger (tb), Peter O’Mara (git), Andy Herrmann (p), Henning Sieverts (b), Julian Fau (dr), Christian Elsässer (comp, leader)

Trotz seiner gerade mal 30 Jahre ist Christian Elsässer ein alter Hase. Bereits als Teenager versetzte er die Münchner Jazz-Szene mit seinen reifen Klavierkünsten in kollektives Raunen. Seither hat die Bewunderung für ihn nicht nachgelassen – im Gegenteil. Mittlerweile nimmt man international Notiz von den Fähigkeiten des Pianisten, Komponisten und Hochschul-Dozenten. So gewann er für sein aktuelles Trio-Album "Seemingly" den ECHO Jazz in der Kategorie "Instrumentalist des Jahres National Piano / Keyboards" und stand mit Größen wie Kurt Elling, Vince Mendoza, Klaus Doldinger, Fred Wesley und John Abercrombie auf der Bühne. Als Komponist, Arrangeur und Dirigent arbeitet Christian Elsässer regelmäßig mit der NDR Big Band, dem Metropole Orchestra sowie mit der hr-Bigband, mit der er kürzlich sein von der Fachpresse hochgelobtes Album "Rise & Arrive" veröffentlichte. Für sein neues eigenes Großprojekt, das Christian Elsässer Orchestra, hat er eine handverlesene Band zusammengestellt, die sowohl durch ihre hoch-karätigen Solisten wie auch durch ihr ausdrucks-starkes Ensemblespiel glänzt. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schöpft er den Klangfarbenreichtum dieser Formation komplett aus und entführt den Zuhörer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkömmlichen Big Band-Jazz. „Dass Christian Elsässer in der Lage ist, seine Stimmungen und Gefühle so in Musik zu fassen dass man als Zuhörer glaubt gleichsam mitzuschweben, weggetragen zu werden von der Kraft des Windes und der Wellen, das zeigt welch große Kunst in diesem Menschen wirkt.“ (Das Orchester) Weitere Informationen

Di. 11.02. 21 Uhr Enja release - Exploring the Vibe

Reut Regev R*Time

Reut Regev (tb), Mark Peterson (b, e-b), Igal Foni (dr)

"Regev vereint die Ausdruckskraft der Avantgarde und die technische Präzision des Bop mit der Weitsichtigkeit einer Musikerin auf der Höhe ihrer Zeit..." (Troy Collins, All About Jazz) Am JazzFest Berlin wurde sie als "die Entdeckung des JazzFests schlechthin" bezeichnet. "Mit unfassbarem Druck feuerte sie ihre Breitseiten aus Funk, Bluesrock und Electric Jazz ab", schrieb die Kritik. Das musikalische Bouquet von Reut Regev sprüht vor Temperament und melodiösen Groove-Variationen zwischen Funk, Jazz und Free. Latin, Klezmer, Rock, Blues und Jazz sind die Ingredienzen, von denen sie sich inspirieren lässt und die sie frisch durcheinander wirbelt. Sie arbeitete mit bekannten Musikern wie Butch Morris, Firewater, Elliott Sharp, Dave Douglas oder Hazat Modine, mit denen sie auf Tour ging oder auf Platten mitwirkte. Geboren und aufgewachsen ist Reut Regev in Israel. Schon in der High School trat sie mit Orchestern an grösseren Festivals auf. Nach ihrer Dienstzeit in der israelischen Armee als erste Posaunistin und Solistin entschloss sie sich, auf die Musik zu setzen. Sie reiste nach New York, wo sie hängen blieb und jahrelang in Projekten mitwirkte, bevor sie schliesslich R*Time gründete. Daneben unterhält sie ein Duo mit Igal Foni und ist Leaderin von Brassix, einem modernen Blechensemble. Dieses Konzert findet mit freundlicher Unterstützung durch das Generalkonsulat des Staates Israel in München statt. Weitere Informationen

Mi. 12.02. 21 Uhr highlight

Jeff Ballard Trio

Lionel Loueke (git), Miguel Zenón (as), Jeff Ballard (dr)

"Time’s Tales" ist das erste Album des Jeff Ballard Trios und spiegelt die musikalische Freiheit und rhythmische Kraft der drei Musiker wieder, die unterschiedlichste kulturelle Wurzeln haben. Der Gitarrist Lionel Loueke wurde in Benin in Westafrika geboren, der Saxophonist Miguel Zenon wuchs in Puerto Rico auf und der Bandleader und Schlagzeuger Jeff Ballard stammt aus Kalifornien. Jeder der Musiker bringt seine kulturellen Einflüsse in die Musik ein, egal ob sie Jazz-Standards oder eine traditionelle iranische Melodie spielen. Ebenso vielfältig ist das Repertoire des Trios, das von Improvisationen über Vogel-Rufe bis zu Kompositionen von Duke Ellington, Songs von Rock-Bands wie "Queens of the Stone Age" und zahlreichen eigenen Kompositionen reicht. Die Musik ist voll komplexer Rhythmen, exotischer Harmonien und beseelter Melodien. Es ist ein wundervolles Unbekanntes in ihrer Musik, das in der gemeinsamen Improvisation zum Leben erweckt werden möchte. Das exotische Flair der Musik wird durch Jeff Ballards ungewöhnliches Drumset unterstrichen, das er aus Instrumenten aus Indien, Südamerika, Pakistan und Afrika zusammenstellt. Weitere Informationen

Do. 13.02. 21 Uhr Sunnyside Records release - Thwirl

Stephan Crump Rosetta Trio

Liberty Ellman (a-git), Jamie Fox (e-git), Stephan Crump (b)

Der aus Memphis stammende und in Brooklyn wohnhafte Bassist und Komponist Stephan Crump, bekannt für seine dynamische Rolle im Grammy-nominierten und ECHO Jazz-preisgekrönten Vijay Iyer Trio, leitet seit einigen Jahren seine eigenen Ensembles, darunter das einzigartige, bunte und schwer groovende All-String Rosetta Trio mit den beiden Gitarristen Liberty Ellman und Jamie Fox. Nach acht Jahren Zusammenarbeit haben sie 2013 ihr drittes Album mit dem Titel "Thwirl" veröffentlicht. In Crump’s eigenen Worten: "This album feels like an arrival for the trio... at the least, a snapshot of a special period of breakthrough on our journey. Although the group’s chemistry was immediate upon our first gatherings, there are subtleties and depth now to the way the band functions, the way we feel the music together, that could come only from years of work. It’s as though, now, the trio is it’s own entity. Perhaps, then, this could be a sort of final statement for the band, but I can just as easily see it continue to grow in a number of a rich directions. We’ll see..." "A declaration of increased proportions, a culmination of superior interplay, chemistry, delicacy and vision." Downbeat (4.5 Stars) Weitere Informationen

Fr. 14.02. 21 Uhr

Goodman-Bordenave Quintet

Matthieu Bordenave (sax), Gerhard Gschlößl (tb), Geoff Goodman (git), Andreas Kurz (b), Bastian Jütte (dr)

Goodman kehrt nach längerer Pause zurück zu seiner Lieblingsformation, dem Jazz-Quintett. Das gesamte Programm dieser neuen Formation besteht aus Eigenkompositionen von Goodman und Bordenave. Die Musik stellt die beiden Bläser, Matthieu Bordenave (Paris) und Gerhard Gschlößl (Berlin) in den Vordergrund und erforscht die große Bandbreite von Möglichkeiten, die diese Kombination erlaubt. Goodmans differenziertes und melodisches Gitarrenspiel sowie die bestens eingespielte Rhythmusgruppe (bestehend aus Andreas Kurz und Bastian Jütte) geben dem Ganzen eine natürliche Transparenz. Harmonische Strukturen, die auf einem intervallischen Konzept basieren, das über das normale Format des Jazz hinausreicht, lassen überraschende twists and turns in der Musik zu – minimal landscapes, starke Grooves sowie Big Band- Bläsersätze sind alle Teil des musikalischen Spektrums dieses Quintetts. Die Musikzeitschrift Cadence schreibt über Goodman’s Musik "This is a jazz with a sprightly, thoroughly contemporary sensibility: It's post-Bop, post-Monk, post-Ornette, post-Dolphy, post-Frisell, post-everything. ... It's a pleasure from start to finish." Weitere Informationen

Sa. 15.02. 21 Uhr Album Release Roswitha's Revenge

Subtone

Magnus Schriefl (tp,flh), Malte Dürrschnabel (as), Florian Höfner (p), Matthias Pichler (b), Peter Gall (dr)

Seit acht Jahren zelebrieren die fünf in New York und Berlin lebenden jungen Musiker einen absolut klischeefreien und individuellen Sound. Vier Alben und über 250 Konzerte mit Gastspielen in Nord- und Südamerika, Afrika und bei einigen der bedeutendsten europäischen Festivals sowie zahlreiche Preise zeugen davon, dass Subtone mittlerweile auch in der internationalen Szene hoch gehandelt wird. Einfallsreiche und durchdachte Kompositionen treffen auf unbändigen Spieltrieb und grenzenlose Experimentierfreude. Als Kollektiv macht sich Subtone auf die Suche nach Farbenreichtum, musikalischen Überraschungen, schlichter Schönheit und mitreißendem Groove. Kein Geringerer als Till Brönner schreibt: "Es ist der Klang, der ’Subtone’ von der ersten Sekunde an in die erste Reihe heutiger Bandkonzepte stellt und mich bei der Stange hält. Fünf fabelhafte Solisten lassen allesamt ihre Egos vor der Studiotür, um ihren Beitrag zu etwas Höherem zu leisten. [...] Man hört erstaunliches Handwerk, tiefen Respekt für die Jazztradition und noch etwas viel Wichtigeres: Eine eigenständige europäische Geschichte." Subtone präsentiert in der Unterfahrt an diesem Abend das brandneue Album "Roswitha's Revenge" (Laika Records). Weitere Informationen

Sa. 15.02. 19:00 Uhr

Let's talk about...Jazz

Geschwindigkeit ist keine Hexerei – aber rasender Jazz in Gewand einer Fuge? Mit solchem und auch sonst in vieler Hinsicht traditionsbewusstem, trotzdem ganz neu klingendem Modern Jazz hat sich das Quintett „Subtone“ in die erste Reihe der deutschen Jazz-Hoffnungen gespielt. Grund genug für die beiden Musikjournalisten und Jazzkenner Oliver Hochkeppel und Ssirus Pakzad, die aus Süddeutschland stammenden Musiker, die sich in Berlin zusammenfanden und inzwischen auch international ausgeschwärmt sind, in ihren Talk einzuladen. Eintritt frei, Lounge. Um Reservierung wird gebeten. Weitere Informationen

So. 16.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Heinrich Wulff (git)

Dem Münchner Publikum ist der Gitarrist durch seine Mitarbeit in Formationen wie der Jazz Big Band Association, dem Ines Goldfisch Trio und durch sein eigenes Quartet bestens bekannt. Mit Drive und Spielfreude leitet er heute die Session und freut sich auf viele Einsteiger. Weitere Informationen

Mo. 17.02. 21 Uhr Big Band Night

Swiss Jazz Orchestra - Lucidity - plays the Music of Philip Henzi

Adrian Pflugshaupt, Reto Suhner, Jürg Bucher, Till Grünewald, Marc Schödler (saxes), Dave Blaser, Johannes Walter, Lukas Thöni, Thomas Knuchel (tps), Vincent Lachat, Stefan Schlegel, Andreas Tschopp, Reto Zumstein (tbs), Philip Henzi, Lorenz Beyeler, Antonio Schiavano, Nicolas Perrin, Tobias Friedli, Rico Baumann, Roland Wäger (rhythm section)

Das Swiss Jazz Orchestra ist die meistbeschäftigte professionelle Big Band der Schweiz. Die 2003 gestartete wöchentliche Konzertserie von Oktober bis Ende Mai wird im berühmten Berner Konzertlokal Bierhübeli weitergeführt. Daneben tritt das SJO mit Projekten verschiedenster Stilrichtungen auf, die auf bisher 7 CDs dokumentiert sind. Das SJO hat mit international gefeierten Künstlern wie Chico Pinheiro, Torun Erisken, Claudio Roditi, Jerry Bergonzi, den Jazz-Legenden Phil Woods und Buddy DeFranco, den Komponisten/Arrangeuren Jim McNeely, Bob Mintzer, Bert Joris, George Gruntz sowie nationalen Grössen wie Andy Scherrer, Matthieu Michel, Domenic Landolf oder Pepe Lienhard zusammengearbeitet. Weitere Informationen

Di. 18.02. 21 Uhr Highlight

Joe Locke Blues & Ballads feat. Kenny Washington (voc)

Joe Locke (vibes), Kenny Washington (voc), Dado Moroni (p), Darryl Hall (b), Ernesto Simpson (dr)

Joe Locke wird seit Jahrzehnten von vielen als eine der wichtigsten Stimmen auf dem Vibraphon bezeichnet und mit Auszeichnungen überhäuft. Er beherrscht sein Instrument traumwandlerisch mit großer, physischer Kraft und starkem emotionalen Ausdruck. Noch vor seinem Highschool-Abschluss spielte er mit Musikern wie Dizzy Gillespie, Pepper Adams und Mongo Santamaria. Er veröffentlichte über 30 CDs unter seinem Namen, so etwa die der preisgekrönten Joe Locke/Geoffrey Keezer Group oder des Trios mit Geoffrey Keezer und Tim Garland – „einer Kammerjazz-Form, die vor Virtuosität und Kreativität sprüht", so Chick Corea. Endlich wieder zu Gast im Jazzclub Unterfahrt präsentiert er mit einer grandios besetzten Band das neue Album "Lay Down My Heart - Blues & Ballads Vol 1" (Motema) und “featured“ den herausragenden Sänger Kenny Washington. Weitere Informationen

Mi. 19.02. 21 Uhr

natalie elwood band

Natalie Elwood (voc), Daniel Klingl (as, ss), Josef Reßle (p), Jürgen Junggeburth (b)

Die natalie elwood band lädt ein zu einer facetten-reichen Reise durch musikalische Märchenlandschaften – durchqueren Sie verwunschene Wälder, lauschen Sie berührenden Lebens-geschichten und schmunzeln Sie über ironisch anmutende Beziehungskisten! Lyrisch-leiden-schaftlich, temperamentvoll-modern sowie stets warmherzig-beseelt präsentiert die Band Eigenkompositionen und außergewöhnliche Jazz-Arrangements. Während der Pianist Josef Reßle, der ebenso durch sprudelnde Kreativität wie durch atmosphärisches Feingefühl besticht, über die Tasten gleitet, klettert Natalie Elwoods Stimme "wie ein Instrument […] über die Oktaven" (SZ) und legt "mit ihrer klangvollen Stimme eine unvergessliche Gefühlsspur über jeden der Songs" (Straubinger Tagblatt). Ihre vielseitigen vokalen Klangfarben und Ausdrucksformen mischen sich bestens mit dem melodischen und einfallsreichen Saxophonspiel von Daniel Klingl; und Jürgen Junggeburth liefert mit einem warmen und vollen Ton am Kontrabass das perfekte Fundament für diese bewegende musikalische Reise. Weitere Informationen

Do. 20.02. 21 Uhr Wolke 8

Lisa Bassenge

Lisa Bassenge (voc), Christian von der Golz (p), Kai Brückner (git), Paul Kleber (b), Rainer Winch (dr)

Wie du einen Song findest, ob du ihn richtig schlimm liebst, ob du bloß ab und zu einen wilden Nachmittag mit ihm hast, dich auf ihn freust wie auf einen nächtlichen Komplizen, ihn als alten Klassen-kameraden respektierst oder ganz und gar nicht ertragen kannst – das alles hängt auch davon ab, wie er dich findet. Besser: wie er dich gefunden hat. Manche Songs tauchen ja wie von alleine auf. Andere werden einem geschenkt. Vor den Latz geknallt. Angedient. In Verkaufsgesprächen zugeteilt wie ungefahrene Autos. Und die zugehörigen Sängerinnen und Sänger sind oft wie Kellner, die einem ihr Zeug servieren. Oder ein schlechtes Gewissen machen, so tun, als nehme man ihnen etwas weg, beim Zuhören. Anderes Beispiel: Lisa Bassenge, Berlinerin, seit Mitte der 90er-Jahre eine zum Glück unüberhörbare Kraft, ist bisher meistens als Jazzsängerin identifiziert worden – auch da hat man gleich eine Kulturtechnik vor Augen, eine bestimmte Art der Vermittlung: das samtfreundlich Introvertierte, latent Tiefe. Das Geheimnis, das einem nicht damit auf die Nerven geht, unbedingt jetzt gleich gelöst werden zu wollen. An manchen Tagen wohl tatsächlich die weinrote Diva an der Seite des Pianisten, aber in der Regel einfach die gepflegte, goldrichtig parfümierte Sorte von Souveränität. Das neue Album von Lisa Bassenge ist da, es heißt “Wolke 8″ und, jetzt müssen Sie ganz stark sein: Es ist ihre bisher unhöflichste Platte. Mit Abstand. Nicht nur, weil sie dieses Mal Sachen singt wie "Wär ich Polizistin, wärst du im Knast" und "Schrei den Menschen auf der Straße deinen Namen in die Fresse". Sondern weil sie hiermit ganz ernsthaft zum Angriff übergeht. Weil sie mit kurzem, optimal getimeten Anlauf denen ins Gesicht springt, die zwischen Sängern und Hörern – erst recht in den ständig so kunstverdächtigen Genres Jazz, Chanson, Nachtlied – immer noch eine dünne Folie vermuten, das Zellophan des ungestörten Genusses, das einen davor beschützt, dass irgendwer zu nahe kommt. Weitere Informationen

Fr. 21.02. 21 Uhr Deutschlandfunk-Mitschnitt - Deutschlandfunkmitschnitt

John Hollenbeck Large Ensemble

Ben Kono, Jeremy Viner, Tony Malaby, Dan Willis, Bohdan Hilash (reeds), John Bailey, Jon Owens, Dave Ballou, Matt Holman (tp), Mark Patterson, Mike Christianson, Christian Jaksjø, Alan Ferber (tb), Theo Bleckmann (voc), Matt Mitchell (p), Kermit Driscoll (b), Patricia Franceschy (mallet perc), John Hollenbeck (dr), JC Sanford (cond)

John Hollenbeck, der amerikanische Schlagzeuger und Komponist, gehört zu den raren Künstlern, denen es gelingt, an die Tradition der Big Band-Kompositionen anzuschließen, dabei aber ästhetische Grenzen zu überqueren und eine musikalische Sprache zu finden, die direkt mit der Welt kommuniziert, in der wir heute leben. Das letzte Album für sein Large Ensemble ist für den Grammy nominiert und ein absolut hörenswertes Beispiel für die Kraft des Big Band-Jazz abseits von Swing-Ära-Klischees. Beim Auftritt in der Unterfahrt werden Hollenbecks orchestrale Instrumentationen genauso raumgreifen wie die individuellen Stimmen seiner Musiker, allesamt Mitglieder der Crème de la Crème der New Yorker Jazz-Szene. Weitere Informationen

Sa. 22.02. 21 Uhr highlight

Omer Klein Trio

Omer Klein (p), Haggai Cohen Milo (b), Amir Bresler (dr)

Ob er im New Yorker Blue Note Club spielt oder in der Carnegie Hall, überall reagieren die Zuhörer euphorisch, und die Medien schwärmen vom Talent des Pianisten und Komponisten. Omer Klein wuchs in Israel auf, wo er zu den "faszinierendsten Künstlern zählt, die dieses Land in den letzten Jahren hervorgebracht hat" (City Mouse, Tel Aviv). Er studierte in Boston bei Danilo Perez, setzte sein Studium bei Fred Hersch in New York fort und zog die Aufmerksamkeit der New Yorker Jazzszene auf sich. Seit einigen Jahren lebt Klein in Deutschland und tourt weltweit. Seine vier veröffentlichten Alben haben großen Beifall gefunden. Kleins fünftes Album "To the Unknown" erschien im April 2013 bei dem französichen Label Plus Loin Music. Omer Klein trat mit renommierten Künstlern wie Omer Avital, John Zorn, Lee Konitz, Jeff Ballard, Joel Frahm und israelischen Pop-Ikonen wie Yehudit Ravitz, Eviatar Banai, Rona Kenan und vielen anderen auf. Klein komponiert auch für das Theater. Er entwickelte die Musik zu dem Stück "Lemon Tree" am Düsseldorfer Schauspielhaus und für die Komödie "Popper" am Cameri Theater in Tel Aviv. 2013 erhielt Omer Klein den Förderpreis für Musik der Stadt Düsseldorf. Weitere Informationen

So. 23.02. 21 Uhr Stargastspiel

Dee Dee Brigdewater - Billie, Abbey & Me

Dee Dee Bridgewater (voc), Edsel Gomez (p), Theo Croker (tp), Michael Bowie (b), Jerome Jennings (dr)

Wen hat Dee Dee Bridgewater in ihrer langen Karriere nicht schon alles auf der Bühne verkörpert. Sie war Ella Fitzgerald, Edith Piaf oder Billie Holiday. Letztere interpretiert sie auch in ihrem neuen Programm. Mit "Billie, Abbey And Me" unterhielt die US-Amerikanerin prächtig im Dortmunder Konzerthaus. Weil sie eine echte Entertainerin ist. Dee Dee Bridgewater singt mit dem ganzen Körper, sie scattet stilsicher, imitiert mit der Stimme auch mal täuschend echt eine Posaune. Sie gestaltet aus jedem Stück ihre persönliche kleine Theater-Nummer. Schliesslich ist sie auch eine mit Preisen ausgezeichnete Schauspielerin, was nicht zu übersehen ist. Die Frau hat Bühnenpräsenz! Und kommt dabei immer supersympathisch rüber. Aber sie weiß sich auch zurückzunehmen. Billie Holidays "Good Morning Heartache" singt sie verhalten und mit bluesiger Note. Dem Klassiker "Besame Mucho" verleiht sie einen süßlichen Schmerz. Aber dann: Gershwins "A Foggy Day" verwandelt das vorzügliche Quartett um ihren Langzeit-Pianisten Edsel Gomez in eine furios swingende Nummer, der Dee Dee Bridgewater mit ihren dynamischen Klangmalereien noch mehr Fahrt verleiht. Und Stücken der großen Abbey Lincoln treibt sie zwar das Lakonische aus, mit der ihre verstorbene Kollegin diese Songs immer sang, aber nicht die Magie. Dass diese Grande Dame des Jazzgesangs 63 Jahre alt ist – geschenkt. In der Form schubst so schnell keine der vielen talentierten jungen Stimmen Dee Dee Bridgewater vom Thron der heißesten Jazzröhre. (Christoph Giese, Jazzthetik) Weitere Informationen

Mo. 24.02. 21 Uhr Big Band Night

Rich Laughlin Ensemble

Rich Laughlin (cornet, comp, cond), Evan Tate (ss, as), Matthieu Bordenave (ts, fl), Roger Janotta (bcl, afl), Margarita Holzbauer (cello), Tim Collins (vibes), Geoff Goodman (git), Chris Lachotta (b), Bill Elgart (dr)

Der Kornettist, Komponist und Wahl-Münchner Rich Laughlin stammt aus Minneapolis (Minnesota). Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Neuen Musik bzw. des Avantgarde-Jazz, in dem er auch als Solist sehr aktiv ist, z.B. als Mitglied des London Jazz Composers Orchestra (aktuelle CD: Radio Rondo, Intakt Records). Rich spielte mit Persönlichkeiten wie George Lewis, Evan Parker, Paul Lytton oder Howard Riley. Der Auftritt seiner eigenen Formation “Melting Point” mit den KlangDuo 48Nord und dem legendären Saxophonisten Bennie Maupin in der Münchner Allerheiligenhofkirche war ein Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Bezüglich seiner Arbeit als Arrangeur und Dirigent ist die Zusammenarbeit mit den Prager Epoch String Orchestra und damit die letzte Aufnahme mit der Trompeter-Legende Benny Bailey besonders zu erwähnen. Für sein neues Ensemble widmet Rich sich dem Schreiben und Arrangieren, um eine facettenreiche Farbpalette zu ermöglichen. Heute abend liegt deren Schwerpunkt auf impressionistischen Klängen und der Wechselwirkung von Komposition und Improvisation. Spannendes, Transparentes und vor allem Farbiges in internationaler 9–Mann–Besetzung. Weitere Informationen

Di. 25.02. 21 Uhr Pirouet release - Aliens Deliberating

Joris Roelofs Trio featuring Matt Penman & Ted Poor

Joris Roelofs (bcl), Matt Penman (b), Ted Poor (dr)

Der Bassklarinettist Joris Roelofs zaubert auf seinem Pirouet-Debüt "Aliens deliberating" Klangwelten aus höchst spannenden Kontrasten – und lässt in musikalischen Konversationen mit Bassist Matt Penman und Schlagzeuger Ted Poor Stimmungen von fesselnder Schönheit entstehen. Joris Roelofs, der von 2008 bis 2012 in New York lebte und jetzt wieder in Amsterdam wohnt, ist ein Musiker, der seit mindestens fünf Jahren in der internationalen Szene auffällt – nicht zuletzt seit seinem Album "Introducing Joris Roelofs" bei Wolfgang Muthspiels Label Material Records, einem Album, auf dem auch der heute sehr bekannte Pianist Aaron Goldberg mitspielt. Roelofs Trio macht Musik, die von starker Intimität des Klangs geprägt ist – so als würde man die Töne gleichsam unter einem Vergrößerungsglas wahrnehmen, so präsent sind sie – und in der sich eine enorm starke instrumentale Kommunikation entfaltet. Viele Stücke wirken auf den Hörer so, als nehme er an Gesprächen teil. Diese Kon¬versation funktioniert außerordentlich gut in einer so hochkarätigen Besetzung: Matt Penman gehört seit gut zehn Jahren zu den international begehrtesten Vertretern seines Instruments, Ted Poor ist unter anderem aus dem Trio "Third Wheel" bekannt, er spielte mit Größen wie Maria Schneider, Bill Frisell und Kurt Rosenwinkel. Diese Musiker sind Meister des Zuhörens, und so entsteht eine Musik zum Hören und zum Weiterdenken. Weitere Informationen

Mi. 26.02. 21 Uhr Jazzthing Next Generation - For The Cats

Kiesewetters GammaRama

Jan Kiesewetter (sax, comp), Bernd Huber (g), Uli Fiedler (b), Tilman Herpichböhm (dr)

Die Musik von Jan Kiesewetter in Worte zu fassen scheint unmöglich. Sie schmeckt nach Roadmovie, prickelt wie eine Komödie, kräuselt sich wie ein antiker Zelluloid-Streifen. Wie filmische Kleinode wirken seine Stücke – nicht zuletzt dank seiner innovativen Mitmusiker. Die Kompositionen des jungen Saxophonisten entfesseln einen Parforceritt durch eine progressive Welt. Töne, die Spaß machen – und ihm 2011 den wohlverdienten Kunstförderpreis der Stadt Augsburg einbrachten. Mit dem Debütalbum "For The Cats", das im Januar in der "Next Generation" Reihe der Zeitschrift "Jazzthing" erschien, hat er sich den lang gehegten Wunsch erfüllt, die eigenen Stücke mit einem Line-Up einzuspielen, das seinen Vorstellungen eindrucksvoll Ausdruck verleiht. Uli Fiedler am Kontrabass, Tilman Herpichböhm am Schlagzeug, der Münchner Gitarrist Bernd Huber und der Komponist selbst am Saxophon verleihen den Stücken filigrane Kraft mit einer Virtuosität, die den Schalk im Nacken trägt. Erfrischend hebt sich das motivische Spiel des Youngsters, von Logik geprägt und doch nicht allzu vorhersehbar, von vielen seiner Kollegen ab. (Eric Zwang-Eriksson) Weitere Informationen

Do. 27.02. 21 Uhr Traumton release - Verschmelzung

Tobias Christl Lieblingsband

Tobias Christl (voc, fx), Pablo Held (p), Tobias Hoffmann (git, fx), Niels Klein (sax, bcl, fx), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)

Man könnte ja auch einfach ein paar Lieder singen, schöne, klare Melodien in Dur und Moll, Texte mit Liebe und Herzschmerz, so etwas. Könnte man machen, wäre praktisch, quadratisch, bewährt und ersparte manche Mühe. Man könnte benutzen, was so herumliegt an Melodie und Harmonie, an Texten, an Klischees. So wie alle. Fast alle. Doch mancher kann das nicht ertragen: zu abgenutzt, zu hohl, zu flach.Tobias Christl ist offenbar einer, der es nicht ertragen kann. Christl, geboren 1978, musikalisch gereift in Würzburg, Nürnberg, Köln, Weimar und New York, also eigentlich überall, ist ein Vokalist, mehr Vortragskünstler als Sänger. Obwohl er der auch ist, variabel und wandlungsfähig, sicher in den vielfältigen Farben seiner Stimme, zwischen Schnurren und Kreischen, romantischem Schwelgen und heruntergedimmtem Vortrag. Tobias Christl mit seiner – durchaus programmatisch so genannten – „Lieblingsband“: mit Pablo Held, Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel, dem Midas-Team des aktuellen deutschen Jazz, dem alles zu Gold wird, was es spielt, dazu Tobias Hoffmann und Niels Klein. Mit anderen Worten: das Kölner Musikerkollektiv KLAENG, das seit einigen Jahren daran arbeitet, seine improvisierte Musik, seinen Jazz, an den eigenen Haaren aus der Abgeschiedenheit der Nische zu ziehen und damit beachtliche Erfolge erzielt. “Verschmelzung“, Tobias Christls neue CD ist ein Kaleidoskop aus Klängen, schillernd, immer in Bewegung – und nie so einfach einzuordnen. Da sind Songs, ja, da sind klare Melodien, einfache Strukturen, manchmal, das entscheidet sich von Fall zu Fall. Da sind Texte, erwachsene, aber nicht eingerostete Texte, Texte, die sich mit dem Sprechen verbünden, die von der Suche erzählen, von der Verzweiflung, wenn man die Lippen nicht findet, nicht die echten Momente, nicht Sinnlichkeit und Sinn. Weitere Informationen

Fr. 28.02. 21 Uhr Bright

Kari Ikonen Trio

Kari Ikonen (p), Ara Yaralyan (b), Markku Ounaskari (dr)

Markante Melodien, mystische Harmonien, swingende Rhythmen. Das finnische Kari Ikonen Trio bringt sich auf "Bright" (Ozella) mit lebensfrohen Klängen ins Spiel. Ein Album, das durch seine Klangschönheit, seine Harmoniefülle und seine perfekte Improvisationskunst besticht. Das Trio spielt sich mit unglaublicher Leichtigkeit, spritzigem Drive und traumhaft perfektem Zusammenwirken in die Top-Riege der Jazz Piano-Trios. Ein Dream-Team, das Ikonens Eigenkompostionen, Jazz-Standards wie Coltranes "Giant Steps" oder den wunderschönen armenischen Song "The Testament of My Heart" klangstark aufbereitet. Musik voll überschäumender Lebensfreude. Weitere Informationen

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