Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Feb 2012 | April 2012

Programm März 2012

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Do. 01.03. 21 Uhr highlight

Chris Potter New Quartet

Chris Potter (sax), David Virelles (p), Joe Martin (b), Gerald Cleaver (dr)

Chris Potter zählt zu den einflußreichsten jüngeren Saxophonisten aus den USA. Der 41-Jährige beeindruckt mit der seltenen Kombination von technischer Raffinesse, Kreativität und Vielseitigkeit. Sein physisch präsenter Sound erinnert an die Klassiker des Genres und seine Vielseitigkeit wird schon durch die Vita belegt: als langjähriger Partner von Musikern wie Dave Holland, Herbie Hancock, Paul Motian, John Scofield und Joanne Brackeen. Als Bandleader der Formation "Underground" spielte er fusionorientiert, auf dem mit einem Grammy ausgezeichneten Steely Dan Album "Two Against Nature" war er ebenso prominent vertreten. Er war für einen Grammy nominiert und ist der jüngste Künstler, der je den in Dänemark verliehenen "Jazzpar"-Preis gewann. "A tenorist who can remind you of Joe Henderson at his craftiest, he employs his considerable technique in the service of music rather than spectacle." (The New Yorker) Weitere Informationen

Fr. 02.03. 21 Uhr Eine Geschichte des Jazz in Wort und Musik

August Zirner & Das Spardosen-Terzett - Diagnose Jazz

August Zirner (sprache, fl), Kai Struwe (b,voc), Rainer Lipski (p, git, sax, voc), Mickey Neher (dr, voc)

"Diagnose: Jazz" ist der Titel des musikalisch-literarischen Bühnenprogramms, zu dem sich der Grimme-Preisträger August Zirner ("Die Fälscher") und das Essener Trio "Spardosen-Terzett" zusammengefunden haben. Gemeinsam spüren sie den Jazz-Legenden Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk nach. Drei radikalen Individualisten und ausgegrenzten Gestalten, die abseits der Bühne nur zu einer gebrochenen, unvollkommenen, disharmonischen Kommunikation fähig waren: autistisch der eine (Monk), blind und krank der andere (Kirk), gewaltig und unersättlich der dritte (Mingus). Anhand von literarischen Skizzen, die August Zirner aus biographischen Quellen und Liner Notes zusammengestellt hat, erkundet der Schauspieler die Nahtstellen zwischen Sprache, Musik und Leben der drei Jazzmusiker. "Diagnose: Jazz" gewährt aber auch Einblicke in die soziale Wirklichkeit der 50er Jahre, die von Gewalt, Rassismus und dem starken Wunsch nach Erlösung geprägt ist. Da ist zum Beispiel die Geschichte von dem Messer und dem Feuerwehrbeil in einem Konzert, die Duke Ellington dazu veranlasste, Charles Mingus zu kündigen. Oder von den Polizisten, die Monks Finger auf das Übelste mit Knüppeln traktierten. Und die Legende, dass bei Mingus’ Tod, der mit 56 Jahren starb, 56 Wale an der Küste strandeten. Von diesen teils sehr komischen, teils ziemlich tragischen Geschichten baut Zirner immer wieder Brücken zu den „Bright Moments“ des Programms, in denen die Musik der Künstler in wunderschönen Interpretationen gewürdigt wird. Mit großer Virtuosität und Spielfreude präsentiert das "Spardosen-Terzett" im schnellen Wechsel zwischen Songs und Textpassagen Klassiker wie "Serenade to a Cuckoo" (Kirk), "Epistrophy" (Monk) und "Goodbye Pork Pie Hat" (Mingus), unterstützt von der Querflöte Zirners, der großes musikalisches Können beweist. Weitere Informationen

Sa. 03.03. 21 Uhr

Blast!Music

Es weht ein kräftiger Wind durch den Club: "Blast!Music" präsentiert heute und vom 21. bis zum 24. März kleine und große außergewöhnliche Bläserensemble. Ausgefuchst, vertrackt, kompositorisch verwegen, schräg, melodiös, volkstümlich, abgefahren, kammermusikalisch - eins haben sie alle gemeinsam: nämlich von Tuten und Blasen viel Ahnung! Das Unterfahrt Club Festival "Blast!Music" findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München statt. Weitere Informationen

Sa. 03.03. 21 Uhr Blast!Music

Malte Schillers Red Balloon

Charlotte Greve (as, ss, fl, cl), Uli Kempendorff (ts, fl, cl), Malte Schiller (komp, arr, ts, fl, cl), Viktor Wolf (bs, cl, bcl), Florian Menzel (tp, flh), Johannes Böhmer (tp, flh), Andrej Ugoliew (tb), Juliane Gralle (bs-tb), Manuel Schmiedel (p), Andreas Waelti (b), Reini Schmölzer (dr)

Mit seinem elfköpfigen Ensemble Red Balloon hat der Saxophonist Malte Schiller zweifellos eine der spannendsten neuen Großformationen des aktuellen Jazz in Deutschland zusammengestellt. Spannend deshalb, weil hier nicht marktschreierisch Altes zertrümmert wird. Ganz im Gegenteil: Schillers Red Balloon bezieht sich bewusst auf die Vergangenheit, namentlich auf Gerry Mulligans Concert Band. Gleichwohl entsteht bei Red Balloon unter der Leitung eines ausgesprochen talentierten Komponisten und Arrangeurs etwas Neues – extrem differenzierte, abwechslungsreiche und farbintensive Klanggebilde mit überraschenden thematischen Entwicklungen, betörenden Melodien und originellen Updates der Tradition. "The Second Time is Different" – das ist nicht nur das titelgebende Stück der ersten Red Balloon-CD, sondern auch eine sehr genaue Umschreibung von Schillers Philosophie. Der 29-Jährige, der unter anderem Teil des deutschen Elitenensembles BuJazzO war, vermeidet prinzipiell das Erwartbare. Wie ein Alchimist experimentiert er mit den musikalischen Grundelementen und schaut gespannt zu, welche Veränderungen ein Motiv erfährt, wie es seine Form ändert, wenn man es unter Druck setzt oder ihm den Sauerstoff der Holz- und Blechbläser hinzufügt, wie es sich dreht, wenn es von der Rhythmusgruppe kontrapunktisch bearbeitet wird. Das Ergebnis ist Musik dies- und jenseits des Jazz-Mainstreams, irgendwo zwischen Maria Schneider, Tango Nuevo, Arvo Pärt und Choral-Polyphonie. Dass Schiller alle diese Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen kann, verdankt sich nicht zuletzt seinem hervorragenden Ensemble, dem mit Uli Kempendorff, Charlotte Greve und Manuel Schmiedel einige der interessantesten Musiker aus der jungen Berliner Jazzgeneration angehören. "Maltes Musik verfügt über Tiefe, Emotion und eine eigene traurige Schönheit, die auf mich als Hörer unglaublich anziehend wirkt", sagt Schillers Mentor Ed Partyka. Besser lässt sich die Faszination, die von Red Balloon ausgeht, nicht in Worte fassen. Weitere Informationen

So. 04.03. 15 Uhr

New Talents On Stage - JazzProjekt In Concert

An diesem Sonntagnachmittag zeigen die Studentinnen und Studenten des JazzProjekts am Freien Musikzentrum die ganze Bandbreite dessen, was sie bei uns gelernt haben: Balladen im Duo Gesang/Gitarre, Workshopensembles mit Swing, Bop, Latin und Groove Jazz, und nicht zuletzt ein "New Orleans Projekt", das ganz bestimmt keinen Dixieland spielt. Bands unter der Leitung von Geoff Goodman, Tim Colllins und Michael Reithmeier. Weitere Informationen

So. 04.03. 21 Uhr Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions am 4., 11., 18. Und 25. März verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 05.03. 21 Uhr

Geschlossene Gesellschaft

Di. 06.03. 21 Uhr Black Orchid - Malia sings Nina Simone

Malia

Malia (voc), Alexander Saada (p), Jean-Daniel Botta (b), Laurant Seriés (dr)

Malia wuchs in Malawi auf, ihre Mutter war schwarz, ihr Vater ein weißer britischer Ingenieur. Malawi war einst eine britische Kolonie und stark von Segregation und Rassimus geprägt. Dass ihre Eltern zusammenlebten brachte daher Probleme mit sich. Das Leben in der Ex-Kolonie beschreibt Malia als geschlossen und weltfremd, vom Westen abgeschottet, "wie in einer Blase". Erst als sie nach London umzog – Malia war damals vierzehn – öffnete sich die Welt. Als sie dort später in einem Jazz-Restaurant arbeitete, lernte sie die Musik lieben, die sie heute selbst singt. Sie entdeckte die guten Platten und Billie Holiday, Sarah Vaughan, Ella Fitzgerald wurden ihre Lehrerinnen. Jazz wurde zu ihrer Musik, die Jazz-Community zu einer neuen Heimat. "Songs wie ’Strange Fruit’ und ’Young, Gifted and Black’ lehrten mich, stark und stolz zu sein. Ich brauchte Duran Duran nicht, für mich wurde der Jazz zum Soundtrack meines Lebens." Wenn Malia heute Nina Simone singt, hat das auch damit zu tun, dass sie in sich selbst jetzt diese gewisse Reife spürt, ein tiefes Verstehen, das weit über die Sprache hinausreicht. Es entspricht ihrer Lebenserfahrung, der Mentorin auf diese Weise Dank zu sagen. Die Geschichten, die Simone sang und überlieferte, spielen bei Malias Interpretationen die Hauptrolle. Sie bewahrt die minimalistisch berauschende Größe dieser Melodien und spitzt sie mit eindeutigen, beschwörenden Rezitationen noch zu. Wenn Malia heute Nina Simone singt, denkt sie an eine schwarze Orchidee. "Selten, schön, mächtig, mystisch, außerirdisch schwarz, überwältigend." Weitere Informationen

Mi. 07.03. 21 Uhr OC DC

Get The Blessing

Jim Barr (b), Dylan Howe (dr), Pete Judge (tp), Jake McMurchie (sax).

Die Band um die ehemaligen Portishead-Rhythmusgeber ist wieder im Club! Mit "OC DC", ihrem neuen Album, entwinden sich Get The Blessing wieder einmal dem Königreich der Schubladen. Seit ihrem Debüt mit "All Is Yes" (BBC Jazz Award als Best New Album 2008) hat die vierköpfige Band aus Bristol ihren Acker zwischen Jazz und Rock so kraftvoll durchgepflügt, dass sie immer wieder euphorisch mit Bands wie Tortoise oder Polar Bear verglichen wurden. Vom ausgelassen munteren Titeltrack, der die Dinge in Gang bringt, bis zum cinematographischen Trällern von “Pentopia“ verströmt "OC DC" mit jeder Wendung neue Fantasie und Energie. "Es ist sowohl esoterischer als auch physischer und sorgfältiger ausgearbeitet", erklärt der Saxophonist Jake McMurchie – und gleichzeitig unterstreicht das Album die charakteristische Mischung aus starken Melodien, mitreißenden Rhythmen, streng strukturierten Kompositionen und offenherziger Improvisation. Mit ihrer Jazz-Vergangenheit gehen Get The Blessing lässig, aber entschieden um. Die gemeinsame Liebe zum frühen Quartett von Ornette Coleman prägt von Beginn an die Instrumentierung, und der ebenso delikate wie felsenfeste Rhythmus ist die Basis, auf der im Zusammenspiel von Saxofon, Trompete und Kontrabass Melodien und Harmonien entstehen. Als Gegenpol zu den Wurzeln im Jazz wirken die vielen weiteren Einflüsse, die die Musik von Get The Blessing prägen. Schon die Auszeichnung von „All Is Yes“, dem Debüt, mit einem BBC Jazz Award als Best New Album 2008 kommentierte Bassist Jim Barr folgendermaßen: "Wir waren totale Außenseiter, die Punknummer." Und der Vergleich mit Punk liegt nah, wegen der schneidenden Rhythmen und rockigen Riffs ebenso sehr wie wegen des verschmitzt bilderstürmerischen Auftretens der Band. Dabei hat ihre Musik aber emotionale Wucht und ist sehr zu delikater Finesse und brachialer Power in der Lage. Doch "schwierig" ist die Musik des Quartetts keineswegs, sowenig, wie sie "simpel" ist. Weitere Informationen

Do. 08.03. 21 Uhr ECM artists in concert - The Norway of Jazz N° 42

Tord Gustavsen Quartet

Tord Gustavsen (p), Tore Brunborg (sax), Mats Eilertsen (b), Jarle Vespestad (dr).

"Gerade wenig spielen will gekonnt sein. Tord Gustavsen ist ein Meister der Aussparung, ein Satie des Kammerjazz, und diese musikalische Enthaltung grenzt stellenweise an Askese." (Ralf Dombrowski, Süddeutsche Zeitung) Zwei Jahre, nachdem Tord Gustavsen auf "Restored, Returned" ein neues Line-Up mit Gesang vorstellte, kehrt der Pianist nun mit dem Album "The Well" zum instrumentalen Jazz zurück. Sein Quartett, durch zahlreiche Konzerte zu einer Einheit gewachsen, besticht durch herausragendes Zusammenspiel und einen wunderbar lyrischen Sound. Saxofonist Tore Brunborg erfreut sich diesmal einer prominenten Rolle, in seinen melodiösen Linien verbindet er robustes Bluesfeeling mit typisch nordischem Timbre. Mit ihrem subtilen Spiel treiben Drummer Jarle Vespestad und Bassist Mats Eilertsen die Stücke voran, in denen Tord Gustavsen einmal mehr Wärme und Sinnlichkeit verströmt. Sein gospelgetränktes, unaufgeregtes Spiel steht ganz im Zentrum dieses kleinen Refugiums musikalischer Gelassenheit. Weitere Informationen

Fr. 09.03. 21 Uhr

Lakatos/Pichl/Engel/Drummond Jazz Quartet

Tony Lakatos (sax), Bernhard Pichl (p), Rudi Engel (b), Billy Drummond (dr)

"One of the most crisp, popping and sensitive drummers around." (Modern Drummer-Magazine) Dies sind nur einige Attribute, mit welchen der New Yorker Schlagzeugmeister Billy Drummond bedacht wird. Seit über 30 Jahren ist er ein Fixstern der internationalen Jazzszene und einer der wichtigsten Exponenten des modernen Schlagzeugspiels. Die Liste der Musiker, die ihn für ihre Bands engagiert haben, liest sich wie ein Who is Who des modernen Jazz: Joe Henderson, Horace Silver, Sonny Rollins, Chris Potter, Joe Lovano, Eddie Gomez, Freddie Hubbard, Hank Jones, Archie Shepp, James Moody, Walt Weisskopf u.a. Er ist seit langem Mitglied in "Carla Bleys Big Band" und in "Carla Bley and the Lost Chords." Und er ist auf über 250 CDs zu hören. Drummond ist Professor für Jazz Drums an der renommierten Juilliard School of Music und an der NYU in New York. Auch dank seiner Mitstreiter Lakatos, Pichl und Engel wird dieser Abend sicher ein highlight des groovenden, swingenden, atemberaubenden Modern Mainstream Jazz. Weitere Informationen

Sa. 10.03. 21 Uhr

Sophie Wegener & ZONA SUL – Bossa nova

Sophie Wegener (voc), Martin Scales (git), Tizian Jost (p), Matthias Engelhardt (b), Hajo v. Hadeln (dr).

"Deutschlands Bossa Nova-Interpretin Nr. 1", die deutsch-französische Sängerin Sophie Wegener hat sich mit ihrer Band ZONA SUL ganz diesem Genre verschrieben. Ihre Konzerte sind eine zauberhafte Reise an den Zuckerhut, "...wo sich sogar Françoise Hardy und die Beatles treffen und sich respektive als Choro und Bossa Nova verwandelt wiederfinden. Der ganze Trip in die brasilianische Musik ist höchst hörenswert und wundervoll (Die Welt). Und obwohl Sophie Wegener als Sängerin bei ZONA SUL im Mittelpunkt steht, bleibt Raum für ihre virtuosen Begleiter an Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug, die Zuhörer in zahlreichen Soli mit ihrem Können zu begeistern. Weitere Informationen

So. 11.03. 19 Uhr

Finissage Farbe - Form - Fläche

Ursula Bachsteffel

"Farbe - Form - Fläche". "Ausgehend von der Farbe, der Farbschichtmalerei, die mich in meinen Anfängen stark inspirierte, habe ich mich lange Zeit mit der Form des menschlichen Körpers beschäftigt, um jetzt erneut auf die Farbflächen zu treffen." Ursula Bachsteffel. In meiner Aktmalerei treffen nun aufeinander: Form, Farbe und Fläche. "...da wirft sie sich geradezu in einen Entstehungsprozess, in einen Strudel an Schichten, Verwischungen und Auflösungen, um immer wieder von Neuem, wie durch einen Schleier hindurch die Form, den Zusammenhang zu klären, zu suchen....nicht eine fotografische Wiedergabe, sondern das Fühlen des Körpers steht im Vordergrund." Stefan Heide, Maler und Dozent an der Akademie der bildenden Künste/ Atelierprojekt Eintritt frei. Weitere Informationen

So. 11.03. 15 Uhr

Der kleine Erdbär – ein Jazzkonzert für Kinder

Sabine Bohlmann - Erzählerin, Paulina Rühmelein - Erdbär, Carla Heigl - Babyvogel, Marina Trost (Gesang), Ron van Lankeren (Gesang), Moses Wolff (rap), Carolyn Breuer (sax), Hermann Breuer (tb), Christian Elsässer (p), Ernst Techel (b), Stefan Eppinger (dr)

Das gemeinsame Projekt der Saxophonistin Carolyn Breuer und der Autorin Sabine Bohlmann verzaubert kleine und große Zuhörer gleichermaßen. Carolyn Breuer komponierte zehn wunderschöne Songs und Sabine Bohlmann entwickelte um die Songs die Geschichte vom kleinen Erdbär. Da rappt ein Grashüpfer, da weint eine Regenwolke einen Blues, da singen Tag und Nacht ein Duett, da erzählen Schleierwolken von einer Schäfchenwolke, da haucht der Wind, da hüpft der Bär, und frisch geschlüpfte Vögel begrüßen die Welt. Da wird gehüpft, gelacht, getanzt und geträumt. Für kleine und grosse Kinder ab 4 Jahren. Mamas und Papas zahlen 14,--€ und alle Kinder 7,--€ Eintritt. Reservierung empfohlen. Einlass ist ab 13:30 Uhr. Konzertbeginn 15 Uhr. Reservierte Karten müssen bis 14:30 Uhr abgeholt werden. Die Prijak Clubgastronomie verwöhnt alle kleinen und großen Leute mit leckeren Schmankerln für den kleinen und den großen Hunger. Weitere Informationen

So. 11.03. 21 Uhr Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions am 4., 11., 18. Und 25. März verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 12.03. 21 Uhr Big Band Night

The Jazz Big Band Association - Vol. 5

Klaus Graf , Ulrich Wangenheim (as), Axel Kühn, Christof Hörmann (ts), Michael Lutzeier (bs), Nemanja Jovanovic, Ralf Hesse, Franz Weyerer, Florian Jechlinger (tp), Jürgen Neudert, Hans Heiner Bettinger, Erwin Gregg (tb), Heinrich Wulff (git), Christian Elsässer (p), Andi Kurz (b), Christoph Holzhauser (dr)

Die Jazz Big Band Association vereint unter der Leitung von Axel Kühn herrausragende professionelle Jazzmusiker, die sowohl als Bandleader wie auch als gefragte Sidemen schon bekannt sind. Das Motto unseres heutigen Programms lautet "ModernJazz Big Band" und ist eine Retrospektive auf die langjährige Mitarbeit der Bandmitglieder in den verschiedensten Ensembles wie zum Beispiel den Big Bands von SWR, HR und WDR, Sunday Night Orchestra und Jazzfactory Orchestra. Vor allem bietet sich hier aber auch die Plattform für die Originalkompositionen und Arrangements der Bandmitglieder Ralf Hesse und Christian Elsässer. Swingend, mit viel Leidenschaft, technisch brilliant und mit ihren hervorragenden Solisten spielt die Band Arrangements aus dem Repertoire von so bekannten Arrangeuren wie Bert Joris, Bob Florence, Jim MacNeely und Sammy Nestico. Weitere Informationen

Di. 13.03. 21 Uhr BR-Mitschnitt - Dutch Delight

Ben van Gelder Quintet

Ben van Gelder (as), Glenn Zaleski (p), Peter Schlamb (vib), Rick Rosato (b), Craig Weinrib (dr)

Das Ben van Gelder Quintet (vier der Musiker sind erst 23, einer ist 24 Jahre alt) ist in Deutschland noch nahezu unbekannt. Eine wahre Entdeckung also, für uns und für den Bayerischen Rundfunk, der wie wir vom Jazzclub Unterfahrt nach einigen Hörproben begeistert war und sofort zugriff. Zitiert sei der englische Pressetext: “Consisting of some of the most talented young musicians from North America and Europe, the Ben van Gelder Quintet ushers in a new aesthetic with international allure. Rooted in the jazz tradition, this group creates music that is informed by the spirit of the time. As the band shapes its original compositions, it projects a robust, yet shimmering wall of sound without abandoning the folk music origins of the blues. The quintet is transparently invested in community building (in creating a strong feeling in the room for members of the audience) and their music speaks to listeners of any age and background. The incandescent glow of vibraphone and piano, backed by an energetic, textured rhythm section, offers a platform for enrapturing improvisation and experimentation.” Dieses Konzert findet mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulats und der Botschaft der Niederlande statt. Weitere Informationen

Mi. 14.03. 21 Uhr vocal highlight

Gretchen Parlato

Gretchen Parlato (voc, perc), Taylor Eigsti (p, keys), Burniss Travis (b), Kendrick Scott (dr)

Gretchen Parlato ist so wie der sprichwörtliche Bambusbaum: sehr biegsam, aber nicht zerbrechlich; elegant und extrem grazil. Ihr gelingt die ideale Balance zwischen Präzision und Improvisation; sie ist nie berechenbar und verwischt die Grenzen zwischen Gesang und Musik, wenn sie eine Textzeile oder wortlose Improvisationen an unbekannte Orte trägt. So schrieb “Jazzthing“ über sie: "Kaum eine lässt selbst kniffligste Passagen derart spielerisch leicht klingen. Sie balanciert virtuos zwischen Disziplin und Improvisation, zwischen Akkuratesse und Unberechenbarkeit, verfügt über ein famoses Timing, reitet treffsicher über jeden Groove, assimiliert sämtliche umherfliegenden Harmoniekörnchen und rhythmisiert mit geradezu sensationellem Instinkt jeden Song." Weitere Informationen

Do. 15.03. 21 Uhr

Peter Kronreif Wayfarers

Andrew Gould (as), Matt Marantz (ts), Florian Hoefner (p), Martin Nevin (b), Peter Kronreif (dr)

Der in New York lebende österreichische Schlagzeuger Peter Kronreif zeigt mit seiner Band Wayfarers, dass mit ihm auch als Bandleader und Komponist zu rechnen ist. Das Quintett hat sich vor zwei Jahren in New York gefunden: Und obwohl sich alle fünf noch in ihren Zwanzigern befinden, sind sie musikalisch mit allen Wassern gewaschen, standen sie doch bereits mit Künstlern wie Kurt Rosenwinkel, Joe Lovano, Wolfgang Muthspiel oder Kenny Barron auf der Bühne. Das Debut-Album "Gloaming" wurde von den Kritikern mit viel Lob aufgenommen: "...eine CD, mit der man eine Entdeckung machen kann. Kronreif erweist sich hier nicht nur als Schlagzeuger von großem Raffinement, sondern auch als sehr begabter Komponist atmosphärisch packender Jazzstücke. Eine ganz leise Intensität hat das Schlagzeugspiel von Peter Kronreif: Es ist vielschichtig und variantenreich, drängt sich aber nie in den Vordergrund, ist stets ganz eng verwoben mit dem Spiel der anderen Bandmitglieder. So entsteht ein enormer Groove – der allerdings immer etwas Feines und Beiläufiges hat, nie etwas Aufdringliches – und über dem dann etwa die beiden Saxophonisten ihre Improvisationen so atemberaubend ineinander verzahnen. Kronreif hat 2009 als ’Sideman des Jahres’ den renommierten österreichischen Hans-Koller-Preis erhalten. Wie sehr er als Spieler und Bandleader auch Zuhörer ist, spürt man in jedem Takt." (Roland Spiegel, Bayern 4 Klassik) Weitere Informationen

Fr. 16.03. 21 Uhr ECM artists in concert

Tim Berne - Snakeoil

Tim Berne (as), Oscar Noriega (cl), Matt Mitchell (p), Ches Smith (vib, dr)

Tim Berne ist einer der eigenwilligsten und originellsten Köpfe der zeitgenössischen Jazzszene. Seit er Ende der 1970er begann, sich einen Namen zu machen, sperrt er sich erfolgreich dagegen, dass man ihn in eine stilistische Schublade steckt. Ob unter eigenem Namen oder mit Bands wie Bloodcount, Big Satan, Miniature, Caos Totale und Hard Cell – Altsaxophonist Berne überrascht einen immer wieder aufs Neue. Nun hat er mit Klarinettist Oscar Noriega, Pianist Matt Mitchell und Drummer Ches Smith ein brandneues Projekt namens "Snakeoil" auf die Beine gestellt. Tim Bernes Ton ist leichter und lyrischer denn je, aber trotzdem kraftvoll. Die Chance für sein erstes eigenes Album bei ECM erhielt Tim Berne nach zwei Einspielungen als Sideman: 2005 hatte er an der Aufnahme von David Torns Album "Prezens" mitgewirkt, vier Jahre später an "The Rub And Spare Change", dem ECM-Debütalbum des Bassisten Michael Formanek. Weitere Informationen

Sa. 17.03. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 43 - Antologie

Solveig Slettahjell

Solveig Slettahjell (voc), Morten Qvenild (p, keys)

"Antologie - dieses Album hätte mein erstes sein können. Genau auf diese Weise fing ich an: Nachdem ich von der Schule nach Hause gekommen war, setzte ich mich ans Klavier, suchte mir ein Lied aus, nach dem mir gerade der Sinn stand, und versuchte einfach, es mir auf meine kindliche Weise anzueignen. Das Klavier und der Gesang waren für mich immer fundamental. Nachdem ich nun viele Jahre lang in anderen Konstellationen gearbeitet habe, ist es wirklich aufregend, zu diesem ursprünglichen Format zurückzukehren und zu sehen, welchen Einfluss all die seither verstrichenen Jahre, die gewonnene Lebens- und Musikerfahrung darauf haben. Es ist spannend, es auf unsere Weise heute noch einmal neu zu versuchen. Deshalb bin ich jetzt ganz hin und weg, dass ich die Möglichkeit hatte, mit meinem lieben Freund Morten Qvenild ein Album aufzunehmen, auf dem wir uns durch eine ziemlich eklektische Songauswahl singen und spielen. Es ist irgendwie als käme ich nach Hause. Mit Morten arbeite ich nun schon seit mehr als zehn Jahren zusammen, und seine Aufgeschlossenheit und sein Engagement für die Musik ist heute noch genau so stark wie zu der Zeit, als ich ihn kennenlernte." Weitere Informationen

So. 18.03. 18:30 Uhr

gute aussichten

Vernissage von Isabelle Roth

„Die Liebe siehet durch die Phantasie, nicht durch die Augen.“ (William Shakespeare, Ein Sommernachtstraum) "Teekannen, die wie Lampions über einer Schlafenden hängen, Haarteile, die aussehen wie Leporellos, Fernseher ohne Innenleben, durchsichtig wie ein Aquarium, rätselhafte rote Gittermuster, Fische, Vögel, Möpse, Puck, Oberon und Titania – Sommernachtstraumfiguren, selig lächelnde Gestalten, ganz überwiegend weiblich, mit auf den ersten Blick mehreren Armen und Beinen. Eine surreale Welt, in die uns Isabelle Roth einlädt. Eine Welt des Traumes vielleicht – immer wieder zeigt Isabelle Roth schlafende oder träumende Menschen –, in der sich die Farben von ihrem Gegenstand lösen, die Körper schemenhaft werden und doch körperlich bleiben, in der Menschen und Gegenstände schweben oder fliegen, seltsam entmaterialisiert zuweilen, transparent, aber doch irgendwie fassbar und von großer Präsenz. In der Welt, in der Isabelle Roths Figuren agieren, verschwinden oder verschwimmen oft die Grenzen des Raumes, sind Beengtheiten und physikalische Gesetze aufgehoben. Aus den Tiefen dieser unfassbaren Räume dringen wie verwehte Erinnerungen oder verblasste Schriften schemenhaft Menschen oder Dinge an die Oberfläche der Bilder. Ein ’Vorher’ wird sichtbar, eine stille Dynamik des leisen Geschehens spürbar." Jürgen Wurst, München. Weitere Informationen

So. 18.03. 15 Uhr Krimi-Mäusical

Pecorinos

Kokutekeleza Musebeni, Barbara Mayr, Stefan Noelle (voc), Henk Flemming (Erzähler, voc), Franz-David Baumann (tp, voc), Stefan Schreiber (ts), Volker Giesek (p), Christian Lachotta (b), Johannes Friebel (dr)

Das Krimi-Mäusical von Franz-David Baumann, Henk Flemming und Doris Eisenburger. Wanted! Wenn irgendwo, irgendwie und irgendwann Käse gestohlen wird, auf wen fällt dann stets der erste Verdacht? Genau, auf Mäuse! Aber manchmal sind sie unschuldig... So unschuldig wie die Pecorinos: fünf Mäuse-Musiker, die Kommissar K. ins Mauseloch gebracht hat. Doch Danny, Dizzy, Charly, Mick und Paul schnappen sich kurzerhand ihre Instrumente und brechen aus. Ihre Flucht führt sie von Hamburg über Liverpool und London nach Paris, immer verfolgt von Kommissar K. und seinem Wachtmeister Henry. Witzige Charaktere und allerfeinster Mäuse-Jazz für kleine und große Zuhörer ab 6 Jahre. Die 2010 bei Terzio erschienene Buch-/CD-Produktion Einlass ab 13.30 Uhr, Plätze bleiben bis 14.30 Uhr reserviert, danach verfällt die Platzreservierung. Konzertbeginn ist 15 Uhr. Weitere Informationen

So. 18.03. 21:00 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions am 4., 11., 18. Und 25. März verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 19.03. 21 Uhr Big Band Night

Al Porcino Big Band feat. Jenny Evans (voc)

Al Porcino hat nicht nur mit fast allen Großen seiner Zeit musiziert, er ist selbst einer der Großen. Dizzy Gillespie nannte ihn "The Boss", Bill Holman "One of the Greats". Vielen war er Weggefährte. Als Leadtrompeter in allen namhaften Big Bands Amerikas hat er Musikgeschichte mitgeschrieben und einen Standard vorgegeben, der den nachkommenden Generationen von Leadtrompetern als Maßstab dient. Seine Hingabe an die Musik und den Swing ist bedingungslos, sein Anspruch unbestechlich, sein musikalischer Weg authentisch! Weitere Informationen

Di. 20.03. 21 Uhr

Portico

Jack Wyllie (sax, electronics), Milo Fitzpatrick (b, electronics), Keir Vine (hang drums, keys), Duncan Bellamy (dr, electronics).

Auf dem dritten Album "Portico Quartet" erobert sich das britische Quartet neue Klanglandschaften. Inspiriert von Elektronica, Ambient, Klassik und Dance entwickeln sie ihre bildhafte, kreative und feinsinnige Musik in aufregender Weise weiter. Das Ergebnis ist ein musikalisches Amalgam, das die Sounds britischer Dubstepgrößen wie Burial, Mount Kimbie und Flying Lotus mit der von Avantgardisten wie Arve Henriksen, Bon Iver, Steve Reich und Max Richter zu einer originären Portico Quartet -Klangwolke formt. Die vier Briten sind junge und hochtalentierte Musiker, die keinen Stillstand kennen. Das neue Album wurde komplett live aufgenommen und eingespielt. Auf sogenannte "Pre-Recordings" wollte die Band bewußt verzichten. Dreh- und Angelpunkt des Werks ist die traumwandlerische "kollektive Empathie", die den Klangbildern von Portico Quartet innewohnt und die in den letzen Jahren von vielen Kritkerinnen und Kritkern als geradezu unverwechselbar und einzigartig beschrieben wurde. Die Mitglieder kennen sich seit vielen Jahren, sind (immer noch) miteinander befreundet und vielleicht auch aus diesem Grunde befähigt, eine Musik zu schaffen, die sehr dicht und intim ist und dennoch auf eine weite und eklektische Reise zu führen vermag. Spiegelte der Vorgänger "Isla" noch eine gewisse Introvertiertheit wider, ist "Portico Quartet" das Statement einer Band, die den Blick weit in die Zukunft richtet. Weitere Informationen

Mi. 21.03. 21 Uhr Blast!Music - ACT: Jazz Night

Six, Alps & Jazz feat. Bodek Janke

Matthias Schriefl –(tp, flh, euphonium, melodika, sousaphon, alphorn, stimme), Johannes Bär (tuba, euph, alphorn, tb, horn, tp, stimme), Florian Trübsbach (ob, as, fl, cl, schwegeln, stimme), Heiko Bidmon (cl, fl, ob, bcl, schwegeln, as, ts, bars, stimme), Gregor Bürger (fg, bars, ts, cl, stimme), Peter Heidl (fl, picc, ts, cl, stimme), Bodek Janke (dr, perc, tabla, stimme)

Holz- und Blechblasinstrumente aus den Alpen treffen auf Rhythmen aus dem Himalaya, der Türkei und Afrika. Wäre man gezwungen, dieses musikalische Spektakel der 7-köpfigen Jazzformation mit einem Wort treffend zu beschreiben, so wäre dies "Sinfonisches Alphornglühen": Nicht nur wird einfachen Volksweisen aus dem Alpenland mit modernen Harmonien und groovigen Rhythmen neues Leben eingehaucht; das halbe Dutzend Musiker instrumentiert auf über 30 verschiedenen Holz- und Blechblasinstrumenten auch farbenreiche Eigenkompositionen im alpinen Stil, und vereinzelt werden sogar türkische Volkslieder dargeboten. Diese Formation beweist spielerisch, dass Volksmusik auch Jazz und Jazz auch Volksmusik ist. Weitere Informationen

Do. 22.03. 21 Uhr Blast!Music - Das einzige Bass-Saxophon-Quartett des Universums

DEEP SCHROTT

Wollie Kaiser, Andreas Kaling, Jan Klare, Dirk Raulf (bass-saxophone)

Das 2008 von Dirk Raulf ins Leben gerufene Ensemble DEEP SCHROTT darf für sich ein (wie es in der Wirtschaft oder im Tourismus heißt) Alleinstellungsmerkmal beanspruchen: DEEP SCHROTT ist das erste und einzige Bass-Saxophon-Quartett der Welt, der Geschichte, nein: DES UNIVERSUMS. Vier deutsche Musiker, die sich national wie international einen Namen als Instrumentalisten und Komponisten gemacht haben, widmen sich hier ausschließlich den klanglichen Möglichkeiten dieses "wahren Behemots von Saxophon“ (Eugen Egner). DEEP SCHROTT ist einerseits buchstäblich Heavy Metal, eine klingende "Raffinerie" (Frank Köllges), ein futuristisch anmutender, ächzender, schnaubender, schnarchender, knarzender Doo-Wop-Blechhaufen, der einem Überseehafen Konkurrenz machen kann. Andererseits ein technisch virtuoses, subtiles, hochsensibles, am Rand der Stille operierendes Ensemble, das vom Luft- und Klappengeräusch bis zu extremen Obertönen alle Möglichkeiten des scheinbar so limitierten Instrumentes ausschöpft. Als Inspirationsquelle und Assoziationspunkt des musikalischen Materials von DEEP SCHROTT dient denn auch - neben Strukturen und Parametern aus Jazz, Improvisierter Musik oder Neuer Kammermusik - immer wieder das Rockgenre. Mit Vorliebe lässt man sich von härteren Spielarten wie Grunge, Heavy Metal, Thrash Metal oder Punk inspirieren. Brachiale Riffs, tonnenschwere Grooves, aggressive Improvisationen - und daneben leichtfüßige Melodien, feinsinnig gewebte Klangspektren und humorvolle Zitate: Dies alles ist neu, überraschend, einzigartig, skurril und überwältigend. Es ist DEEP SCHROTT. Weitere Informationen

Fr. 23.03. 21 Uhr Blast!Music

Heliocentric Counterblast – A Tribute To Sun Ra

Nikolaus Neuser (tp), Kathrin Lemke (as), Dirk Steglich (fl, ts), Andreas Dormann (bs), Gerhard Gschlössl (tb), Uri Gincel (p, space-keys), Andreas Lang (b), Philipp Bernhardt (dr)

Herman "Sonny" Blount ist den meisten wohl besser bekannt unter dem Namen Sun Ra. Irgendwann aus dem All auf die Erde gelangt (Herkunftsort: Saturn), schuf er mit seinem Arkestra einzigartige, intergalaktische Werke. Diesen widmet sich die achtköpfige Band Heliocentric Counterblast (Herkunftsort: Berlin). Sie fand vor anderthalb Jahren zusammen und hat inzwischen ihren eigenen Cosmic-Jazz-Sound entwickelt. "Entdeckung des Jahres 2010" (Franziska Buhre, Jazzthetik). 2010 erhielt die Band eine Förderung vom Berliner Senat. Gerade ist die neue CD fertig geworden, die bei Enja & Yellowbird pünktlich zur Tournee erschienen ist. Wie formulierte es Sun Ra schon sehr zutreffend: "Wir müssen eine Musik machen, die schädlichen Schwingungen von anderen Planeten widersteht." So sei es. Weitere Informationen

Sa. 24.03. 21 Uhr highlight - Blast!Music intim

Michael Riessler - Jean-Louis Matinier Duo

Michael Riessler (bcl), Jean-Louis Matinier (akkordion)

Abschluss des Club-Fetivals Blast!Music eine „Blaskapelle“ im kleinen Format, denn eigentlich ist das Akkordeon doch auch ein Blasinstrument, wenn auch auf ganz subtile Weise. Der eine, Michael Riessler gilt der Münchner AZ als "Deutschlands derzeit aufregendster Jazzmusiker", der andere, Jean-Louis Matinier bewegt sich mit seinem Akkordeon im kreativen Spannungsfeld von klassischer und improvisierter Musik und begleitet unter anderem die Chanson-Legende Juliette Greco. Im Duo zaubern Matinier und Riessler eine gehaltvolle Melange aus zeitgenössischem Jazz und moderner E-Musik, streifen instrumental virtuos durch die europäische Folklore und lassen sich (und ihr Publikum) von südamerikanischen Rhythmen packen. Weitere Informationen

So. 25.03. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Stefan Noelle (dr, voc)

Der singende Münchner Schlagzeuger Stefan Noelle wird zu den sonntäglichen Sessions am 4., 11., 18. Und 25. März verschiedene musikalische Gäste einladen und somit für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Viel Spaß! Weitere Informationen

Mo. 26.03. 21 Uhr Big Band Night

U.M.P.A. Jazz Orchestra feat. Dusko Goykovich

Groovende Sounds und feurige Rhythmen! Das U.M.P.A. Jazz Orchestra hat sich mittlerweile zum Aushängeschild des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München entwickelt. In zahlreichen Konzerten der Jazzreihen "Jazz in Concert" und der traditionellen "Jazz Night" überzeugt das Orchestra mit groovendem Sound, feurigen Rhythmen und kompakten Bläsersätzen. Leiter des Jazz Instituts und Chefdirigent ist Prof. Claus Reichstaller. Der international renommmierte Jazztrompeter, bekannt durch sein Mitwirken in Formationen wie der "Paris Reunion Band" oder dem Benny Golson-Tourprogramm "We Remember Clifford" (zusammen mit Randy Brecker, Al Foster und Buster Williams) kann ausserdem auf einer langjährigen Big Band-Erfahrung aufbauen. Wechselnde Programme mit Gastdirigenten wie Joe Haider, Dusko Goykovich und Jiggs Whigham erhöhen zusätzlich die Attraktivität des U.M.P.A. Jazz Orchestra. Dieses Jahr stehen unter anderem Gastspiele in Montepulciano und im Rahmen der Internationalen Jazz Akademie Burghausen auf dem Tourplan. Weitere Informationen

Di. 27.03. 21 Uhr ECM artists in concert

Craig Taborn Trio

Craig Taborn (p), Thomas Morgan (b), Gerald Cleaver (dr)

"Avenging Angel" – so heißt die im letzten Jahr erschienene Solo CD von Craig Taborn auf ECM. "Taborn überzeugt durch die Überwindung der Gattungssprachen. Taborn exploriert die Klangmöglichkeiten seines Instrumentes, indem er gleichzeitig aus der Tradition des Jazz und der zeitgenössischen klassischen Musik schöpft. Im Hintergrund hört man viele Reminiszenzen, seine Improvisationen spannen sich über ausgedehnte Strecken zu einer fesselnden und originellen Vielfalt von Impulsen und Reizen. Die Stücke entwickelnd sich von einer Anfangsidee zu formal abgeschlossenen Gestalten." (Concerto) Auch im Trio-Format, mit Thomas Morgan am Bass (derzeit wohl der angesagteste Bassist überhaupt) und Gerald Cleaver am Schlagzeug, erwartet uns eine höchst spannende Musik, jenseits der Genregrenzen. Weitere Informationen

Mi. 28.03. 21 Uhr CD Präsentation

Carola Grey's NOISY MAMA feat. Vaidyanathan Suresh, India

Jörg Widmoser (el-violin), Chris Gall (p, keys), Paul Tietze (b), Vaidyanathan Suresh (ghatam, tavil, morsing, konnakkol, voc), Carola Grey (dr, voc, comp)

Seit Carola Grey 1996 von der indischen Legende Guruji T.V.Gopalkrishnan zu einer Indientournee mit seinem "Carnatic Jazz Project" eingeladen wurde, hat sie diese Musik nicht mehr losgelassen. Inzwischen arbeitet sie mit einem festen Stamm von Musikern in Indien und Deutschland zusammen und gilt als Expertin in der gelungenen und spannenden Umsetzung von indischen Musikkonzepten im Jazz. Gerade zurück von einem zweimonatigen Aufenthalt in Indien, hat sie ihre neue CD mit im Gepäck, die sie dort mit einigen der besten Musikern aus der Carnatic- und der deutschen und indischen Jazzszene aufgenommen hat. Weitere Informationen

Do. 29.03. 21 Uhr

Das Kapital

Edward Perraud (F) - (dr), Hasse Poulsen (DK) – (git), Daniel Erdmann (D) – (ts)

Von Ostberlin nach Hollywood. So in etwa könnte man die Reise beschreiben, auf die Das Kapital uns auf seiner zweiten CD "Conflicts & Conclusions" mitnimmt. Dieser Trip beginnt mit „Auferstanden aus Ruinen“, der lange geschmähten Nationalhymne der DDR, die Hanns Eisler so dreist wie genial von dem Schlager "Goodbye Johnny" geklaut hat, und endet mit "Hollywood Elegy Coda". Dazwischen gibt es jede Menge Anarchie und Alltag. Daniel Erdmann, Hasse Poulsen und Edward Perraud erweisen sich einmal mehr als drei unverbesserliche Idealisten, die sich nicht mit der globalisierten Uniformität des klein-bürgerl¬ichen Jazz-Empfindens ihrer Umgebung abfinden wollen. Das ist keine Musik für Früh-schoppen, Cocktail-Partys, Parfümwerbung oder Firmenfeiern. Das ist der Soundtrack zu Atom-ausstieg, Eisenbahner-Streik und Hörsaalbesetzung, aber auch zur überfüllten U-Bahn und zum Computer-Absturz. Weitere Informationen

Fr. 30.03. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Lars Danielsson Liberetto

Lars Danielsson (b), Tigran (p), Magnus Öström (dr)

Glückliche Fügungen haben oft außergewöhnliche Folgen: Es war ein Wagnis, ob der schwedische Star-Bassist Lars Danielsson und der armenische Pianist Tigran ein neues Traumduo im europäischen Jazz bilden würden. Erst eine Woche vor den geplanten Aufnahmesessions zu "Liberetto" spielten die beiden erstmals ein gemeinsames Konzert. Und es funktionierte: Vom ersten Ton an hatten sich zwei musikalisch Seelenverwandte gefunden – zufällig, aber dafür umso nachhaltiger. Danielsson erzählt: „Tigran versteht meine Musik genauso wie ich sie mir vorstelle und er komponiert Musik genauso, wie ich sie selbst schreiben würde." Auf "Liberetto" bleibt Lars Danielsson seiner musikalischen Sprache und Ausdrucksweise treu, diesen zumeist melan¬chol-ischen, stets ungewöhnlich gebrochenen Melodien, diesem Aufspüren der musikalischen Räume, dieser stets immanenten Lyrik. Aber er geht auch einen Schritt weiter: "Liberetto" ist kammerjazziger, dichter, interaktiver als Danielssons frühere Alben. Dies liegt sicher auch an den weiteren Musikern, die der Bassist ins Studio holte. Mit e.s.t.-Schlagzeuger Magnus Öström wollte der Bassist schon seit Jahren zusammenarbeiten, jetzt war es endlich soweit. Weitere Informationen

Sa. 31.03. 21 Uhr special concert

Karin Hammar Quartet

Karin Hammar (tb), Rita Marcotulli (p), Tony Overwater (b), Anders Kjellberg (dr)

Und nochmal Jazz aus Schweden! "Instrumentenkollege und Landsmann Nils Landgren hatte sie empfohlen und ihr somit im letzten Jahr erstmals einen Platz im JazzBaltica Ensemble verschafft. Schließlich ist die Stockholmerin in den letzten Jahren immer mehr ins Rampenlicht gerückt, hat Preise gewonnen und sich vor allem durch ihre vielfältigen Interessen in den unterschiedlichsten musikalischen Stilen einen Namen gemacht. Karin Hammar zeichnet auf der Posaune mit schönem Klang feine Linien, die sich elegant durch den von der Pianistin Rita Marcotulli, Bassist Tony Overwater und Drummer Anders Kjellberg gespielten Fluss an Rhythmen und Melodien schlängeln. Auch schon mal ein wenig geheimnisvoll, dann wieder mit sattem Sound und Swing. Die Schwedin und ihre Truppe spielen hier nichts, was man nicht schon mal gehört hätte, aber sie spielen es sehr gut." (Christoph Giese, Jazzthing) Weitere Informationen

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