Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstrasse 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Jan 2012 | März 2012

Programm Februar 2012

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
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Mi. 01.02. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 40

Huntsville - For flowers, cars and merry wars

Ivar Grydeland (guitars, banjo, pedal steel guitar), Tonny Kluften (bass, double bass, bass pedals, rhythm machine), Ingar Zach (sruti box, tabla machine, drone commander, percussion ) The Sound Wiz (sounds)

"Das braucht Vinyl. Nadelkratzen in staubigen Rillen. Und psychedelische Tapeten. Am besten noch einen leichten Kater vom Vortag, und einen leeren Nachmittag ohne Pläne. Da hinein passt dieses Album mit dem verschrobenen Namen ganz wunderbar. Es ist hypnotisch wie das gemütliche Wummern einer Waschmaschine im Nachbarhaus, dabei immer schön abwechselnd (nicht zu schnell, zum Glück) verstörend und beglückend. Nicht nur zu Beginn, wo die bezaubernde Hanne Hukkelberg ein paar Zeilen beisteuert. Auch dann, wenn flatternde Loops und Gitarren-Drones sich ineinanderkuscheln und ruckend im Kreis zu rollen beginnen. Das klingt wie eine träumer¬ische Wiedergeburt der guten alten Industrial-Tape-Schnippler, nach Zoviet France in friedfertiger Laune zum Beispiel. Oder nach den wenigen Überbleibseln eines Radio-Archivs aus den USA der 60er, aus denen ein paar Liebhaber sich eine wehmütige Erinnerungsmusik zu¬sammen¬geklebt haben, die sie immer und immer wieder anhören." (Sebastian Pantel, Nordische Musik, über die CD "For flowers, cars and merry wars") "…Huntsville creates a beautiful mosaic of sound, combining kaleidoscopic grooves with the nuanced interaction and unstructured freedom of abstract improvisation." (Chicago Reader) Weitere Informationen

Do. 02.02. 21 Uhr Stargastspiel

The Joshua Redman Trio

Joshua Redman (sax), Reuben Rogers (b), Greg Hutchinson (dr)

Vor gut zwei Monaten durften wir ein wunderbares Konzert von Joshua Redman im Duett mit Brad Mehldau in der Kongresshalle München erleben. Nun präsentiert Redman sein Trio, mit Reuben Rogers am Bass und Greg Hutchinson am Schlagzeug, und das in der intimen Clubatmosphäre der Unterfahrt. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten zählt Joshua Redman zur ersten Garde der US-Saxophonisten. In dieser Zeit hat er viele eigene Bandprojekte kreiert, die alle internationale Beachtung gefunden haben. Das Redman Trio ist der Garant für groovenden Jazz, für expressive Soli und spannende Interaktionen eines sehr gut eingespielten Jazztrios ohne Harmonieinstrument. Weitere Informationen

Fr. 03.02. 21 Uhr CD Präsentation

Tango Sur

Margit Sonnauer (akkordeon), Petra Amasreiter (violine), Andy Mayr (git), Michael Engelhardt (b)

Tango Sur - Modern Tango argentino, mit Leidenschaft und Lebensgefühl. "Es ist heiß - und die Luftfeuchtigkeit hoch. Es wird Abend in Buenos Aires. Zeit, in eine Bar zu gehen und mit einer wunderschönen Frau Tango zu tanzen." Tango sur spielt die heiße Musik des Tango, die zu nächtlicher Stunde ihre Zuhörer anlockt. Die Eigenkompositionen von Margit Sonnauer und Petra Amasreiter lassen stimmungsvolle Klangwelten entstehen. Tango sur bedient sich einer musikalischen Sprache, die den "Tango Nuevo" von Piazzolla, den Jazz, die klassische Moderne eines Bartok und traditionelle Tangomusik von Gardel mit Improvisationen verbindet. Die vier Musiker zeigen, wie zeitlos und temperamentvoll sich solche Musik anhört. Weitere Informationen

Sa. 04.02. 21 Uhr highlight

Gianluca Petrella TuboLibre

Gianluca Petrella (tb, samples, synth.bass), Oren Marshall (tuba, elec.), Gabrio Baldacci (git), Cristiano Calcagnile (dr, perc)

Der 1975 in Bari geborene Gianluca Petrella schloß schon 1994, mit gerade mal 19 Jahren, sein Musikstudium in Bari mit Bestnoten ab. Im selben Jahr machte er Aufnahmen mit Greg Osby und von da an ging es nur noch steil die Karrie¬leiter hoch. Mit Steve Coleman, Carla Bley, Anouar Brahem, Pat Metheny und Enrico Rava arbeitete (und arbeitet) er zusammen und hat mit ihnen Platten heraus¬gebracht. In seine Musik integriert er Electronica, ver¬öffentlichte Produktionen auf Ninja Tunes und trat mit der Experimental-Ikone Matmos auf. Im Jazzmagazin "Down Beat" wurde er wiederholt zum besten "Rising Star"an der Posaune gewählt. Weitere Informationen

So. 05.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Martin Seeliger (sax)

Die Sessions des Saxophonisten Martin Seeligers verstehen sich als offene Einladung: Hardcore-Jazzer, Crossover-Musiker jeder Coleur und besonders auch Sänger/innen sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

Mo. 06.02. 21 Uhr Big Band Night

Uni BB München

Ltg. Prof. Joe Viera

Diesmal bringen die swingenden Uni-Jazzer ihre gerade erschienene erste CD mit: 'Way to go'. Zum aktuellen Programm gehören u.a. Titel von Lennie Niehaus, Jimmy van Heusen, Ernie Watts, Jon Phelps, Dominic Spera, Lennie Stack, Carl Fischer und John Coltrane. Weitere Informationen

Di. 07.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Danilo Rea & Flavio Boltro

Danilo Rea (p), Flavio Boltro (tp)

Die Oper ist den Italienern eine Herzensangelegenheit. So auch für den römischen Pianisten Danilo Rea, der für diese nationale Leidenschaft besonders prädestiniert ist: Er absolvierte am Konservatorium Santa Cecilia in Rom ein klassisches Klavierstudium, und auch nach seiner Hinwendung zum Jazz orientiert Rea sich weniger an amerikanischen Standards, sondern greift am liebsten auf die Musiktradition seiner Heimat zurück: Mustergültig ist dies zu hören auf seinem ACT Debüt "A Tribute to Fabrizio de André", das von Italiens Jazzmagazin "Musica Jazz" zum Klavieralbum des Jahres 2010 gekürt wurde. Über Puccini, seinem Lieblingskomponisten, entdeckte Rea die Oper. Nach "Lirico" im Jahr 2004 widmet er sich auf "Opera" jetzt ganz dem italienischen Fach und erhält dabei prominente Unterstützung von Flavio Boltro, dem norditalienischen Trompeter von Weltrang. Auch er bringt ideale Voraus¬setzungen mit: ein klassisches Studium am Konser¬vatorium von Turin, die Arbeit in einem Sinfonie-orchester und die genre- und stiloffene Lust am Experiment. Vom ersten Ton an präsentieren sich Rea und Boltro auf "Opera" als überragende Lyriker, ohne Scheu vor Pathos und dem ganz großen Gefühl. Im Fokus steht der melodische Gehalt der Vorlagen. Der stets hörbare Respekt vor den Opernklassikern schließt Innovation freilich niemals aus. Als zwei der kreativsten Improvisatoren der Szene, finden sie stets eine spannende rhythmische Variation, eine belebende Phrase oder eine wichtige harmonische Erweiterung. Oper und Jazz fließen harmonisch ineinander. Weitere Informationen

Mi. 08.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Leszek Mozdzer Solo

Leszek Mozdzer (p)

Wenn Możdżer heute als wichtigste Entdeckung des jüngeren polnischen Jazz und als einer der herausragenden Pianisten der internationalen Szene gilt, dann nicht zuletzt wegen seiner wegweisenden Grenzgänge zwischen Klassik und Jazz. Er ist der große Romantiker unter den europäischen Jazzpianisten. Mit Improvisationen über Themen von Frédéric Chopin begründete er seinen Ruf: Stets orientiert sich sein perlendes, anschlagstechnisch unerreichtes Spiel seither an Melodien voller Lyrik und Emotion. Dabei erweist sich Mozdzer gleichwohl als überragender Improvisator – allerdings auf der Grundlage eines klassischen Kanons, was Chromatik, Harmonik und vor allem Verzierungen angeht. Mit seinem Solo-Debüt "Komeda" für ACT wirft Leszek Mozdzer einen ehrerbietenden, aber gleichwohl eigenständigen Blick auf die Musik des legendären Pianisten Krzysztof Komeda, der durch seine Soundtracks für Roman Polanski weltweite Bekanntheit erlangte. Das Album erklomm in Polen kurz nach Veröffentlichung den ersten Platz der Pop(!)-Charts und ließ somit Weltstars wie Sting und Beyoncé hinter sich. Auch die deutsche Presse ist voll des Lobes: Die Süddeutsche Zeitung nennt Możdżer schlicht "ein Phänomen" und spricht von einem "erlesenen Album." Und der Tagesspiegel schwärmt anlässlich seines umjubelten Konzertes beim JazzFest Berlin 2011 von seinem Ton und einzigartigen Anschlag, den man nach fünf, sechs Takten blind erkenne. Weitere Informationen

Mi. 08.02. 20 Uhr Weltmusik im EinStein: ”Zeit des Wolfes” – finnische Vokalkunst

Suden Aika

Liisa Matveinen (Gesang, Kantele), Veera Voima (Gesang, Kantele, Moraharpa), Katariina Airas (Gesang), Nora Vaura (Gesang, Flöte, Udu)

“Wir möchten, dass unsere Seelen zusammen singen. Wir singen im Stil des ’Runolaulu’, was ’Gedichtgesang’ bedeutet. Diese Tradition lieben und achten wir. Unseren Sound entdecken wir gemeinsam durch Improvisation und Begegnung über die Stimme. Der wichtigste Aspekt in unserer Arbeitsweise ist, sich ganz in die Musik hineinzubegeben. Wir tüfteln nicht an detaillierten Arrangements, die Details, die Farben kommen von selbst - wir öffnen uns und lassen es geschehen. Wenn man zusammen improvisiert und sich dabei in die Augen schaut, zuhört, singt, wieder zuhört und singt, dann kannst du den Moment erleben, wo die Zeit stehen bleibt und man mit¬einander im Ein-Klang ist. Suden Aika bedeutet ’Zeit der Wölfe’. Der Wolf ist für viele Menschen eine teuflische Figur, aber für uns steht er für Freiheit, Wahrheit und etwas Wildes. Das ist Suden Aika.“ (Suden Aika über ihre Musik) Das Konzert findet in einem der Tonnengewölbe im Kulturzentrum EinStein statt. Bitte beachten Sie den Konzertbeginn um 20 Uhr. Reservierte Tickets müssen bis spätestens 19.30 Uhr abgeholt werden. Sie erhalten diese auch im Vorverkauf im Jazzclub Unterfahrt. Eintritt € 15.00/ Mitglieder € 10.00 Weitere Informationen

Do. 09.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Doppelkonzert: Jens Thomas & Verneri Pohjola - Verneri Pohjola Quartet

1. Set: Jens Thomas (p), Verneri Pohjola (tp) 2. Set: Verneri Pohjola (tp), Aki Rissanen (p), Antti Lötjönen (b), Joonas Riippa (dr).

Jens Thomas lässt niemanden in Ruhe, weder sein Klavier noch die Jazzgeschichte, noch sein Publikum, und schon gar nicht sich selbst," resümiert die Frankfurter Rundschau. "Alles wird zu etwas Neuem kompostiert" fügt die ZEIT hinzu und der Kölner Stadtanzeiger bezeichnet ihn wegen seines Individualismus und unkonventionellen Spiels gar "als Jimi Hendrix des Flügels." Jens Thomas’ kompromisslose Suche nach neuen Wegen führt ihn 2000 mit "You Can`t Keep A Good Cowboy Down" zu dem Filmkomponisten Ennio Morricone. Frankreich, England und Deutschland küren das Album jeweils zum Jazzalbum des Jahres. Er covert nicht, sondern gibt den Stücken einen ganz neuen Charakter und Ausdruck. So auch bei "Speed of Grace." Nicht laut und rockig, sondern balladesk und ganz intim erklingen AC/DC. Aus Hardrock wird lyrische Kammermusik, werden total heruntergedimmte, impressionistische, bis auf das Grundgerüst völlig improvisierte Balladen. "Highway To Hell" wird zur fast zerbrechlichen, traurigen Klage. Jens Thomas überrascht zudem als außergewöhnlicher Sänger. Völlig autodidaktisch entwickelte er einen eigenen Gesangsstil, in dem sich Falsett- und Obertongesang mit kräftigem Rockbass mischen. 2. Set: Pohjola – ein Name mit Symbolkraft für Finnland. Es ist der Hauptort in dem berühmten Nationalepos "Kalevala" und der Nachname einer der bekanntesten Jazzmusikerfamilien des Landes. Mit seinem ACT-Debüt "Aurora" sorgte der Trompeter Verneri Pohjola im Januar 2011 auch außerhalb seiner Heimat für Aufmerksamkeit. Nicht nur der deutsche “Stern“ lobte das "epische Album" in den höchsten Tönen, auch das amerikanische Portal Allaboutjazz befand: "Verneri Pohjola hat das Zeug zum internationalen Jazzstar." Das vielleicht wertvollste Lob kam aus dem Mund von Trombone Shorty, dem derzeit wohl angesagtesten jungen Posaunisten und Trompeter, als er Pohjola zum ersten Mal hörte: "Ich weiß nicht, wer das ist, aber er hat einen wundervollen Ton. Er spielt in großen Bögen, er weiß, dass Raum kostbar ist, und lässt die Musik sprechen. Wirklich toll!" Mit seinem neuen Album "Ancient History" beweist Pohjola umso mehr, dass er für die internationalen Bühnen geschaffen ist. Im Mittelpunkt steht Pohjolas markanter Trompetenton. Der ist meist verhalten, paart die Coolness eines Miles Davis mit einem fahlen, heiseren, mitunter sehr metallischen Dialekt, beherrscht aber auch alle möglichen Artikulationswechsel und kann sich auch mal kraftvoll zu hymnischen Höhen aufschwingen. Im Gegensatz zu seinem Debüt-Album setzt er auf die Intimität der Quartettbesetzung, alles Weggefährten Pohjolas: "Ich wollte eine Band haben, die ich wirklich gut kenne. Ich wollte so live wie möglich klingen. Und mit den Jungs auf dem Album spiele ich seit über zehn Jahren zusammen. Wir kennen uns in- und auswendig." Weitere Informationen

Fr. 10.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Ida Sand & Band

Ida Sand (voc, p), Mathias Torell (git), Tobias Gabrielsson (b), Anders Hedlund (dr)

Mit ihrer aktuellen und dritten ACT-CD "The Gospel Truth" kehrt Ida Sand zu ihren musikalischen Wurzeln zurück: zur einzigartigen Verbindung aus europäischem und amerikanischem Soul. Damit knüpft die Schwedin an ihr 2007er ACT Debüt "Meet Me Around Midnight" an, auf dem sie „erdig-markant, vom Blut des Blues durchtränkt, Gospel durchdrungen, jazzverwittert und soulinfiziert" (Jazzthing) begeisterte. Von dieser Musik gepackt, entdeckte sie bald auch den weltlichen Bruder des Gospel, den Soul, und seine alten Meister wie Ray Charles oder Aretha Franklin. Und so ist das neue Album der musikalische Ausdruck dieser persönlichen Gewissheit. "The Gospel Truth" liefert den Beweis, dass Ida Sand die vielleicht beste weiße europäische Soulstimme seit Lisa Stansfield ist. Weitere Informationen

Sa. 11.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Gwilym Simcock Solo

Gwilym Simcock (p)

Leider musste der Pianist Yaron Herman aus gesundheitlichen Gründen das heutige Konzert absagen. Zum Glück gehören viele erstklassige Pianisten von Weltrang zur ACT-Family und der walisische Kollege Gwilym Simcock übernimmt diesen Abend. Chick Corea nennt ihn ein "Original, ein kreatives Genie" und Jamie Cullum, Star der britischen Musikszene, erklärt ihn zu "unserem besten jungen Klavierspieler": Der 1981 geborene, in London lebende Waliser Gwilym Simcock zählt unzweifelhaft zur Speerspitze des europäischen Jazz. Die BBC kürte ihn 2006 - 2008 zum ersten "BBC Radio 3 New Generation Jazz Artist" und verlieh ihm einen Jazz Award. Bei den britischen Parliamentary Jazz Awards wurde er 2007 als "Jazzmusiker des Jahres" ausgezeichnet. Seinen endgültigen Durchbruch schaffte Simcock 2011 mit seiner Soloklaviereinspielung Good Days at Schloss Elmau. Als eines der 12 besten Alben Großbritanniens wurde sein ACT-Debüt für den prestigeträchtigen Mercury Prize, dem wichtigsten Genre übergreifenden Musikpreis Großbritanniens nominiert. Damit stand Simcock in einer Reihe mit Weltstars wie der Sängerin Adele. Was Kritik und Publikum so fasziniert, wird auf "Good Days at Schloss Elmau" klar: Wie ein Hai hat sich Simcock durch die Meere der Musikgeschichte gefressen. Wer genau hinhört, wird Anklänge finden an Mozart, Bach, Chopin, Ravel, Gershwin oder Ligeti, ebenso wie an Shearing, Monk, Evans, Peterson und natürlich an Jarrett. Simcock ist aber kein Eklektiker, er ist ein Neo-Romantiker, der aus allen Einflüssen von der Klassik bis zu Jazz-Standards wogende und wirbelnde Elegien kreiert, die vor Einfällen und Eskapaden nur so strotzen. Ende März erscheint Simcocks neues Album Lighthouse, gemeinsam mit Saxofonist Tim Garland und Perkussionist Asaf Sirkis, bei ACT. Weitere Informationen

So. 12.02. 21 Uhr 20 Jahre ACT - Piano Piano

Ulf Wakenius & Vincent Peirani

Ulf Wakenius (git), Vincent Peirani (acc)

Jazzmusiker könnten als Berufsbezeichnung auch "Reisender" angeben. Zu einer erfolgreichen Karriere gehören Tourneen und Konzertreisen unverzichtbar dazu. Vagabunden, fahrendes Volk – bis zu einem gewissen Grad sind ihre Nachfahren die Jazzmusiker. Auch daran hat der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius gedacht, als er sein neues Album "Vagabond" taufte. Schließlich hat auch er den Globus bereits etliche Male umrundet, als langjähriges Mitglied des Oscar Peterson-Quartets und an der Seite des Bassisten Niels-Henning Ørsted-Pedersen. Und seit einigen Jahren ist Wakenius nun auch treuer Begleiter seiner ACT-Kollegin Youn Sun Nah. Weil der koreanische Gesangsstar Nah oft in Paris weilt, ist die Seine-Metropole für ihn zum oft angesteuerten Ziel geworden und nun zu einer der Kraftquellen von "Vagabond". Denn hier fand er den Mann, der mit ihm zusammen das Album prägt: den Akkordeonisten Vincent Peirani, der als kommender Star der großen französischen Akkordeontradition gelten darf. Auf "Vagabond" zeigt der Weltreisende Wakenius, von welcher Neugier auf jede Art von guter Musik er getrieben ist und wie vielseitig er seine Gitarre einzusetzen weiß: ein faszinierender Reisebericht und ein Album, von dem der Gitarrist selbst sagt, es sei "das Beste, das ich je gemacht habe." Weitere Informationen

So. 12.02. 15 Uhr Krimi-Mäusical

Pecorinos

Kokutekeleza Musebeni, Barbara Mayr, Stefan Noelle (voc), Henk Flemming (Erzähler, voc), Franz-David Baumann (tp, voc), Stefan Schreiber (ts), Volker Giesek (p), Christian Lachotta (b), Johannes Friebel (dr)

Das Krimi-Mäusical von Franz-David Baumann, Henk Flemming und Doris Eisenburger. Wanted! Wenn irgendwo, irgendwie und irgendwann Käse gestohlen wird, auf wen fällt dann stets der erste Verdacht? Genau, auf Mäuse! Aber manchmal sind sie unschuldig... So unschuldig wie die Pecorinos: fünf Mäuse-Musiker, die Kommissar K. ins Mauseloch gebracht hat. Doch Danny, Dizzy, Charly, Mick und Paul schnappen sich kurzerhand ihre Instrumente und brechen aus. Ihre Flucht führt sie von Hamburg über Liverpool und London nach Paris, immer verfolgt von Kommissar K. und seinem Wachtmeister Henry. Witzige Charaktere und allerfeinster Mäuse-Jazz für kleine und große Zuhörer ab 6 Jahre. Die 2010 bei Terzio erschienene Buch-/CD-Produktion wurde letzten September vom WDR Köln mit dem Kinderjurypreis (POLDI) des Medienpreises Leopold des VDM und des Familien- und Jugendministeriums ausgezeichnet. Einlass ab 13.30 Uhr, Plätze bleiben bis 14.30 Uhr reserviert, danach verfällt die Platzreservierung. Konzertbeginn ist 15 Uhr. Weitere Informationen

Mo. 13.02. 21 Uhr Big Band Night

Uptown Jazz Orchestra feat. Jürgen Seefelder

"Das Uptown Jazz Orchestra genießt inzwischen einen glänzenden Ruf als authentischer Transporteur des Great American Songbooks von der goldenen Swing-Vergangenheit direkt in die von Pop, Remixes und Lounge dominierte Gegenwart. Ohne in schwülstige Nostalgie zu versinken verleiht die Band jedem Song mit präzisen Bläsertutti, virtuosen Soli und farbenreichen Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. Ihr gemeinsames Ziel lautet: den Menschen zu beweisen, dass die Magie des großorchestralen Swing auch im 21. Jahrhundert wirkt. Ein probates Mittel im Kampf gegen den musikalischen Zeitgeist, den die Mannen des Uptown Jazz Orchestra ohne jeden Zweifel für sich entscheiden werden." (Reinhard Köchl) Heute präsentiert das Uptown Jazz Orchestra einen bedeutenden deutschen Saxophonisten: Jürgen Seefelder am Tenor. Jürgen Seefelder in München vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen. Viele Jahre hat er in München gelebt, hier gespielt und unterrichtet. Mit vielen Größen war und ist er unterwegs, wie z.B. Dave Liebman, Barbara Dennerlein, dem Vienna Art Orchestra, Karl Ratzer oder Frank Foster und hat viele Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. Weitere Informationen

Di. 14.02. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 41

Puma

Gard Nilssen (dr), Østein Moen (synth, electronics), Stian Westerhus (git, electronics)

Schwere und düstere norwegische Naturepik ist auf dem dritten Album der drei Norweger Gard Nilssen, Østein Moen und Stian Westerhus zu hören. Ausgefallene Klanglandschaften, die einmal schwer benebeln, dann mit kratziger Note bedröhnen. Eine abenteuerliche und manchmal schauerliche Musik. Contemporary Scandinavian Jazz eben. Die Avantgardisten von Puma lassen kein Faible für Pop, Kommerz oder Mainstream erkennen, alles ist Innerlichkeit, keine Pose. Atemberaubend schöne und reinigende Klanggewitter, ein mysteriöses Zusammenspiel von Mensch und Technik. Geheimnisvoll und beeindruckend. Die Musiker besitzen ein grandioses musikalisches Gespür und beeindrucken mit äußerster Konzentration und viel Körpereinsatz. Die Herren sind Schöpfer von Klangfarben und -welten, formen ihren eigenen Klangkosmos. So verwandelt sich Rock in etwas Elementareres, Trance-Bilder betören in melancholisch-balladesker Sphärik, lasziv verflogen und doch konkret. Weitere Informationen

Mi. 15.02. 21 Uhr Dutch Delight - CD Presentation

Yuri Honing Acoustic Quartet - TRUE

Yuri Honing (ts, ss), Wolfert Brederode (p), Ruben Samama (b), Joost Lijbaart (dr).

Yuri Honing als Aushängeschild des holländischen Jazz zu bezeichnen, ist richtig und falsch zugleich: Auf der einen Seite ist Honing in der Tat (weltweit betrachtet: 30 CDs und Tourneen in 50 Ländern) einer der am stärksten wahrgenommenen Jazzmusiker aus den Niederlanden. Andererseits sind es gerade seine Ausflüge in andere Genres, in vielfältige, kulturell vollkommen gegensätzliche Musikwelten, die das Markenzeichen des jungen Saxo¬phoni¬sten ausmachen und es schwer machen, ihn einer bestimmten Schule zuzuordnen. Seit zwei Jahren gibt es nun das "Acoustic Quartet", eine niederländische All Star- Besetzung im akustischen Gewand, und gestern, am 14.02., erschien die CD "True" bei Challenge Records. "From note one you know that saxophonist Honing has ‘got it’ and that tone can cut through your soul". (The Independent) Vor ein paar Tagen erreichte uns die Nachricht, dass Yuri Honing mit dem "VPRO/Boy Edgar Prijs" 2012 ausgezeichnet wurde - Herzlichen Glückwunsch! Mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulates der Niederlande München. Weitere Informationen

Do. 16.02. 21 Uhr Les temps changent

Hélène Labarrière Quartet

Hélène Labarrière (b), François Corneloup (bs), Hasse Poulsen (git), Christophe Marguet (dr)

"Ein neues Quartett : mit François Corneloup, den ich zum ersten Mal 1991 während des kollektiven Projekts ’Incidences’ traf; mit Christophe Marguet, der wie ich seine Erfahrungen im Jazz bei den älteren Musikern gesammelt hat, indem er viele französische und amerikanische Solisten in den Pariser Jazzclubs begleitete, bevor er sich dann der weiten Welt der improvisierten Musik öffnete; und mit Hasse Poulsen, den ich gleich nach seiner Ankunft in Frankreich während zahlreicher Sessions kennen lernte. ’Les temps changent’: Denn die Musik bewegt sich nicht nur zwischen Tönen, sondern auch durch Raum und Zeit, nicht nur im 3er und 4er oder im 5er und 7er Takt, sie besteht auch aus Pausen, kann zeitlos sein oder sich sehr viel Zeit lassen… und wir wollen dabei Spaß haben ! ’Les temps changent’: und sie ändern uns. Eine Band ist das Aufeinandertreffen all dieser Begegnungen und Momente, die man zusammen oder getrennt erlebt hat; sie ermöglichen uns, ihnen spontan musikalisch Ausdruck zu geben, sie zu gestalten, zu erneuern, zu ändern. ’Les temps changent’ , hier und anderswo: Weil wir unserer Umwelt gegenüber nicht taub sind, fühlen wir mehr und mehr die Dringlichkeit, uns musikalisch dazu zu äußern." (Hélène Labarrière) Weitere Informationen

Fr. 17.02. 21 Uhr

Heinz Sauer - Bob Degen Duo

Bob Degen (p), Heinz Sauer (sax)

Sie gehören zum alten Adel des europäischen Jazz: Saxophonist Heinz Sauer und Pianist Bob Degen, der eigentlich Amerikaner ist. Doch Degen kam schon 1965 nach Europa und öffnete hier zahlreichen amerikanischen Kollegen das Tor zum europäischen Publikum. Auf seinem ersten Album unter eigenem Namen begleitete ihn ein junger Bassist namens Manfred Eicher und seine Aufnahmen mit Albert Mangelsdorff sind legendär. Seit 1973 gehört Degen dem Jazzensemble des Hessischen Rundfunks an, wo er Heinz Sauer kennenlernte, mit dem er sechs Jahre später ein festes Duo bildet. Wenn die Beiden gemeinsam in die Tasten greifen und ins Horn stoßen, meint man buchstäblich blaues Blut pulsieren zu hören. Das ist sicher keine Musik für Heißsporne. Jeder Ton ist wohlüberlegt, jede Phrase gefriert zum Kunstwerk aus geschwungenem Marmor, und trotzdem klingt ihr Techtelmechtel auch nach dreißig Jahren immer noch spontan und anregend. Bob Degen und Heinz Sauer servieren Jazz für jene Genießer, die für einen guten Ton und ein Stück zeitloser Schönheit auch in der Ära des schnellen Datenklicks noch meilenweit gehen würden. Weitere Informationen

Sa. 18.02. 21 Uhr highlight

Heinz von Hermann Jazz Ahead Picante

Heinz von Hermann (sax, cl, fl), Johannes Herrlich (tb), Markus Gaudriot (p), Uwe Urbanowski (b),Walter Grassmann (dr), Andi Steirer (perc).

"One More Once" - der Titelsong der gleichnamigen Michel Camilo CD passt auch als Motto für das neue Projekt von Heinz von Hermann. Feierte er doch im letzten Jahr seinen 75. Geburtstag und gleichzeitig das 56-jährige Bühnenjubiläum! Die Besetzung: In der Frontline Posaune und Tenorsaxophon, alternierend Flöte ode Altflöte. Die Rhythmusgruppe mit Klavier, Bass und Schlagzeug ist um Percussion erweitert, da ein Schwerpunkt des Programms auf lateinamerikanischer Musik liegt. Das Repertoire umfasst neben einem "Best of" der bisherigen Karriere von Heinz von Hermann als Musiker, Komponist und Arrangeur einige neue eigens für dieses Projekt komponierte Titel sowie Stücke von Horace Silver, Stanley Turrentine, Michel Camilo, Clare Fisher, Tito Puente und den Jazz Crusaders in speziellen Arrangements. Weitere Informationen

So. 19.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Martin Seeliger (sax)

Die Sessions des Saxophonisten Martin Seeligers verstehen sich als offene Einladung: Hardcore-Jazzer, Crossover-Musiker jeder Coleur und besonders auch Sänger/innen sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

Mo. 20.02. 21 Uhr

Erste Deutsche STUBENJAZZ Combo

Junia Vent (voc), Michael T. Otto (kuhlohorn, comp, arrang), Uli Binetsch (tb), Johannes Deffner (git, arrang), Harald Oeler (acc), Heiner Merk (b)

Was in aller Welt ist denn "Stubenjazz"...? Eine Frage, die sich wohl viele Leser hier stellen. Die Wortneuschöpfung STUBENJAZZ gibt der Definition von Jazz, sich in vielfältiger Weise und häufig im Crossover mit anderen Musiktraditionen und Genres stets weiter zu entwickeln, eine neue Rechtfertigung: STUBENJAZZ steht sowohl als Kürzel für die sich um den Trompeter Michael T. Otto formierende Erste Deutsche STUBENJAZZ Combo als auch für die Essenz einer neuen Stilrichtung des Jazz, die mit ungewöhnlicher Instrumentierung traditionelles deutsches Liedgut aus vier Jahunderten in ein originelles Jazzgewand aus Klängen des 21. Jahrhunderts hüllt. Die "Stube" – ethymologisch einen "warmen Wohnraum" und somit den wichtigsten Raum in einer Wohnung bezeichnend – wird dabei das Symbol für die wechselseitige Durchdringung verschiedenster Klangräume und das Verschmelzen epochaler musikalischer Grenzen. Die Erste Deutsche Stubenjazz Combo fusioniert traditionelles deutsches Volksliedgut mit den Klängen des 21. Jahrhunderts. Da mag eine Posaune wohl einer brünftigen Kuh huldigen, ein Akkordeon jazzigen Läufen folgen, ein Maitanz um fast “atonale“ Akkorde entstehen oder eine Nonne dem Kloster abschwören. Zeitsprünge werden vollführt und Klangräume verschoben. Die Zuhörer werden von den sechs Musiker auf eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen Jahrhunderte mitgenommen und es gelingt ihnen, durch originelle, kreative Bearbeitung alten, schon fast vergessenen Melodien und Texten neues Leben einzuhauchen. Lust und Können, Fantasie und Kreativität, Einfallsreichtum und Dynamik prägen die Konzerte der Stubenjazz-Combo. Weitere Informationen

Di. 21.02. 21 Uhr Carneval highlight

Joe Bowie' Defunkt Millenium

Joseph Bowie (voc, tb, perc), Kim Clarke (b), Adam Klipple (keys), Vincent Brijs (bs), Tobias Ralph (dr)

Ein wahres Highlight für den Faschingsdienstag! Die Pappnasen können Sie getrost zu Hause lassen, die verrutschen eh’ nur beim "Head banging"! Doch falls Sie im Kostüm auftauchen möchten, sind Sie bei uns auch gern gesehen. Defunkt, die Jazzfunkcombo von Posaunist und Sänger Joseph Bowie wurde 1978 in New York gegründet. In ihrer langjährigen Geschichte bis in dieses Jahrtausend brachte es die Band auf 16 Alben und vermischt in einem einzigartigen Stilmix Elemente des Jazz, Funk, Soul und sogar Punk! Ein Muss für alle Funk-, Jazz- und Jazz-Rockfans! Don't miss it! Weitere Informationen

Mi. 22.02. 21 Uhr Traumton CD Präsentation - Bima Sakti

Christoph Stiefel & Lisette Spinnler

Christoph Stiefel (p), Lisette Spinnler (voc)

Beflügelter Gesang, singender Flügel. Eine Sängerin und ein Pianist: Lisette Spinnler und Christoph Stiefel machen aus dieser raren Kombination etwas ganz Besonderes, Magisches. Aufhorchen lässt nicht nur die ungewöhnliche Stückauswahl, sondern auch der schier unerschöpfliche Reichtum an faszinierenden Sounds. Dabei steht weder der Gesang noch das – teilweise präparierte – Klavierspiel im Vordergrund, vielmehr verschmilzt beides zu einer harmonischen Einheit. Wenn es der Kunst gelingt, Schönheit nicht künstlich zu zelebrieren, sondern zu transzendieren, vermag sie uns einen Eindruck vom verlorenen Paradies zu vermitteln. Weil es in der Seelen-Musik von Christoph Stiefel und Lisette Spinnler immer wieder zu solchen Momenten der Transzendenz kommt, trifft sie uns mitten ins Herz. Weitere Informationen

Do. 23.02. 21 Uhr

Fidan

Esra Dalfidan (voc), Franz von Chossy (p), Tobias Klein (bcl, as), Sean Fasciani (b), Uli Genenger (dr)

Die Jazzsängerin Esra Dalfidan ist eine Weltenbummlerin zwischen Ost und West: als Tochter türkischer Eltern in Deutschland geboren und aufgewachsen, studierte sie Jazzgesang am renommierten Konservatorium von Amsterdam, wo sie heute lebt. Nicht nur biografisch schlägt bei ihr das Pendel zwischen Orient und Okzident hin und her. Ihre Kompositionen stellen eine seltene Weltmusik-Mixtur aus modernen Spielarten des Jazz, orientalischer Folklore, Klassik und zeitgenössischer Musik dar. „Ihre Musik überzeugt vom ersten Ton an. Ihre Lyrik geht unter die Haut, ein selten poetischer Gesang…“ (JazzPodium) Weitere Informationen

Fr. 24.02. 21 Uhr

Jason Seizer - Walter Lang Duo

Jason Seizer (ts), Walter Lang (p)

Das Seizer- Lang Duo. Zwei Freunde im Dialog, so lässt sich das Zusammenspiel des Pianisten Walter Lang und des Tenorsaxophonisten Jason Seizer wohl am besten umschreiben. Beide verfügen über internationale Reputation. Und beide besitzen die Sensibilität, aus simplen Noten kleine Kunstwerke zu formen, die sich tief im Gehirn und im Herzen des Zuhörers eingraben. Intime Musik, die in besonderer Weise zum Zuhören einlädt. Weitere Informationen

Sa. 25.02. 21 Uhr

Till Martin Quartet

Till Martin (ts), Christian Elsässer (p, fender rhodes), Henning Sieverts (b, cello), Bastian Jütte (dr).

Ausgangspunkt ist eine Melodie. Wie ein roter Faden zieht sie sich durch das Programm. In Variationen unterschiedlich beleuchtet und schließlich auf ihre reine Tonfolge und deren Bruchstücke reduziert, taucht sie als Hauptstimme ab, erscheint als beiläufiger Begleiter, kontrastiert als Gegenmelodie, verdichtet sich zur Collage, schillert hier und dort kurz auf und legt als Bassmotiv die Grundlage für weitere musikalische Orte und Entwicklungen. Sie findet sich als Inspirationsquelle stets im Raum, aber selten selbst im Rampenlicht wieder. Stilistische Referenzen der suitenhaft angelegten Musik sind Kammermusik, zeitgenössischer Jazz, monotone Strukturen, Barock, Duke Ellington und bisweilen Spuren der klassischen Moderne. Dank der Gelassenheit der vier Tonkünstler, intuitiv und differenziert miteinander zu musizieren, ist das Resultat eine Musik die atmet - frisch und poetisch zugleich. Darüber hinaus wird das Quartett Liedgut der aktuellen CD "Ding Dong" erklingen lassen über die die Süddeutsche Zeitung schreibt: "Es gab einen Punkt, da verabschiedete sich Martin vom Modus des Schneller, Höher, Weiter. Und konzentrierte sich ganz auf seine persönliche Beziehung zum Klang wie zur Tradition des Jazz. Seither gehören seine Projekte zum Geschmackvollsten, was der deutsche Jazz zu bieten hat. Stets sind seine Stücke leicht minimalistisch, auf ungewöhnliche Melodien mit ebenso unüblichen Harmoniedurchgängen konzentriert und nicht nur im Titel von einem leisen Humor durchzogen." (Oliver Hochkeppel, SZ) Weitere Informationen

So. 26.02. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Martin Seeliger (sax)

Die Sessions des Saxophonisten Martin Seeligers verstehen sich als offene Einladung: Hardcore-Jazzer, Crossover-Musiker jeder Coleur und besonders auch Sänger/innen sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

So. 26.02. 15 Uhr Uhr

Ich rap mir die Welt

Rap: Pauli, Melli, Sarali , Carolyn Breuer (sax), Christan Schmerder (keys), Christian Sudendorf (b), Benjamin Bärmann (dr)

Das neue Projekt von den Machern des erfolgreichen Jazzicals für Kinder "Der kleine Erdbär" Carolyn Breuer und Sabine Bohlmann. Es ist unglaublich: Da stehen drei 14-jährige Mädels auf der Bühne und rappen wie alte Profis, mit Rhythmusgefühl und ausdrucksstarken Stimmen. Pauli und ihre Freundinnen rappen von Zicken in der Schule, langweiligen Regentagen, Welterfindern, Pferden und Froschkönigen. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem Glück. Ob sie es finden? Die für die Altersgruppe 6 bis 11 maßgeschneiderten Texte stammen von Sabine Bohlmann und Moses Wolff. Die Musik ist von Carolyn Breuer und Christian Sudendorf. "Rap dir die Sorgen von der Seele und die Angst aus dem Bauch, rap dir den Kloß aus der Kehle, komm schon, du kannst das auch!" Übrigens, die CD "Ich rap mir die Welt" wurde für den Leopold-Preis "Gute Musik für Kinder" nominiert. Für Kinder ab 6 Jahre. Mamas und Papas zahlen 14,--€ und alle Kinder 7,--€ Eintritt. Reservierung empfohlen. Einlass ist ab 13:30 Uhr. Konzertbeginn 15 Uhr. Reservierte Karten müssen bis 14:30 Uhr abgeholt werden. Die Prijak Clubgastronomie verwöhnt alle kleinen und großen Leute mit leckeren Schmankerln für den kleinen und den großen Hunger. Weitere Informationen

Mo. 27.02. 21 Uhr Big Band Night

Sunday Night Orchestra

Besetzt mit den besten Jazz-Musikern, die in Deutschland zu finden sind, spielt das Orchester, das von Anfang an in Nürnberg zuhause ist, seit über zehn Jahren regelmäßig am letzten Sonntag eines Monats in Nürnberg in der Tafelhalle. Heute besucht es die Unterfahrt, am letzten Montag des Monats Februar. Präsentiert wird BigBand-Jazz der unterschiedlichsten Stilrichtungen auf höchstem Niveau. Weitere Informationen

Di. 28.02. 21 Uhr

Wanja Slavin Lotus Eaters

Wanja Slavin (as), Leonardo Montana (p), Petter Eldh (b), Jan Leipnitz (dr)

"Wenn ein junges Berliner Jazzquartett sich den Namen ’Lotus Eaters’ gibt, liegt es nahe, einen Bezug zu dieser Episode zu vermuten. Vielleicht haben die vier Instrumen-talisten ja die Absicht, das Publikum mit ihrer Musik in einen hypnotischen Bann zu ziehen und für eine Konzertlänge aus dem Lauf der Zeit zu entführen. Was bisher von der im Jahr 2008 gegründeten Band an Aufnahmen im Umlauf ist, klingt auf jeden Fall so, als ob die zur ’U 30’-Generation gehörenden Musiker dazu bestens in der Lage sind. Was sie spielen, ist ’Deep Jazz’ in der Fortführung einer Tradition, die – mit hochener-getischer Leidenschaftlichkeit ausgestattet – von dem Saxophonisten John Coltrane und – mit atmender Poesie versehen – von dem Pianisten Bill Evans begründet wurde. In eigenen Kompositionen legen die ’Lotus Eaters’ eine Durchdringung der musikalischen Materie und eine Virtuosität an den Tag, die staunen macht." (Beate Sampson, BR) 2011 wurde "Wanja Slavin Lotus Eaters" mit dem 2. Preis des BMW Jazz Award ausgezeichnet. Weitere Informationen

Mi. 29.02. 21 Uhr highlight

Samuel Blaser's Consort in Motion

Samuel Blaser (tb), Russ Lossing (p), Thomas Morgan (b), Gerry Hemingway (dr)

Der 30jährige Schweizer Posaunist aus La Chaux-de-Fonds ist mittlerweile weltweit bekannt. Nach einer Ausbildung in New York und häufigem Zusammenspiel mit seinen Landesgenossen Malcom Braff oder Stefan Aeby, wird Samel Blaser von Kritikern hoch gelobt und präsentiert seine Kunst, zwischen Hard Bop und Free Jazz, auf zahlreichen internationalen Bühnen. "Consort in Motion" ist inspiriert von Barockmelodien der Renaissance, von Monteverdi, Frescobaldi oder Marini. Samuel Blaser übernimmt diese Melodien und passt sie auf eine freie und moderne Weise an seinen speziellen Free Jazz an. Zwei völlig verschiedene Musikstile, so weit entfernt wie Jazz und die Barockmusik der Renaissance, werden dank Samuel Blaser mit- und ineinander verwoben, auch wenn auf den ersten Blick nichts zusammenpasst. Mit einem Hauch von New York-Free Jazz führt uns Samuel Blaser mit seiner Posaune durch die Musikgeschichte. Begleitet wird er von einer hochkarätigen Combo aus New York. Weitere Informationen

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