Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

April 2018 | Jun 2018

Programm Mai 2018

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Di. 01.05. 21 Uhr

Indra Rios-Moore

Indra Rios-Moore (voc), Benjamin Ghebrelul (sax), Thomas Sejthen (b), Knut Finsrud (dr)

Die in Dänemark lebende New Yorkerin mit afro-amerikanisch-puertorikanischen Wurzeln hat international bereits ein ziemlich lautes Echo erzeugt. Für ihr erstes Album ‘Indra’ wurde sie mit dem Danish Music Award ausgezeichnet. Ihr eigentliches Debüt ‘Heartland’ wurde von Starproduzent Larry Klein realisiert und von der London’s Sunday Times und The London Telegraph zum besten Jazzalbum des Jahres gekürt. Die Single ‘Little Black Train’ erreichte in den iTunes Jazz Charts in Frankreich, Deutschland und Dänemark Nummer 1. 2016 gewann sie in München den BMW Welt Jazz Award und wird inzwischen gar als „weiblicher Gregory Porter“ gehandelt. Mit ihrer delikaten, wandlungsfähigen aber dennoch kraftvollen Stimme vermittelt sie mühelos zwischen Gospel, Singer-Songwriterästhetik, Jazz, Blues, David Bowie, Pink Floyd und Johnny Hartmann. Die Frau mit dem großen Herzen funktioniert wie ein Filter, der als Essenz reinste Indra Rios-Moore gewinnt. Wunderbar feinsinnig vernetzt ist ihre leise, konsequente, schlüssige, überhaupt nicht konventionelle Musik, und tief berührend bestimmt nicht nur, weil sie über eine so einehmende, nuancenreiche, herzerwärmende Stimme verfügt. Sie selbst sagt, dass sie mit ihrer Band zusammen atmet. Mehr noch: Da gibt es einen gemeinsamen Puls, der unaufgeregt, zart schlägt. Im Frühjahr 2018 wird nun sehnlichst ihr neues Album ‘Carry my Heart’ erwartet, realisiert von Jay Newland, dem Produzenten von Gregory Porter und Norah Jones. Mit diesem kleinen Meisterwerk schlägt Indra Rios-Moore auf kunstvolle Art Brücken zwischen Jazz, Pop und American Songs. Weitere Informationen

Mi. 02.05. 21 Uhr

Mark Guiliana Jazz Quartet

Jason Rigby (ts), Fabian Almazan (p), Chris Morrissey (b), Mark Guiliana (dr)

„What happens when you add hard bop drum masters Elvin Jones and Art Blakey to a 1980s Roland 808 drum machine, divide the result by J Dilla and then multiply to the power of Squarepusher? Answer: Mark Guiliana“ (Time Out London). Der Drummer, Komponist und Produzent gehört derzeit zu den wohl angesagtesten Musikern der jungen Groove-Szene. So spielte der zweifache Grammy-Gewinner unter anderem auf David Bowies letztem Album ‘Blackstar’ mit und nahm zuletzt mit Tastenvirtuose Brad Mehldau ‘Mehliana’ auf. In den letzten zehn Jahren tourte er auf sechs Kontinenten mit Künstlern wie Meshell Ndegeocello, Gretchen Parlato, Avishai Cohen, Matisyahu und Dhafer Youssef. Der Avantgardist aus New York verbindet mit rhythmisch-kunstvoller Raffinesse akustische und elektronische Beats, erfindet für sein Instrument quasi eine neue Musiksprache. Nun agiert er mit seinem eigenen Jazz Quartett vorrangig akustisch, mit Saxophonist Jason Rigby, Pianist Fabian Almazan und Bassist Chris Morrissey, die sich „fast telepathisch“ verstehen und „in hoch dynamischen Stücken mit sehr sanglichen Melodien die Funken stieben und die Akzente fliegen“ (Jazzthing) lassen. Und mit dem jüngsten Album ‘Jersey’ aus den Stilmitteln des klassischen Jazz völlig neue Ideen schöpfen. Weitere Informationen

Do. 03.05. 21 Uhr

Human Element

Scott Kinsey (keys), Matthew Garrison (b), Arto Tunçboyacian (perc, voc), Gary Novak (dr)

Heute ist mit Human Element ein Kollektiv aus einigen der inspirierendsten Musiker der Welt in der Unterfahrt zu Gast: Keyboarder Scott Kinsey, Bassist Matthew Garrison, Percussionist und Sänger Arto Tunçboyaciyan und Schlagzeuger Gary Novak. Die Vier spielten in anderen Formationen mit Musikgrößen wie Herbie Hancock, Chick Corea, John McLaughlin, Al Di Meola, Alanis Morissette, Whitney Houston, Chaka Khan und Lalah Hathaway. Human Element haben eine Vision, die die musikalische Weltkarte verändern will. Ihre elektrisierenden Performances mischen Elemente, Rhythmen und Feelings aus „Fusion, Funk und armenischen Volksweisen zu einem starken Gebräu des 21. Jahrhunderts, das sich einer einfachen Kategorisierung entzieht“ (Bill Milkowski, Downbeat). Beeinflusst von Weather Report und dem Joe Zawinul Syndicate wagen sie sich als verwandte Geister in neue Territorien vor, um einen satten, neuen Sound zu kreieren, der ebenso historisch wie frisch ist. Weitere Informationen

Fr. 04.05. 21 Uhr

Dan Tepfer Trio

Dan Tepfer (p), Michal Baranski (b), Arthur Hnatek (dr)

„One of the moment’s most adventurous and relevant musicians“ (New York Magazine) kommt heute in die Weltstadt mit Herz. Der Jazzpianist Dan Tepfer, der in der Stadt der Liebe seinen ersten Schrei tat und im Big Apple lebt, begibt sich mit seinem jüngsten Album ‘Eleven Cages’ auf eine Forschungsreise. In elf musikalischen Experimenten zergliedert er Bachs Polyphonien, spielt mit Kreuzrhythmen, Rockgrooves, Basslinien und exotischen Tonskalen. Das klingt „vital, mitreißend, vielfältig, virtuos und humorvoll“, niemals kopflastig (Hans-Jürgen Schaal, Jazz thing). Der Pianist, dessen rechte und linke Gehirnhälfte in seltener Harmonie zusammenzuarbeiten scheinen, fing schon mit sechs Jahren an, am Pariser Conservatoire Paul Dukas klassisches Klavier zu lernen. Als assoziativer Geist studierte er später zuerst Astrophysik an Schottlands Universität von Edinburgh und hernach Klavier am Bostoner New England Conservatory. Auszeichnungen bekam er von der American Pianists Association und bei der Solo Piano Competition in Montreux. In Deutschland tourte er schon im Duo mit dem legendären Altsaxophonisten Lee Konitz und beeindruckt mit der „Unabhängigkeit, mit der er beide Hände einsetzt, mit der Kontrapunktik in Phasen seines Spiels wirkt er wie ein kleiner Bruder Brad Mehldaus. Aber er eifert ihm nicht unangenehm aufdringlich nach, sondern bewahrt sich gewisse Eigenheiten.“ Wir werden noch viel „hören von Dan Tepfer in den nächsten Jahren“ (Jazzzeitung, Ssirus W. Pakzad). Weitere Informationen

Sa. 05.05. 21 Uhr

A Certain Attitude

feat. Tony Pancella & Gregory Rivkin

Gregory Rivkin (tp), Tony Pancella (p), Henning Sieverts (b), Matthias Gmelin (dr)

„The influence of Blues, Gospel, Hard-bop, Soul – you name it! Approaching music intellectually, spiritually, emotionally and sincerely passes over the listener. “ ‘A Certain Attitude’, das neue Projekt und Album von Trompeter Gregory Rivkin, Pianist Tony Pancella, Bassist Henning Sieverts und Drummer Matthias Gmelin atmet den Geist der Jazzlegende James Williams und dessen titelgebender Komposition. Gemeinsam teilen die Vier die Begeisterung für die Musik berühmter Modern-Hard-Bopper aus Memphis wie Donald Brown, Mulgrew Miller, Woody Shaw und eben James Williams. Der Russe Gregory Rivkin und der Münchner Matthias Gmelin trafen sich an der New School University und traten schon zusammen im dortigen Jazz-Club Smalls sowie in Tel Aviv und Deutschland auf. „His tone is quite attractive, his solos are full of surprises, and he plays with consistent passion and creativity within the hard bop and post bop tradition”, so Scott Yanow von der Los Angeles Jazz Scene über Rivkin. „Ausnahme-Doping-Jazz-Schlagzeuger“ Matthias Gmelin spielte schon mit Steve Mc Kenna, Miles Griffith und der NDR-Big-Band. Tony Pancella, bekannt durch seine Arbeiten mit Larry Willis, Miles Griffith und Charles Tolliver, kam als Special Guest dazu und blieb und bringt den unbestreitbaren Einfluss schwarzamerikanischer Musik mit. Kongenial ergänzt wird das Quartett vom ECHO-Preisträger Henning Sieverts, dessen fetter, hart swingender Ton am Bass das Rückgrat ist. Dieses Quattrovirat spielt Eigenkompositionen und Interpretationen aus dem Songbook des Modern Hard-Bop mit ganz besonderer musikalischer Haltung. Weitere Informationen

So. 06.05. 21 Uhr

Jam Session mit Götz Grünberg (sax)

Der Münchener Saxofonist Götz Grünberg wurde mit Vierzehn vom Jazz gepackt. In den neunziger Jahren studierte der gebürtige Coburger am Berklee College of Music in Boston und der New School in New York. Nach sechs Jahren im Big Apple als Sideman und Bandleader mit Musikern wie Cecil Bridgewater, Richard Bona, Eddie Allen, Jon Davis und Ali Jackson zog es ihn nach Puerto Rico, wo er mit den Latin-Musikern Polito Huerta und Endel Dueno arbeitete. Back in Europe zog es Grünberg zunächst zurück in heimischere Gefilde in München und Berlin, ab 2002 aber wieder in die Ferne. Vier Monate in Marokko bescherten ihm Höhepunkte von Studioaufnahmen mit afrikanischen und internationalen Musikern bis zu einer Einladung zum Festival Gnaoua et des Musiques du Monde in Essaouira. Von 2003 bis 2006 folgte eine intensive Arbeits- und Schaffensphase in Kiew, während der er sich zu einem Protagonisten der lokalen Jazzszene entwickelte. Unter anderem spielte er mit Lew Soloff und tourte mit Sylvain Beufs Octovoice durch die Ukraine. Seit 2006 lebt Götz Grünberg wieder in München und realisiert Projekte mit verschiedenen Formationen wie der Michael Nitsch Band und Nicolas Delgado. Götz Grünberg freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere Informationen

Mo. 07.05. 21 Uhr Big Band Night

Joscha Arnold Large Ensemble feat. Johannes Enders

Johannes Enders, Mathias Kohler, Fabian Willmann, Stefan Schreiber, Joscha Arnold (saxes), Mathias Götz, Lukas Wyss, Lou Lecaudey (tbs), Charles Wagner, Micha Acher, Julian Hesse (tps), Johannes Maikranz (g), Florian Favre (p), Lorenz Heigenhuber (b), Ludwig Wandinger, Severin Rauch (dr, perc)

Heute jazzt der Weilheimer Saxophonist Joscha Arnold mit seinem Ensemble aus Spitzenmusikern der Schweizer und deutschen Jazzszene die Unterfahrt. Joscha Arnold spielt mit seinem Mentor Tenorsaxophonist Johannes Enders, den Trompetern Micha Acher von The Notwist und Charlie Wagner von der Young Blood Brass Band, dem Schweizer Pianisten Florian Favre sowie mit Musikern aus dem „Alien Ensemble“ und weiteren musikalischen Weggefährten. Eine Entdeckungsreise durch modernen Big-Band-Sound und neue Klassik, mit hohem „Local-Hero-Faktor“. Weitere Informationen

Di. 08.05. 21 Uhr ACT Jazz Night:

Laila Biali

Laila Biali (voc, p), Fabian Timm (b), Heinz Lichius (dr)

Laila Biali hat ihre eigene Vorstellung von Jazz. Seit dem Millenium entwickelt die kanadische Jazzpianistin, Sängerin und Songschreiberin Laila Biali kontinuierlich ihren raffinierten Jazz-Pop-Sound, der Elemente aus Klassik, Rock, Funk und Soul nahtlos miteinander verbindet. Wundervoll eingängig, ohne sich an Mainstream-Radio-Schemata anpassen zu wollen, anspruchsvoll, aber ohne jede Hochkultur-Ernsthaftigkeit. Sie tourte schon mit Suzanne Vega, Chris Botti und Paula Cole. Zu Beginn ihrer Karriere stand sie als Backgroundsängerin mit Sting auf der Bühne. Schon ihr frühes Studioalbum ‘Tracing Light’ nominierten die JUNO Awards 2011 als Best Vocal Jazz Album of the Year, Downbeat setzte ihr folgendes Album ‘Live in Concert’ auf die Liste der Alben des Jahres. Das Spinner Magazine urteilte, Biali habe die Fähigkeit, traditionellen Jazz so selbstverständlich mit zeitgenössischem Pop zusammenzubringen, dass beide Stile eine zwingende Mischung ergäben. Ihr aktuelles sechstes selbstbetiteltes Album und ACT-Debüt ist nun die Kulmination ihres bisherigen Schaffens, mit dem sie erstmals alle ihre Facetten als Künstlerin vereint: Pianistin, Sängerin, Arrangeurin, Komponistin, Liebhaberin von Jazz und anderen Genres. Weitere Informationen

Mi. 09.05. 21 Uhr

Trio ELF und Marco Lobo

featuring Daniella Firpo

Daniella Firpo (voc), Marco Lobo (perc), Walter Lang (p,effects), Peter Cudek (b), Gerwin Eisenhauer (dr)

Die Sound Wizards von Trio ELF haben das Jazztrio quasi neu erfunden, indem sie zeitgenössische Clubgenres wie Drum 'n Bass, House, Dubstep oder Hip Hop zum Ausgangspunkt für inspirierte Jazzimprovisation machten. Schon damit begeisterten sie Kritik und Publikum in Europa und Japan. On Tour trafen sie den brasilianischen Perkussionmeister Marco Lobo, der die Drei zu Konzerten in Rio de Janiero und Salvador de Bahia einlud und sie auf gemeinsamen Touren durch Europa und Brasilien mit südamerikanischen Rhythmen, Instrumenten und Stücken inspirierte und seinerseits deren musikalische Feels und Texturen rezipierte. Mit Marco Lobo spielen, heißt für Trio ELF, sich der puren Spielfreude hinzugeben und völlig unterschiedliche musikalische Backgrounds jenseits aller Klischees zusammenzubringen. Schon auf dem vorigen Album ‘Elfland’ fusionierten die Bavaresen und der Brasilianer zwei Welten zu einer neuen Dimension. Mit dem jüngsten bei Enja Records erschienenen Projekt ‘The Brazilian Album’ geben sie sich nun endgültig ihrer Liebe zur Brazilian Fusion hin. Heute Abend live in der Unterfahrt mit der brasilianischen Sängerin Daniella Firpo. Weitere Informationen

Do. 10.05. 21 Uhr ECM artists in concert

Kristjan Randalu Trio

Kristjan Randalu (p), Ben Monder (g), Markku Ounaskari (dr)

In ein „unnameable exotic land“ (Jazz Times) entführt Sie heute ein Mann, der Piano und Präzision pur ist. Mit „kompromisslose[r] Entschlossenheit“ dringt Kristjan Randalu „zum Kern des musikalischen Ausdrucks vor..., wobei er eine sublime Technik einsetzt, um sein Ziel zu erreichen“ (Fiona Talkington, UK). Musikalisch sozialisiert zwischen Klassik, Pop und Jazz, Talinn, Karlsruhe, Stuttgart, London und New York, repräsentiert er „eine neue und aufregende Stimme in der modernen Musik“ (Peter Erskine). Obwohl Randalu kein extravaganter Showman ist, fasziniert er mit seiner Herzenswärme und Leidenschaft für die Musik und seiner ruhigen, selbstbewussten und authentischen Persönlichkeit. Dafür darf er sich mit einer Grammy-Nominierung schmücken, außerdem mit einem Preis als Solopianist beim Montreux Jazz Festival, dem Baden-Württembergischen Jazzpreis 2007, dem Elion Jazz Award 2011, dem Jazz-Album des Jahres bei den Estonian Music Awards 2012 und dem Musikpreis der Kulturstiftung Estlands 2014. Mit einer fulminanten Einspielung seiner ganz eigenen, strengen und zugleich lyrischen Musik legt der estnische Pianist jetzt sein ECM-Debüt ‘Absence’ vor. In den Studios La Buissonne im Süden Frankreichs aufgezeichnet und von Manfred Eicher produziert. Ein feinfühliges Spiel gemeinsam mit US-Gitarristen Ben Monder und dem finnischen Schlagzeuger Markku Ounaskari, ein Trio, das eigens für diese Aufnahme gebildet wurde. Als Improvisateur von ungeheurer Spielfertigkeit, den schon Herbie Hancock als „umwerfenden Pianisten” bezeichnete, fühlt sich Randalu immer wieder zu neuen Ufern und anderen Jazzmusikern hingezogen, darunter Mentoren wie die Komponisten Erkki-Sven Tüür und Tõnu Kõrvits, während Form und Dynamik seiner Stücke zugleich einen scharfsichtigen Sinn für Struktur spiegeln. Weitere Informationen

Fr. 11.05. 21:20 Uhr BR Jazzclub Live

Joe Lovano and Dave Douglas Quintet: Sound Prints

Featuring: Lawrence Fields, Linda Oh and Joey Baron

Joe Lovano (ts), Dave Douglas (tp), Lawrence Fields (p), Linda May Han Oh (b), Joey Baron (dr)

„We’re not playing by the traditional, or school-taught, rules of jazz.“ Seit sie in Noten denken können, geht es dem Grammy-prämierten Saxophonisten Joe Lovano und dem zweifach Grammy-nominierten Trompeter Dave Douglas aus den Vereinigten Staaten darum, in ihrer Musik Grenzen zu überwinden und eine Brücke zwischen Avantgarde und Tradition zu schlagen. Die beiden Instrumentalmeister und Impulsgeber des modernen Jazz fanden sich 2008 im Rahmen eines Tribute-Programms des SFJAZZ Collective an die Jazzlegende Wayne Shorter. „Wayne Shorter has inspired us to be ourselves in the music and our lifetimes through whatever social struggles that might arise.“ Mit ihrem 2011 daraus hervorgegangenen Mehr-Generationen-Quintett Sound Prints sorgten sie schon bei der Premiere auf dem Ottawa Jazz Festival 2012 für stehende Ovationen und konsternierte Kritiker, kurz eine Sensation. Supportet vom freien Swing des jungen Pianisten Lawrence Fields am Piano und Linda Oh am Bass und dem oft überraschend agierenden Joey Baron am Schlagzeug. Schon das erste eigenbetitelte Album beim Label Blue Note war „a free-flowing, joyous expression of music in the social environment we live in today. We dare to improvise and create music within the music – In a democratic way each piece comes to life on its own.“ Mit dem jüngsten bei Douglas‘ eigenem Label Greenleaf Music erschienen Album ‘Scandal’ entwickelten Lovano und Douglas diese Philosophie noch weiter. „Neben brandneuen Shorter-Kompositionen, die in direkter Zusammenarbeit mit der Jazzlegende entstanden sind, bringen Lovano und Douglas mit Sound Prints auch neue eigene Stücke mit, die die unterschiedlichen Flugbahnen ihres Quintetts auf beeindruckende Weise vereinen und auf ihrem zweiten Album ‘Scandal’ in eine neue musikalische Sprache übersetzen.“ Weitere Informationen

Sa. 12.05. 21 Uhr

Karl Ratzer Quintet

Karl Ratzer (g), Johannes Enders (ts), Ed Neumeister (tb), Peter Herbert (b), Howard Curtis (dr)

Musikalische Mythen ranken sich um Karl Ratzer. Auf gleicher Stufe mit Joe Zawinul, Hans Koller und Fritz Pauer, gehört der Kultgitarrist zu den bekanntesten österreichischen Jazzmusikern, die sich auch auf der anderen Seite des Atlantiks durchsetzen konnten. Ratzers Karriere begann im zarten Alter von fünfzehn Jahren. Mit der legendären Band Gypsy Love, wo er neben Jano Stojka, Kurt Hauenstein und Peter Wolf spielte, machte er sich früh einen Namen. Als er 1972 mit Anfang Zwanzig Wien verließ, um in die USA zu gehen, war er ein Rockstar, dem von seinen Fans kultartige Verehrung entgegenbrachten. So dass es ihm innerhalb kürzester Zeit gelang, im Mutterland des Jazz Fuß zu fassen. Die Liste der Namen, mit denen Ratzer zusammenarbeitete, liest sich wie das Who is Who der jüngeren Musikgeschichte, darunter Jazzgötter wie Chet Baker und Chaka Khan. Markenzeichen Karl Ratzers ist sein ungemein stilsicheres und authentisches Gitarrenspiel und sein eindrucksvolles Erscheinungsbild. Auch beherrscht er es wie kaum ein anderer Jazzmusiker, immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden, ohne dabei der Essenz des Genres verlustig zu gehen. Weitere Informationen

So. 13.05. 21 Uhr

Jam Session mit Rebecca Trescher (cl)

Leitung: Rebecca Trescher (cl)

Rebecca Trescher (cl)

Die Klarinettistin Rebecca Trescher gilt als eine der interessantesten Visionärinnen der deutschen Jazzszene. Mit ihrem elfköpfigen Ensemble 11 wagt sie eine „eine organisch anmutende Verbindung zwischen Jazz und zeitgenössischer E-Musik“ (Jazz’n‘ more), die weit über die Ränder der Jazzkonventionen hinausblickt und mit „mannigfaltigen Klangfarbenmischungen zwischen musikalischem Experiment und sinfonischem Wohlklang“ (Klaus Mümpfer, Jazz Podium ) hin- und herpendelt. Rebecca Treschers elaborierte Kompositionen bestechen durch eine in Szene gesetzte Balance zwischen musikalischem Abenteuer und eleganter Schönheit. Die Sujets ihrer Stücke speisen sich aus einer genauen, empathischen Betrachtung der sie umgebenden Welt und offenbaren im reflektierten Blick auf Details ein reiches, mitunter verblüffendes Innenleben. Mit eloquenten Melodien und avancierter Harmonik, immer auf der Basis einer artistisch tanzenden Rhythmik, entsteht eine symphonische Poesie, die auch von den improvisatorischen Entfaltungsmöglichkeiten und der bedingungslosen Hingabe der starken Charaktere innerhalb des Klangkörpers lebt. Unlängst erhielt ihr Ensemble 11 dafür den Bayerischen Kunstförderpreis. Rebecca Trescher freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere Informationen

Mo. 14.05. 21 Uhr Big Band Night

AL-UMNI Big Band

Die Al-Umni Big Band, hervorgegangen aus der inzwischen legendären Al Porcino Big Band, swingt heute wieder zum Geburtstag des Meisters und für Sie, liebes Publikum, die Liebhaber einer gefährdeten Art. Swingen Sie mit und genießen Sie das belebende Elixier, denn wie Al immer sagte: „Swing ist ein Zaubertrank.“ Weitere Informationen

Di. 15.05. 21 Uhr

Tierney Sutton ‘Paris Sessions’ Trio

Tierney Sutton (voc), Serge Merlaud (g), Kevin Axt (b)

Tierney Sutton is a „pure jazz spirit who respects a song. Even when going out on an improvisatory limb, she never lets its essence slip away“ (The New York Times). Seit über zwanzig Jahren überwindet die US-amerikanische Jazzsängerin mit ihrem „immensen Talent“ und einer „echten Liebe für Musik und Menschen“ (jpc) stilistische Grenzen. Jedes Projekt, das sie mit dieser Philosophie in den letzten zehn Jahren veröffentlicht hat, wurde mit einer Grammy-Nominierung für das Best Jazz Vocal Album geehrt. Schon ihr erstes Album unter eigenem Namen ‘Introducing Tierney Sutton’ bekam den Indie Award als bestes Jazz-Vokalalbum. Neben ihrer kollaborativen Zusammenarbeit mit den Instrumentalvirtuosen Kevin Axt, Ray Brinker, Trey Henry und Christian Jacob in der The Tierney Sutton Band ist sie seit 2013 auch in verschiedenen Projektformationen unterwegs. Mit ‘After Blue’, einer jazz-inspirierten Neuinterpretation des Vermächtnisses von Joni Mitchell, tourte sie mit Features wie Al Jarreau, Peter Erskine, Serge Merlaud und dem Turtle Island String Quartet. Die ‘Paris Sessions’ entstanden aus einer langjährigen Freundschaft und magisch-musikalischen Chemie mit dem Pariser Jazzgitarristen Serge Merlaud, ergänzt durch das vollkommen spontane Spiel vom Bassist der Tierney Sutton Band, Kevin Axt. „‘Paris Sessions’ is easily the most informal item in Sutton's discography, but the idea of informality shouldn't carry a negative connotation; quite the opposite, in fact. This is a work of unfiltered beauty” (All About Jazz). Weitere Informationen

Do. 17.05. 21 Uhr

YolanDa Brown

‘Love Politics War’

YolanDa Brown (sax), Dave Niskin (git), Precious Obimdi (keys), Rick Leon James (b), Talbert Wilson (dr)

YolanDa Brown ist „Sax appeal“ pur (The Independent). Mit ihrem marvelous Mix aus Jazz, Soul und Reggae erspielte sich die jamaikanisch-britische Saxofonistin als erster Künstler überhaupt zweimal in Folge den MOBO-Award für „Music of Black Origin“. Ob als Broadcasterin, BBC-Moderatorin oder Musikerin, sie ist immer mit Herz und Hirn engagiert. Dafür verlieh ihr die University of East London einen Ehrendoktor der Künste und der „Prince Trust Charity“ des Prinzen von Wales und der Londoner „Fund for young Musicians“ ernannten sie zur Botschafterin und Patronin. On Stage stand die Saxophonpriesterin schon mit Größen aus Jazz, R&B und Gospel wie The Temtations, Diana Krall, Courtney Pine, Billy Ocean und Julian Marley, dem Sohn der Reggaelegende Bob Marley. „Posh Reggae“ nennt YolanDa Brown das Genre, mit dem sie uns seit ihrem Debütalbum ‘A Step Closer’ im Jahr 2008 in Schwung bringt. Das zweite Album ‘April Showers, May Flowers’ wurde in den britischen iTunes Charts zum Jazz-Album des Jahres 2012 gekürt und die letzten beiden Konzerte der Album Tour wurden vom Royal Philharmonic Concert Orchestra begleitet. Mit ihrem jüngsten Album ‘Love Politics War’ hat sie ihren „natural Rhythm“ gefunden, wie sie selbst sagt, und tourt im aktuellen Frühjahr durch Australien und Großbritannien und macht Halt auf dem Jazzablanca Festival Casablanca und in der Unterfahrt. Weitere Informationen

Fr. 18.05. 21 Uhr BeNeLux Series N° 4

Tin Men & The Telephone

Tony Roe (p), Pat Cleaver (b), Jamie Peet (dr)

Tin Men & the Telephone schillern in den unterschiedlichsten Farben. Sie sind Jazzklaviertrio, Hip-Hop Crew, Balkankapelle und Kammermusikensemble. Kompromiss-, aber niemals humorlos reißen sie Genrekonventionsmauern nieder. Augenzwinkernd verwandeln sie in ihren multimedialen Shows Alltagsgeräusche in Klangwelten oder lassen das Publikum zu zeitgenössischer klassischer Musik mit dem Kopf nicken. Auf den Schwingen der überbordenden Virtuosität der Blechmänner wird Prokofiev tanzbar und Telefonsex singbar. In einer einzigartigen Mischung aus Musik, Projektion und Technologie erweitert das Tin Men Trio das Vokabular improvisierter Musik und kommuniziert auf allen Sinnesebenen. Sie sind die bandgewordene Analogie zu unserer vernetzten Welt. Die Trennung von E- und U-Musik, von Kunst und Alltag, fühlt sich niemals so von gestern an wie nach einer TM&T Show. Tin Men & The Telephone faszinierten damit bereits auf Festivals wie dem London Jazz Festival, den BMW Welt Jazz Awards Finals, dem Ottowa Jazz Festival, dem Toronto Jazz Festival und dem Istanbul Jazz Festival. Weitere Informationen

Sa. 19.05. 21 Uhr

Geschlossen

KLANGfest München 2018

So. 20.05. 21 Uhr

Jam Session mit Rebecca Trescher (cl)

Leitung: Rebecca Trescher (cl)

Rebecca Trescher (cl)

Die Klarinettistin Rebecca Trescher gilt als eine der interessantesten Visionärinnen der deutschen Jazzszene. Mit ihrem elfköpfigen Ensemble 11 wagt sie eine „eine organisch anmutende Verbindung zwischen Jazz und zeitgenössischer E-Musik“ (Jazz’n‘ more), die weit über die Ränder der Jazzkonventionen hinausblickt und mit „mannigfaltigen Klangfarbenmischungen zwischen musikalischem Experiment und sinfonischem Wohlklang“ (Klaus Mümpfer, Jazz Podium ) hin- und herpendelt. Rebecca Treschers elaborierte Kompositionen bestechen durch eine in Szene gesetzte Balance zwischen musikalischem Abenteuer und eleganter Schönheit. Die Sujets ihrer Stücke speisen sich aus einer genauen, empathischen Betrachtung der sie umgebenden Welt und offenbaren im reflektierten Blick auf Details ein reiches, mitunter verblüffendes Innenleben. Mit eloquenten Melodien und avancierter Harmonik, immer auf der Basis einer artistisch tanzenden Rhythmik, entsteht eine symphonische Poesie, die auch von den improvisatorischen Entfaltungsmöglichkeiten und der bedingungslosen Hingabe der starken Charaktere innerhalb des Klangkörpers lebt. Unlängst erhielt ihr Ensemble 11 dafür den Bayerischen Kunstförderpreis. Rebecca Trescher freut sich bei der heutigen Session auf viele bekannte und auch neue Gesichter auf der Bühne und im Publikum. Weitere Informationen

Mo. 21.05. 21 Uhr Big Band Night

The Munich Uptown Jazz Orchestra

Eine Big Band zum Klingen zu bringen, ist für nahezu jeden Jazzmusiker, als ginge ein lang gehegter Wunschtraum in Erfüllung. Wofür es Visionen braucht und Gemeinschaftsgeist und eine gehörige Portion Mut. Dass sich das Uptown Jazz Orchestra um Leader und Trompetensolist Franz Weyerer in den vergangenen Jahren nicht nur in der Landeshauptstadt München, sondern im gesamten süddeutschen Raum zu einer außergewöhnlichen Großformation gemausert hat, dankt es dem bravurösen Können der beteiligten fünfzehn Musiker, fünf Saxofonen, drei Posaunen, vier Trompeten, Piano, Kontrabass und Schlagzeug. „The Uptown Jazz Orchestra gilt als authentischer Transporteur des ‘Great American Songbook’ – von der Swing-Vergangenheit in die von Pop, Remixes und Lounge dominierte Gegenwart“ (Jazzzeitung). Diese Big Band verleiht jedem Song durch präzise Bläsertutti, virtuose Soli und farbenreiche Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. Weitere Informationen

Di. 22.05. 21 Uhr

Ralph Alessi ‘This Against That’

feat. Ravi Coltrane

Ralph Alessi (tp), Ravi Coltrane (ts), Andy Milne (p), Drew Gress (b), Mark Ferber (dr)

Grenzen zwischen Avantgarde und Mainstreamjazz? Ralph Alessi, der „präsenteste, farbenreichste Jazztrompeter der Gegenwart“, ignoriert sie auch in seinem Projekt ‘This Against That’. „Seine beeindruckenden technischen Fähigkeiten, seine frappierende Sensibilität im Umgang mit dem musikalischen Material, seine überreiche Fantasie und seine besondere lyrische Note erinnern mitunter an Kenny Wheeler und Miles Davis. Das Beste: Selbst in schwermütigen Stimmungen greift er nicht zum Flügelhorn, sondern bleibt bei der Trompete. Dieses dynamische, ausdrucksstarke Instrument verdient einfach Protagonisten wie ihn“ (JAZZthing). Der New Yorker Startrompeter arbeitet seit Jahrzehnten mit großen Innovatoren der Jazzszene zusammen. Er fungiert als Brückenkopf, um die scheinbar disparaten Welten des Jazz miteinander zu verbinden: Ein liebevoller Respekt für die Tradition ist ihm dabei genauso wichtig wie die Verpflichtung, den Jazz auf eine neue Ebene zu trompeten. Post-Bop in raffiniertester Manifestation, heiß und elegant, gespielt von einer Starbesetzung mit Andy Milne am Piano, Drew Gress am Bass, Mark Ferber am Schlagzeug und Ravi Coltrane am Tenorsaxophon. Beseelt von einer Energie, welche zwischen flirrendem Esprit und existenzieller Lebensphilosophie changiert. Weitere Informationen

Mi. 23.05. 21 Uhr

Manuel Valera Trio

Manuel Valera (p), Hans Glawischnig (b), E. J. Strickland (dr)

„Here’s a Cuban pianist who lives up to all the buzz about the rad chops flaunted by many of New York’s young Caribbean jazzers“ (Jim Macnie, Village Voice). Mit seinem Trio mit Bassist Hans Glawischnig und Schlagzeuger E. J. Strickland kreiert der Grammy-nominierte Pianist Manuel Valera eine erfrischende Fusion und Interpretation von Jazzstandards und kubanischer Musik mit Elementen von Straight-Ahead, Latin Jazz und Rhythm ‘n‘ Blues. Mit seinem zwölften Album ‘The Seasons’ knüpft der Mann aus Havanna bewusst an Vivaldis Komposition ‘Die vier Jahreszeiten’ an, in einer Reihe mit Eigenkompositionen wie ‘Opening’, ‘In the Eye of the Beholder’ und Standards wie ‘Tres Palabras’ von Osvaldo Farres, ‘In My Life‘ von den Beatles Leonard Cohens ‘Hallelujah’. „Valera zieht alle Register im Spiel, das sprudelnd dahinfließt, sich verstetigt, kurz mal ein wenig aufbrausend ist. Man hat beim Zuhören durchaus die Vorstellung, dass ein Neubeginn ansteht. Alle Schranken scheinen gefallen. Das neue Leben beginnt“ (Jazz'halo). Weitere Informationen

Do. 24.05. 21 Uhr Next Generation

Laura Jurd ‘Dinosaur’

Laura Jurd (tp, synth), Elliot Galvin (synths), Conor Chaplin (el-b), Silvan Strauß (dr)

Mit der Trompete in der Hand bringt die Britin Laura Jurd frischen Wind in die Jazzwelt. Zusammen mit ihrer vierköpfigen Formation Dinosaur überschreitet die klassisch geprägte Musikerin aus Hampshire Genregrenzen und kreiert eine ganz persönliche „von Rock und Folk beeinflusste, groovige Trompetenmusik, in den Händen von vier Jazz-Sonderlingen“. Nun ist das unlängst für den Mercury Prize nominierte Quartett mit seinem neuen Album ‘Wonder Trail’ on Tour. Damit erkunden die Vier die Welt zwischen Jazz und Synth-Pop, extemporisieren und improvisieren folk-infizierte Grooves und funkelnde Melodien und hypnotisieren mit einem immens bunten neuen Sound voller Fantasie und Überraschung. Schon für ihr Debütalbum ‘Together, As One’ bekamen die vier Jungdinosaurier eine der seltenen 5-Sterne-Rezensionen des Guardian. In der Folge spielten sie mit berühmten britischen Ensembles wie dem BBC Concert Orchestra, Northern Sinfonia und dem Ligeti Quartet und tourten in Europa und auf einigen der renommiertesten Festivals der Welt wie dem North Sea Jazz, dem Montreal Jazz Festival und dem Molde Internationales Jazzfestival. „Laura Jurd – eine Musikerin mit Potenzial, die sich immer wieder neu definiert“ (SRF). Weitere Informationen

Fr. 25.05. - Sa. 26.05. 21 Uhr

Cécile McLorin Salvant

Cécile McLorin Salvant (voc), Aaron Diehl (p), Paul Sikivie (b), Kyle Poole (dr)

Glückwunsch, Cécile McLorin Salvant! Gerade hat die erst 28-jährige US-amerikanische Ausnahmesängerin und Jazzkomponistin mit haitianisch-französisch-guadeloupischen Wurzeln für ihr viertes Album ‘Dreams and Daggers’ zum zweiten Mal einen Grammy für ein Best Jazz Vocal Album bekommen. „Cecile McLorint Salvant verkörpert eine große Intensität und eine umwerfende Schönheit in ihrer Musik. Lange hat man auf so eine Stimme gewartet. Auf eine Sängerin, die mit einer sympathischen Mischung aus Coolness, Eleganz und Melancholie überzeugend an große Ladys des Jazzgesanges wie Billie Holiday oder Sarah Vaughan anknüpft und deren Erbe mit eigenem Charakter weiterführt“ (Deutschlandradio Kultur). Und das in drei Sprachen, in denen sie zuhause ist: Englisch, Französisch und Spanisch. Schon für ihr Debütalbum ‘Cecile’, das Salvant über das japanische Label Agathe selbst vertrieb, bekam sie den Prix du disque des Hot Club de France. Im danach folgenden Jahr 2010 reüssierte die Absolventin des Conservatoire Darius Milhaud im französischen Aix-en-Provence bei der Thelonious Monk Competition. Für ihr zweites Album ‘WomanChild’ konnte sie daraufhin das Independent Jazz Label Mack Avenue Records begeistern und ihre erste Grammy-Nominierung einstreichen. Mit ‘For One To Love’ gewann sie 2016 schließlich endgültig die Liebe der Juroren des Grammy Award 2016. Um im Januar 2018 neben John McLaughlin, Billy Childs, Cécile McLorin Salvant, Christian McBride und Pablo Ziegler erneut auf der Siegertreppe der Jazz Grammys zu stehen. „You get a singer like this once in a generation or two” (Wynton Marsalis). We are proud to present! Weitere Informationen

Fr. 25.05. 20:00 Uhr Einstein Halle 1

Gaby Moreno Group

Support: Dannielle DeAndrea

Gaby Moreno (voc, git), Martin Meixner (keys, voc), Sebastian Flach (b, voc), Sebastian Aymans (dr, voc), Dannielle De Andrea (voc), Kyle De Andrea (g, voc)

Elegante Harmonien, unerwartete Klangfarben und eine schlichte Instrumentierung vereinen sich mit liebenswertem Charme in den englisch- und spanischsprachigen Songs der Singer-/Songwriterin Gaby Moreno. 2006 gewann sie damit den John Lennon Songwriting Contest und veröffentlichte zwei Jahre später ihr Debütalbum ‘Still the Unknown’, über das der STERN schrieb: „Ihre Lieder trägt sie, an Norah Jones und Tori Amos erinnernd, so gelassen vor, als wüsste sie ganz genau: Sie wird keine Unbekannte bleiben.“ Und das blieb sie auch nicht. Sie tourte mit Tracy Chapman und Ani DiFranco. 2010 kürte das Latina Magazine sie zum Best New Latin Artist. Im selben Jahr erhielt sie gemeinsam mit Vincent Jones eine Emmy-Nominierung für die Komposition der Titelmelodie der NBC-Fernsehserie ‘Parks and Recreation’. Außerdem wurde ihre Komposition ‘Greenhorne Man’ in Fernsehshows wie ‘Lincoln Heights’, ‘Ghost Whisperer’ und MTVs ‘The Hills’ gespielt. Weitere Informationen

So. 27.05. 21 Uhr

James Carter Elektrik Outlet

James Carter (sax), Gerard Gibbs (keys), Ralphe Armstrong (b), Alex White (dr)

„Music equals life”, so die Philosophie des modernen Klassikers James Carter, der mit seiner unorthodoxen Herangehensweise an den Jazz seit den Neunzigern Hörgewohnheiten verändert und eine Generation junger Musiker beeinflusst hat. Auf der ganzen Palette von Saxophonen vom Bass- bis Bariton-, Alt-, Tenor-, Sopran- und F-Mezzosaxophon sowie Bassklarinette und Querflöte verschmelzt er divergierende Impulse. In seinem vor Energie strotzendem Sound ist eine „tremendous beauty in cross-pollinations of music and influences ” zu spüren. Ob er mit filigranem Ton Melodien streichelt oder mit Growling oder anderen Klangeffekten und Intervallsprüngen in rasanten High-Velocity-Soli Klimaxe erklimmt. Mit der neuen Formation Elektrik Outlet begibt er sich auf eine spannende Spielwiese für seine Sound- und Grooveambitionen. Mit einer Vielzahl von Elektronik und Pedalen erweitert er seine Saxophone und gibt Melodien von Eddie Harris, Gene Ammons, Al Jarreau, Stevie Wonder und Minnie Ripperton neue Dimensionen. Weitere Informationen

Mo. 28.05. 21 Uhr Big Band Night

Munich Lounge Lizards

Passend zum blauen Band, das der Frühling endlich wieder durch die Lüfte flattern lässt, lassen auch die Munich Lounge Lizards die Blue Notes durch die Unterfahrt wehen. In ihrem aktuellen Programm bindet die „hardest working Big Band in Town“ unter Leitung von Baritonsaxophon-Großmeister Michael Lutzeier einen swingenden und groovenden Frühlingsstrauß aus Klassikern von Count Basie, Bill Holman, Thad Jones & Co. Wie immer sind auch ein paar brandneue Arrangements dabei. Stimmkräftig unterstützt werden die Salonlöwen bei ihrem extrem mitwipp- und fingerschnippträchtigen Tun von der wunderbaren Enji Arkhem aus Ulan Bator. Weitere Informationen

Di. 29.05. 20:00 Uhr

Öffentliche Abschlusskonzerte

des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München

Nino Stübinger (p), Daniel Stockhammer (dr), Paul Sennewald (dr)

Am Jazz Institut der Hochschule für Musik und Theater München eignen sich die Musiker von morgen Geschichte, Sprache und Ausdrucksweise des Jazz zwischen Tradition und Moderne an. Jazz als musikalische und individuelle künstlerische Ausdrucksform steht dabei „in seiner unmittelbaren Frische im offenen Austausch mit der gesamten Musikwelt. In einem Klima des experimentellen Aufbruchs ist es möglich, im Jazz Institut einen neuen Kristallisationspunkt des Jazz – nicht nur in Europa – sondern von internationaler Bedeutung zu schaffen“ (Prof. Claus Reichstaller). Der Jazzclub freut sich am 29. und 30. April, wieder die besten Absolventen des Jazz Instituts Nino Stübinger (p), Daniel Stockhammer (dr) und Paul Sennewald (dr) sowie Philipp Schiepek (git) und Diego Riedmann (git) zu ihren öffentlichen Abschlusskonzerten auf der Bühne der Unterfahrt zu begrüßen.

Nino Stübinger (p), Raphael Huber (ts), Felix Renner (b), Manuel Pliefke (dr)
Nino Stübinger spielte schon während des Schulmusikstudiums mit seinen Sidemen Felix Renner und Manuel Pliefke. Schon damals bildeten, neben Arrangements von Standards und modernen Kompositionen, Eigenkompositionen einen Schwerpunkt des Trios. Am Jazz Institut hat sich Saxophonist Raphael Huber aus der Jazzrausch Bigband dazugesellt. Im Combounterricht bei Christian Elsässer wuchs die Band mehr und mehr zusammen und präsentiert im Konzert vor allem Eigenkompositionen aus der Richtung Funk & Groove.

Daniel Stockhammer (dr), Leo Betzl (p), Robin Jermer (b)
Daniel Stockhammer genoss seinen ersten Schlagwerkunterricht schon im zarten Alter von sieben Jahren bei Dr. Hans Peter Hochhold an der Landesmusikschule Oberösterreich, wo er auch 2009 die Abschlussprüfung für Klassisches Schlagwerk absolvierte. 2005 bis 2012 nahm er Unterricht für Jazzschlagzeug bei Gerald Endstrasser. Weiters wurde er 2011 bis 2013 Mitglied der Jazzformation DASH unter der Leitung von Martin Gasselsberger. Gleichzeitig unterrichtete ihn Christian Lettner, Schlagzeuger von Passport, an der Musikschule Linz. Seit 2014 studiert er Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Werner Schmitt. Seit 2016 ist er Mitglied der Hard Days Night Big Band München.

Paul Sennewald (dr), Anton Mangold (sax), Valentin Louis Findling (p), Theodor Spannagel (b)
Paul Sennewald studierte Jazzschlagzeug bei Bastian Jütte, Bill Elgart und Michael Keul in Würzburg und München und freut sich, heute Abend seine eigenen Kompositionen mit seinem neu formierten Quartett präsentieren zu dürfen. In der Musik des Paul Sennewald Quartetts entfaltet sich ein moderner und energetischer und dennoch straighter Jazz mit zweifelsfreien Einflüssen von Kenny Garrett und John Coltrane.
Studierende und Angehörige der HMTM erhalten gegen Vorlage eines Ausweises freien Eintritt. Weitere Informationen

Mi. 30.05. 21:00 Uhr

Öffentliche Abschlusskonzerte

des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater München

Philipp Schiepek (git), Diego Riedmann (git)

Am Jazz Institut der Hochschule für Musik und Theater München eignen sich die Musiker von morgen Geschichte, Sprache und Ausdrucksweise des Jazz zwischen Tradition und Moderne an. Jazz als musikalische und individuelle künstlerische Ausdrucksform steht dabei „in seiner unmittelbaren Frische im offenen Austausch mit der gesamten Musikwelt. In einem Klima des experimentellen Aufbruchs ist es möglich, im Jazz Institut einen neuen Kristallisationspunkt des Jazz – nicht nur in Europa – sondern von internationaler Bedeutung zu schaffen“ (Prof. Claus Reichstaller). Der Jazzclub freut sich am 29. und 30. April, wieder die besten Absolventen des Jazz Instituts Nino Stübinger (p), Daniel Stockhammer (dr) und Paul Sennewald (dr) sowie Philipp Schiepek (git) und Diego Riedmann (git) zu ihren öffentlichen Abschlusskonzerten auf der Bühne der Unterfahrt zu begrüßen.

Philipp Schiepek (git), Moritz Stahl (sax), Andreas Kurz (b), Shinya Fukumori (dr)
Seit erst zwei Jahren nennt Jazzgitarrist Philipp Schiepek München seine Heimat. Bereits in dieser kurzen Zeit konnte er sich in der örtlichen Jazzszene einen Namen machen. Er war Mitglied des Bundesjazzorchesters und konnte bereits mit diversen Projekten und namhaften Musikern beim Jazzfest Bonn, dem Kings Place London und dem Musikfestival Kirgisistan auftreten. Für sein Masterabschlusskonzert präsentiert er ein Quartett, besetzt mit drei seiner liebsten Münchner Weggefährten, nämlich Moritz Stahl am Sax, Andreas Kurz am Bass und Shinya Fukumori an den Drums. Zu hören gibt es ein Programm aus Eigenkompositionen und favorisierten Jazzstandards.

Diego Riedemann (git), Leo Betzl (p), Max Hirning (b), Sebastian Wolfgruber (dr)
Der Chilene Diego Riedemann spielt seit einigen Jahren erfolgreich auf internationalen Jazzfestivals und steht mit prominenten Musikern der europäischen Jazzszene auf der Bühne. Sein Debütalbum ‘Shah Mat’ wurde mit den Pulsar Awards 2015 für den Best Jazz Fusion Artist ausgezeichnet. Heute präsentiert er mit seinem Quartett RDM 4 Musik von seinem Debüt und seinem zweiten Album ‘Sinke’ sowie dem neuen Album, das dieses Jahr veröffentlicht wird.
Studierende und Angehörige der HMTM erhalten gegen Vorlage eines Ausweises freien Eintritt. Weitere Informationen

Do. 31.05. 21 Uhr

Dine Doneff ‘Fragments of a Tale’

Matthieu Bordenave (ts), Julian Hesse (tp, flh), Dine Doneff (b, perc)

In der Grenzregion zwischen Balkan und Jazz bewegt sich das neue Projekt des mazedonischen Multiinstrumentalisten Dine Doneff, des Münchner Jazztrompeters Julian Hesse und des französischen Saxophonisten Matthieu Bordenave. Basierend auf Doneffs kürzlich bei neRED music in Kooperation mit ECM Records erschienener Balkan-Jazz-Folk-Oper ‘Rousilvo’ schreitet das Trio voran. Kombiniert mit neuen Kompositionen und einer modernen Klangsprache. Mal fröhlich, beizeiten lyrisch artikuliert, wird ebenjene Geschichte weitererzählt, die sich auf eine Jahrhunderte alte Musiktradition stützt. Aufgewachsen in der nordgriechischen Region Westmazedonien arbeitet Dine Doneff seit Mitte der 80er-Jahre europaweit als Musiker und Komponist und veröffentlichte zahlreiche Tonträger unter anderem bei ECM. Der 29-jährige Julian Hesse gilt als einer der gefragtesten Trompeter im deutschsprachigen Raum und wurde unter anderem mit dem Zürcher Jazzpreis 2013 ausgezeichnet. Der in Südfrankreich aufgewachsene Tenorsaxophonist Matthieu Bordenave lebt seit über zehn Jahren in München und veröffentlicht regelmäßig von der Presse gefeierte Alben bei Enja und ECM Records. Weitere Informationen

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