Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten: täglich ab 19.30 Uhr
Konzertbeginn: 20.30 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Jan 2020 | März 2020

Programm Februar 2020

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Sa. 01.02. 20:30 Uhr

Marc Ribot

solo

Marc Ribot (git, voc)

Der legendäre amerikanische Gitarrist Marc Ribot hat bereits sechs Solo-Gitarren-Alben ganz unterschiedlicher Couleur veröffentlicht – weshalb seine unbegleiteten Bühnenauftritte meist auch überraschende Wendungen nehmen. Mal improvisiert er frei, mal zerschreddert er bekanntes Material, mal schmettert er Protest-Songs, mal gibt er sich ganz introvertiert und zeigt beim Interpretieren von Jazz-Standards seine sentimentale Seite. Der 65jährige gilt als einer der eigensinnigsten und wandelbarsten Gitarristen der Jazz-Geschichte, ist kein Schönspieler, sondern ein Mann, der Ecken und Kanten zeigt, wenn er sich sein Instrument umschnallt und dann das Plektrum zum Glühen bringt. Er kann erdig-archaischen Blues genauso wie smoothen Soul, rauen Bop, elegante Filmmusik oder ländlich-folkige Klänge. Ribot erlangte als Mitglied der „Lounge Lizards“ Bekanntheit, wurde fester Begleiter von Elvis Costello oder Tom Waits, mischte bei den „Jazz Passengers“ mit und arbeitete immer wieder mit John Zorn. Mehr Vielfältigkeit geht nicht. Weitere Informationen

So. 02.02. 20:00 Uhr

ArtSession

Monochrom Jam

Diego Riedemann (git), Svetlana Marinchenko (p), Masaki Kai (b), Shinya Fukumori (dr)

Jam Session bedeutet: ein allen Beteiligten bekanntes Thema wird gemeinsam dargeboten, mit viel Spielraum für individuelle Interpretationen. Im Jazzclub Unterfahrt wird heute auf der Bühne und an den Wänden „gejammed“. Die drei Fotografen Werner Polwein, Yens Franke und Olaf Dankert haben als gemeinsames Thema die monochrome Portraitfotografie gewählt. Mit dem Menschen im Fokus interpretiert jeder dieses künstlerisch aus seiner ganz persönlichen Sicht. Die Ausstellung Monochrome Jam zeigt, wie vielfältig Portraitfotografie ist und wie unterschiedliche Stile und Perspektiven bewusst nebeneinander gesetzt zu einem interessanten und spannenden Ergebnis werden.

Bei der anschließenden Jam Session mit Svetlana Marinchenko freuen wir uns über viele Einsteiger im 2. Set. Die russische Pianistin Svetlana Marinchenko ist ein stolzes Gewächs der hiesigen Hochschule für Musik und Theater. Die mehrfach prämierte Tizian Jost-Schülerin, die zuletzt den „Kurt-Maas-Jazz-Award“ gewann, ist mit einem besonders neugierigen Naturell ausgestattet und wird von ihrem stetigen Experimentierwillen getrieben. Ständig versucht sie Grenzen zu sprengen, mit Erwartungshaltungen zu spielen und die Welten des modernen Jazz, des Soul und der klassischen Musik miteinander zu verschmelzen. Immer wieder lässt sich Svetlana Marinchenko, die ihr Material selbst schreibt, von Texten ganz unterschiedlicher Natur inspirieren, Zeilen, die ihre Weltanschauung widerspiegeln. Weitere Informationen

Mo. 03.02. 20:30 Uhr Bigband Night

Hard Days Night Big Band

Petra Scheeser (voc), Vincent Eberle, Michael Floßmann, Konstantin Kern, Stefan Kreminski (tp), Elmar Krick, Hilmar Erb (ts), Wolfhard Metz, Klaus Rapp (as), Jörg Siemers (bs), Christian Landsiedel, Martin Hering, Norbert Salih (tb), Thomas zur Lage (btb), Ralf Turner (git), Markus Buchmann (p), Lukas Kranic (b), Andreas Karius (perc), Daniel Stockhammer (dr), Matthias Preißinger (conductor)

Spaß war das Credo der 18 ambitionierten Münchner Jazz-Musiker, die sich vor gut 25 Jahren trafen, um die HARD DAYS NIGHT BIGBAND ins Leben zu rufen. Gegründet als Feierabend-Bigband, entwickelte sich die Band schnell zu einer festen Größe in der Münchner Bigband-Szene. Regelmäßige Gigs in den Münchner Jazzclubs und Auftritte in ganz Bayern festigten ihren Ruf als groovende BigBand mit unbändiger Spielfreude. Jetzt bald gab das Orchester Konzerte mit Gaststars von Weltruf, wie Claudio Roditi, Bobby Shew oder Jay Ashby und Kim Nazarian (New York Voices). Von der einstigen Feierabend-Spaßband entwickelte man sich zu einer 20-köpfigen Bigband mit klarem Profil und dem Schwerpunkt auf zeitgenössischen Bigband-Sound, unterstützt von der versierten Sängerin Petra Scheeser. Neben Kompositionen und Arrangements u.a. von Bob Mintzer, Gordon Goodwin und Pat Metheny spielt die Band heute auch zahlreiche eigene Arrangements, darunter einige Bearbeitungen von Beatles-Klassikern – auch dies seit vielen Jahren eine Spezialität der HARD DAYS NIGHT BIGBAND. Weitere Informationen

Di. 04.02. 20:30 Uhr ECM artist in concert

Louis Sclavis

Characters on a Wall

Louis Sclavis (cl), Benjamin Moussay (p), Sarah Murcia (b), Christophe Lavergne (dr)

„Characters on a Wall“, das aktuelle Album des französischen Klarinettisten, Bassklarinettisten, Sopransaxofonisten und Komponisten Louis Sclavis, bezieht sich auf das Werk des Künstlers Ernest Pignon-Ernest. Dessen lebensecht-dramatische Schwarzweißbilder finden sich auf Mauern in Paris, Neapel oder Ramallah und inspirierten Louis Sclavis soghafte, changierende, vielschichtige aber auch ganz transparente Musik zu schreiben, die oft mit wenigen Pinselstrichen auskommt. Louis Sclavis, der zwei Tage vor seinem Unterfahrt-Konzert den 67. Geburtstag feiert, war schon immer so etwa wie ein Klangmaler, einer, der seinen Zuhörern in musikalisch ganz unterschiedlich gearteten Projekten stets Bilder vor das innere Auge zu zaubern verstand - mal reizvoll diffuse, mal Tongemälde von großer Klarheit. Sein mit dem Pianisten Benjamin Moussay, der Bassistin Sarah Murcia und Schlagzeuger Christophe Lavergne eingespieltes „Characters on a Wall“ ist keine Begleitmusik zu den Wand-Zeichnungen Ernest Pignon-Ernests, sondern ein lebendiger, tiefgehender Dialog mit den Bildern. Weitere Informationen

Mi. 05.02. 20:30 Uhr

Erik Truffaz

Erik Truffaz (tp), Benoît Corboz (p, fender rhodes), Marcello Giuliani (b), Arthur Hnatek (dr)

Der französische Trompeter Erik Truffaz richtet den Blick immer nach vorn, versucht sich stets an Neuem, daran, Grenzen zu überwinden und sie weit hinter sich zu lassen. Jetzt veröffentlicht der rastlose 59jährige mit „Lune Rouge“ ein Album, das vom weltweit mit Erstaunen beobachteten Blutmond-Phänomen inspiriert wurde. Als der Erdtrabant wie eine unheimlich-leuchtende Scheibe am Himmel stand, war Truffaz so berührt wie viele andere auch, die damals nach oben schauten. Truffaz bat den jungen Schweizer Jazzmusiker Arthur Hnatek das Basismaterial zu schreiben, auf dem der Trompeter und seine drei Mitstreiter aufbauen konnten. „Lune Rouge“ ist eine Zeitreise, die in die archaische Vergangenheit und in die ferne Zukunft führt, ein fast mystisches, hypnotisches, manchmal futuristisch anmutendes Klangereignis, das man nicht so leicht einordnen kann, das Raum für Fantasie lässt und mit dem Zeitempfinden spielt. Weitere Informationen

Do. 06.02. 20:30 Uhr

Julia Kadel Trio

Julia Kadel (p, comp), Karl-Erik Enkelmann (b), Steffen Roth (dr)

Als sich das Magazin „Jazz thing“ 2018 dem Phänomen des „neuen deutschen Jazzpiano-Wunders“ näherte, durfte ihr Name nicht fehlen: Julia Kadel. Seit vor fünf Jahren ihr Blue Note-Album „Im Vertrauen“ erschien, sorgt die Berlinerin für frischen Wind in der Szene. Mit ihren Vertrauten Karl-Erik Enkelmann (Bass) und Steffen Roth (Schlagzeug) hebt die 33jährige, die nach klassischen Klavierstunden mit 15 zum Jazz kam, die Grenzen zwischen Improvisation und Komposition auf. Sie macht Musik, die sowohl ihr Reaktionsvermögen als auch ihren Instinkt und den ihrer Gefährten fordert. Laut FAZ entwickele Kadels Trio „originäre Klangfarben (...) auf dem schmalen Grat zwischen Harmonie und Atonalität.“ Die AZ beschrieb die drei Musiker als „Freigeister mit großer Klangfantasie“. Den Titel des neuen gemeinsamen Albums darf man schon wörtlich verstehen, denn Ideen fließen bei Kadel, Enkelmann und Roth wie in „Kaskaden“. Aufgenommen wurde das Werk übrigens analog – im historischen MPS Studio im Schwarzwald. Weitere Informationen

Fr. 07.02. 20:30 Uhr

Adam Ben Ezra

Adam Ben Ezra (b, p, cl)

Adam Ben Ezra ist ein „Influencer“, wie man heute auf Neudeutsch sagen würde. Die Videos des israelischen Kontra-Bassisten wurden bis heute über zwanzig Millionen Mal geklickt – sie zeigen einen Mann, der mit seiner Kunst hohen Unterhaltungswert besitzt, der eine umwerfende Musikalität und Virtuosität an den Tag legt. Und das mit einem Klangerzeuger, der nicht unbedingt als abendfüllendes Solo-Instrument gedacht war. Der 39jährige, der aus Tel Aviv stammt, kursiert nicht nur im Internet. Er teilte sich bereits die Bühne mit der texanischen Kultband Snarky Puppy, mit Pat Metheny, Victor Wooten oder Richard Bona. Und jetzt kommt der Bassist und Multi-Instrumentalist in die Unterfahrt, um sein drittes Album „Hide and Seek“ vorzustellen. Laut eigener Aussage soll Adam Ben Ezras neues Werk einen unwiderstehlichen Mix aus Jazz, Funk, R & B, Electronica und Einflüssen aus dem Mittleren Osten enthalten. Weitere Informationen

Sa. 08.02. 20:30 Uhr

Vein

Michael Arbenz (p), Thomas Lähns (b), Florian Arbenz (dr)

Der Guardian-Kritiker John Fordham zeichnete das Schweizer Trio „Vein“ einst als „eines der aufregendsten Ensembles Europas“. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 verblüfft die Basler Band mit Virtuosität, stilistischer Vielfältigkeit und der Kunst, selbst Komplexestes zugänglich und geschmeidig klingen zu lassen. Die drei klassisch ausgebildeten Musiker vermitteln zwischen der Ästhetik europäischer Kammermusik und der Spontaneität und Energie des Jazz. Besonders auffällig ist, wie stark sich „Vein“ von der klassischen Rollenaufteilung des Klavier-Trios lösen – bei ihnen herrscht Gleichberechtigung. Pianist Michael Arbenz, sein Schlagzeug spielender Bruder Florian Arbenz und der Bassist Thomas Lähns haben bislang jedes Jahr ein Album veröffentlicht, sind für Kooperationen mit Gästen wie dem Posaunisten Glenn Ferris und Saxofonisten wie Dave Liebman, Greg Osby oder Andy Sheppard gefeiert worden und spielen neben ausgesuchten Bearbeitungen von Jazz-Standards und Adaptionen klassischer Werke hauptsächlich Eigenkompositionen. Weitere Informationen

So. 09.02. 20:30 Uhr

Jam Session mit Svetlana Marinchenko (p)

mit Svetlana Marinchenko (p)

Thomas Lukas (g), Svetlana Marinchenko (p), Thomas Ganzenmüller (b), Manuel Pfliefke (dr)

Die russische Pianistin Svetlana Marinchenko ist ein stolzes Gewächs der hiesigen Hochschule für Musik und Theater. Die mehrfach prämierte Tizian Jost-Schülerin, die zuletzt den „Kurt-Maas-Jazz-Award“ gewann, ist mit einem besonders neugierigen Naturell ausgestattet und wird von ihrem stetigen Experimentierwillen getrieben. Ständig versucht sie Grenzen zu sprengen, mit Erwartungshaltungen zu spielen und die Welten des modernen Jazz, des Soul und der klassischen Musik miteinander zu verschmelzen. Immer wieder lässt sich Svetlana Marinchenko, die ihr Material selbst schreibt, von Texten ganz unterschiedlicher Natur inspirieren, Zeilen, die ihre Weltanschauung widerspiegeln. Weitere Informationen

Mo. 10.02. 20:30 Uhr Bigband Night

Dusko Goykovich Munich Big Band

Flo Riedl, Michael Lutzeier, Claus Koch, Wolfgang Roth, Mark Pusker (saxes), Flo Jechlinger, Mathias Engl, Jimmy Polivka, Philipp Staudt (tps), Auwi Geyer, Butch Kellem, Christian Landsiedel, Uli Käthner (tbs), Walter Lang (p), Ernst Techel (b), Michael Keul (dr), Dusko Goykovich (leader)

Dusko Goykovich, einer der weltweit bekanntesten Jazztrompeter, lebt seit 1968 in München. Er spielte mit zahlreichen Legenden der Jazzgeschichte, u.a. mit Miles Davis, Sonny Rollins, Chet Baker, Dizzy Gillespie, Stan Getz und Gary Burton, und tourte weltweit mit seinen eigenen Bands. Zahlreiche Schallplatten und CDs spielte er unter eigenem Namen ein und schrieb unzählige Kompositionen und Arrangements, viele davon für Big Bands. 1969 gründete Dusko Goykovich seine Munich Big Band als Talentschmiede und Treffpunkt einheimischer Musiker. Weitere Informationen

Di. 11.02. 20:30 Uhr

Kendrick Scott

ORACLE

Michael Moreno (g), Taylor Eigsti (p), Joe Sanders (b), Kendrick Scott (dr)

Für den texanischen Schlagzeuger Kendrick Scott besteht Musik nicht nur aus Klängen. Sie soll auch eine Botschaft vermitteln und einem Zweck dienen. In unseren turbulenten Zeiten kommt ein Album-Titel wie der seines Werks „A Wall becomes a Bridge“ gerade recht. Brücken zueinander sollen die Menschen bauen und keine Mauern, die sie trennen. Seinem Credo versucht der 39jährige, der in der Kirche mit Gospelmusik sozialisiert wurde, sogar gerecht zu werden, wenn er als Drummer hinter Größen wie Pat Metheny, Joe Lovano, Kenny Garrett, Terence Blanchard oder Dianne Reeves sitzt. Stärker aber kommt sein Engagement natürlich in seiner eigenen, viel gepriesenen Allstar-Band „Oracle“ durch. In der reißt er auch musikalisch Mauern nieder, findet tragfähige Übergänge von einer Ästhetik zur anderen. Auch ist er mit seiner Truppe ein Mittler zwischen verschiedenen Disziplinen. Einem Zitat nach soll Kendrick Scott versuchen eine Brücke zwischen dem Sound von Art Blakeys Jazz Messengers zum Film „The Matrix“, also zwischen Jazz-Tradition und Futuristischem zu schlagen. Weitere Informationen

Mi. 12.02. 20:30 Uhr

Nikolas Anadolis - solo

Nikolas Anadolis (p)

Die Legende sagt, dass Nikolas Anadolis bereits als Vierjähriger am Klavier zu improvisieren begann. Ein Jahr später erhielt er klassischen Unterricht, und mit 11 wurde er Jungstudent am Konservatorium von Thessaloniki. Um diese Zeit herum begann er sich auch für Jazz zu interessieren. 2004 gewann Nikolas Anadolis den griechisch-zyprischen Piano-Wettbewerb „Filon“. Mit einem selten vergebenen Stipendium durfte an der Kaderschmiede des Jazz – an der Berklee School of Music in Boston - studieren und gewann während seiner Ausbildung gleich zwei wichtige Preise: für Komposition und Interpretation. Und dann entschied er auch noch den renommierten „Concours de piano jazz Martial Solal“ in Paris für sich. Ein echter Senkrechtstarter, dieser Nikolas Anadolis. Manche einer hält den mittlerweile in Athen lebenden, lehrenden und musizierenden 29jährigen für ein Genie. Und als ob er mit seiner Musik nicht schon genug ausgelastet wäre, macht dieser so wichtige Exponent des griechischen Jazz gerade auch noch seinen Doktor in Philosophie. Weitere Informationen

Do. 13.02. 20:00 Uhr Karsten Jahnke präsentiert

Sophie Zelmani

›The Sunrise‹ Tour 2020

Sophie Zelmani (voc), Lars Halapi (git, keys), Thomas Axelsson (b), Peter Korhonen (dr)

Die Popularität der schwedischen Singer-Songwriterin mutet im Zeitalter der Dauer-Selbstdarstellung beinahe wie ein Anachronismus an: Obwohl die Direktheit ihrer Songs jede Grenze zwischen ihr und dem Publikum aufzuheben scheint, weiß man außerhalb der Musik nahezu nichts über die Privatperson Sophie Zelmani. Das wiederum ist nichts Neues, denn bereits seit sie 1995 mit ihrer Debutsingle "Always You" in ihrer Heimat quasi über Nacht berühmt wurde, gelang es ihr, sich aus dem Scheinwerferlicht weitestgehend herauszuhalten und für einen Popstar ein von der Öffentlichkeit unbehelligtes Privatleben weiter führen zu können. Dennoch tat das ihrer Karriere keinerlei Abbruch, denn die meisten ihrer Alben schafften es in die schwedischen Top Five. Niemand versteht es besser, die dunklen Seiten der Liebe und des Lebens in gefühlvollen und melancholischen Songs zu beleuchten als Sophie Zelmani. Im März 2019 veröffentlicht Sophie Zelmani ihr zwölftes Album "Sunrise", das erneut in enger Zusammenarbeit mit dem Gitarristen, Produzenten und Arrangeur Lars Halapi entstanden ist, mit dem sie über all die Jahre ein tiefes musikalisches Verständnis und gegenseitiges Vertrauen verbindet. Gemeinsam mit ihrer langjährigen Band präsentieren sie ihre Musik in gewohnt persönlicher, unaufdringlicher Intimität. Und genau dieses Gefühl wird sie auch den Zuhörern auf ihren Konzerten geben.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Konzert vom Einstein Kultur (Halle 4) in den Jazzclub Unterfahrt verlegt. Bereits für das Einstein Kultur gekaufte Karten behalten selbstverständlich auch für den Jazzclub ihre Gültigkeit. Weitere Informationen

Fr. 14.02. 20:30 Uhr

Fred Nardin Trio

Opening

Fred Nardin (p), Or Bareket (b), Leon Parker (dr)

Der französische Pianist, Organist und Komponist Fred Nardin ist ein musikalischer Abenteurer – sein Können und sein Gespür für neues musikalisches Terrain hat die französische Jazz Akademie dazu bewogen ihn 2016 als Musiker des Jahres mit dem Django Reinhardt-Preis auszuzeichnen. Der aus der Bourgogne stammende Fred Nardin kann mit erst 32 Jahren schon auf eine recht bewegte Vita zurück schauen. Er erwarb sich als Orchester-Leiter für den furiosen Pop-Fex „Zaz“ Meriten, begleitete Jazz-Größen wie Cecile McLorin Salvant, Stefano Di Battista, Didier Lockwood, Bria Skonberg oder Robin McKelle. Mit „Opening“ veröffentlichte Fred Nardin nun ein Album, das neue Maßstäbe im Piano Trio Jazz setzt. Mit der Original-Besetzung stellt er seine CD vor – seine beiden Mitstreiter haben sich selbst bereits als Bandleader und Solo-Künstler einem Namen gemacht. Es sind der in New York lebende israelische Bassist Or Bareket und der amerikanische Schlagzeuger Leon Parker. Weitere Informationen

Sa. 15.02. 20:30 Uhr

MASAA

Rabih Lahoud (voc), Marcus Rust (tp), Reentko Dirks (git), Demian Kappenstein (dr)

Bei MASAA verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein. Ihr bahnbrechendes Konzept haben MASAA auf bislang drei Alben umgesetzt: dem Debüt "Freedom Dance" (2012), dem Nachfolger "Afkar" (2014) und "Outspoken" (2017), für das sie mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Rabih Lahoud wurde zudem für dieses Album für den ECHO Jazz in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert. Bereits im Gründungsjahr 2012 gewannen MASAA den Bremer Jazzpreis. In den folgenden Jahren gingen zwei weitere wichtige Weltmusikpreise Deutschlands an sie: Der Publikumspreis des Creole-Wettbewerbs (2013) und die Förder-RUTH des Rudolstadt-Festivals (2015). Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: MASAA haben erfolgreiche Tourneen durch Afrika und Lahouds Heimat Libanon absolviert; 2018 folgte die Einladung zum Salam Orient Festival in Wien und 2019 zum Jazzfest Baku in Aserbaidschan. Im Teamwork mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum (March of the Mothers) setzen MASAA ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur. Im Januar 2019 ist der Gitarrist Reentko Dirks für den Pianisten Clemens Christian Poetzsch in die Band gekommen. Mit ihm entstand in den Berliner Traumton Studios das aktuelle Album "Irade" (VÖ: 14.02.20). Durch den Wechsel in der Instrumentierung entsteht ein aufregend neuer MASAA-Sound: die Doppelhals-Gitarre changiert mit und ohne Bünden mühelos zwischen der hiesigen und der Viertelton-geprägten Harmonik. Reentko bringt einen noch wärmeren und zugleich impulsiveren Gestus, geprägt von Klassik, Pop und Weltmusik in die Band und lädt Lahoud, Kappenstein und Rust zu einer neuen Art des musikalischen Dialogs. Weitere Informationen

So. 16.02. 20:30 Uhr

Jam Session

mit Svetlana Marinchenko (p)

Fiona Grond (voc), Svetlana Marinchenko (p), Nils Kugelmann (b), Zhitong Xu (dr)

Die russische Pianistin Svetlana Marinchenko ist ein stolzes Gewächs der hiesigen Hochschule für Musik und Theater. Die mehrfach prämierte Tizian Jost-Schülerin, die zuletzt den „Kurt-Maas-Jazz-Award“ gewann, ist mit einem besonders neugierigen Naturell ausgestattet und wird von ihrem stetigen Experimentierwillen getrieben. Ständig versucht sie Grenzen zu sprengen, mit Erwartungshaltungen zu spielen und die Welten des modernen Jazz, des Soul und der klassischen Musik miteinander zu verschmelzen. Immer wieder lässt sich Svetlana Marinchenko, die ihr Material selbst schreibt, von Texten ganz unterschiedlicher Natur inspirieren, Zeilen, die ihre Weltanschauung widerspiegeln. Weitere Informationen

Mo. 17.02. 20:30 Uhr Bigband Night

Eight Cylinder Bigband

Nemanja Jovanovic, Florian Jechlinger, Andreas Unterrainer, Reinhard Greiner (tps), Jürgen Neudert, Jakob Grimm, Erwin Gregg, Hans Heiner Bettinger (tbs), Moritz Stahl, Ulrich Wangenheim, Florian Riedl, Axel Kühn, Gregor Bürger (saxes), Ferdinand Kirner (git), Patrick Scales (b), Christian Lettner (dr), Matthias Bublath (comp,arr,organ)

Seit der Pianist, Keyboarder und Organist Matthias Bublath nach neun aufregenden wie lehrreichen New Yorker Jahren nach München zurückkehrte, mischt er die Szene mit verschiedenen eigenen Bands auf. Er präsentiert sich in Solo-Programmen, Trio- oder Quintett-Konstellationen. Sein neuestes Projekt ist die handverlesene motorstarke "Eight Cylinder Bigband", mit der er mächtig Gas gibt und seine musikalischen Vorlieben in einer explosiven Mixtur auslebt. Seine Eigenkompositionen und Arrangements bedienen sich bei Jazz, Latin, Funk, Blues, Soul und Gospel. Besonders wirkungsvoll setzt der vielseitige Tastenmann die Hammond B3-Orgel ein, ein charakterstarkes Instrument, auf das sich Matthias Bublath zunehmend spezialisiert hat. Für das Jahr 2019 hat die "Eight Cylinder Bigband" den Förderpreis der "Initiative Musik" gewonnen. Weitere Informationen

Di. 18.02. 20:30 Uhr

Geschlossen

Mi. 19.02. 20:30 Uhr

Jesse Cook

Jesse Cook (git), Matt Sellick (git), Vassili 308.82 Popadiouk (violin), Dan Minchom (b, keys), Mathia Recharte (dr, perc, keys)

Der kanadische Gitarrist Jesse Cook ist ein weitgereister Mann, der überall auf dem Globus nach Einflüssen suchte, nach Klängen, die seine Seele zum Schwingen bringen. Der in Paris geborene und mit Preisen dekorierte Virtuose macht von Jazz durchsetzte Weltmusik mit deutlicher Flamenco- und Rumba-Färbung und versucht sein Publikum musikalisch „dahin mitzunehmen, wo es noch nie zuvor gewesen ist.“ Der 55jährige, der verschiedentlich auch als New Age-Musiker eingestuft wird, hatte sein Erweckungserlebnis, als er „Friday Night in San Francisco“, das berühmte Album der Gitarren-Heroen Paco de Lucia, Al DiMeola und John McLaughlin erstmals hörte. Die Virtuosität und Ausdruckskraft dieser drei Legenden haben bei ihm etwas freigesetzt und den Wunsch ausgelöst, später selbst für sein Spiel gefeiert zu werden. Spätestens 1995 war es so weit: Jesse Cook erhielt höchstes Lob für sein Debüt-Album „Tempest“ und soll der Legende nach im selben Jahr beim kalifornischen „Catalina Jazz Festival“ vor dem ersten gespielten Ton mit einer zehnminütigen Ovation empfangen worden sein. Weitere Informationen

Do. 20.02. 20:30 Uhr Catalan Nights

Eva Fernández

Eva Fernández (voc, sax), Josep Munar (git), Enric Fuster (dr)

Wenn die Musik der katalanischen Sängerin und Sopransaxofonistin Eva Fernández wie reinste Poesie klingt, hat es nicht nur damit zu tun, dass sie Verse von Dichtern wie Julio Cortázar, Alfonsina Storni, Alejandra Pizarnik und anderen vertonte. Im Trio mit dem Gitarristen Osep Munar und dem Schlagzeuger Enric Fuster, die beide von der Insel Mallorca stammen, übersetzt Fernández die Zeilen dieser Schriftsteller mit unendlich viel Gefühl, mit innerem Feuer und ungebändigter Leidenschaft in die Sprache, die Rhythmik, die Melodien und Harmonien des iberischen Jazz. Eva Fernández und ihre beiden Mitstreiter zeigen auf dem gemeinsamen Album „Yo pregunto“ ihre individuellen Einflüsse und eine bemerkenswerte Innigkeit, spielen organische, dichte Songs, die immer Spielraum für Freiheiten, Überraschungen, für Improvisation lassen, Songs, in denen nichts überfrachtet tönt. Weniger ist hier mehr. Sehr viel mehr. Weitere Informationen

Fr. 21.02. 20:30 Uhr

Lucia Cadotsch

Speak Low

Lucia Cadotsch (voc), Frans Petter Eldh (b), Otis Sandsjö (tsax)

Flankiert von Otis Sandsjö am Tenorsaxofon und Petter Eldh, dem Meister des Retro-Futurismus, am Bass singt die 2017 mit dem ECHO Jazz ausgezeichnete Lucia Cadotsch berückend schöne Versionen von modern traditionals wie „Gloomy Sunday“, „Strange Fruit“ oder „Moon River“, die unverkennbar den Stempel des heutigen Berlin tragen. Zusammen sind die Schweizerin und die beiden Schweden eine eingeschworene Einheit, die diese Songs aufwühlend und ganz nah am Puls der Zeit interpretieren. Die ZEIT sieht in Lucia Cadotsch eine der wichtigsten Protagonistinnen „der Wiederbelebung des Jazzgesangs jenseits der abgenutzten Standards und Singer-/ Songwriterinnen-Klischees“. 2016 veröffentlichte sie mit „Speak Low“ ihr Debüt als Leaderin. Ihr Trio-Album mit Otis Sandsjö und Petter Eldh bescherte ihr den internationalen Durchbruch und brachte ihr hymnische Besprechungen in der Presse ein: im englischen „Guardian“ bekam ihr Album die maximale Punktzahl und im sonst gegenüber europäischen Künstlern so kritischen amerikanischen Magazin Down Beat“ heimste Cadotsch selten vergebene fünf Sterne ein. Weitere Informationen

Sa. 22.02. 20:30 Uhr

Torsten Goods & Friends special project

Torsten Goods (git, voc), Andi Kissenbeck (organ), Ernst Ströer (perc), Guido May (dr)

Mit zwei Schlagwerkern und Orgel wollte der Gitarrist Torsten Goods schon immer mal spielen. Nun ergibt sich die Gelegenheit: In einem speziell für die Unterfahrt zusammen gestellten Quartett trifft er auf Münchner Freunde: den Percussionisten Ernst Ströer, den Drummer Guido May und den Organisten Andi Kissenbeck. Im Programm stehen einige der beliebtesten Torsten Goods-Nummern aus den letzten Alben und ein paar besondere Latin Jazz-Titel. Torsten Goods ist einer von Deutschlands Top-Gitarristen und zudem ein ausdrucksstarker JazzPop- und R&B-Sänger. Er ist Träger des deutschen Musikautorenpreises und wurde zweimal für den Echo Jazz nominiert. Sechs Solo-Alben, vier davon beim Münchner Label ACT, zieren seine Diskografie. Nachdem er sich zuletzt als Musical Director der Pop-Sängerin Sarah Connor betätigte und mit Till Brönner oder Nils Landgren musizierte, will sich Torsten Goods im gerade angelaufenen Jahrzehnt wieder stärker um die eigene Karriere kümmern und seine Solo-Veröffentlichungspause beenden. Weitere Informationen

So. 23.02. 20:30 Uhr

Jam Session

mit Svetlana Marinchenko (p)

Julian Hesse (tp), Svetlana Marinchenko (p), Masaki Kai (b), Shinya Fukumori (dr)

Die russische Pianistin Svetlana Marinchenko ist ein stolzes Gewächs der hiesigen Hochschule für Musik und Theater. Die mehrfach prämierte Tizian Jost-Schülerin, die zuletzt den „Kurt-Maas-Jazz-Award“ gewann, ist mit einem besonders neugierigen Naturell ausgestattet und wird von ihrem stetigen Experimentierwillen getrieben. Ständig versucht sie Grenzen zu sprengen, mit Erwartungshaltungen zu spielen und die Welten des modernen Jazz, des Soul und der klassischen Musik miteinander zu verschmelzen. Immer wieder lässt sich Svetlana Marinchenko, die ihr Material selbst schreibt, von Texten ganz unterschiedlicher Natur inspirieren, Zeilen, die ihre Weltanschauung widerspiegeln. Weitere Informationen

Mo. 24.02. 20:30 Uhr Big Band Night

Groove Hospital

Barbara Ehlich, Dr. Sabine Weber, Dr. Hannes Muxfeldt, Dr. Andreas Bechtold, Dr. Julia Kellner (saxes), Dr. Stephanie Ott, Christian Eberhard, Dr. Olaf Neumann, Dr. Nadine Lienert, Dr. Tina Kilian (tps), Dr. Norbert Salih, Dr. Christian Landsiedel, Dr. Daniel Bauerfeind, Dr. Christof Schadt, Dr. Christian Schulz (tbs), Dr. Kai Breuling (git), Dr. Max Greger (git, voc), Dr. Burkard Jochim (p), Michael Maier (b), Severin Rauch (dr), Dr. Mark Malota (cond)

Heilung von innerem, musikalischen Leiden oder täglichem, tonalen Siechtum finden Sie endlich wieder, wenn das "Groove Hospital" seine Notaufnahme für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen des gepflegten Big Band Sounds öffnet. Chirurgen, Internisten, Neurologen, Zahnärzte und sogar Gynäkologen haben in ihrem Arztkoffer von ein paar Einheiten Funk bis hin zur kräftigenden Swing-Injektion alles mit dabei, in jedem Fall aber eine satte Überdosis Jazz. Diesmal besonders im Fokus: die Therapiekonzepte des Posaunenheilers Prof. Nils Wogram. Krankenkassenkarte nicht vergessen! Ein Teil der Einnahmen geht an „Ärzte ohne Grenzen“. Weitere Informationen

Di. 25.02. 20:30 Uhr Big Band Night

Groove Hospital

Barbara Ehlich, Dr. Sabine Weber, Dr. Hannes Muxfeldt, Dr. Andreas Bechtold, Dr. Julia Kellner (saxes), Dr. Stephanie Ott, Christian Eberhard, Dr. Olaf Neumann, Dr. Nadine Lienert, Dr. Tina Kilian (tps), Dr. Norbert Salih, Dr. Christian Landsiedel, Dr. Daniel Bauerfeind, Dr. Christof Schadt, Dr. Christian Schulz (tbs), Dr. Kai Breuling (git), Dr. Max Greger (git, voc), Dr. Burkard Jochim (p), Michael Maier (b), Severin Rauch (dr), Dr. Mark Malota (cond)

Heilung von innerem, musikalischen Leiden oder täglichem, tonalen Siechtum finden Sie endlich wieder, wenn das "Groove Hospital" seine Notaufnahme für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen des gepflegten Big Band Sounds öffnet. Chirurgen, Internisten, Neurologen, Zahnärzte und sogar Gynäkologen haben in ihrem Arztkoffer von ein paar Einheiten Funk bis hin zur kräftigenden Swing-Injektion alles mit dabei, in jedem Fall aber eine satte Überdosis Jazz. Diesmal besonders im Fokus: die Therapiekonzepte des Posaunenheilers Prof. Nils Wogram. Krankenkassenkarte nicht vergessen! Ein Teil der Einnahmen geht an „Ärzte ohne Grenzen“. Weitere Informationen

Mi. 26.02. 20:30 Uhr

Quiana Lynell

A Little Love

Quiana Lynell (voc), Daniel Meinecke (p), Jasen Weaver (b), Trenton O’Neal (dr)

Der Jazz-Trompeter und Film-Komponist Terence Blanchard schreibt ihr ein „einzigartiges Talent“ zu. Wenn die in Texas geborene und in Louisiana lebende Quiana Lynell die Stimmbänder und ihre Seele beben lässt, ist unüberhörbar, dass sie einst mit Gospel sozialisiert wurde, ehe Blues und Jazz in ihr Leben traten. Die drei stilistischen Hauptkomponenten ihrer Musik inspirieren sich gegenseitig. Terence Blanchard: „Quiana besitzt die Reife einer lebenserfahrenen Vokalistin und die Kreativität einer Frau, die immer ein Stück voraus denkt.“ Diese Attribute haben vielleicht auch dafür gesorgt, dass Quiana Lynell 2017 als Gewinnerin aus der „Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition“ hervor ging. Ihre bemerkenswerte Stimme stellte sie sowohl als Solistin als auch als Background-Sängerin in die Dienste von Nona Hendryx, Herbie Hancock, Patt Austin, Ledisi oder Bilal. Jetzt stellt sie in der Unterfahrt ihr Album „A Little Love“ vor, in dem ganz viel Liebe steckt. Weitere Informationen

Do. 27.02. 20:30 Uhr

Pure Desmond

Audrey

Lorenz Hargassner (as), Johann Weiß (git), Christian Flohr (b), Sebastian Deufel (dr)

Das Quartett „Pure Desmond“ benannte sich einst nach einem Album des Dave Brubeck-Saxofonisten Paul Desmond, der der Schöpfer des Klassikers „Take Five“ ist. Die Band hat ihren ganz eigenen Cool Jazz-Sound seit ihrer Gründung vor fünfzehn Jahren verfeinert. Er steht für „eine edle kammermusikalische Ästhetik: durchsichtig, überschaubar, linear, kontrolliert emotional und zurückgelehnt bis zur totalen Entspannung“, urteilte die Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik. Hinter „Audrey“, dem Titel der aktuellen „Pure Desmond“-CD, steckt folgende Anekdote: „Jetzt würde ich gerne Audrey Hepburn durch den Wald kommen sehen“, waren die Worte, die der Filmemacher Gijon Mili an die Mitglieder des Dave Brubeck Quartets richtete, als Mitte der 50er Jahre in den Columbia Studios einer der ersten Kurzfilme über den Jazz entstand. „Oh ja, das würde ich auch gerne“, soll Paul Desmond erwidert haben. Seine Komposition „Audrey“ gehört in seiner intimen zerbrechlichen Interpretation zu den Juwelen des neuen „Pure Desmond“-Programms. Weitere Informationen

Fr. 28.02. 21:00 Uhr Karsten Jahnke präsentiert

Viktoria Tolstoy

Stations

Viktoria Tolstoy (voc), Krister Jonsson (g), Joel Lyssarides (p), Mattias Svensson (b), Rasmus Kihlberg (dr)

Die Stimme der schwedischen Jazz-Sängerin Viktoria Tolstoy klingt kristallklar, manchmal fast unschuldig, dann wieder sehr erwachsen. Ihr Gesang ist hoch dynamisch, wild und vibrierend, gleichzeitig aber prosaisch und erdverbunden. Wenn sie einen Song vorträgt, interpretiert sie ihn nicht einfach, sie formt und prägt ihn auf ihre einzigartige Weise. In der Unterfahrt stellt sie ihr neues Album „Stations“ vor. Stationen hat die Ururenkelin des russischen National-Dichters Leo Tolstoi so manche durchlaufen. Als musikalisch frühreifer Teenager sang sie bereits in den angesagten Stockholmer Jazzclubs, mit zwanzig nahm sie ihren Einstand als Solo-Künstlerin auf – das Debüt war weit mehr als ein Versprechen. Die vielfach prämierte Viktoria Tolstoy, die sich im Laufe ihrer Karriere auch die Bühne mit dem legendären Pianisten Esbjörn Svensson teilte, wurde in ihrer Heimat fast wie ein Popstar gefeiert und zählt heute zu den besten und eigenständigsten Jazz-Sängerinnen Skandinaviens, wenn nicht Europas. Weitere Informationen

Sa. 29.02. 20:30 Uhr

David Friedman Generations Quartet

David Friedman (vibes), Clara Haberkamp (p), Josh Ginsburg (b), Tilo Weber (dr)

Im „Generations Quartet“ des amerikanischen Vibrafonisten und Marimbaspielers David Friedman machen nicht nur Instrumentalisten unterschiedlichen Alters, sondern vier ausgeprägte Charaktere eine pulsierende symbiotische wie zeitlose Musik, die aus dem Great American Songbook schöpft, die für den neuen Sound des zeitgenössischen Jazz steht und die über weite Strecken frei improvisiert ist. David Friedman, der im März 76 Jahre alt wird, ist eine Musik-Legende, zählt zu den einflussreichsten Vibrafonisten des Jazz und sorgte spätestens mit der Gründung der Band „Double Image“ ab 1977 für Furore. Der gebürtige New Yorker hat im Laufe einer bewegten Karriere mit ungezählten Größen musiziert, veröffentlichte eine Reihe von eigenen Alben ganz unterschiedlicher Couleur und sorgte ab 1989 als Leiter der Jazzabteilung der UdK und später am Jazz-Institut Berlin für die Ausbildung des Nachwuchses. Mit der prämierten Pianistin Clara Haberkamp, dem Bassisten Josh Ginsburg – einem Amerikaner in Berlin – und dem Schlagzeuger Tilo Weber zeigt Friedman, dass er musikalisch jung geblieben ist. Weitere Informationen

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