Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten: täglich ab 19.30 Uhr
Konzertbeginn: 20.30 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Sep 2009

Programm Oktober 2009

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Mi. 21.10. 21 Uhr
ACT: Jazz Night

Vijay Iyer Trio

Vijay Iyer (p), Stephan Crump (b), Marcus Gilmore (dr)

Was hat Jazz mit Mathematik zu tun? Mehr als man glaubt, sagt Vijay Iyer: "Musik beinhaltet viel abstraktes Denken und Konzepte wie Rhythmus, Akkorde, Strukturen. Sie ist eine Auseinandersetzung mit Zahlen und Quantitäten, was mit dem verwandt ist, was Mathematik macht. Früher war Mathematik mit Traditionen verbunden, die nicht zwischen Geist und Verstand unterschieden. Und das ist genau, was Musik für mich ist. Darauf kommt es mir an: Rationale Strukturen intuitiv werden zu lassen." Der amerikanische Pianist mit indischen Wurzeln weiß, wovon er redet: Bevor er Musiker wurde, studierte er an den Eliteuniversitäten Yale und Berkeley Mathematik und Physik. Erst als Saxofonist Steve Coleman ihm Mitte der neunziger Jahre die Pianistenstelle in seiner Band anbot, entschied sich Iyer endgültig für die Musik. Seither hat der 37-Jährige, der eigentlich Geige lernte und als Pianist ein Autodidakt ist, dank seiner Intelligenz und originären Schöpferkraft eine imposante Karriere gemacht, die ihn zu einer Schlüsselfigur der jungen amerikanischen Jazzszene werden ließ: Er fing als Sideman der innovativsten New Yorker Musiker wie George Lewis, Amiri Baraka, aber auch dem Underground-HipHopper Mike Ladd an, sammelte rasch mit eigenen Formationen Meriten und erwarb sich vor allem zusammen mit dem Saxofonisten Rudresh Mahanthappa, den er schon bei Coleman kennenlernte und der wie er der ersten Generation von Amerikanern mit indischen Eltern angehört, internationales Renommee. Nicht weniger als zwölf begeistert aufgenommene Alben unter eigenem Namen hat er bislang eingespielt. Seit einigen Jahren ist Iyer Seriensieger der Kritikerumfragen - so wurde er bereits zweimal zum „Rising Star Jazz Artist“ und „Rising Star Composer“ des renommierten Downbeat Magazine International Critics' Poll gewählt. Nun hat der Pianist seine erste CD als exklusiver ACT-Künstler eingespielt. Mit Historicity liefert er, begleitet von Stephan Crump am Bass und Marcus Gilmore am Schlagzeug, gleich eine spektakuläre Neudefinition des klassischen Klaviertrios ab: Im Zentrum des Albums steht Iyers Auseinandersetzung mit dem Begriff der Historizität. Es gehe darum, wie man sich selbst im Strom der Musikgeschichte positioniert, wie man als musikalischer Erzähler mit fremder Tradition umgeht, schildert er in den Liner Notes.

Eintritt € 16,- / Mitglieder € 8,-

Website: http://www.vijay-iyer.com

 

Seitenanfang