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Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten: täglich ab 19.30 Uhr
Konzertbeginn: 20.30 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Feb 2020 | April 2020

Programm März 2020

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 11 | 12 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

So. 01.03. 20:30 Uhr

Jam Session

mit Xaver Hellmeier (dr)

Claus Koch (ts), Claus Raible (p), Giorgos Antoniou (b), Xaver Hellmeier (dr)

Xaver Hellmeier gehört in Deutschland mittlerweile zu den gefragtesten Jazz-Drummern seiner Generation. Mit seinem pulsierenden, akzent- und schlagvarianten-reichen, authentischen wie originellen Spiel begeistert er sowohl seine Kollegen auch das Publikum. Inspiriert wurde er von Meistertrommlern des Bebop und Hardbop, von Größen wie Kenny Clarke, Max Roach, Art Taylor, Billy Higgins oder Jimmy Cobb. Der aus Haimhausen stammende Xaver Hellmeier erhielt seine Ausbildung an Musikhochschulen in München, Wien und New York. Seit einiger Zeit belebt er die Münchner Jazz-Szene. In seiner Vita tauchen prominente Namen auf: er hat bereits mit Pianisten wie Harold Mabern und Aaron Goldberg oder mit Saxofonisten wie Eric Alexander, Gábor Bolla oder Johannes Enders die Bühne geteilt. Xaver Hellmeier freut sich bei seinen März-Jam Sessions auf beseelte Einsteiger. Weitere Informationen

Mo. 02.03. 20:30 Uhr Bigband Night

Brasil Arts Orquestra & friends

Gisele Abramoff (voc), Alexandra Fischer (voc), Paulo Alves (voc), Guto Alves da Silva (voc), Mark Pusker, Otto Staniloi, Tom Förster, Alberto Barreira, Peter Kral (saxes), Felix Ecke, Florian Brandl, Rich Laughlin, Omar Kabir (tps), Jürgen Neudert, Franz Schledorn, Christian Landsiedel, Alfred Menzinger (tbs), Bernd Hess (git), Uli Geißendoerfer (keys), Guto Alves da Silva (keys), Paul Tietze (b), Stephan Maass (perc), Elmar Schmidt (dr, leader)

Seit seiner Gründung im Jahr 2018 steht das „Brasil Arts Orquestra & Friends“ für den brodelnden Schmelztiegel der brasilianischen Musik, lässt sich von Samba, Bossa Nova, Jazz, Funk, Forró, Baiâo, Frevo, Maracatu, Samba-Reggae, Partido alto, kurz: von der Vielfalt der Música Popular Brasileira inspirieren, die fast alle musikalischen Spielarten des südamerikanischen Landes eint. Initiator des Münchner Ensembles ist der Schlagzeuger Elmar Schmidt, der seit den 80er Jahren einer der gefragtesten Studio-Drummer Deutschlands ist und mit perfekt inszenierten Brasil-Acts wie „Aquarelas do Brasil“ bekannt wurde. Hinter den „Friends“ des „Brasil Arts Orquestras“ stecken übrigens die Vokalisten Gisele Abramoff, Paulo Alves und Guto Alves da Silva. Weitere Informationen

Di. 03.03. 20:30 Uhr

Bob Reynolds Group

Bob Reynolds (sax), Ruslan Sirota (p), Janek Gwizdala (b), Gene Coye (dr)

Die hoch melodische Musik des Tenorsaxofonisten Bob Reynolds ist mit Soul, R & B und Dark Pop angereichert und vereint den Intellekt des Jazz mit dem Schwung tanzbarer Grooves. Sein 2015 in Los Angeles gegründetes Quartett ist bestens erprobt, denn es konnte im Baked Potato Jazz Club und im Blue Whale zeitweilig als Hausband auftreten. Bob Reynolds stammt aus Morristown, New Jersey und wuchs in Jacksonville, Florida auf. Mit dreizehn begann er Saxofon zu spielen. Nachdem er an einer der Kaderschmieden des amerikanischen Jazz, nämlich am Berklee College of Music in Boston unter George Garzone und Hal Crook ausgebildet wurde, konnte Bob Reynolds seine erlernten Fertigkeiten bald schon als Profi anwenden. Von John Mayer, Brian Blade, Aaron Goldberg, Gregory Hutchinson oder Tom Harrell erhielt er Gehaltsschecks. Als Mitglied von Snarky Puppy wurde er 2017 mit einem Grammy ausgezeichnet. Weitere Informationen

Mi. 04.03. 20:30 Uhr

Philip Catherine / Paulo Morello / Sven Faller

Philip Catherine (git), Paulo Morello (git), Sven Faller (b)

Ein gitarristisches Gipfel-Treffen: Paulo Morello, der sich im Januar erst mit Ulf Wakenius und dem „Brazilian Experience“-Projekt in der Unterfahrt präsentierte, tauscht sich nun mit einer wahren Legende musikalisch aus: Philip Catherine. Ihre Begegnung dürfte besonders reizvoll ausfallen, weil der Deutsche und der Belgier ganz unterschiedliche Ausdrucksmittel in ihren Dialog einfließen lassen. Philip Catherine wurde einst geadelt, weil der große Charles Mingus ihm einen ehrenvollen Spitznamen verpasste: „Young Django“. Der in London geborene Gitarrist war ein treuer Begleiter von Chet Baker und Tom Harrell, sorgte im Trio mit Charlie Mariano und Jasper van´t Hof sowie im Duo mit Larry Coryell für Furore und nahm zahlreiche Solo-Alben auf. 2019 erschien das mit Paulo Morello und Bassist Sven Faller eingespielte Album „Manoir de mes rêves“. Paulo Morello machte sich durch das „Bossa Nova-Legends“ Projekt einen Namen. Er musizierte bereits mit Jimmy Smith, Randy Brecker, Paul Kuhn, Airto Moreira sowie Billy Cobham und ist Professor für Jazz-Gitarre an den Musikhochschulen in Nürnberg und Berlin. Weitere Informationen

Do. 05.03. 20:30 Uhr

Mary Halvorson's Code Girl

Amirtha Kidambi (voc), Maria Grand (sax, voc), Adam O’Farrill (tp), Mary Halvorson (git), Michael Formanek (b), Tomas Fujiwara (dr)

Mary Halvorsons Gitarre kann klingen wie R2-D2s betrunkene Schwester. Amirtha Kidambi beamt den Zuhörer durch Raum und Zeit, wenn sie mit fremden Zungen über Sturmwolken singt. Und Adam O’Farill kann mit seinem Atem Metall schmelzen. „Code Girl“ hat eine bizarre Sci-Fi-Aura und trotzdem viel Gefühl. Halvorson versenkt sich in ihrer Musik, verschwindet hinter ihr. Ihre kompositorische Sprache ist erstaunlich und ihr an Robotersprache erinnernder Signature-Sound einzigartig. Kidambi vermittelt mit ihrer Stimme nicht nur Halvorsons Songtexte, sondern fügt dem komplexen Bandklang noch eine weitere instrumentale Ebene hinzu. Ihre Improvisation auf sinnlose Silben bekommt durch indische mikrotonale Glissandi oder klassisches Opernvibrato plötzlich eine historische, ethnische oder spirituelle Konnotation. Adam O’Farill spielt meist den emotionalen Gegenpart von Halvorson. Seine Trompete kann nicht nur strahlen und glänzen, sondern die gesamte Emotionstonleiter spielen: säuseln, singen, schreien oder schluchzen. Michael Formarek am Bass, Maria Grand am Saxofon und Tomas Fujiwara an den Drums lenken das Schiff und sorgen dafür, dass der Sound nie zu weit ins All abgleitet. Er bleibt außerirdisch romantisch, verstörend mystisch, hintergründig skurril. Weitere Informationen

Fr. 06.03. 20:30 Uhr

Enders Room

Hikikomori

Bastian Stein (tp), Karl Ivar Refseth (vibes), Jean-Paul Brodbeck (p), Wolfgang Zwiauer (e-b), Gregor Hilbe (dr, electronics)

Das nicht nur in Japan auftretende Phänomen „Hikikomori“ beschreibt Menschen, die sich in sich selbst zurückziehen, die ihre sozialen Kontakte kappen und auf die üblichen Alltagsrituale verzichten. Die zweite CD des neuen Johannes Enders-Doppel-Albums beschäftigt sich mit diesem Zustand der Isolation und ist trotz aller Innerlichkeit reinste Kommunikation. Sie ist eine musikalische Kontaktsuche nach außen. Der erste Teil des neuen „Enders Room“-Werks kommt auch einer echten Ansprache an uns alle gleich. Er ist „Dear World“ überschrieben und man könnte ihn auch als Angebot an unsere völlig aus den Fugen und der Balance geratenen Welt interpretieren, als Vermittlungsversuch – als musikalischen Reminder, dass uns Menschen eigentlich mehr eint als trennt und dass wir uns auf uns und unsere Stärken besinnen sollten. Klanglich schafft der Weilheimer Saxofonist mit Enders Room sein ganz eigenes, mitunter geheimnisvolles Universum. Er führt Analoges und Synthetisches zusammen, archaisch Anmutendes und ganz Neues. Weitere Informationen

Sa. 07.03. 20:30 Uhr Catalan Nights

Los Aurora

Pere Martinez (voc), Max Villavecchia (p), Javier Garrabella (b), Joan Carles Mari (dr), Jose Manuel Alvarez (dance)

Die Musik der Gruppe „Los Aurora“ entwickelt eine Leidenschaft, die keinen kalt lassen kann: die Mitglieder des Quintetts haben sich in der spanischen Kaderschmiede „Taller de Músics“ in Barcelona gefunden. Sie bringen das Temperament des Flamenco mit der Hitzigkeit wie dem Intellekt des Jazz zusammen, nutzen auch Einflüsse aus der Rock- und Popmusik und würdigen unter anderem die Werke legendärer spanischer Komponisten wie Manuel de Falla oder Isaac Albéniz. Sänger Pere Martinez ist der Flamenco-Szene der iberischen Halbinsel längst ein Star und versteht es das Publikum mit seiner Stimmkraft, seiner Intensität und seinen Verzierungen von den Sitzen zu reißen. Eine weitere Attraktion bei „Los Aurora“ ist der Tänzer José Manuel Alvarez, der fest zum Ensemble gehört und mit typischem, wild klackenden Flamenco-Stepptanz eine zusätzliche rhythmische Komponente in die Band bringt. Weitere Informationen

So. 08.03. 20:30 Uhr

Session for Helmut

unter der Leitung von Wolfgang Schmid (b)

Jakob Manz (sax), Peter Wölpl (git), Hannes Stollsteimer (keys), Wolfgang Schmid (b), Guido May (dr)

Nach 15 Jahren als 2. Vorsitzender im Vorstand des Förderkreises Jazz und Malerei München e.V. hat sich Helmut Seifert entschlossen sein Amt zum Jahresende 2019 niederzulegen. Er wird aber die Musik in der Unterfahrt weiterhin genießen und seinen Stammplatz an der Bar sicher nicht unbeaufsichtigt lassen…. Ihm zu Ehren und verbunden mit einem herzlichen Dank veranstaltet der Förderkreis Jazz und Malerei München e.V. eine spezielle Session "For Helmut". Den ersten Teil gestalten Wolfgang Schmid (b), langjähriger Vorstandskollege im Förderkreis, der die Sessionleitung übernommen hat, sowie Guido May (dr), Jakob Manz (sax), Hannes Stollsteimer (p) und Peter Wölpl (git). Danach sind EinsteigerInnen beim Feiern herzlich willkommen. Wolfgang Schmid zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Bassisten Europas. Er verewigte seinen guten Namen und seine Talente auch als Produzent, Komponist und musical director auf bislang über 400 Alben und bei mehreren Theaterproduktionen. Seine teilweise furiose Spielweise und seine stilistische Vielfalt brachten ihm diverse Pollgewinne als "Bassplayer of the year" in USA und Deutschland, weltweite Tourneen, Auftritte bei vielen großen Festivals und unvergessen, die musikalische Leitung der ARD-TV Kult-Reihe "Superdrumming"! Er war eine zentrale Figur in Klaus Doldingers legendärer Jazzrock-Gruppe PASSPORT, die als "Passport Classic" in der 70er Jahre-Originalbesetzung weiterhin auftritt. Es folgten eigene Bands, wie "Head, Heart & Hands", "Wolfhound", seit 1988 diverse hochkarätig besetzte "Kick" -Formationen und seit 1996 "Paradox" mit Billy Cobham und Tourneen mit den Oscar- und Grammy-Gewinnern Dave & Don Grusin, Lee Ritenour und Will Kennedy - "The Hang All Stars". Wolfgang Schmid ist Mitglied bei den "German Jazz Masters" mit Manfred Schoof, Wolfgang Dauner & Klaus Doldinger. Seit 2008 lehrt er Jazz- und Popmusik an der Musikhochschule in Stuttgart und wurde 2016 zum Professor ernannt. Weitere Informationen

Mo. 09.03. 20:30 Uhr Bigband Night

Christian Elsässer Jazz Orchestra

Ulrich Wangenheim, Ferdinand Settele, Till Martin, Matthieu Bordenave, Gregor Bürger (saxes), Nemanja Jovanovic, Felix Jechlinger, Andreas Unterreiner, Julian Hesse (tps), Jürgen Neudert, Lukas Jochner, Roman Sladek, Jakob Grimm (tbs), Paul Brändle (git), Leo Betzl (p), Henning Sieverts (b), Julian Fau (dr), Christian Elsässer (comp,conductor)

Der Komponist, Pianist und Dirigent Christian Elsässer zählt in seiner Generation zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenossischen Jazz in Europa. Er arbeitet regelmäßig mit den renommiertesten Klangkorpern der internationalen Szene wie dem Metropole Orchestra (3 Grammys), dem Scottish National Jazz Orchestra, allen deutschen Rundfunk-Bigbands (HR, WDR, NRD und SWR) sowie dem Münchner Rundfunkorchester. Zu seinen musikalischen Partnern zählen viele Stars der Branche, so Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling, Mike Stern, Vince Mendoza, Mike Mainieri u.v.a. Für sein eigenes Großprojekt, das Christian Elsässer Jazz Orchestra, hat er eine handverlesene Band zusammengestellt, die sowohl durch ihre herausragenden Solisten wie auch durch ihr ausdrucksstarkes Ensemblespiel glänzt. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schopft Elsässer den Klangfarbenreichtum des Ensembles komplett aus und entführt den Zuhorer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkommlichen Big Band-Jazz. 2016 wurde das Christian Elsässer Jazz Orchestra mit dem Bayerischen Kunstförderpreis geehrt. Weitere Informationen

Mi. 11.03. 20:30 Uhr Highlight

Benny Golson Quartet

Benny Golson (sax), André Schwager (p), Nils Kugelmann (b), Sebastian Wolfgruber (dr)

Hoher Besuch kündigt sich an. Mit dem 91jährigen Tenorsaxofonisten Benny Golson kommt eine echte Jazz-Legende, eine Ikone in die Unterfahrt – und einer der letzten Vertreter einer Generation, die den klassischen Hardbop prägte. Mit seinem warmen eleganten Ton glänzte Golson bei Art Blakey & The Jazz Messengers und im gemeinsam mit Trompeter Art Farmer geleiteten „Jazztet“. Der aus Philadelphia stammende Musiker ist ein Mann von großer Bandbreite. Für einige Jahre ließ er sich als Film- und Fernsehkomponist in Hollywood nieder. Außerdem betätigte er sich als von klassischer Musik inspirierter Tonsetzer. 1994 wurde im New Yorker Lincoln Center seine Symphonie „Two Faces“ uraufgeführt. Viel Lob erhielt er auch für ein Werk, das er dem Geigenvirtuosen Itzhak Perlman auf den Leib schrieb. Aktivitäten wie diese haben ihn nie vom Jazz-Betrieb ferngehalten.

Hinweis: Es gibt eine Besetzungsänderung: Benny Golson wird begleitet von einer Münchner Band, bestehend aus André Schwager (p), Nils Kugelmann (b), Sebastian Wolfgruber (dr). Weitere Informationen

Do. 12.03. 20:30 Uhr

Omer Klein Trio

Radio Mediteran

Omer Klein (p, synth, perc), Haggai Cohen-Milo (b, synth-b), Amir Bresler (dr, perc)

Der israelische Pianist Omer Klein feiert dieser Tage das fünfjährige Jubiläum seines Trios mit dem Bassisten Haggai Cohen-Milo und dem Schlagzeuger Amir Bressler. Diese Drei verstehen sich auf fast telepathische Weise, musizieren mit unstillbarer Neugier und mit dem Ziel, Genregrenzen zu überwinden. Jazz bildet nur die Ausgangsbasis für ihre Musik, die sich aus etlichen Einflüssen speist. Klassik fließt mit hinein, ebenso Elemente des Pop, melodische Referenzen an die Klangwelt des Balkans, des Maghreb, des Nahen und Mittleren Ostens. Die neun Songs auf „Radio Mediteran“, dem dritten gemeinsamen Album von Klein, Cohen-Milo und Bressler, kreisen inhaltlich alle um das Mittelmeer. „Meine Band und ich haben einen sehr persönlichen Bezug zu diesem Meer: Wir alle sind in seiner Nähe aufgewachsen“, sagt Omer Klein. „Haggai, Amir und ich hören nach einem Konzert im Hotel oft Musik. Mir fiel auf, dass die Stücke, die wir uns vorspielten, aus Nordafrika, dem Balkan oder der arabischen Welt stammten.“ Die nächtlichen Listening Sessions haben sich ganz offensichtlich niedergeschlagen auf das so bunte wie organische Material von „Radio Mediteran“. Weitere Informationen

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